Klimawandel [Sammelthread]

  • Komisch, in einem nicht für die Öffentlichkeit bestimmten Memo schreibt Larry Summers (lange Zeit wichtigste Ideologe des Kapitalismus):

    Hmm... Klingt natürlich ziemlich empathiebefreit.


    Nicht dass ich ihm so einen menschenfeindlichen Zynismus eine pragmatische Wirtchaftskompetenz nicht zutrauen würde,...


    ...aber so ganz ohne Quellenangabe?

  • Es sollte einem eigentlich Hoffnung geben, dass die Verblödungsmaschine Springer Presse aus Verzweiflung heute Artikel wie diesen schreiben muss: "Kapitalismus ist nicht das Problem, sondern die Lösung" (Die Welt 17.05.)

    Aber das ist doch nur ein Gastbeitrag, der ganz bestimmt nicht die Meinung der Redaktion wiedergibt!


    Übrigens...:

    Rainer Zitelmann, der Autor dieses Artikels, ist Historiker, Soziologe und Immobilieninvestor

  • Ich dachte das Summers Memo wäre berühmt und bräuchte keine Quellenangabe.


    Es gibt einen Wikipedia Artikel.


    Natürlich war das im Nachhinein alles "Sarkasmus" und er hatte das Memo nicht richtig gelesen.

    Aber man beachte, das Memo wurde von Ihm in seiner Position als Chefökonom der Weltbank unterzeichnet. Das ist unbestritten. Selbst wenn das alles nur "Sarkastisch" gemeint war kann man davon ausgehen dass Summers offensichtlich über LDCs und Umweltprobleme nachgedacht hat. Es ist ja auch überhaupt nicht lustig, bzw. nur wenn man einen sehr kranken Humor hat.

  • Ich finde auch diese Bezeichnung "New Deal" merkwürdig. Ein Deal wird zwischen zwei Personen oder halt Gruppen gemacht. Wer soll das sein? Kommt mir vor wie eine Art moderner Klassenkompromis, den es schon früher gab und der zum Sozialstaat geführt hat aber langfristig natürlich nie stabil war.

  • Zitat

    Rainer Zitelmann, der Autor dieses Artikels, ist Historiker, Soziologe und Immobilieninvestor

    Wo soll der Mann das Geld, dass er von INSM und BDI bekommt sonst investieren?



    PS: Was für ein A-hole https://www.facebook.com/r.zitelmann/posts/831342643918333/


    PPS: Was unterscheidet eigentlich diesen Schwachsinn den der verbreitet von Querdenkern oder Q-Anons? Nur sone Frage.

  • Laut Albert Einstein ist die Definition von Wahnsinn: "Immer wieder das gleiche zu tun aber neue Ergebnisse zu erwarten". Einstein mag recht haben, aber leider ist Wahnsinn die Normalität.

    Ja, völlig abwegig nach sieben Jahrzehnten Frieden und Wohlstand in Europa zu glauben, dass man das fortsetzen sollte. Euer „Problem“ besteht meines Erachtens nach darin, dass ihr der heutigen Welt keinerlei Wert beimisst.

    Auch wenn sich das jetzt moralisch schwierig anhört, aber outgesourcte Kriege und Sklavenarbeit sind zu weit weg um hier irgendeine politische Wahl zu beeinflussen.


    Und was das Verbrennen fossiler Brennstoffe angeht; glaubst Du die werden nur verbrannt, weil wir uns im Kapitalismus befinden? Nein, sie sind einfach mit extrem wenig Aufwand zu haben, gut zu speichern und technisch einfach zu verwerten. Gleichzeitig brauchen sie vergleichsweise keinen Platz.


    Auf der einen Seite unterschätzt ihr das Problem (technisch), auf der anderen Seite überschätzt Ihr das Problem (ökonomisch).


    Btw. gab es bis vor 2 Jahren noch nie einen relevanten CO2-Preis. Also was bitte wird hier immer wieder versucht?

  • Ob wir es bei Danton mit einen Realitätsverweigerer der Größenordnung eines Flat Earthers zu tun haben werden diese Fragen beantworten:


    Wer bestreitet hier die Errungenschaften des Kapitalismus?

    Wer bestreitet, dass es auch andere System gab die zum Klimawandel beigetragen haben?


    Bestreitest du, dass das Vorherrschende Wirtschaftssystem der Kapitalismus ist?

    Bestreitest du, dass Wachstum unbedingte Vorraussetzung für die Existenz des Kapitalismus ist?

    Ist es möglich den Klimawandel zu stoppen ohne das Wachstum zu beenden?

    Ist es Möglich den Klimawandel zu stoppen ohne den Kapitalismus (also größtmögliche Kapitalvermehrung durch investition) zu beenden?

    Wenn ja wie?

    Warum ist es dann nicht passiert?

    Warum nicht was anderes Probieren nachdem das mit dem Kapitalismus seit 50 Jaheren nicht klappt den Klimawandel zu stoppen?

  • Und was das Verbrennen fossiler Brennstoffe angeht; glaubst Du die werden nur verbrannt, weil wir uns im Kapitalismus befinden? Nein, sie sind einfach mit extrem wenig Aufwand zu haben, gut zu speichern und technisch einfach zu verwerten. Gleichzeitig brauchen sie vergleichsweise keinen Platz.

