Klimawandel [Sammelthread]

  • Weil ich es gerade höre, treffender kann man das Gefühl, das mich beschleicht, wenn ich über den Geisteshorizont einiger "Freiheitskämpfer" nachdenke, fast nicht beschreiben.


    "Wir stehen staunend vor den Trümmern

    einer guten alten Zeit

    und wir entsinnen uns bewundernd

    jener Unverwüstlichkeit,

    die unser Leben einmal hatte

    und wie einfach alles schien,

    als wir noch viel zu wenig wussten."


    Element of Crime - Narzissen und Kakteen

  • Ich bin seit meiner frühesten Kindheit absolut auf Autofahren sozialisiert worden.


    Aber die Idee, dass man, um sich individuell fortzubewegen irgendein technisches Hilfsmittel oder ein Nutztier braucht, macht eigentlich nur Sinn, wenn man gehbehindert ist oder keine Beine hat.


    Und die gewagte These, dass früher jeder Hinz und Kunz ein Pferd hatte, mit dem er fröhlich durch die Landschaft reiten konnte wann immer es ihm beliebte, würde ich an Deiner Stelle noch mal einem historischen Abgleich unterziehen.

    ich bin zwar kein Autofahrer aber es sollte klar sein dass ausschließlich Öffentliche Fahren außer der Ballungsgebiete schwierig ist und aufgrund das nicht jedes Dorf angeschlossen ist zwar für Großstädter komisch ist aber so.

  • Ich wiederhole mich: es geht mir nicht um das Rasen oder um das Verdampfen von fossiler Energie... Es geht um INDIVIDUAL MOBILITÄT.

    Und genau diese Individualmobilität will ja auch KEINER einschränken. Du baust hier einen Strohman auf... Wo will denn eine Luisa Neubauer oder Greta Thunberg die Individual Mobilität einschränken bitte? Die wollen nur das das eben ökologisch unschädlich passiert.

  • ich bin zwar kein Autofahrer aber es sollte klar sein dass ausschließlich Öffentliche Fahren außer der Ballungsgebiete schwierig ist und aufgrund das nicht jedes Dorf angeschlossen ist zwar für Großstädter komisch ist aber so.

    Ja klar. Du Schlaumeier.


    Ich komme auch ursprünglich nicht aus der Großstadt.


    Aber das lustige an Euch Vögeln ist, dass ihr irgendwie davon ausgeht, dass jeder der sich für mehr Klimaschutz ausspricht und gegen die Energieverschwendung von Straßenpanzern mit absurd hoher Leistung argumentiert, damit automatisch der gesamten Landbevölkerung auf einen Schlag ihre fahrbaren Untersätze wegnehmen will.


    Das kann man natürlich nicht machen, so lange die entsprechenden Möglichkeiten sich weniger energieverschleudernd fortzubewegen im ländlichen Raum weiterhin nicht vorhanden sind.


    Aber das muss man natürlich sofort alles verabsolutieren und eine groteske Überzeichnung daraus machen, damit man sich dann Seitenlang darüber entrüsten kann.

  • Wir leben nicht "mit der Natur", wir sind Teil der Natur. ;)


    Jan-Noah: In Panik soll niemand ausbrechen, aber das Problem soll verstanden werden und es gibt noch genug Leute, die es nicht verstehen. Und ehrlich gesagt bin ich mir nicht sicher, ob du den Ernst der Lage begriffen hast oder nicht.


    Daher mal ganz konkret gefragt: was bedeutet für dich Klimawandel, also welche Probleme siehst du auf uns Menschen zukommen?

    Also ich will mal so sagen: der Klimawandel macht sich für mich bemerkbar in stabilen Wetterlagen über Deutschland. Deshalb Dürre oder das Gegenteil. Lange anhaltende Wetterlagen sind - wenn ich es richtig verstanden habe - Auswirkungen des Klimawandels in Deutschland.

    Deshalb letzten Winter zum Beispiel kein Schnee und relativ milde Temperaturen. Oder lange trockene Perioden mit Hitze im Sommer.

    Dass der Klimawandel eine erheblich größere Gefahr für andere Regionen (weltweit) ist, dessen bin ich mir bewußt.

    Zusammenfassend gesagt, ist der Klimawandel eine reelle Gefahr , nicht nur für Menschen in vielen Teilen der Erde, sondern auch darüber hinaus.


    Um aber dieses Problem zu lösen - und das war der Ausgangspunkt meiner Kommentare - ist es notwendig andere Maßnahmen aufzugreifen, als den Preis für fossile Energie hochzusteuern, weil - und jetzt kommt die Begründung - weil das dann so läuft, dass sich außer dem Preis nicht viel ändert und die Reichen 10% nicht betroffen sind.

