Klimawandel [Sammelthread]

  • Da man im Winter die Motorenabwärme von Verbrennern zum Heizen nutzt wird da sicher eher weniger Energie im Verhältnis zum Tank/Akku verbraten.

    Ne, sowas hat man bei Verbrennern vllt. noch früher im letzten Jahrtausend gemacht, aber alle halbwegs modernen Autos (also auch mind. 30-40 Jahre alte Autos) benutzen elektrische PTC Heizelemente welche in der Zuluft für die Innenraumlüftung sitzen, die brauchen wenn es richtig kalt ist zusammen mit den Lüftern welche die warme Luft rauspusten auch gerne mal 1-2kW Leistung.

    Positive Temperature Coefficient (PTC)-Heizelemente temperieren auf engstem Raum selbst regelnd Gasgemische, Flüssigkeiten oder Feststoffe. Sie sind extrem prozesssicher, überhitzen nicht und brennen nicht durch: Geht es um schwierige Einsatzgebiete wie im Automobilbereich, sind die robusten Allrounder erste Wahl.

    Das Anwendungsspektrum von PTC-Heizelementen zur Zubeheizung in Kraftfahrzeugen ist breit gefächert. Es reicht von Filtern und Thermostaten über Lambdasonden und Glühstiftkerzen für Dieselmotoren bis zu Lufterhitzern. Erwärmt werden dabei in erster Linie Flüssigkeiten von der harnstoffwässrigen Lösung im Kraftstofffilter bei Dieselfahrzeugen (SCR-Technologie) über die Motorölvorwärmung bis hin zur Kühlmittelvorwärmung und Waschwasserbeheizung. Aber auch zur Innenraumbeheizung und Ansaugluftvorwärmung werden die elektrischen Heizelemente genutzt. PTCs sorgen zudem dafür, dass bei Kondensatanfall im Kurbelgehäuse kein Eis entsteht. ...

    Welchen Antrieb würdest Du Dir denn bei -20Grad im Stau wünschen unter der Voraussetzung einer 50%igen Füllung?

    (dass das E-Auto kommen muss ist nach wie vor klar)

    50% würden bei 80-100kWh Akku wie gesagt auch im E-Auto für etwa 24 Stunden Heizung ausreichen, so lange steht man aber quasi niemals in einem Stau, zumindest höre ich sehr selten bis nie von einem Stau der 24 Stunden dauert...und wenn so ein Stau doch über mehrere Tag geht hat man wie gesagt ganz andere Probleme, egal bei welchem Antrieb.


    Normalerweise steht man eher so max 2-3, wenn es richtig lange dauert vllt. 4-5 Stunden im Stau. Da ist es weder für einen Verbrenner noch für ein E-Auto ein großes Problem, die kommen beide technisch locker damit klar wenn man nicht gerade auf Reserve rumfährt.

  • zu den verbrennern bei einsatzfahrzeugen (fw, thw, pol, bw): die pumpen und ggf. weitere gerätschaften sind zum teil an den mechanismus des motors gekoppelt - feuerlöschpumpe (wikipedia)
    wie im artikel zu e-löschfahrzeugen beschrieben ist da anscheinend ein entkoppelter mechanismus entwickelt worden, welcher jedoch als backup weiterhin einen verbrenner besitzt. eine andere anwendung ist z.b. auch der einsatz von tragbaren pumpen zu wasserföderung über lange wegstrecken. hinzu kommt das sich einsatzkräfte aus sicherheitsgründen an einsatzstellen nicht an externe energiequellen ankoppeln. daher denke ich die umstellung auf e-technologie ist für einsatzkräfte (noch) nur bedingt sonnvoll.

    verordnet man den c02 ausstoß dieses spezialfalls von verbrennern von einsatzkräften dann im gesamtoutput, könnte man den eindruck bekommen die aufmerksamkeit auf einen eher zu vernachlässigenden bereich zu richten.

  • Ne, sowas hat man bei Verbrennern vllt. noch früher im letzten Jahrtausend gemacht, aber alle halbwegs modernen Autos (also auch mind. 30-40 Jahre alte Autos) benutzen elektrische PTC Heizelemente welche in der Zuluft für die Innenraumlüftung sitzen, die brauchen wenn es richtig kalt ist zusammen mit den Lüftern welche die warme Luft rauspusten auch gerne mal 1-2kW Leistung.

    😆

    Tja, da hast Du dann wirklich mehr Ahnung von. Eigentlich ineffizient die Wärme da nicht zu nutzen, aber so isses wohl.

    Besten Dank für die Ausführungen. Als wir vor längerer Zeit über E-Autos schrieben und herauskam, dass so ein E-Auto in Sachen Emissionen selbst mit Kohlestrom nicht wirklich schlechter als ein Diesel fahren kann, war ich etwas erstaunt.