    In einem Profitmaximierungs/- Kostenreduzierungsregime sind fossile Brennstoffe kostenloses Kapital. Wenn ich durch Wettbewerb gezwungen bin, günstig zu produzieren, werde ich dann Holz, das schon existiert und das ich einfach nur abholzen muss, bei der Produktion benutzen, oder einen im Labor aufwendig synthetisierten Stoff, der aber umweltfreundlicher ist? Dieser Profitmaximierungs/- Kostenreduzierungslogik wird in einem solchen System alles unterworfen.

  • Warum ist es dann nicht passiert?

    Warum nicht was anderes Probieren nachdem das mit dem Kapitalismus seit 50 Jaheren nicht klappt den Klimawandel zu stoppen?

    Weil für so unverschämte Idioten wie dich und Jonny nur eine 112%ig in eurem Sinne ausfallende Lösung auch nur annähernd akzeptabel ist.

    All die guten technischen Vorschläge innerhalb des verteufelten Kapitalismus können ja nur von völlig reaktionären Klassenfeinden kommen.

    Ich versteh garnicht, warum mit euch keiner Weltrevolution spielen will...



    Viele in technischen Berufen dürfen keine Lust mehr haben mit "Sozialreformern" zusammen zu arbeiten, denen nichts gut genug was nicht mindestens "den" Kapitalismus (als gäb es da nicht auch Spielarten) mit hinwegfegt.


    Die meisten Menschen die sich Gedanken machen über einen Wandel macht es vermutlich stutzig, dass ausdauernd behauptet wird, dass zwar alles anders und neu gestaltet wird und es trotzdem niemandem schlechter gehen soll...

  • Ob wir es bei Danton mit einen Realitätsverweigerer der Größenordnung eines Flat Earthers zu tun haben werden diese Fragen beantworten:

    Kann nix dafür, dass Du Dich hier wie ein Sektenführer aufführst. Es waren und sind völlig übliche Gedanken von mir dazu gewesen.

    Wer bestreitet hier die Errungenschaften des Kapitalismus?

    Wer bestreitet, dass es auch andere System gab die zum Klimawandel beigetragen haben?

    Also das Festhalten am Kapitalismus ist für Dich „Wahnsinn“, aber die Errungenschaften bestreitest Du nicht? Hab ich nicht rauslesen können. Vielleicht interessieren sie die Dich nicht derart, dass sie Dir der Rede wert wären?


    (0) Nein

    (1) Nein

    (2) Ja

    (3) Ja

    (4) Dekarbonisierung der Energiesysteme

    (5) Weil die Folgen bislang noch überschaubar sind und die Anpassungen demnach teurer und aufwendiger waren als die bislang zu erwartende Rendite für den Umstieg. Mit einem CO2-Preis ändert sich dieser Umstand.

    (6) Es wurde bislang nie ernsthaft versucht den Klimawandel zu stoppen.


    Und welches System hast Du in Deiner unglaublichen Weisheit und Erleuchtung anzubieten Sektenführer?


  • 1. Kapitalismuskritiker sagen, dass der Klimawandel nicht nachhaltig bekämpft werden könne, so lange die herrschende Ideologie die Leute dazu bringt, den Kapitalismus für alternativlos zu halten.


    2. Die Kritiker der Kapitalismuskritiker werfen denselben vor, sie hätten ja gar keine fertige Alternative zum Kapitalismus anzubieten und seien daher nichts weiter als verbohrte Ideologen und Spalter die eine nachhaltige Bekämpfung des Klimawandels verhinderten.


    3. Go to 1.


    uff...tsss...uff....tsss...uff....tsss


    Nächste Runde.


    [Hier bitte die fotografische Abbildung eines Fahrgeschäftes hinzudenken]

  • Genau dieses Niveau kenne ich von Dir! Weil ich der Meinung bin, dass Klimaschutz wie Umweltschutz durchaus mit kapitalistischen Produktionsweisen vereinbar ist, lande ich bei Dir mit flat-earthern in einer Schublade?! Du spinnst doch!

    Wenn Du Dich davon angesprochen fühlst, obwohl Du gar nicht gemeint warst, dann steckst Du Dich selbst in diese Schublade.

  • Also das Festhalten am Kapitalismus ist für Dich „Wahnsinn“, aber die Errungenschaften bestreitest Du nicht? Hab ich nicht rauslesen können. Vielleicht interessieren sie die Dich nicht derart, dass sie Dir der Rede wert wären?

    Richtig.


    Es ist gut möglich, dass ein Wirtschaftssystem bzw überhaupt eine Praxis für eine bestimmte Zeit zu einer echten Verbesserung führt aber ab einem bestimmten Zeitpunkt die negativen Auswirkungen, (wie zum Beispiel diese Kleinigkeit mit der vorhersehbaren Vernichtung der meisten Lebensformen auf diesem Planeten durch den Klimawandel.) nicht mehr wünschenswert und ein Festhalten daran Wahnsinnig ist.


    Das heisst nicht, dass man Gleichzeitig die Errungenschaften an technologischer Entwicklung, sozialem Fortschritt oder Wohlstand aufgeben muss. Warum sollte man das tun. auch das wäre Wahnsinnig.


    Man kann das auch als sozialen Fortschritt bezeichnen.

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