    Es muss also so sein, wie man es beispielsweise mit FCKW gemacht hat. Verbot.


    Ich vereinfache es jetzt ganz primitiv: Mein Ausgangspunkt ist, ich will nicht, dass der Nachbar sich die Automobilität weiterhin leisten kann, weil er das Vermögen dazu hat, während der Rest der Siedlung sich das nicht leisten kann und Schlange steht an der Haltestelle.

    Entweder das Auto wird abgeschafft für alle - Stichwort Umweltzonen oder beispielsweise nur noch E-Autos in Städten - oder alle können sich damit fortbewegen zum bisherigen Marktpreis.


    Die Privilegierung durch CO2-Bepreisung halte ich für feudalistisch. Es ist eine Form des Feudalismus, indem sich die oberen Zehntausend auf Kosten der anderen bereichern. Dafür stehen die Grünen und deshalb sind die Grünen für mich absolut nicht wählbar, auch dann, wenn ich manch anderen Grünen-Themenblöcken zustimmen könnte sogar wünschte: Beispiel Landwirtschaft.


    Aber man findet auch bei der FDP Ansichten, die man gut findet und wählt diese Partei trotzdem nicht, aus anderen Gründen.


    Jeder Wahl liegt eine Priorität zugrunde. Und ich will individuell zu bisherigen Marktpreisen mobil bleiben. Das ist meine Priorität bei der kommenden Wahl. Und wer für CO2 Bepreisung ist, der ist übergriffig wie beim Sexismus, Antisemitismus oder anderes. (zugespitzt)


    Es geht um mein Leben, um meine kleine behütete Welt, um meine Familie. Eines Tages bin ich tot und dann will ich nicht für ein hehres, größeres Ziel der Rettung der Welt, der Rettung des Weltklimas und diesen hysterischen Phantasmen gelitten haben, nur weil paar Jugendliche Spinner die Rettung der Welt vorantreiben wollen. (das ist jetzt polemisch)


    Ehrlich gesagt, ich kann mir nicht vorstellen, dass 150 Jahre Industriealisierung, 150 Jahre Hansdampf mit wahnsinnigen Emmissionen innerhalb weniger Jahrzehnte durch E-Mobilität etc. zurückzuführen ist und schon gar nicht ohne die Gesamtheit der Erdbevölkerung. Das klingt für mich nicht machbar.


    Aber wie gesagt: ich bin eher für Verbote als für Bepreisung.

  • Aber die Idee, dass man, um sich individuell fortzubewegen irgendein technisches Hilfsmittel oder ein Nutztier braucht, macht eigentlich nur Sinn, wenn man gehbehindert ist oder keine Beine hat.

    Also das hab ich noch nie gehört. Jedes Kind freut sich, wenn es einen Roller hat oder ein Fahrrad kriegt und das erste Mal in Nachbardorf alleine und selbständig fährt. Das ist Abenteuer pur.

    Und das Kind dann das erste Moped kriegt und nicht mehr abends irgendwo abgeholt werden muss, dann freut sich das Kind auch. Erst recht über Papas alte Kiste zum 18ten.


    Aber Fußgänger sind mir am liebsten. Die stören den Verkehr nicht und haben eine eigene Plattform - das Trottoir.


    Wenn dein seltsamer Kommentar keine versteckte Beleidigung sein soll, dann freu' ich mich.

  • Im Verständnis der "Freiheitskämpfer" geht individuelle Mobilität allerdings auch zwingend mit der Erwartung einher, jederzeit mitten in der Innenstadt, am besten direkt vor den Geschäften, kostenlos ihre Karre parken zu können.

    Vorsicht : Vorurteil.

    Selbst mein Vater, ein Städter, würde nie auf die Idee kommen, mit dem Auto in die Stadt zu fahren. Nein. Von mir aus kann man die Städte Autofrei machen oder ausschießlich für E-Autos. Das macht durchaus Sinn und dürfte geradezu paradiesisch sein für die Anwohner. Denen gönne ich das zutiefst.

  • Utan


    du hast doch selber verabsolutiert :)

    "


    Aber die Idee, dass man, um sich individuell fortzubewegen irgendein technisches Hilfsmittel oder ein Nutztier braucht, macht eigentlich nur Sinn, wenn man gehbehindert ist oder keine Beine hat. "


    --


    Selbst eine Großstadt wie München ist man oft mit Auto wesentlich schneller als mit dem MVV bzw. manchmal muss manhalt etwas transportieren und das wäre mit S-Bahn etc sportlich.


