Klimawandel [Sammelthread]

  • Klimawandel? Energiemangel?


    Offensichtlich alles kein Grund mal Gas zu geben mit dem Ausbau von PV und Windkraft...

    Flaute beim Windkraftausbau

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    Deutschlandweit wurden im ersten Halbjahr 311 neue Windkraftanlagen genehmigt. Das ist ein leichter Rückschritt gegenüber dem ersten Halbjahr 2021 (321). Im Vergleich zu "starken" Windkraftjahren ist der Rückschritt sogar erheblich. In den Jahren 2014 (895) oder 2015 (699) wurden bis zu dreimal so viele Genehmigungen erteilt wie in diesem Jahr.

    Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz teilte dem SWR mit, dass für die Einhaltung der deutschen Klimaziele zwischen 1500 und 2000 Windräder in Deutschland pro Jahr errichtet werden müssten. In den vergangenen drei Jahren waren es jeweils weniger als 500 - und dieses Jahr sieht der Trend nicht viel besser aus.

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    Fest steht: Die Zahl der aktuellen Genehmigungen für Windräder gibt den Ausbautrend der nächsten Jahre vor. Denn üblicherweise werden die Windkraftanlagen, die jetzt beantragt und genehmigt werden, in den folgenden beiden Jahren errichtet. Im Umkehrschluss heißt das: In den Ländern, in denen jetzt nur sehr wenige Genehmigungen vorliegen, wird in den kommenden Jahren auch weniger ausgebaut.

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    Dabei wurden so großspurige Ankündigungen von Habeck&Co gemacht...und jetzt ist der Zubau niedriger als vorher mit der Groko. In der aktuellen Situation ist das einfach nur lächerlich und für mich unverständlich, es macht den Eindruck als hätte man garkein Interesse daran die vorhandenen Probleme zu lösen.

  • Wieso haben wir überhaupt Ausbauziele bei Windkraft und Photovoltaik? Wir sind doch im europäischen Zertifikatehandel. Heißt, für die Reduktion des CO2 Ausstoß im Stromsektor gibt es ein Europaweites Ziel. Jedes Jahr sinkt das CO2-Budget. Die Energieerzeuger für die es günstiger ist Erneuerbare zu bauen, als Zertifikate (Ausstoßrechte für eine Teil des Budgets) für ihre alten fossilen Kraftwerke zu kaufen, machen das, die anderen nicht. So wird im Stromsektor das CO2 dort gespart wo es am günstigsten ist. Und zwar europaweit.


    Wenn wir jetzt hier irgendwie auf Zwang mit viel Geld extra Kraftwerke (Erneuerbare) bauen, kostet das zum einen mehr, denn wenn es günstiger wäre Erneuerbare zu bauen statt Zertifikate zu kaufen, würden die Unternehmen das ja schon machen (die wollen ja Geld verdienen). Der Strom wird also teurer.

    Zum anderen, und wichtiger, wird dadurch NULL Co2 gespart! Alle Zertifikate die hier nicht gekauft werden, werden in anderen europäischen Ländern gekauft. Greenwashing vom allerfeinsten.


    Auf Teufel komm raus versuchen Erneuerbare bauen, führt nur dazu, dass der europaweit mehr Geld für den Strom ausgegeben wird, ohne das dadurch eine einzige Tonne CO2 gespart wird. Das zusätzliche Geld kriegt die Industrie. Windradbauer, Solarpanelhersteller und Monteure.


    Um den Ausbau Erneuerbarer zu fördern, ist das einzige Sinvolle zu fordern, die Menge an CO2-Zertifikaten schneller abzusenken! Alles andere ist nur ein Schrei nach Subventionen für die Klimaindustrie, mit negativem Mehrwert für die Gesellschaft und vor allen Dingen ohne Mehrwert fürs Klima.

  • Der CO2-Ausstroß steigt übrigens auch nicht dadurch, dass wir jetzt wieder mehr Kohle statt Gas nutzen. Ja, Deutschen Stromerzeuger kaufen mehr Zertifikate, wenn der Strom mit Kohle statt Gas erzeugt wird. Aber jede Tonne die wir im Moment mehr Ausstoßen, wird woanders in Europa weniger ausgestoßen.

    Und keinen Angst, wir zahlen dafür. Um zusätzliche Zertifikate zu kaufen muss mehr Geld an Zertifikatbesitzer im Ausland geboten werden. Und die können genau das raushandeln, was sie brauchen um das CO2-Einzusparen das hier mehr Ausgestoßen wird.

  • ...wenn es günstiger wäre Erneuerbare zu bauen statt Zertifikate zu kaufen, würden die Unternehmen das ja schon machen (die wollen ja Geld verdienen).

