Klimawandel [Sammelthread]

  • Ohne jetzt völlig ignorant sein zu wollen, glaube ich richtig einschätzen zu können, dass wir in Europa in einem historischen und geografischen „Glücksfall“ leben. Du kannst das gerne anders sehen, aber wirst mich hierin schlecht überzeugen.

    Dass das evtl. nicht nachhaltig ist, erkenne ich an. Es ist auch meine berufliche Herausforderung. Aber völlig verloren, ist hier noch gar nichts. Bzw. muss man halt sein bestes tun. Sicherlich wäre ne Ökodiktatur das erfolgsversprechendste Modell (meine Ernst). Ist wohl aber nicht mehrheitsfähig. Man muss schon noch überzeugen wollen...

    Wir befinden uns hier im Thread Klimawandel. Warum muss ich da wen überzeugen?

  • Für einen entsprechenden Kulturwandel muss man wie bei Zigaretten Autos uncool machen.

    Das Beispiel Zigaretten finde ich deshalb so gut, weil es zeigt, wie einseitig die modischen und wechselnden Ideologien sind.


    Die Zigarette wird ausschließlich unter "süchtigmachend", "todbringend", "schädlich" betrachtet.

    Keine Frage: rauchen ist nicht gut. Jeder weiss das und jeder wusste das (auch ohne Studien) in den 50er und 60er Jahren.

    Man riecht es ja förmlich...


    Dass Rauchen aber an sich auch mal ein Genuss war und die Zigarette ein Genussmittel, das wird völlig außer acht gelassen.


    Es gibt viele, die abhängig sind - ja.

    Aber es gibt nicht wenige, die gelegentlich mal eine paffen.

    Pfeife, Zigarre etc. kommen beim Thema Rauchen überhaupt nicht vor. Man wird schon bedrängt, wenn man im Freien eine qualmt.


    Und so ist es auch mit dem Auto. Dass man mit dem Auto eine sinnlose Spazierfahrt machen kann, ohne Ziel, einfach um des Fahrens willen, das darf man ja gar nicht mehr sagen, ohne böse Blicke auf sich zu ziehen. Aber genau solche Ausfahrten, solche Spazierfahrten hat es früher mit der Droschke, mit Pferd und Wagen auch gegeben. Eine Fahrt ins Blaue.


    Wenn am Wochenende die Oldtimer unterwegs sind, da weiß man, dass diese nur spazieren gefahren werden, einfach so, ohne besonderes Ziel. Nur fahren, um des fahren willens.


    Fazit: Genuss wird in einer Ökodiktatur definitiv unterjocht werden. Zustände werden das ab nächstes Jahr mit den Grünen, wie bei Kim in Nordkorea.

    Dort sind Bikinis verboten = zu viel an Vergnügen.

  • Wenn am Wochenende die Oldtimer unterwegs sind, da weiß man, dass diese nur spazieren gefahren werden, einfach so, ohne besonderes Ziel. Nur fahren, um des fahren willens.

    Das Fahren um des Fahren willens ist leider genau so schlecht für alle anderen wie das Genussrauchen. Jahrelang hat man uns erzählt, dass die Genusszigarette zum Essen oder zum Bier in der Kneipe dazugehört. War alles gelogen. Alles nur Marketing der Tabakmafia und eine Ausrede der Süchtigen.

    Das Genussfahren ist auch nur für denjenigen ein Genuss, der in der alten Karre sitzt. Alle anderen müssen die Wolke von Dreck und den Lärm ertragen.

  • Mit jugendlichem Unbd

    Das Genussfahren ist auch nur für denjenigen ein Genuss, der in der alten Karre sitzt. Alle anderen müssen die Wolke von Dreck und den Lärm ertragen.

    :thumbup:Das stimmt. Diese Karren stinken echt übel. Wenn man sich vorstellt, dass davon mal Millionen in den Städten unterwegs waren, da braucht man sich nicht nicht wundern, dass der Erde die Luft ausgeht.

  • „Nicht Kapitalismus“ bedeutet zumindest kein Eigentum an Produktionsmitteln.

    Warum sollte das so sein? Sogar in der DDR gab es Eigentum an Produktionsmitteln. Und nein, ich will die DDR nicht zurück! Aber dieser "wenn nicht Kapitalismus"dann kann es Weltuntergang als Alternative geben ist schon sehr fragwürdig....

  • Pardon, es ging mir nicht darum vom menschengemachten Klimawandel „überzeugt“ zu werden.

    Der Klimawandel IST das scheitern des Kapitalismus.

