Klimawandel [Sammelthread]

  • Hier nochmal das Thema Bürokratie...das Verteidigungsminsterium bietet den Menschen in den Hochwasser und Flutgebieten Hilfe an, aber man muss vorher einen Antrag stellen:

    Das in diesen Gebieten über 100.000 Menschen keinen Strom (und teilweise manche Gebiete auch kein Trinkwasser!) mehr haben und auch das Mobilfunknetz teilweise ausgefallen ist...hat denen anscheinend auch keiner vorher erzählt.


    Ist nur so eine Vermutung, aber ich glaube in so einer Situation können die Menschen schlecht Anträge stellen, warum fahren die da nicht einfach hin und helfen einfach jedem der Hilfe brauch?

  • Hier nochmal das Thema Bürokratie...das Verteidigungsminsterium bietet den Menschen in den Hochwasser und Flutgebieten Hilfe an, aber man muss vorher einen Antrag stellen:

    Das in diesen Gebieten über 100.000 Menschen keinen Strom (und teilweise manche Gebiete auch kein Trinkwasser!) mehr haben und auch das Mobilfunknetz teilweise ausgefallen ist...hat denen anscheinend auch keiner vorher erzählt.


    Ist nur so eine Vermutung, aber ich glaube in so einer Situation können die Menschen schlecht Anträge stellen, warum fahren die da nicht einfach hin und helfen einfach jedem der Hilfe brauch?


    Annegret macht unverständliches Zeugs, die Anträge sind Formulare für Behörden, Bürgern direkt kann man keine Amtshilfe leisten. Was das auf Twitter zu suchen hat ist vermutlich Vom Spieß nur für Dich...



    Das ist auch so ein Ding, wie die Bw das intern nennt ist wurscht, nach aussen gibt's sowas (vor allem vom IBUK ausgerufen) nicht.


    Zitat von Carl Schmitt

    Souverän ist, wer über den Ausnahmezustand entscheidet.

  • Bisher habe ich fast nur von Privatspenden und steuerfinanzierten Hilfsleistungen für Flutopfer gelesen. Gibt es Unternehmen die größere Summen spenden? Oder größere Spenden von den vielen Millionären und Milliardären im Land? Ich denke da an die "Corona-Gewinner" oder bspw. die Automobilbranche.


    Investieren die Leute und Unternehmen doch lieber in Parteien? (Vor ein paar Tagen passenderweise auch wieder eine Großspende der Versicherungsbranche an die CDU).

  • Das mit den großzügigen Milliardären ist ein Gerücht. Den Euro nehmen den Cent geben ist die Devise. Es sind geringverdiener bis obere Mittelschicht die den Großteil der Spenden geben.


    Steuerpflichtige mit Spenden, deren Einkünfte zwischen 0 und 5000 Euro lagen, machten im Schnitt rund 240 Euro als Zuwendungen geltend. Das waren 11% ihres Einkommens. Bei Steuerpflichtigen in den mittleren Einkünfteklassen lag der Anteil nur noch bei knapp einem Prozent (300 bis 400 Euro). Die Einkommensmillionäre gaben durchschnittlich 1,5% ihrer Einkünfte als Spende an, das waren rund 40000 Euro


  • Betroffene von Unwettern: Nordrhein-Westfalen unter Laschet schafft 2019 Soforthilfe für alle ab

    https://www.fr.de/politik/sofo…-hochwasser-90867926.html


    Die im Artikel aufgeführten Gründe unterscheiden sich von denen, die auf anderen Nachrichten-Seiten teilweise genannt wurden. Dort wurde unter anderem Daniel Osberghaus vom Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung zitiert, der auch Studien zu diesem Thema durchgeführt hat. (In einem anderen Thread habe ich darüber geschrieben.)

    Studienergebnis: Wenn der Staat für den Wiederaufbau zahlt, schadet das dem Geschäftsmodell der Versicherungswirtschaft.


    Das ganze wird "Charity Hazard" genannt: One explanation why individuals reject to obtain insurance cover against natural hazards is that they anticipate governmental and private aid.


    Daniel Osberghaus hat dazu 2015 ebenfalls eine Studie angefertigt. Einen "Charity Hazard" wurde nur bei bestimmten Gruppen festgestellt. Einen "Moral Hazard" -- Versicherte gehen größere Risiken eingehen -- gab es nicht.


