Klimawandel [Sammelthread]

  • https://www.science.org/conten…remier-u-s-climate-agency


  • Folgende Nachricht ist schon ein paar Tage alt, aber hatten wir hier eigentlich schon irgendwo was über den absehbaren Wassermangel in Holland (also ein Land welches zu großen Teilen quasi "unter Wasser" steht) ?

    Trinkwasser-Alarm in den Niederlanden – erste Orte reagieren mit Verboten

    In den Niederlanden zeichnet sich eine zunehmende Wasserknappheit ab. Das zeigen die aktuellen Entwicklungen in der Provinz Noord-Brabant. Seit Ende Februar gab es kaum Niederschläge, was zu einem Rekordtiefstwert im März führte – dem trockensten März seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1906. Das könnte laut einer Studie schon bald gravierende Probleme mit sich bringen. Parallel kämpft auch Deutschland mit Trockenheit.

    Die machen da auch Prognosen ab wann es wie schlimm wird.

    Die Wasserbehörden seien sich darüber bewusst, dass solche Situationen in Zukunft häufiger auftreten würden. Eine Studie des Nationalen Instituts für öffentliche Gesundheit und Umwelt (RIVM) prognostiziert, dass nach 2030 die steigende Nachfrage nach Trinkwasser in den Niederlanden möglicherweise nicht mehr mit den bestehenden Quellen gedeckt werden kann.

    Ich will an der Stelle mal wiederholen was ich bereits am Anfang des Monats zum Wassermangel in Deutschland meinte:

    Wir sollten mMn langsam über Meerwasserentsalzung nachdenken, man müsste mal durchrechnen wieviel Liter man pro GW Generatorleistung dann pro Stunde oder pro Tag entsalzen kann, ich vermute schon länger das genau das nötig sein wird.

    Wenn die Nachfrage nach Trinkwasser so ab 2030 schon nicht mehr gedeckt werden kann, dann sollte man aber langsam damit anfangen solche Anlagen zu bauen, könnten Deutschland und Holland ja zB auch in Kooperation machen.

  • Klingt alles nice mit Meerwasserentsalzung und so, aber sorry, da ist jetzt echt keine Kapazität. Wir müssen erst mal vier Jahre lang Pläne schmieden, wie man Migranten noch effektiver drangsaliert, Arbeitslose nachhaltig drückt und den Reichen den Champagner intravenös verabreicht. Dein Wasserkram? Liegt jetzt in der "Nett gemeint, lol"-Schublade, direkt neben "gerechtes Wohnen" und "öffentlicher Nahverkehr für alle" unter einem dicken Stapel "Verteidigung".

  • Dein Wasserkram? Liegt jetzt in der "Nett gemeint, lol"-Schublade, direkt neben "gerechtes Wohnen" und "öffentlicher Nahverkehr für alle" unter einem dicken Stapel "Verteidigung".

    Naja, ich versteh dich schon und glaube auch das es so kommen wird, aber Trinkwasser und die damit produzierten Nahrungsmittel brauchen ja wohl alle beteiligten, sogar die Bundeswehr.

    Kommt der Spruch "Ohne Mampf kein Kampf" nicht auch von denen?

    Vllt verstehen die das dann besser, dann kann man sowas in den dicken Stapel der Verteidigung einbeziehen.

    Eine ausreichende Trinkwasserversorgung (und damit Nahrungsmittelproduktion) der eigenen Bevölkerung kann man ja eigentlich nicht wirklich getrennt von Infrastruktur zur Verteidigung betrachten.

  • China konnte ihre jährlichen CO2-Emissionen senken. Und das bei stark steigender Nachfrage, nicht wegen Covid-Fabrikshutdowns.

    Der Einsender fragt:

    Warum können wir sowas eigentlich nicht?

    Weil es hier Menschen gibt, die CDU wählen. (Danke, Karim)

    ...

    The new analysis for Carbon Brief shows that China’s emissions were down 1.6% year-on-year in the first quarter of 2025 and by 1% in the latest 12 months.

    ...

