Populismus - Freund oder Feind der Linken?
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Aus den Kommentaren:
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Das Elende daran ist, dass Schwerdtner da nicht dagegen hält und dem Schmierlappen Schmiese mal erklärt, dass des Historiker T. Snyders Theorien über den russisch-bolschewistischen "Imperialismus" im 2. Weltkrieg unter HistorikerInnen keineswegs wissenschaftlicher Konsens sind, auch wenn der einen in bürgerlich-liberalen Kreisen sehr populären Bestseller darüber verfasst hat, und dass daraus schon gleich gar keine Expertise zur heutigen Situation abzuleiten ist.
Und falls ihr das - was natürlich sein kann - nicht klar ist, wäre es das Mindeste, diesem peinlichen Journalistendarsteller wenigstens vorzuhalten, dass er einfach nur kritiklos antilinke Strohmänner abfackelt und NATO-Propaganda wiederkäut, um sie damit bloßzustellen, anstatt ihr ernst gemeinte Fragen zu ihrem tatsächlichen politischen Programm zu stellen.
Welche Zielgruppe will sie denn damit, dass sie sich diese hirnlosen Unterstellungen einfach gefallen lässt, und sie auch noch ernst nimmt eigentlich erreichen - CDU-, SPD- und GrünwählerInnen?
(Van Aken bei der ARD war allerdings auch nicht besser, und dem hatten sie auch so eine richtig überzeugte Kommunistenfresserin gegenüber gesetzt, so als bestünde auch nur der Hauch einer Gefahr, dass dieser Vorstand der Linkspartei das Volk über ein Sommerinterview im Auftrag Wladimir Putins zur kommunistischen Revolution agitieren könnte, wenn man die beiden Vorsitzenden nicht ganz besonders "kritisch" mit ihrer gefährlichen Ideologie konfrontierte.)
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naja, kontrollierte Opposition funktioniert halt nicht bei jedem Thema so gut.
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Ach komm. Von wem wird diese "Opposition" denn kontrolliert?
Die wollen das doch selbst gar nicht anders.
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Na eben, von sich selbst. Die Diskrepanz zwischen Rhetorik und Aktion ist ja nun so alt, wie die PdL selbst.
Im sozialen kann man halt leicht ein bisschen TikTok und Insta Promo machen. Wenn man dann doch mal in seltenen Fällen in die Verlegenheit kommt Taten folgen zu lassen, gibt es viele tolle Gründe, warum es leider, leider aus staatsprotektionistischer Sicht nicht geht.
Bei solchen fundmentalen Krieg/Frieden-Fragen kann man sich aus staatsprotektionistischer Sicht nicht mal rhetorisch links Positionieren.
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Genosse Bodo hat sich zum Interview ein volksnahes Lodenjäckchen in Feldgrau angezogen und ist ganz enttäuscht, denn diese Jugend von heute hat irgendwelche Gefühle wegen ein paar toter Kinder in Gaza. Dann verbreiten sie den ganzen Tag "Hamas-Scheisse" und sind auf dem Weg zu sagen "Der Jude frisst Kinder".
Was für ein absolut dummes, ignorantes Geschwätz
Natürlich bei FUNK. Wer's richtig hart braucht: https://play.funk.net/podcast/…-nicht-akzeptabel-1821468
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Ich glaub selbst wenn es kontextlos zusammengecuttet ist wird hier recht klar deutlich, dass der Typ bodonlos ist. Kalauer am Morgen vertreibt Kummer und Sorben.
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selbst wenn es kontextlos zusammengecuttet ist
Ist es aber nicht.
Der erzählt in dieser guten Stunde Podcast mit dem staatsragenden qualitätsjugendjournalisten Schippmann noch einges mehr an gequirlter Kacke der selben Qualität.
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Ja gut, hätte ich mir den Stuff um die Uhrzeit heute morgen in dem Umfang gegeben, dann hätte ich jetzt auch 'ne Krawatte. Aber gut, für's Edit hätte ich noch "selbst wenn es kontextlos zusammengecuttet wäre" schreiben sollen. Aber Clipfishing is a thing! Bodo kann man aber auch ungeschnitten laufen lassen, der erzählt zuletzt fast nur noch Bullfug.