    Der Kapitalismus hatte die Chance was gegen den Klimawandel zu tun den er verursacht hat. Seit spätestens den Veröffentlichungen von Michael Mann 1998. Aber eigentlich seit dem ersten IPCC Bericht 1990 war klar, dass gehandelt werden MUSS!


    Das das nicht passiert ist sehe ich als Totalversagen. Da kann man auch nix mehr beschönigen. Wie sagte Bill NYe so schön: "The fucking Planet is on fire!". Weil der Kapitalismus ohne Wachstum nicht existieren kann scheitert er darin.


    Ich hab den Vortrag von Ulrike Herrmann verlinkt. Da redet sie davon. Dass das hier ne Überraschung ist, das ich den Kapitalismus für gescheitert erkläre überrascht wiederum mich. Wen das heute überrascht dem kann ich jetzt nicht weiterhelfen. Da muss man die Augen fest zugedrückt haben.


    Warum bin ich jetzt deshalb gleich wieder ein Fanatiker? Ach ja und Goebbels bin ich ja auch.

  • Hat einer zugehört bei den Interviews mit all den Experten? Mir scheint nicht. Das ist so deprimierend, dass ich hier mit der Aussage, dass wir ein anderes System brauchen um die Klimakrise zu bewältigen so eine Diskussion führen und mich von LDR so anscheißen lassen muss. Was habt ihr denn da gedacht als ihr den Interviews zugehört habt. "Das wird schon nicht so schlimm, da stellen wir unsere Automobilindustrie auf E-Autos um, bauen ein paar PV Anlagen und die Sache ist geritzt".

    Überlebenschance unserer Automobilhersteller? Ehrlich?

    Nein, ich denke nicht, dass es ausreicht alle Autos durch elektrische zu ersetzen. Das ist ein erster Schritt. Solange es keine politischen Restriktionen gibt, wird sich nicht viel ändern. Da sind E-Autos leider schon ziemlich gut.


    Ich fände es auch viel besser, wenn Bahn und ÖPNV viel schneller ausgebaut werden. Ausserdem wäre es schön, wenn FußgängerInnen und RadfahrerInnen schneller mehr Platz bekommen und Arbeit und Wohnen wieder näher zusammenrücken.

    Geht halt irgendwie nicht mit der GroKo. Die kriegt ja noch nicht mal einen Mindestlohn auf die Kette, von dem man in Deutschland ohne Hilfe leben kann.

  • Ach ja, übrigens wusste die damals an der Macht befindliche mörderischste und gefährlichste Organisation der Welt, die Republikanische Partei der USA, die vermutlich in der Geschichte nicht besser wegkommen wird als Goebbels, ganz genau was der Klimawandel bedeutet. Aber sie wussten eben auch dass damit das Ende der Bereicherung eingeläutet wurde und zum Teufel mit der Welt wenn man vor dem Ende noch ein paar Doller verdienen kann.


    Deshalb hat man die "Klimaskeptiker" erfunden, damit das Dollarmachen noch ein paar Jahre weitergehen kann Wir wissen das, weil wir Memos und Oval Office Tapes aus dieser Zeit inzwischen kennen.


    .Hier der vermutlich beste Artikel den Zeit Online jemals geschrieben hat:


    https://www.zeit.de/2012/48/Kl…skeptiker/komplettansicht

  • Ach ja, übrigens wusste die damals an der Macht befindliche mörderischste und gefährlichste Organisation der Welt, die Republikanische Partei der USA, die vermutlich in der Geschichte nicht besser wegkommen wird als Goebbels, ganz genau was der Klimawandel bedeutet.

    Der Spruch von Chomsky, dem diese Beschreibung der Republikaner entlehnt ist, war zwar nicht schlecht, aber ich fürchte, das weiß die mindestens zweitgefährlichste Organisation der Welt, die demokratische Partei der USA, auch nicht erst seit der andere Verein einen erklärten

    Klimawandelleugner ins weiße Haus gesetzt hat.

    Und trotzdem hat sie außer warmen Worten und Verpflichtungserklärungen an die sich auch der letzte Demokrat im Oval Office dann nicht wirklich gehalten hat, bisher keine Anstalten gemacht, ein radikales Umdenken zu fordern. Im Gegenteil: Ihr Parteivorstand hat sämtliche Kräfte mobilisiert, um den einzigen Kandidaten für das Präsidentenamt zu verhindern, der einen einigermaßen mutigen Plan dazu im Programm hatte.