  • "Die Zikaden werden von dem Klimawandel begünstigt"...

    Pflanzenkrankheit sorgt für massive Ernteausfälle

    Erst die Zuckerrüben, nun auch Kartoffeln und anderes Gemüse: Eine Pflanzenkrankheit sorgt in Teilen Deutschlands für massive Probleme. Schuld an der Krankheit ist eine Zikaden-Art.

    ...
    Zikaden fühlen sich in warmen Frühsommern und Sommern besonders wohl und vermehren sich dann massenhaft. "Die Zikaden werden von dem Klimawandel begünstigt", stellt das baden-württembergische Landwirtschaftsministerium fest.
    ...
  • https://phys.org/news/2025-07-…e-eruptions-globally.html


    Zitat

    Melting glaciers could trigger more explosive eruptions globally


    Melting glaciers may be silently setting the stage for more explosive and frequent volcanic eruptions in the future, according to research on six volcanoes in the Chilean Andes.


    A study to be presented on Tuesday, 8 July at the Goldschmidt Conference in Prague suggests that hundreds of dormant subglacial volcanoes worldwide—particularly in Antarctica—could become more active as climate change accelerates glacier retreat.


    https://conf.goldschmidt.info/…eetingapp.cgi/Paper/30438

    https://zenodo.org/records/15021753

  • Ach, und ich dachte, La Palma wird New York demnächst ausradieren. Jetzt auch noch die Antarktis. Freund meint aber, dass die Goldschmidtler wohl etwas viel Geofantasie walten lassen. Geologen sind ein lustiges Völkchen.

  • Die US-Behörde NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) hatte ein Klimawandel-Portal und entsprechende Internetkanäle. Offenbar wurden sie gezwungen das alles aufzugeben, obwohl die darüber präsentierten Veröffentlichungen wohl immer noch vorhanden sind (zumindestens insofern andere Einschnitte nicht zur Einstellung führen). Das ist die letzte Botschaft ihres Twitterkanals zwei Wochen zurück:


    https://twitter.com/NOAAClimate/status/1938704105825882404


    Zitat

    Our final updates have been posted to the Climate.gov website, and this will be our final post to our social media channels.



    Die Internetseite leitet einfach auf die neue Seite unter noaa.gov weiter. Die Einstellung der anderen Medienauftritte wird die Sichtbarkeit für diesen Aspekt der Arbeit reduzieren, aber das wird vermutlich durch die vielen Kommunikatoren für diesen Bereich aufgefangen werden. Insgesamt wirkt es wie eine kleinliche Maßnahme.


    Als Teil der größeren Kopf-in-den-Sand-"Strategie" der US-Regierung, die auch Einschränkungen des nationalen Wetterdienstes und Katastrophenschutzes umfasst, sollte es allerdings das Gegenteil des intendierten Effektes haben. Denn wenn Extremwettereignisse durch schlechtere Vorhersage, Vorbereitung und Reaktion zu noch größeren Schäden führen, dürften das Thema umso stärker in den Fokus rücken.

  • Wir sollten mMn langsam über Meerwasserentsalzung nachdenken, man müsste mal durchrechnen wieviel Liter man pro GW Generatorleistung dann pro Stunde oder pro Tag entsalzen kann, ich vermute schon länger das genau das nötig sein wird.

    Scheint so das immer mehr Leute darüber nachdenken.

    Mit Meerwasser gegen die Dürre

    Durch immer mehr heiße Tage wird Wasser knapp. Mehrere Länder setzen bereits auf die Entsalzung von Meerwasser. Könnte das ein Game Changer auch für Deutschland sein? Die Ostsee bietet zumindest einen strategischen Vorteil.

    ...
    "Deutschland hat mit der Ostsee einen strategischen und wirtschaftlichen Vorteil", betont Claus Mertes, Geschäftsführer der Gesellschaft Deutsche MeerwasserEntsalzung (DME) in Duisburg. Die Windparks lieferten "stetig grüne Energie und das Brackwasser der Ostsee hat einen viel geringeren Salzanteil als andere Meere".