    Sollte man zumindesten meinen...aber dem ist nicht so, ein Beispiel dafür habe ich mal wieder erst vor ein paar Wochen erlebt, ich war bei einem Kunden zur Wartung einer Maschine, dabei war der Chef anwesend und hat sich mit ein paar seiner Mitarbeiter über seinen Nachbarn lustig gemacht weil der gerade eine PV gebaut hat...er meint das würde sich alles nicht lohnen, die Module und die Wechselrichter würden alle kaputt gehen bevor sich das lohnt...habe dann zwar kurz versucht ihn zu überzeugen (hab mal Preise für ne Palette PV Module+Wechselrichter sowie Kabel+UK rausgesucht und dann grob überschlagen wie lange die Anlage für die wirtschaftliche Amortisation braucht...da kommt man so (je nach Komponenten) auf 2-3 Jahre.

    Aber so richtig überzeugt war er dadurch glaube ich nicht, hat zumindest nicht den Eindruck gemacht...der Glaube ist anscheinend für viele wichtiger als das Wissen.


    Und ich will garnicht wissen wieviele Trottel da draußen rumlaufen die so denken...denen geht es nicht um logische Zusammenhänge wie bei der Wirtschaftlichkeit, da geht es mMn ganz einfach um Ideologie, so wie in vielen anderen Bereichen leider auch.

  • Wobei man auch dazu sagen muss, dass sich neue Investitionen in erneuerbare Energie für die Energiekonzerne unter Umständen auch deshalb nicht lohnen, weil sich die alten Investitionen in fossile Energieträger noch nicht ausreichend rentiert haben. Da ist man bei modernen Gaskraftwerken schnell bei ein paar hundert Millionen bis Milliarden Euro Investiertes (bzw. von der Bank geliehenes Kapital) das auch ein großer Konzern nicht mal eben abschreiben, und statt dessen ein paar hundert Windräder bauen kann - KlimaspekulationZertifikatehandel hin oder her.

  • Genau darum gehts ja aber würde ich sagen. Wir müssen fossile Kraftwerke abschalten, die aus technischer Sicht noch genutzt werden könnten. Wenn ein Kraftwerk grade neu ist, klar ist der Energieerzeuger selber schuld, aber nutzt er es nicht und baut stattdessen Erneuerbare muss er die Abschreibungen auf den Strompreis von seinem restlichen Strom draufschlagen.


    er meint das würde sich alles nicht lohnen, die Module und die Wechselrichter würden alle kaputt gehen bevor sich das lohnt...


    Und ich will garnicht wissen wieviele Trottel da draußen rumlaufen die so denken...denen geht es nicht um logische Zusammenhänge wie bei der Wirtschaftlichkeit, da geht es mMn ganz einfach um Ideologie, so wie in vielen anderen Bereichen leider auch.

    Das ist schon hart dumm.

    Wundert mich eigentlich. Wenn ich mir angucke wie viele Leute Diesel kauften, obwohl ein paar Tausend Euro teuer, weil nach x Jahren bei y Spritpreisen dadurch ein paar Hundert Euro zu sparen sind, allgemein die Geiz ist Geil Mentalität, würde ich eigentlich erwarten, dass die Leute, wenn sie das Geld haben schon in EE investieren um auf lange Sicht dadurch Geld zu sparen.

  • Neben dem Krieg in der Ukraine (mit dem Weizen den man nicht exportiert kriegt) und Italien (wo durch den Klimawandel der größte Fluss austrocknet und 30% weniger Ernte erwartet wird) kann man jetzt auch in Frankreich sehen das wegen dem Wassermangel eher nurnoch etwas weniger Nahrung produziert werden kann...

    Frankreichs Landwirte zur Umstellung gezwungen

    Kein anderes EU-Land exportiert mehr Getreide als Frankreich. Doch Hitze und Trockenheit bedrohen die Ernte -ausgerechnet jetzt, wo die Ukraine ausfällt. Die Bauern müssen sich langfristig umstellen.

    In die aufgebrochenen trockenen Bodenspalten passt locker eine große Männerhand. Im Westen von Paris will Landwirt David Lavernant bald Gerste ernten. Doch die Erde zerfällt zwischen den Fingern wie Staub. Die Pflanzen sehen mickrig aus. Normalerweise müsste die Gerste um diese Zeit ungefähr 80 Zentimeter hoch stehen, sagt er, jetzt aber liegt sie 20, 25 Zentimeter darunter. Er werde wohl bald etwas anderes anbauen müssen. Pflanzen, die weniger Wasser brauchen. Hirse zum Beispiel. Oder Soja. Sowas habe es hier früher gar nicht gegeben.