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Genosse Bodo hat sich zum Interview ein volksnahes Lodenjäckchen in Feldgrau angezogen und ist ganz enttäuscht, denn diese Jugend von heute hat irgendwelche Gefühle wegen ein paar toter Kinder in Gaza. Dann verbreiten sie den ganzen Tag "Hamas-Scheisse" und sind auf dem Weg zu sagen "Der Jude frisst Kinder".
Was für ein absolut dummes, ignorantes Geschwätz
Natürlich bei FUNK. Wer's richtig hart braucht: https://play.funk.net/podcast/…-nicht-akzeptabel-1821468
Mit dem Selbstverständnis und der Überzeugung eines Serienkillers. Bodo ist echt Schmutz pur.
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Fand ich erkenntnisreich in Hinsicht auf die Herangehensweise.
Ich bin da komplett auf Position des DKP'lers, denn auch ich sehe den Handlungsansatz einfach nicht bei der KP. Klassenbewusstsein schaffen, schön und gut, davon allein wird sich an den herrschenden Verhältnissen allerdings genau gar nichts ändern, wie Tim später treffend analysiert. Da wartet man dann auf die Revolution, die nie kommt.
Auch die Idee der "reinen Lehre" (ich paraphrasiere), die die Auswahl der Verbündeten einer eh schon marginalen Gruppe noch zusätzlich limitiert, sorgt sicher nicht für ausreichend Kampfkraft, um die Verhältnisse zu stürzen.
Das Problem das beide Varianten haben ist, dass die sich bei ihren Aussagen dazu, wie und wo "der Kampf geführt" werden müsse, mit Erkentnissen aus der russischen oder der kubanischen Revolution auf historische Begebenheiten berufen, die zum Teil vor über hundert Jahren, und in jedem Fall unter ganz anderen Vorbedingungen in ganz anders strukturierten Gesellschaften mit viel weniger hochentwickelten Produktivkräften stattfanden, als es bei jeglicher Form der "Revolution" im heutigen Deutschland oder Europa der Fall wäre. Das merkt der Moderator zwischendrin auch mal an.
Ob die "leninistische Kaderpartei" (I. - S. Kowalczuk), die sie ja offensichtlich beide letztendlich jeweils repräsentieren wollen, dann die Arbeiterklasse im Klassenkampf erst einmal in Kooperation mit dem Kleinbürgertum gegen das Monopolkapital, oder in der direkten Diktatur des Proletariats gleich gegen die gesamte kleine bis große Bourgeoisie anführen sollte, ist zwar vielleicht eine theoretisch interessante, aber leider auch völlig akademische Diskussion, weil es in der heutigen bürgerlichen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts überhaupt keine Arbeiterklasse mehr gibt, die sich auch dessen bewusst ist, dass sie eine Arbeiterklasse ist, und sich im Ernstfall dann von den Kadern einer Kommunistischen Partei (oder einer Deutschen Kommunistischen Partei) in den Kampf gegen den Kapitalismus und seine - mit einer in nie gekanntem Ausmaß(!) hochgerüsteten, eingeschworenen Staatsgewalt bewaffnete - politische Schutzmacht führen lassen würde.
Davon abgesehen sieht der KPler den Stand der Dinge aber realistischer, weil er nicht so stur auf die (falsche) Vorstellung vom nationalen Monopolkapital als eigentlicher Herrschaft der Nation abstellt, wie der Genosse Konkurrent von der DKP.
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Das Problem das beide Varianten haben ist, dass die sich bei ihren Aussagen dazu, wie und wo "der Kampf geführt" werden müsse, mit Erkentnissen aus der russischen oder der kubanischen Revolution auf historische Begebenheiten berufen, die zum Teil vor über hundert Jahren, und in jedem Fall unter ganz anderen Vorbedingungen in ganz anders strukturierten Gesellschaften mit viel weniger hochentwickelten Produktivkräften stattfanden, als es bei jeglicher Form der "Revolution" im heutigen Deutschland oder Europa der Fall wäre. Das merkt der Moderator zwischendrin auch mal an.
Definitiv.
Allein schon die moderne Medienlandschaft macht Vergleiche mit solchen Ereignissen komplett sinnlos.