    Mittlerweile denke ich wirklich darüber nach mir nach gut 18 Jahren mal wieder ein Auto zuzulegen. Natürlich elektrisch. Was würdest Du vorschlagen? PS sind mir egal. Es soll einfach nur günstig sein und müsste ne Reichweite 400-500km hinbekommen.

    Wäre dankbar für n Tipp.

  • 😆

    Tja, da hast Du dann wirklich mehr Ahnung von. Eigentlich ineffizient die Wärme da nicht zu nutzen, aber so isses wohl.

    Besten Dank für die Ausführungen. Als wir vor längerer Zeit über E-Autos schrieben und herauskam, dass so ein E-Auto in Sachen Emissionen selbst mit Kohlestrom nicht wirklich schlechter als ein Diesel fahren kann, war ich etwas erstaunt.

    Mittlerweile denke ich wirklich darüber nach mir nach gut 18 Jahren mal wieder ein Auto zuzulegen. Natürlich elektrisch. Was würdest Du vorschlagen? PS sind mir egal. Es soll einfach nur günstig sein und müsste ne Reichweite 400-500km hinbekommen.

    Wäre dankbar für n Tipp.

    Silverbeard Kundschaft!

  • Hier nochmal das Thema Bürokratie...das Verteidigungsminsterium bietet den Menschen in den Hochwasser und Flutgebieten Hilfe an, aber man muss vorher einen Antrag stellen:

    Das in diesen Gebieten über 100.000 Menschen keinen Strom (und teilweise manche Gebiete auch kein Trinkwasser!) mehr haben und auch das Mobilfunknetz teilweise ausgefallen ist...hat denen anscheinend auch keiner vorher erzählt.


    Ist nur so eine Vermutung, aber ich glaube in so einer Situation können die Menschen schlecht Anträge stellen, warum fahren die da nicht einfach hin und helfen einfach jedem der Hilfe brauch?

  • Hier nochmal das Thema Bürokratie...das Verteidigungsminsterium bietet den Menschen in den Hochwasser und Flutgebieten Hilfe an, aber man muss vorher einen Antrag stellen:

    Das in diesen Gebieten über 100.000 Menschen keinen Strom (und teilweise manche Gebiete auch kein Trinkwasser!) mehr haben und auch das Mobilfunknetz teilweise ausgefallen ist...hat denen anscheinend auch keiner vorher erzählt.


    Ist nur so eine Vermutung, aber ich glaube in so einer Situation können die Menschen schlecht Anträge stellen, warum fahren die da nicht einfach hin und helfen einfach jedem der Hilfe brauch?


    Annegret macht unverständliches Zeugs, die Anträge sind Formulare für Behörden, Bürgern direkt kann man keine Amtshilfe leisten. Was das auf Twitter zu suchen hat ist vermutlich Vom Spieß nur für Dich...



    Das ist auch so ein Ding, wie die Bw das intern nennt ist wurscht, nach aussen gibt's sowas (vor allem vom IBUK ausgerufen) nicht.


    Zitat von Carl Schmitt

    Souverän ist, wer über den Ausnahmezustand entscheidet.

  • Bisher habe ich fast nur von Privatspenden und steuerfinanzierten Hilfsleistungen für Flutopfer gelesen. Gibt es Unternehmen die größere Summen spenden? Oder größere Spenden von den vielen Millionären und Milliardären im Land? Ich denke da an die "Corona-Gewinner" oder bspw. die Automobilbranche.


    Investieren die Leute und Unternehmen doch lieber in Parteien? (Vor ein paar Tagen passenderweise auch wieder eine Großspende der Versicherungsbranche an die CDU).

  • Das mit den großzügigen Milliardären ist ein Gerücht. Den Euro nehmen den Cent geben ist die Devise. Es sind geringverdiener bis obere Mittelschicht die den Großteil der Spenden geben.


    Steuerpflichtige mit Spenden, deren Einkünfte zwischen 0 und 5000 Euro lagen, machten im Schnitt rund 240 Euro als Zuwendungen geltend. Das waren 11% ihres Einkommens. Bei Steuerpflichtigen in den mittleren Einkünfteklassen lag der Anteil nur noch bei knapp einem Prozent (300 bis 400 Euro). Die Einkommensmillionäre gaben durchschnittlich 1,5% ihrer Einkünfte als Spende an, das waren rund 40000 Euro


  • Betroffene von Unwettern: Nordrhein-Westfalen unter Laschet schafft 2019 Soforthilfe für alle ab

    https://www.fr.de/politik/sofo…-hochwasser-90867926.html


    Die im Artikel aufgeführten Gründe unterscheiden sich von denen, die auf anderen Nachrichten-Seiten teilweise genannt wurden. Dort wurde unter anderem Daniel Osberghaus vom Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung zitiert, der auch Studien zu diesem Thema durchgeführt hat. (In einem anderen Thread habe ich darüber geschrieben.)

    Studienergebnis: Wenn der Staat für den Wiederaufbau zahlt, schadet das dem Geschäftsmodell der Versicherungswirtschaft.