    • Households expecting insurance coverage do not reduce their mitigation efforts.
    • Charity hazard is observed for risk averse and highly educated heads of households.

    Moreover, empirical evidence for moral hazard in the flood mitigation behaviour cannot be observed. Households expecting insurance coverage do not reduce their mitigation efforts. Likewise, the expectation of government relief payments hinders mitigation only for some groups of households.


    Ich bin auch dafür, dass in der BPK mal Fragen dazu gestellt werden und ob Parteispenden bei der Entscheidung eine Rolle gespielt haben.

  • Das gehört ja eigentlich hier rein:


    Aus der Studie:


    (1) Rising energy expenditure, (2) rebound effects, (3) problem shifting, (4) the underestimated impact of services, (5) limited potential of recycling, (6) insufficient and inappropriate technological progress, and (7) cost shifting can, each individually, and even more all together, compromise or even dismiss the possibility of “green growth.”

    The insight here is not that efficiency improvements are unnecessary (and in that sense, we support most of the decoupling-targeted policies advocated by UNEP in their 2014a report), but instead that it is theoretically and empirically unrealistic to expect those to absolutely, globally, and permanently delink a constantly growing economic metabolism from its biophysical base.

    Given the historical correlation of GDP and environmental pressures as well as the required technological improvements needed for a sufficiently large and fast reduction in resource use and environmental degradation, relying on decoupling alone to solve environmental problems appears to be an extremely risky and irresponsible bet.

    Framing issues of social-ecological justice with the concept of decoupling is like trying to cut a tree with a spoon: it is likely to be a long attempt and most likely to fail in the end.[...]


    As argued by Fletcher and Rammel (2017), decoupling acts as a distracting fantasy that warrants a (continuously more) destructive path with both the promise of success and demonstration of its impossibility deferred into the future. But as decoupling fails to materialise, natural resources deplete and ecosystems collapse. In that sense, decoupling is not an opportunity but a threat.

    Ultimately, until GDP is actually decoupled from environmental pressures, any additional production will require a larger effort in reductions of resource and impact intensity to stay away from resource conflicts and ecological breakdown. In that sense, trying to reduce impacts while growing makes as little sense as trying to brake while accelerating in front of an obstacle.[...]

    ___________________________________

    Parrique T., Barth J., Briens F., C. Kerschner, Kraus-Polk A., Kuokkanen A., Spangenberg J.H: Decoupling Debunked - Evidence and arguments against green growth as a sole strategy for sustainability, European Environmental Bureau, 2019 , S. 58-59 (-> PDF S. 59-60)


    Aber wenn eine Handvoll Theoretiker behaupten, fortgsetztes quantitatives Wachstum (auch in "grün") und Umwelt-, bzw. Klimaschutz seien nicht miteinander vereinbar, dann hat das natürlich wie immer...


    #NichtsMitKapitalismusZuTun

  • Die Verfasser der Studie haben eben kein Vertrauen in die Innovationen, die die unsichtbare Hand des Marktes uns bescheren wird.


    Wir machen doch mit der CD/SU eine Innovationsoffensive. Diese Wissenschaftler sind Schwarzseher, was wissen die schon vom Markt.


  • Vom Hochwasser der letzten Tage betroffen waren meiner medialen Wahrnehmung nach ja vorallem Deutschland, Belgien und Holland.


    Aber gerade beim lesen vom Wikipedia Artikel dazu ist mir aufgefallen das halb Europa davon betroffen gewesen ist, zwar nicht so schlimm wie in DE/BE/NL , aber trotzdem hätte man mal in den Nachrichten erwähnen können wie großflächig dieses Problem aufgetreten ist...

    Betroffene Gebiete:

    Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kroatien, Liechtenstein, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Rumänien, Schweiz, Slowakei, Tschechien, Ukraine, Ungarn

    In China gibt es aktuell übrigens auch Hochwasser:


  • Am Ende des Artikels bietet RWE Dörfer als Unterkunft an die leer stehen weil sie abgebaggert werden sollen. Wenn man da den Sprung an den Artikelanfang hinbekommt, weiß man wir haben ein eingespieltes Vorgehen für den Fall "Ort muss geräumt werden, Leute werden zum Wegziehen angehalten", das müsste man jetzt konsequent auf Überflutungsgebiete anwenden. Als erstes natürlich da wo die Wassermassen gerade selbst zur Renaturierung geschritten sind.