Ob die "leninistische Kaderpartei" (I. - S. Kowalczuk), die sie ja offensichtlich beide letztendlich jeweils repräsentieren wollen, dann die Arbeiterklasse im Klassenkampf erst einmal in Kooperation mit dem Kleinbürgertum gegen das Monopolkapital, oder in der direkten Diktatur des Proletariats gleich gegen die gesamte kleine bis große Bourgeoisie anführen sollte, ist zwar vielleicht eine theoretisch interessante, aber leider auch völlig akademische Diskussion, weil es in der heutigen bürgerlichen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts überhaupt keine Arbeiterklasse mehr gibt, die sich auch dessen bewusst ist, dass sie eine Arbeiterklasse ist, und sich im Ernstfall dann von den Kadern einer Kommunistischen Partei (oder einer Deutschen Kommunistischen Partei) in den Kampf gegen den Kapitalismus und seine - mit einer in nie gekanntem Ausmaß(!) hochgerüsteten, eingeschworenen Staatsgewalt bewaffnete - politische Schutzmacht führen lassen würde.
Gut, ob es diese früher in dem Ausmaß tatsächlich gab, würde ich zumindest mal in Zweifel ziehen wollen. In einem Punkt sind sie sich ja einig und da würde ich ihnen auch zustimmen: Es braucht eine Avantgarde (und die muss, das verrät uns die Soziologie, nicht besonders groß sein, um wirksam sein zu können).
Ob sie diese je zusammenkriegen würden, ziehe ich natürlich ebenso in Zweifel, aber genau an der Stelle halte ich dann zumindest die Herangehensweise des DKP'lers für zielführender, Menschen in ihrem konkreten persönlichen Kampf mit der Arbeitswelt zu unterstützen und parallel zu agitieren. Da kam mir vom anderen halt einfach gar keine Strategie, nach der diese Avantgarde zusammenbekommen werden soll (das hat ihm der DKP'ler ja auch schön auf's Brot geschmiert und als Antwort kam dann nur eine Worthülse).
Auch habe ich diese Monopolgeschichte nicht ganz so strikt eingeordnet und fand die Erläuterung nachvollziehbar (ich stecke da allerdings auch nicht in den Grabenkämpfen um die eine wahre Lehre drin), während mir das von Genosse Jakob ein bisschen zu absurd und absolut war, jeden kleinen Gesellschafter, der sich aus dem aktiven Geschäft zurückzieht, direkt zum Satan zu erklären, während ja eigentlich Einverständnis darüber bestand, dass das bei kleineren Unternehmen auch ziemlich volatil sein kann (läuft es gut, zieht sich der "Chef" aus dem aktiven Geschäft raus, läuft es mal nicht so, ist er auch ganz schnell wieder drin).
Sich da kategorisch potentielle Koalitionen zu verbauen, weil sonst die wahre Lehre nicht mehr bei jedem Unterpunkt abgehakt werden könnte, scheint mir in der Frage der Gewinnung irgendeiner Kampfkraft ein bisschen wohlfeil.
Da habe ich dann schnell den Eindruck von Salonmarxismus, der stundenlang Theorie herunterbetet, ohne in der echten Welt irgendwas geschissen zu bekommen. Und den Eindruck habe ich bei dem anderen, der konkrete Praxis im Umgang mit der Post schildert, eben nicht.
Davon abgesehen sieht der KPler den Stand der Dinge aber realistischer, weil er nicht so stur auf die (falsche) Vorstellung vom nationalen Monopolkapital als eigentlicher Herrschaft der Nation abstellt, wie der Genosse Konkurrent von der DKP.
Das habe ich wohl überhört.
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Auch habe ich diese Monopolgeschichte nicht ganz so strikt eingeordnet und fand die Erläuterung nachvollziehbar (ich stecke da allerdings auch nicht in den Grabenkämpfen um die eine wahre Lehre drin),
Das hat mit der "eine[n] wahre[n] Lehre" allenfalls insofern etwas zu tun, als die beiden sich bei ihrer ganzen Theorie auf den Marxismus-Leninismus berufen, also tatsächlich auf die von Lenin geprägte und später von Stalin fortgesetzte ideologische Grundlage der UdSSR und der DDR. Nicht dass ich mich mit Lenin wirklich gut auskennen würde, aber die Idee vom Monopolkapital als eigentliche Macht hinter dem imperialistischen Staat stammt aus seinen Überlegungen. Mit Marx hatte das damals eigentlich eher wenig zu tun, weil der sich auch nicht so besonders ausführlich mit Staatstheorie beschäftigt hat.
