Klimawandel [Sammelthread]

  • Der vergangene August hat einen Rekord aufgestellt. Nach Angaben der US-Klimabehörde NOAA war er weltweit der zweitwärmste August seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahre 1880. Die Temperatur lag etwa 0,94 Grad über dem Durchschnitt des 20. Jahrhunderts, der 15,6 Grad beträgt.
    Wärmer war nur der August 2016, als die Temperaturen um 0,98 Grad höher waren. Die bisher fünfwärmsten August-Monate wurden seit Messbeginn in den letzten sechs Jahren verzeichnet.
    Zudem gab die NOAA an, dass die weltweite Durchschnittstemperatur in den Sommermonaten Juni bis August 0,92 Grad über dem Durchschnitt des 20. Jahrhunderts gelegen hat. Es war damit der drittwärmste Sommer seit Messbeginn.

    Aber - Donald don't believe in science...der haut einfach Sprüche raus vonwegen man muss einfach mal das trockene Laub und Holz aus'm Wald holen:

  • Sie haben angefangen zu sprechen und gesagt, wir bauen jetzt erstmal die Industrie und das mit dem Klimaschutz stellen wir hinten an ... Verschmutzung first, Bedenken second : )


    ... dann sagte noch einer wenn die Kugel hier im Arsch ist fliegen wir woanders hin, who cares...



  • Agrophotovoltaik hat echt Potenzial, mit nur etwa 1% der globalen Landwirtschaftsfläche könnte man anscheinend die gesamte Energiemenge für die ganze Welt erzeugen...

    Mal noch was von Fraunhofer...

    Agrophotovoltaik: hohe Ernteerträge im Hitzesommer

    ...Neben der Bestandsentwicklung, dem Ertrag und der Ertragsqualität erhoben Wissenschaftler der Universität Hohenheim auch Daten zu den mikroklimatischen Bedingungen unter und neben der APV-Anlage. ...

    In den heißen und trockenen Sommermonaten 2018 war die Bodenfeuchtigkeit im Weizenbestand unter der APV-Anlage höher als auf der Referenzfläche. In den Wintermonaten sowie bei den anderen Kulturen lag sie hingegen darunter. ...

    Bei den Stromgestehungskosten pro Kilowattstunde ist der Strom aus einer Agrophotovoltaikanlage bereits heute wettbewerbsfähig mit kleinen PV-Dachanlagen, und die Forscher rechnen mit sinkenden Kosten aufgrund von Lern- und Skalierungseffekten. ...

    APV_Grafik_kartoffeln_dt_1.jpg

    Ich war mir bisher nicht darüber klar das die APV Anlagen schon wettbewerbsfähig sind und mit PV Dachanlagen mithalten können. Eigentlich müsste dann davon viel mehr gebaut werden...dazu muss ich mal noch etwas lesen warum da nicht mehr gebaut wird...vllt würgt der Altmaier oder sonst ein CDU'ler ja wieder alles ab, damit hat er/haben die ja Erfahrung...

  • Von 0 auf 100 kann man solche Konzepte eh nicht durchpeitschen. Bevor die great plains damit zugepflastert werden kann man da ja erstmal kleinteiliger anfangen, um Erfahrungen und Daten zu sammeln. Da müssten eigentlich die Solawis ran, wissenschaftlich begleitet natürlich.

  • Stimmt!


    Zwei Dinge sollten aber berücksichtigt werden:

    1) PV Panele oder auch Spiegel für Wärmekraftanlagen müssen regelmässig gereinigt werden, um den bestmöglichen Wirkungsgrad aus der Anlage herauszuholen. Das notwendige Wasser ist in der Wüste schwer zu beschaffen oder fehlt dann an anderer Stelle.

    Osmosewasser aus Meerwasser braucht viel Energie (ist ja dann egal). Aber bei diesem Prozeß bleibt Wasser mit doppeltem Salzgehalt zurück, dass nicht dauerhaft immer an der selben Stelle ins Meer zurückgeleitet werden kann (Schädigung der Tier- und Pflanzenwelt dort, je nach Durchmischungsgeschwindigkeit). Ausserdem muss dem Wasser bei der Osmose giftige Stoffe gegen Ablagerungen an den Filtern beigemischt werden, die dann aufwendig wieder entfernt werden müssen.


    2) Es gab ja bereits einen derartiges Projekt (Desertec). Dieses Projekt ist an politischen Streitereien wegen der Stromdurchleitungen in Ländern der EU gescheitert, nicht an der Technik oder Machbarkeit.