    -

    Auch müsste der öffentliche Verkehr entsprechend verbessern werden, aber ich sehe im Wesentlichen nur die Bemühungen Autoverkehr unattraktiver zu machen aber NICHT die Bemühung DB / OPNV zu attraktiver zu machen

  • Um aber dieses Problem zu lösen - und das war der Ausgangspunkt meiner Kommentare - ist es notwendig andere Maßnahmen aufzugreifen, als den Preis für fossile Energie hochzusteuern, weil - und jetzt kommt die Begründung - weil das dann so läuft, dass sich außer dem Preis nicht viel ändert und die Reichen 10% nicht betroffen sind.

    Es muss also so sein, wie man es beispielsweise mit FCKW gemacht hat. Verbot.


    Ich vereinfache es jetzt ganz primitiv: Mein Ausgangspunkt ist, ich will nicht, dass der Nachbar sich die Automobilität weiterhin leisten kann, weil er das Vermögen dazu hat, während der Rest der Siedlung sich das nicht leisten kann und Schlange steht an der Haltestelle.

    Entweder das Auto wird abgeschafft für alle - Stichwort Umweltzonen oder beispielsweise nur noch E-Autos in Städten - oder alle können sich damit fortbewegen zum bisherigen Marktpreis.

    Die Reichsten 10% Verursachen über 50% der CO2 Emmisionen. Genau darum ist ein hoher CO2 Preis ja auch sinnvoll. Natürlich hat der dann da Auswirkungen.


    Du forderst eine Garantie auf einen aktuellen Marktpreis der künstlich und verantwortungslos über Jahrzehnte Subventioniert und nach unten Manipuliert wurde? Dann forderst Du ja eine Abschaffung des Marktes und möchtest für die Mobilität also Sozialismus einführen... Ja ganz tolle Idee, das wird sicherlich viel besser funktionieren!!!!


    Die Russen haben sowas mal für den Flugbereich gehabt. Da sind dann die Omas mit 2 Körben Zwiebeln in die 200km entfernte Stadt geflogen, haben die da verkauft und sind dann Nachmittags zurückgeflogen. Hat man dann auch eingestellt. Diese Kosten kann man der Allgemeinheit einfach nicht aufbürden!


    Ich könnte mir sogar sehr gut Vorstellen das die Individualmobilität mit Autonomen Fahrzeugen massiv zunimmt und der Preis stark sinkt und das ganze sogar noch viel Ökologischer ist.


    Durch Autonome Autos kann man die Auslastung aller Fahrzeuge von unter 5% auf weit über 30% Steigern. D.h. man braucht einfach mal 80% der Fahrzeuge gar nicht mehr! Und wenn die mit Ökostrom fahren ist der Strompreis auch noch viel günstiger als Benzin oder Diesel. Und an der Stelle sind wir jetzt schon. Das teure sind nur die Batterien und das Problem ist auch schon gelößt, muss nur noch in die Massenproduktion und die geht Ende diesen Jahres los.


    Wie gesagt du baust hier selber einen Strohman auf, den es gar nicht gibt und den auch keiner will.

  • Du forderst eine Garantie auf einen aktuellen Marktpreis der künstlich und verantwortungslos über Jahrzehnte Subventioniert und nach unten Manipuliert wurde?

    gut - ich habe mich schlecht ausgedrückt. :thumbup:

    Ich fordere eigentlich etwas anderes, nämlich keine weitere künstliche, steuerliche Erhöhung der fossilen Energiepreise zu einem herhren, übergeordneten Projekt...bla..bla..bla... Mehr fordere ich nicht.

    Die CO2 Bepreisung ist ein Projekt für die oberen Zehntausend oder alle, die mehr als 5.000 Netto jeden Monat zur Verfügung haben. Das nenne ich Feudalismus.

  • Du forderst ...

    ...aufzuhören einen Strohmann aufzustellen, nur weil einem die Blickrichtung nicht passt.

    Jedes mal, wenn einem ein Argument nicht passt , kommt das "Strohmännchen" als Gegenargument. Das ist sooooo dermaßen ausgelutscht.... und ist kein logisch gültiges Argument.


    Ausserdem fordere ich die Bepreisung des Privaten Fernsehens. Jeder der Privatfernsehen glotzt, soll pro Minute bezahlen. Vielleicht verblöden dann die Leute weniger. Am besten 1 Euro pro Minute.


    Aber wie schon AnjaU meinte : Brot und Spiele...... Das ist alles Utopia.

  • ...aufzuhören einen Strohmann aufzustellen, nur weil einem die Blickrichtung nicht passt.

    Jedes mal, wenn einem ein Argument nicht passt , kommt das "Strohmännchen" als Gegenargument. Das ist sooooo dermaßen ausgelutscht.... und ist kein logisch gültiges Argument.

    Das man den Individualverkehr einschränken und teuer machen will ist aber ein Strohmann. Ich weis nicht wo du das her hast. Wie gesagt sehe ich das so das mit Elektroautos der Individualverkehr sogar noch günstiger werden wird. Und dabei spielt dann der Spritpreis für Benzin und Diesel gar keine Rolle mehr!