Wenn die DKP aber erst mal mit dem Kleinbürgertum ein Bündnis gegen den Monopolkapitalismus schmieden will, bevor sie dann zur Diktatur des Proletariats übergeht, identifiziert sie eben nicht die Klasse der Eigentümer als Hauptgegner, sondern erstmal nur das besonders böse Großkapital und macht sich nicht die Überwindung des Klassensystems Kapitalismus zum Ziel, sondern nur die Überwindung der bösesten Kapitalisten. Damit sind die dann - jedenfalls in dieser ersten Stufe ihrer Semi-Revolution prinzipiell(!) - auch nicht so weit weg vom BSW oder vom Nationalsozial(istisch)en "Flügel" der AfD, wo man sich eben auch mit dem nationalen Kleinbürgertum gegen das Finanzkapital und die "Globalisten" verbünden will - bei letzteren natürlich, im deutlichen Unterschied zu den Kommunisten, mit dem Endziel, das gute "schaffende" vom bösen "raffenden" Kapital zu befreien.
Davon abgesehen ist das ärgerliche daran auch, dass die beiden mit ihrem relativ offenen Bekenntnis zu Lenin und dem Marximus-Leninismus mit seiner "zentralen Planwirtschaft" und einer Partei-"Avantgarde", die den Arbeitern erst das richtige Bewusstsein beibringen soll, eben solchen Idioten wie Ilko-Sascha Kowalzcuk - zumindest indirekt - ein bisschen recht geben, weil der nämlich den Kommunismus auch immer nur als Grundlage der totalitären, zentralistischen DDR-Staatsideologie und als Instrument eines freiheitsfeindlichen Konformitätszwanges definiert.
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Das hat mit der "eine[n] wahre[n] Lehre" allenfalls insofern etwas zu tun, als die beiden sich bei ihrer ganzen Theorie auf den Marxismus-Leninismus berufen, also tatsächlich auf die von Lenin geprägte und später von Stalin fortgesetzte ideologische Grundlage der UdSSR und der DDR. Nicht dass ich mich mit Lenin wirklich gut auskennen würde, aber die Idee vom Monopolkapital als eigentliche Macht hinter dem imperialistischen Staat stammt aus seinen Überlegungen. Mit Marx hatte das damals eigentlich eher wenig zu tun, weil der sich auch nicht so besonders ausführlich mit Staatstheorie beschäftigt hat.
Wenn die DKP aber erst mal mit dem Kleinbürgertum ein Bündnis gegen den Monopolkapitalismus schmieden will, bevor sie dann zur Diktatur des Proletariats übergeht, identifiziert sie eben nicht die Klasse der Eigentümer als Hauptgegner, sondern erstmal nur das besonders böse Großkapital und macht sich nicht die Überwindung des Klassensystems Kapitalismus zum Ziel, sondern nur die Überwindung der bösesten Kapitalisten. Damit sind die dann - jedenfalls in dieser ersten Stufe ihrer Semi-Revolution prinzipiell(!) - auch nicht so weit weg vom BSW oder vom Nationalsozial(istisch)en "Flügel" der AfD, wo man sich eben auch mit dem nationalen Kleinbürgertum gegen das Finanzkapital und die "Globalisten" verbünden will - bei letzteren natürlich, im deutlichen Unterschied zu den Kommunisten, mit dem Endziel, das gute "schaffende" vom bösen "raffenden" Kapital zu befreien.
Davon abgesehen ist das ärgerliche daran auch, dass die beiden mit ihrem relativ offenen Bekenntnis zu Lenin und dem Marximus-Leninismus mit seiner "zentralen Planwirtschaft" und einer Partei-"Avantgarde", die den Arbeitern erst das richtige Bewusstsein beibringen soll, eben solchen Idioten wie Ilko-Sascha Kowalzcuk - zumindest indirekt - ein bisschen recht geben, weil der nämlich den Kommunismus auch immer nur als Grundlage der totalitären, zentralistischen DDR-Staatsideologie und als Instrument eines freiheitsfeindlichen Konformitätszwanges definiert.
Ja, sehe ich alles ein.
Der Aspekt, der mich dabei interessiert hatte - im Prinzip der einzige Grund, warum ich mir das in Gänze gegeben habe - war der strategische Ansatz, also die Frage, wie der Stein ins Rollen gebracht werden soll.