    Das ganze wird "Charity Hazard" genannt: One explanation why individuals reject to obtain insurance cover against natural hazards is that they anticipate governmental and private aid.


    Daniel Osberghaus hat dazu 2015 ebenfalls eine Studie angefertigt. Einen "Charity Hazard" wurde nur bei bestimmten Gruppen festgestellt. Einen "Moral Hazard" -- Versicherte gehen größere Risiken eingehen -- gab es nicht.


    • Households expecting insurance coverage do not reduce their mitigation efforts.
    • Charity hazard is observed for risk averse and highly educated heads of households.

    Moreover, empirical evidence for moral hazard in the flood mitigation behaviour cannot be observed. Households expecting insurance coverage do not reduce their mitigation efforts. Likewise, the expectation of government relief payments hinders mitigation only for some groups of households.


    Ich bin auch dafür, dass in der BPK mal Fragen dazu gestellt werden und ob Parteispenden bei der Entscheidung eine Rolle gespielt haben.

  • Das gehört ja eigentlich hier rein:


    Aus der Studie:


    (1) Rising energy expenditure, (2) rebound effects, (3) problem shifting, (4) the underestimated impact of services, (5) limited potential of recycling, (6) insufficient and inappropriate technological progress, and (7) cost shifting can, each individually, and even more all together, compromise or even dismiss the possibility of “green growth.”

    The insight here is not that efficiency improvements are unnecessary (and in that sense, we support most of the decoupling-targeted policies advocated by UNEP in their 2014a report), but instead that it is theoretically and empirically unrealistic to expect those to absolutely, globally, and permanently delink a constantly growing economic metabolism from its biophysical base.

    Given the historical correlation of GDP and environmental pressures as well as the required technological improvements needed for a sufficiently large and fast reduction in resource use and environmental degradation, relying on decoupling alone to solve environmental problems appears to be an extremely risky and irresponsible bet.

    Framing issues of social-ecological justice with the concept of decoupling is like trying to cut a tree with a spoon: it is likely to be a long attempt and most likely to fail in the end.[...]


    As argued by Fletcher and Rammel (2017), decoupling acts as a distracting fantasy that warrants a (continuously more) destructive path with both the promise of success and demonstration of its impossibility deferred into the future. But as decoupling fails to materialise, natural resources deplete and ecosystems collapse. In that sense, decoupling is not an opportunity but a threat.

    Ultimately, until GDP is actually decoupled from environmental pressures, any additional production will require a larger effort in reductions of resource and impact intensity to stay away from resource conflicts and ecological breakdown. In that sense, trying to reduce impacts while growing makes as little sense as trying to brake while accelerating in front of an obstacle.[...]

    ___________________________________

    Parrique T., Barth J., Briens F., C. Kerschner, Kraus-Polk A., Kuokkanen A., Spangenberg J.H: Decoupling Debunked - Evidence and arguments against green growth as a sole strategy for sustainability, European Environmental Bureau, 2019 , S. 58-59 (-> PDF S. 59-60)


    Aber wenn eine Handvoll Theoretiker behaupten, fortgsetztes quantitatives Wachstum (auch in "grün") und Umwelt-, bzw. Klimaschutz seien nicht miteinander vereinbar, dann hat das natürlich wie immer...


    #NichtsMitKapitalismusZuTun

  • Die Verfasser der Studie haben eben kein Vertrauen in die Innovationen, die die unsichtbare Hand des Marktes uns bescheren wird.


    Wir machen doch mit der CD/SU eine Innovationsoffensive. Diese Wissenschaftler sind Schwarzseher, was wissen die schon vom Markt.


  • Vom Hochwasser der letzten Tage betroffen waren meiner medialen Wahrnehmung nach ja vorallem Deutschland, Belgien und Holland.


    Aber gerade beim lesen vom Wikipedia Artikel dazu ist mir aufgefallen das halb Europa davon betroffen gewesen ist, zwar nicht so schlimm wie in DE/BE/NL , aber trotzdem hätte man mal in den Nachrichten erwähnen können wie großflächig dieses Problem aufgetreten ist...

    Betroffene Gebiete:

    Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kroatien, Liechtenstein, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Rumänien, Schweiz, Slowakei, Tschechien, Ukraine, Ungarn

    In China gibt es aktuell übrigens auch Hochwasser:


  • Am Ende des Artikels bietet RWE Dörfer als Unterkunft an die leer stehen weil sie abgebaggert werden sollen. Wenn man da den Sprung an den Artikelanfang hinbekommt, weiß man wir haben ein eingespieltes Vorgehen für den Fall "Ort muss geräumt werden, Leute werden zum Wegziehen angehalten", das müsste man jetzt konsequent auf Überflutungsgebiete anwenden. Als erstes natürlich da wo die Wassermassen gerade selbst zur Renaturierung geschritten sind.

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