  • Agrophotovoltaik hat echt Potenzial, mit nur etwa 1% der globalen Landwirtschaftsfläche könnte man anscheinend die gesamte Energiemenge für die ganze Welt erzeugen...

    Mal noch was von Fraunhofer...

    APV_Grafik_kartoffeln_dt_1.jpg

    Ich war mir bisher nicht darüber klar das die APV Anlagen schon wettbewerbsfähig sind und mit PV Dachanlagen mithalten können. Eigentlich müsste dann davon viel mehr gebaut werden...dazu muss ich mal noch etwas lesen warum da nicht mehr gebaut wird...vllt würgt der Altmaier oder sonst ein CDU'ler ja wieder alles ab, damit hat er/haben die ja Erfahrung...

    Warum solche Systeme nur über Ackerflächen? Das geht doch genauso über Autobahnen (nicht nur am Lärmschutz). Es gibt fast unendliche Möglichkeiten.

  • PV Panele oder auch Spiegel für Wärmekraftanlagen müssen regelmässig gereinigt werden, um den bestmöglichen Wirkungsgrad aus der Anlage herauszuholen. Das notwendige Wasser ist in der Wüste schwer zu beschaffen oder fehlt dann an anderer Stelle.

    Osmosewasser aus Meerwasser braucht viel Energie (ist ja dann egal). Aber bei diesem Prozeß bleibt Wasser mit doppeltem Salzgehalt zurück, dass nicht dauerhaft immer an der selben Stelle ins Meer zurückgeleitet werden kann (Schädigung der Tier- und Pflanzenwelt dort, je nach Durchmischungsgeschwindigkeit). Ausserdem muss dem Wasser bei der Osmose giftige Stoffe gegen Ablagerungen an den Filtern beigemischt werden, die dann aufwendig wieder entfernt werden müssen.

    Deswegen macht es (neben einigen anderen Problemen) auch keinen Sinn so etwas zentral in der Wüste zu machen, bei einer dezentralen Energiewende hat man dieses Problem nicht.


    Zumal man ja an der Agro-PV sieht das auch die Pflanzen in unserer Region davon profitieren wenn man sie durch etwas "Überdachung" vor extremen Wettereinflüssen schützt...und landwirtschaftliche Fläche haben wir wirklich mehr als genug, in Kombination mit den PV Dachanlagen etc. sowie Windkraft können wir locker einen Überfluss an Energie produzieren und im Prinzip allein mit der Fläche aus DE ganz Europa versorgen.

    Edit:

    Warum solche Systeme nur über Ackerflächen? Das geht doch genauso über Autobahnen (nicht nur am Lärmschutz). Es gibt fast unendliche Möglichkeiten.

    Hab ich ja im alten Forum auch schon öfter geschrieben, Parkplätze, Fahrradwege, Autobahnen...da rennst du offene Türen bei mir ein. An Fläche mangelt es uns nicht...eher mangelt es uns an Mitmenschen die das verstehen und erkennen und dafür sorgen das wir rechtzeitig genug Zubau haben, da liegt meine Sorge...

  • Währenddessen in der Schweiz:

    https://www.nzz.ch/schweiz/sta…esetz-anwenden-ld.1577923

    Prozess gegen Klimaaktivisten, die in einer CS-Filiale Tennis gespielt hatten: Staatsanwalt verlangt vom Gericht, «schlicht und einfach das Gesetz anzuwenden»

    "Völlig überraschend sprach das Bezirksgericht Lausanne zwölf Aktivisten, die am 22. November 2018 in einer Filiale der Credit Suisse Tennis gespielt hatten, um gegen deren Investitionspolitik zu protestieren, vom Vorwurf des Hausfriedensbruchs und des Verstosses gegen das Ordnungsbussengesetz frei. Der Einzelrichter erkannte einen «rechtfertigenden Notstand». Die Staatsanwaltschaft zog den Fall umgehend an die nächste Instanz weiter. [...]

    Eine Bestätigung des Freispruchs wäre eine «starke Botschaft» nicht nur an den Finanzplatz, sondern auch an die Politik, so der ehemalige Präsident des Waadtländer Anwaltsverbandes. Das Urteil wird am Donnerstag verkündet."

  • Die Bergründung des Staatsanwalts:

    "

    Von einem rechtfertigenden Notstand könne nur dann die Rede sein, wenn die Gefahr, aufgrund deren die Straftat begangen wird, konkret, unmittelbar und nicht anders abwendbar ist"

    2 von 3 Bedingungen würde ich Bejahen.

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