Und in dieser Hinsicht kam halt von der einen Seite einfach gar nichts und von der anderen zumindest der individuell -> institutionelle Ansatz über persönliche Hilfe mit Schritt in Organisation (in dem Falle Gewerkschaft) und der Agitation auf dem Weg dorthin.
Mich interessieren die ganzen Grabenkämpfe ja nicht so wirklich, wie man in Hinsicht auf die Überwindung des Kapitalismus tatsächlich etwas in Bewegung bringen kann, interessiert mich.
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Dass Du den Eindruck hast, von der einen Seite (der KP) sei "einfach gar nichts" zum "strategischen Ansatz" gekommen, liegt vermutlich daran, dass die konkrete Organisations- und Agitationsarbeit in den Betrieben überhaupt nicht Gegenstand der Debatte war, und sich beide Seiten weitgehend darüber einig sind, dass neben der Theorie vor allem diese "Praxis" unbedingt nötig sei.
Ernsthaft debattiert wird über das was Du unter "Grabenkampf" abtust - nämlich darüber, gegen wen und wozu die Arbeiterklasse "über persönliche Hilfe mit Schritt in Organisation" überhaupt agitiert und organisiert werden sollte. Und in dieser Hinsicht ist es eben kein theologischer Disput um die "reine Lehre", sondern - jedenfalls für Leute, die sich selbst Kommunisten nennen - eine ziemlich entscheidende Frage, ob man den Kapitalismus wirklich überwinden kann, indem man sich, so wie die DKP das mit ihrer "antimonopolistischen Strategie" (unter expliziter Berufung auf Lenin!) fordert, mit Leuten verbündet, die eigentlich gar kein Interesse an seiner Überwindung durch Vergesellschaftung der Produktionsmittel haben, und die sich bestenfalls als Feind meines Feindes eignen, so lange man sich mit ihnen darauf einigt, dass das eigentliche Übel in der imperialistischen Macht des "Monopolkapitals" besteht, und nicht in der kapitalistischen Klassengesellschaft an sich.
Ab ca. 1:47:42 hier geht's darum:
(Es spricht erst der Moderator, dann Tim von der DKP, dann Jakob von der KP)
Die KP folgt hier eher der - eigentlich auch nicht von Marx aber von seinem engsten Freund und Co-Autor Friedrich Engels so formulierten - Theorie vom bürgerlichen Staat als "individueller Gesamtkapitalist", der eben dafür sorgt, dass das nationale Kapital insgesamt profitabel investiert werden kann, auch wenn er zu diesem Zweck unter Umständen durchaus gegen die Interessen einzelner Kapitalisten oder Kapitalistengruppen verstoßen muss, um die große nationale Gemeinschaft als Ganze weiter auf Erfolgskurs zu halten.
Da läuft die KPD mit ihrer leninistisch inspirierten Vorstellung vom heutigen Imperialismus als höchstes Stadium des (Monopol-)Kapitalismus, in dem der Staat eigentlich nur noch ein Instrument der Konzerne ist, schon ziemlich deutlich dagegen, und die streiten sich nicht um eine Kleinigkeit.
Um die Arbeiterklasse im Schulterschluss mit dem Kleinunternehmertum gegen das Großkapital zu agitieren und eine Mehrheit des deutschen Volkes gegen die vaterlandslos globalisierte "Hochfinanz" in Stellung zu bringen, braucht's dann aber auch keine Deutsche Kommunistische Partei. Dafür können die ArbeiterInnen auch BSW oder Höcke wählen - und das machen sie ja auch.
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Unterdessen fährt die deutsche Linkspartei lieber weiter eine antipalästinensische Strategie, als auf die schönen Direktmandate ihrer "Silberlocken" zu verzichten...
Peinlich, Heidi.
Dem Bodo tut übrigens gar nichts leid, was er in diesem Interview gesagt hat. Für den war das ein voller Erfolg:
Hier bitte. Ein bisschen Mittleid mit der "schwer erträglichen" Situation - also mit sich selbst und seinen "jüdischen Freunden" die das ertragen müssen - hat er auch.
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Unterdessen fährt die deutsche Linkspartei lieber weiter eine antipalästinensische Strategie, als auf die schönen Direktmandate ihrer "Silberlocken" zu verzichten...
Peinlich, Heidi.