  • Die Reichsten 10% Verursachen über 50% der CO2 Emmisionen. Genau darum ist ein hoher CO2 Preis ja auch sinnvoll. Natürlich hat der dann da Auswirkungen.

    Das ist auch so - nach deinen Worten - ein Strohmann.


    Bei 5.000 Netto im Monat mach ich was ich will und kauf mir eine Feuerschale und lege jeden Abend einen Zentner Braunkohl drauf nur um meine Nachbarn zu ärgern.

    Bei 10.000 im Monat kann der Flug gerne 15.000 Euro kosten, wie das Stefan Schulz gerne hätte.

    Das kann ich mir ersparen.


    Dieses Märchen, CO2-Steuer hilft, ist so alt wie die Öko-Steuer aus dem Jahre 1999. Verblödungstaktik.

    Diese Steuer hilft nur, diejenigen, die ohnehin schon wenig haben, dass die noch weniger haben.

    Niemand, nicht mal Luise Neubauer glaubt an die CO2-Steuer und dass der Onkel Wolfgang jetzt seine alte Kiste verschrottet und einen Tesla kauft.

  • Ich fordere eigentlich etwas anderes, nämlich keine weitere künstliche, steuerliche Erhöhung der fossilen Energiepreise zu einem herhren, übergeordneten Projekt...bla..bla..bla... Mehr fordere ich nicht.

    Da geh ich fast mit. Wir müssen das nur korrekt formulieren:


    Ich fordere das fossile Kraftstoffe, ganz nach dem Verursacherprinzip, in ihrem Preis dem Schaden entsprechen den sie der Umwelt und der Gesellschaft bescheren.


    Ende der künslichen, steuerlichen Entlastung der fossilen Energiepreise zu einem hehren übergeordneten Projekt (Freie Fahrt für freie Bürger, my car is my castle, Autoindustrieförderung usw usf).

  • Dass der Klimawandel eine erheblich größere Gefahr für andere Regionen (weltweit) ist, dessen bin ich mir bewußt.

    Achja? Bist du dir da sicher und hast das auch mal geprüft/nachgeguckt?


    Folgende Nachricht habe ich erst vor einigen Tagen wieder gelesen:

    Deutschland unter den 20 am meisten betroffenen Staaten

    Fast eine halbe Million Menschen starben seit 2000 weltweit durch extreme Wetterereignisse. Auch Industrieländer sind zunehmend betroffen.

    ...

    Die meisten Menschen starben demnach in Puerto Rico, Myanmar und Haiti. Auch Industrieländer seien aber zunehmend betroffen. So komme Deutschland mit mehr als 10.700 Todesopfern besonders bei Hitzewellen sowie wirtschaftlichen Schäden von durchschnittlich 4,27 Milliarden Dollar pro Jahr an 18. Stelle weltweit.

    ...

    Und wenn man z.B. nur auf das Jahr 2018 schaut war Deutschland sogar unter den Top 3:

    Deutschland unter den Top Drei bei Klimaschäden

    Hitze, Dürre, Stürme und Überschwemmungen: Die Folgen des Klimawandels sind zunehmend spürbar - auch in Industrienationen. Laut dem Klima-Risiko-Index war Deutschland 2018 einer der am stärksten betroffenen Staaten.

    ...

    Deutschland erlebte 2018 extreme Hitze und Dürre. Zwischen April und Juli lag die Durchschnittstemperatur bei 16,6 Grad und damit 2,9 Grad höher als vor der Industrialisierung (um 1870).

    ...

    Laut Bauernverband lagen in einigen Regionen die Ernteverluste zwischen 50 und 70 Prozent bis hin zu Totalausfällen. ...

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    Übrigens, wenn du solche Sätze hier raushaust frag ich mich ob du noch irgendwie was merkst was bei dir selbst falsch laufen könnte...

    Zitat von Jan-Noah

    Den Klimakollaps mit Steuern und Abgaben zu verhindern ist feudalistisch und asozial.

    Da wähle ich in jedem Fall die AfD - und wenn es Nazis gibt in dieser Partei ist mir das scheißegal.

    Zitat von Jan-Noah

    Ich sag mal so: Wenn ich nicht mehr individuell mobil sein kann, und andere Leute schon, weil sie sich das leisten können, ich aber nicht, dann werde ich zur Waffe greifen. Dann werde ich zu Michael Kohlhaas.

    Du willst also Menschen töten damit du Auto fahren kannst...schämst du dich eigentlich garnicht dafür wenn du sowas schreibst?


    Solche Sprüche sparst du dir für die Zukunft lieber!

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