    Anderer Spruch von Chomsky, der eigentlich besser passt:


    In the US, there is basically one party - the business party. It has two factions, called Democrats and Republicans, which are somewhat different but carry out variations on the same policies. By and large, I am opposed to those policies. As is most of the population.

  • Utan, ich finde das völlig ok, wenn wir als kommunales Stadtwerk jetzt z.B. eine Pyreganlage kaufen und damit über hochwertige Bio-und Grüngutverwertung (zu Biopflanzenkohle und Wärme)extrem klimafreundliche Kreislaufwirtschaft ermöglichen.

    Nur damit ich das richtig verstehe:


    Du arbeitest in einem kommunalen Stadtwerk, also in einer staatlichen(?) Institution, die gerade eine Stange Geld in eine neue, klimafreundlichere Techonologie investiert hat, glaubst aber, dass nur im Kapitalismus - also in einem System das auf privaten Investitionen in zukünftige Profite angewiesen ist - die zur Energiewende nötigen Produktivitätssteigerungen möglich wären?


    Warum eigentlich?

  • Sorry, aber ich glaube da werden wir uns nicht einigen. Für mich ist das nicht das Scheitern irgendeines Kapitalismus. Für mich ist es wenn, dann das Scheitern des „Prinzip Mensch“, der eben nicht dazu in der Lage ist wie jedes andere Tier im Einklang mit der Natur zu leben. Und da ist/war das „System“ erstmal zweitrangig.

  • Sorry, aber ich glaube da werden wir uns nicht einigen. Für mich ist das nicht das Scheitern irgendeines Kapitalismus. Für mich ist es wenn, dann das Scheitern des „Prinzip Mensch“, der eben nicht dazu in der Lage ist wie jedes andere Tier im Einklang mit der Natur zu leben. Und da ist/war das „System“ erstmal zweitrangig.  

    Dann brauchen wir ja auch nichts tun, denn dann wäre es besser alle sterben und wir fangen das mit der Evolution nochmal bei der Amöbe neu an. Frage, was machst du dann hier?


    Ich kann dir nur Tschüss zurufen während du dich abmeldest und dich weiterhin deiner Natur hingibst und zum Beispiel ein paar Katzenbabies erwürgst oder zu einem Waldspaziergang mit einem Sack voll Glyphosat aufbrichst.

  • Glyphosat ist stets flüssig. Es kommt niemals im Sack, sondern im Kanister geliefert. Wahlweise 10 oder 20 Liter Kanister. Allerdings nur mit Nachweis und für Landwirte (Bauern).

    Für alle die im Klima-Thread respektvoll und mit Geduld und möglichst keine NS-Sprache verwenden wollen: hierein paar Tipps, wie man es nicht machen sollte:


    https://www.lehrerfreund.de/me…e-nationalsozialismus.pdf


    Ha! Großartig. Make my day.

  • Dann brauchen wir ja auch nichts tun, denn dann wäre es besser alle sterben und wir fangen das mit der Evolution nochmal bei der Amöbe neu an. Frage, was machst du dann hier?


    Ich kann dir nur Tschüss zurufen während du dich abmeldest und dich weiterhin deiner Natur hingibst und zum Beispiel ein paar Katzenbabies erwürgst oder zu einem Waldspaziergang mit einem Sack voll Glyphosat aufbrichst.

    Die Menschheit ist dabei ihren Wirt zu töten. Naturvölker, bspw. Indianer, taten das nicht. Ich glaube allerdings, dass 8Mrd. Menschen nicht als Naturvolk weiterleben können.

    In der Tat bin ich sehr pessimistisch. Und ich bilde mir, im Gegensatz zu Dir, nicht ein hier eine Lösung dieses Problems formulieren zu können. Die einzige Chance besteht für mich allerhöchstens noch darin alle Umweltkosten ehrlich abzubilden. Das wäre in meinen Augen der erste und wichtigste Schritt.

  • Nur damit ich das richtig verstehe:


    Du arbeitest in einem kommunalen Stadtwerk, also in einer staatlichen(?) Institution, die gerade eine Stange Geld in eine neue, klimafreundlichere Techonologie investiert hat, glaubst aber, dass nur im Kapitalismus - also in einem System das auf privaten Investitionen in zukünftige Profite angewiesen ist - die zur Energiewende nötigen Produktivitätssteigerungen möglich wären?


    Warum eigentlich?

    Ich sehe einfach, dass wir auf einen enormen technischen Fortschritt und all die (in dem Fall ziemlich neuen) Maschinen angewiesen sind. Wir können das nicht bei uns entwickeln und brauchen diese Produktivkräfte um uns herum um sie für uns nutzbar zu machen.

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