  • Hab letztens gelesen, aber finde den Artikel leider nicht mehr, dass der Ausbau der ICE Strecke zwischen Berlin/Nürnberg/München die Fahrzeit Berlin - Nürnberg auf 3h verkürzt hat, Berlin - München auf 4,5h.

    Der Flugverkehr Berlin und Nürnberg sei um 80-90% zurückgegangen, der Flugverkehr zwischen Berlin und München so gut wie gar nicht.


    In dem Artikel wurde ein Wissenschaftler zitiert, der meinte bei <3h Zugfahrzeit würde der Umstieg mehr oder weniger von selbst erfolgen.


    Ich bin auf jeden Fall für einen Ausbau des Schienennetzes (und CO2 Zertifikate für den Flugverkehr), aber bei Hochgeschwindigkkeitsstrecken fände ich es gut, wenn überprüft wird, wo nicht so etwas wie Maglev sinvoller wäre. Damit könnte sogar einen Teil des innereuropäischen Flugverkehrs überflüssig machen. Gleichzeitig müssten eventuell bestimmte Zugstrecken nicht so umgebaut werden, dass ICEs dort 300km/h fahren können. Beziehungsweise es wäre nicht so schlimm für den Deutschlandtakt, wenn die Fahrt zwischen manchen Bahnhöfen 85min statt 55min dauern würde, wenn eine Verbindung in 30min mit Maglev existiert


    Grade das Projekt Trans Europ Express 2.0 würde sich dafür meiner Meinung nach gut eignen. Die Neubaustrecke Berlin-Prag-Wien wurde im Mai beschlossen und soll ab 2035 fertig sein und Fahrzeiten von 5h ermöglichen. Mit Maglev wäre es je nach Route in 1,5-2h möglich und damit nicht nur klimatechnisch sondern auch zeitlich besser als Fliegen. Überprüft werden müsste, ob die höhere Fahrgastzahlen auf Grund der kürzeren Fahrzeit die höheren Baukosten ausgleichen würde. Die Baukosten und Bauzeiten des Chūō-Shinkansen können dabei nicht unbedingt herangezogen werden, da die 280km lange Strecke zu 85% in Tunneln verlaufen wird.

  • Unsere Kindeskinder (falls noch vorhanden) werden dann vielleicht rechnen "wir verbrauchen 3 Erden pro Jahr und 5 Mars" ...


  • Why growth can't be green

    Warnings about ecological breakdown have become ubiquitous. Over the past few years, major newspapers, including the Guardian and the New York Times, have carried alarming stories on soil depletion, deforestation, and the collapse of fish stocks and insect populations. These crises are being driven by global economic growth, and its accompanying consumption, which is destroying the Earth’s biosphere and blowing past key planetary boundaries that scientists say must be respected to avoid triggering collapse.

  • Mit resource ist da aber wirklich alles gemeint und nicht "nur" Dinge, die CO2-Ausstoß verursachen, oder?

    Das hätte da, bzw generell finde ich dann noch deutlicher herausgestellt werden sollen. Denn dieser aktuellen Fokus auf CO2 und noch so bissl auf andere Treibhausgase verkennt halt, dass wir mit allem schon weit über sustainable sind im Verbrauch. Was ja sowohl aus dem Artikel, aber gerade auch aus dem EarthOvershootDay klar werden sollte.

    Ergo, toll wenn uns das Klima nicht killt, dann verhungern und/oder verdursten wir halt oder fangen wieder mehr Kriege für die zur neige gehenden Ressourcen an. Und da Wachstum bei CO2-ausstoßreduzierten und/oder reduzierenden Produkten dann halt zwangsweise mehr Verbrauch bedeutet, beschleunigen wir dann halt zumindest nicht mehr den (edit: durch Treibhausgase verursachten) Klimawandel... (edit: denn auch das wird ständig verkannt oder übergangen. Wir beeinflussen das nicht nur durch Treibhausgasemission)

    yay

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