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    Die Klage der französischen Bauern wird in den vergangenen Wochen immer lauter. Trockenheit und Wassermangel machen ihnen und ihren Feldern zu schaffen. Die Vorsitzende der größten Bauerngewerkschaft FNSEA, Christiane Lambert, schlägt Alarm: "Wir wissen, dass die Weizenproduktion um vier Prozent zurückgehen wird. Wir werden in manchen Regionen stärker bewässern müssen. Denn wenn die Produktion niedriger ausfällt, steigen die Preise."

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    Man erlebe gerade etwas, das man in Frankreich nicht kannte. Wasserkonflikte wie diese habe es immer nur woanders gegeben, sagt Haziza. "Aber angesichts der steigenden Temperaturen und der Trockenheit, die schon früh im Jahr beginnt - wir hatten ja in den ersten vier Monaten des Jahres quasi keinen Tropfen Regen hierzulande -, müssen wir mit einer völlig neuen Situation in Frankreich umgehen"

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    Und wenn ich mich hier so in Deutschland umsehe ist es auch nur minimal besser, Weizen und Mais zeigen auch hier bereits klare Anzeichen für Wassermangel.

    Und die Wettervorhersage für die nächste Woche zeigt keinen Regen, dafür aber ab der Mitte der Woche 30 und ab dem nächsten WE Temperaturen Richtung 40°C...finden die Pflanzen die bereits von Wassermangel betroffen sind bestimmt super.


    Edit:

    Diese Karte zeigt die Niederschlagsabweichungen Europas im Vergleich zum Klimamittel, hier im Juli bisher überall zu trocken...RRD_202207_euro.gif

    ...aber auch im Juni waren größere Teile Europas betroffen...

    RRD_202206_euro.gif

    ...und der Mai war auch nicht viel besser...

    RRD_202205_euro.gif

  • habe dann zwar kurz versucht ihn zu überzeugen (hab mal Preise für ne Palette PV Module+Wechselrichter sowie Kabel+UK rausgesucht und dann grob überschlagen wie lange die Anlage für die wirtschaftliche Amortisation braucht...da kommt man so (je nach Komponenten) auf 2-3 Jahre.

    Aber so richtig überzeugt war er dadurch glaube ich nicht, hat zumindest nicht den Eindruck gemacht...der Glaube ist anscheinend für viele wichtiger als das Wissen.

    Das Problem ist auch, dass 'wichtigen' Geschäftsleute bei der PV die Gewinne zu gering sind.

    Das die 25-40 Jahre problemlos fliessen, interessiert nicht. Es zählen nur kurzfristige Erfolge.


    In unserer Gemeinde hat der Aldi beide Dachflächen komplett mit PV belegt. Aber kein anderer Supermarkt. Obwohl gerade im Supermarkt tagsüber ununterbrochen das Licht brennt und viele Kühlgeräte und eine Klimaanlage steht.

    Aber man wundert sich, wie Aldi die Preise so günstig halten kann...

  • Schlappe 30 Grad °C Unterschied zwischen bisschen Grün und Stein...


  • https://www.tagesschau.de/mult…/video/video-1061509.html

    Zitat

    Heißester Tag seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Frankreich

    https://www.augsburger-allgeme…rankreich-id63287511.html

    Zitat

    Die Hitzewelle. Spanien, Portugal, Frankreich, Italien und Kroatien haben mit Waldbränden zu kämpfen. Mittlerweile ist auch Deutschland betroffen. Das Problem verschärft sich immer weiter


    https://www.welt.de/vermischte…n-der-Linken-zurueck.html

    Zitat

    Großbritannien etwa hat am Dienstag laut vorläufigen Daten den heißesten Tag seit Beginn der Aufzeichnungen erlebt. Erstmals in der Geschichte überschritten die Temperaturen dabei die Grenze von 40 Grad überschritten. Am Londoner Flughafen Heathrow wurden demnach 40,2 Grad gemessen.



    Bei all dem darf man aber weiterhin die wichtigsten Dinge des Deutschen nicht vergessen

    Zitat

    Philipp Amthor bezeichnet die Idee als „Tagträumerei“ angesichts der angespannten wirtschaftliche Lage. „Irgendwer muss auch den Wohlstand erarbeiten, den Frau Wissler verteilen will“, sagt er.

    Wirtschaft


    https://de.euronews.com/reise/…waldbrand-atlantik-urlaub

    Zitat

    Was bedeutet das für den Urlaub an der Küste?

    und Urlaub

  • "Like billions nuclear bombs exploding..."


    Gut das wir diese dünne Atmospähre haben, sonst würde uns sowas wohl die DNA frittieren : )


  • aber keine sorge, unsere vierte gewalt ist dran!



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