Dem Bodo tut übrigens gar nichts leid, was er in diesem Interview gesagt hat. Für den war das ein voller Erfolg:
Hier bitte. Ein bisschen Mittleid mit der "schwer erträglichen" Situation - also mit sich selbst und seinen "jüdischen fFreunden" die das ertragen müssen - hat er auch.
Beim Thema Sozialpolitik droppt sie 100 Facts/min und wenn der Parteigenosse sich dem Genozidapologetentum anschließt und gegen andere Linke giftet, dann folgen 2 Minuten inhaltsleeres, perfekt mainstreampolitisiertes Parteipolizikgeseier. Igitt, hawk tuah
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Dass Du den Eindruck hast, von der einen Seite (der KP) sei "einfach gar nichts" zum "strategischen Ansatz" gekommen, liegt vermutlich daran, dass die konkrete Organisations- und Agitationsarbeit in den Betrieben überhaupt nicht Gegenstand der Debatte war, und sich beide Seiten weitgehend darüber einig sind, dass neben der Theorie vor allem diese "Praxis" unbedingt nötig sei.
Ich hatte im Gegenteil eben den Eindruck, dass genau das das Thema sein sollte. Das war der einzige Grund, warum ich mir das angehört habe.
Alles anzeigenErnsthaft debattiert wird über das was Du unter "Grabenkampf" abtust - nämlich darüber, gegen wen und wozu die Arbeiterklasse "über persönliche Hilfe mit Schritt in Organisation" überhaupt agitiert und organisiert werden sollte. Und in dieser Hinsicht ist es eben kein theologischer Disput um die "reine Lehre", sondern - jedenfalls für Leute, die sich selbst Kommunisten nennen - eine ziemlich entscheidende Frage, ob man den Kapitalismus wirklich überwinden kann, indem man sich, so wie die DKP das mit ihrer "antimonopolistischen Strategie" (unter expliziter Berufung auf Lenin!) fordert, mit Leuten verbündet, die eigentlich gar kein Interesse an seiner Überwindung durch Vergesellschaftung der Produktionsmittel haben, und die sich bestenfalls als Feind meines Feindes eignen, so lange man sich mit ihnen darauf einigt, dass das eigentliche Übel in der imperialistischen Macht des "Monopolkapitals" besteht, und nicht in der kapitalistischen Klassengesellschaft an sich.
Ab ca. 1:47:42 hier geht's darum:
(Es spricht erst der Moderator, dann Tim von der DKP, dann Jakob von der KP)
Die KP folgt hier eher der - eigentlich auch nicht von Marx aber von seinem engsten Freund und Co-Autor Friedrich Engels so formulierten - Theorie vom bürgerlichen Staat als "individueller Gesamtkapitalist", der eben dafür sorgt, dass das nationale Kapital insgesamt profitabel investiert werden kann, auch wenn er zu diesem Zweck unter Umständen durchaus gegen die Interessen einzelner Kapitalisten oder Kapitalistengruppen verstoßen muss, um die große nationale Gemeinschaft als Ganze weiter auf Erfolgskurs zu halten.
Da läuft die KPD mit ihrer leninistisch inspirierten Vorstellung vom heutigen Imperialismus als höchstes Stadium des (Monopol-)Kapitalismus, in dem der Staat eigentlich nur noch ein Instrument der Konzerne ist, schon ziemlich deutlich dagegen, und die streiten sich nicht um eine Kleinigkeit.
Der Begriff "Grabenkampf" soll nicht despektierlich klingen, das mag alles wichtig sein, es kommt bei diesen seit Jahrzehnten geführten Diskussionen nur einfach nichts bei rum.
Um die Arbeiterklasse im Schulterschluss mit dem Kleinunternehmertum gegen das Großkapital zu agitieren und eine Mehrheit des deutschen Volkes gegen die vaterlandslos globalisierte "Hochfinanz" in Stellung zu bringen, braucht's dann aber auch keine Deutsche Kommunistische Partei. Dafür können die ArbeiterInnen auch BSW oder Höcke wählen - und das machen sie ja auch.
Ja, spannend.
Wie machen die das denn, wenn, bei so offensichtlich aufgesplitterten Ideologien dieser "Interessensgemeinschaften", die fundamentalen Fragen, die die linke Avantgarde seit Jahrzehnten auf Symposien hoch und runter diskutieren, gar nicht abschließend geklärt sind?
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