    Scheint jetzt auch erstmal nicht so viel teurer zu werden.

    Die Kosten würden deshalb um ein Vielfaches geringer ausfallen, weil weniger Energie bei der Produktion benötigt werde. Mertes schätzt, dass ein Kubikmeter Wasser für den Endverbraucher rund 2,25 Euro kosten könnte.

    Im Vergleich: Für einen Kubikmeter Wasser aus Grundwasser und Seen zahlt man in Deutschland derzeit im Durchschnitt 2 Euro. Laut Mertes könnte das entsalzte Wasser aus der Ostsee sogar über vorhandene Kanäle das Ruhrgebiet oder Berlin zum Teil versorgen.

    Für die Landwirtschaft müsste es allerdings noch günstiger werden.

    Die Landwirtschaft, die der weltweit größte Verbraucher von Brauchwasser ist, kann heute weltweit noch nicht im großen Stil von der Technik der Entsalzung profitieren. Für die Massen an Wasser, die hier benötigt werden, sind die Kosten noch zu hoch.

    Zudem müsste das Wasser ausreichend mit Dünger versetzt oder mit Süßwasser vermengt werden, weil es durch die Reinigungsprozesse möglicherweise zu wenig Nährstoffe für die Pflanzen enthält.

    Sollten aber in den kommenden Jahren vermehrt nachhaltige Technologien wie Solar oder Wind bei der Produktion eingesetzt werden und diese damit günstiger werden, könnte die Entsalzung auch in der Landwirtschaft ein Lösungsansatz sein. Vorausgesetzt es würde auch eine Lösung für ein weiteres Problem geben: die entstandene Sole, also das salzhaltige Wasser.

    Ein teilweiser Lösungsvorschlag für das "Problem" mit der Sole ist die Verwendung für den Bau von Speicher auf Basis von Natrium.


    Ein wenig Lithium würde übrigens unter anderem auch anfallen und könnte auch verwendet werden für Speicher.

    Um Brauch- oder Trinkwasser aus Meerwasser zu gewinnen, muss es von Salz und weiteren Bestandteilen wie Algen, Sand, aber auch Metallen getrennt werden. Übrig bleiben das Rohwasser und die Sole. Diese enthält nach dem Trennungsprozess hochkonzentrierte Mengen an Salz und Metallen wie Lithium oder Bor.

  • Um China brauch man sich keine Sorgen machen, die sind weltweit der größte und stärkste Treiber der Energiewende und übertreffen bisher seit Jahren alle Erwartungen, Sorgen machen muss man sich um solche failed states hier...

    Trump plant globales "Fuck you"

    Die USA sind nach China der Hauptverursacher der Klimakatastrophe.

    ...

    Die prognostizierten Folgen des globalen politischen Zögerns sind bekannt und haben schon begonnen: steigende Meeresspiegel, Extremwetter und Naturkatastrophen, Hunger und Millionen Menschen auf der Flucht. Es geht, das ist wohlbekannt, um größtmögliche Schadensbegrenzung.

    ...

    Die US-Regierung plant, offiziell die wissenschaftliche Grunderkenntnis des Klimawandels zu ignorieren, schreiben US-Medien: Die US-Umweltbehörde EPA hat dem Weißen Haus demnach ein Dokument vorgelegt, mit der sie die sogenannte Gefährdungsfeststellung ("endangerment finding") widerrufen würde. Die besagt, dass Treibhausgase wie CO2 und Methan das Leben von Menschen gefährden.

    ...

    Als Präsidentschaftskandidat hatte Trump rund 100 Millionen Dollar an Wahlkampfhilfen aus dem Öl- und Gassektor erhalten. Insgesamt gab die Industrie mindestens 450 Millionen Dollar aus, um Republikaner zu beeinflussen. Dazu kommen mutmaßlich nicht deklarierte Wahlkampfhilfen, sogenanntes "dunkles Geld".

    Setzt sich das Weiße Haus durch und die Umweltbehörde verliert ihre Befugnisse, wäre das ein gigantisches "Fuck you" an den Rest der Welt.

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