Populismus - Freund oder Feind der Linken?

  • "Die Linke ist dafür, die Militärausgaben ausschließlich auf reine Verteidigungsaufgaben zu begrenzen, die EU muss Friedensmacht werden. Dafür reichen die aktuellen Verteidigungsausgaben vollkommen aus."


    Ich hab im Rahmen des Ukrainektiegs gelernt, dass Taurus, Leopard 2 und Co auch alles zur Verteidigung notwendig ist. :thumbup::thumbup:

  • Ja und die Sicherheit Deutschlands wurde auch damals schon am Hidukusch verteidigt.


    Es wird ja auch schon heftig von linksliberal bis rechtskonservativ auf sie eingeprügelt und sie vorwurfsvoll gefragt, warum sie denn nicht einsehen wollen, dass es auch unserer #Freiheit an den Kragen geht, wenn der Russe demnächst im Baltikum einfällt, und dass unsere Bundeswehr daher auch dazu ertüchtigt werden muss, mehr Verantwortung bei der Vorwärtsverteidigung im befreundeten Ausland zu übernehmen.


    (Außerdem haben wir den Litauern eine deutsche Auslands-Panzerbrigade mit 4.800 Mann versprochen, von der wir bis jetzt erst ein paar hundert Leute zusammen haben, und die dann im Ernstfall den Russen aufhalten soll, bis die richtigen Soldaten kommen, oder sowas.)

  • "Die Linke ist dafür, die Militärausgaben ausschließlich auf reine Verteidigungsaufgaben zu begrenzen, die EU muss Friedensmacht werden. Dafür reichen die aktuellen Verteidigungsausgaben vollkommen aus."


    Ich hab im Rahmen des Ukrainektiegs gelernt, dass Taurus, Leopard 2 und Co auch alles zur Verteidigung notwendig ist. :thumbup::thumbup:

    Neusprech regelt.


    Prognose: Die gehen jetzt den Weg des (Friedens-) Bündnis90, nachdem ein Großteil der blockierenden Kräfte, die Gysi schon bei seinem wikigeleaktem Gespräch in der US-Botschaft beschrieben hatte, die Partei verlassen hat, ist der lähmende Richtungsstreit in Sachen Außenpolitik vermutlich entschieden. Um den Marsch durch die Institutionen zu beginnen, ist man jetzt gut aufgestellt. Das wird eine Weile dauern, bis man die Transatlantformation genauso durchgezogen hat. Wie weit der Weg ist, zeigt der Kontrast zwischen der zur linken gewechselten alten Grünen Jugend und ihren Nachfolgern. Wemir hatte dazu gestern was verlinkt. Obs nach der Zeitenwende noch einen Nie-wieder-Auschwitz-Moment brauchen wird, sei dahingestellt. Der bei Freund und Feind beliebteste Linke hat ja gestern auf Twitter schon mal Farbe bekannt und wünscht sich klare Fronten wie im kalten Krieg, um Die Demokratie zu retten.


    Das Gegenstück hat seine Oppositionsidentität bereits zuvor nach ersten Wahlerfolgen aufgegeben und u.A. dafür die Quittung kassiert.

    Der Trennungsschmerz saß unübersehbar bei vielen tief, sodass man gegen die die eigenen Interessen mit Häme der jeweils anderen Seite gegenüber nicht sparsam war/ist, sobald diese strauchelte.

    Das ist bemerkenswert, weil ja nun eigentlich bei den verbindenden Themen keine parteiintern Machtkämpfe mehr im Wege stehen sollten und ich wegen der klaren inhaltlichen Bruchlinien nicht den Eindruck hatte, dass man um Stimmen in gleichen Millieus ringt. Aber offensichtlich sind persönliche Fehden noch immer von größerer Bedeutung, als das Durchsetzen gemeinsamer Interessen. Lefties in a nutshell.

    The surest way to tame a prisoner is to let him believe he's free.

  • Ich habs so interpretiert, dass es von Tilo ist. Und finde die Punkte eigentlich ziemlich nah an der Realität, was jetzt nötig wäre.

    Das ist ok, das du und tilo das so sehen. Es ist aber wirklich, wirklich, wirklich nicht links. Mal ganz davon ab, dass es keine neue Weltordnung ist. Eigentlich sollte man Trump dafür danken, dass das Verhältnis der USA und Europa transparent gemacht worden ist.

  • Mich würde ja zu allererst mal interessieren, wer das alles wie in welchem politisch geeinten "Europa" durchsetzen soll.


    Und dann würde ich fragen, gegen wen sich dieses neue Verteidigungsbündnis eigentlich verteidigen soll, oder ob das "der europäischen Linken" erst mal egal ist - Hauptsache Aufrüstung first, Bedenken second!

  • Das ist ok, das du und tilo das so sehen. Es ist aber wirklich, wirklich, wirklich nicht links. Mal ganz davon ab, dass es keine neue Weltordnung ist. Eigentlich sollte man Trump dafür danken, dass das Verhältnis der USA und Europa transparent gemacht worden ist.

    Transparent war es im Grunde immer. Der Unterschied zu vorher ist gerade nur, dass es sich nicht mehr zu rentieren scheint, so zu tun, als wäre es anders.

  • Mal ganz davon ab, dass es keine neue Weltordnung ist.

    Doch. Ums mal ganz platt zu sagen, es gab von Linken immer das Vorurteil, die USA wären ein von Großunternehmern gesteuerter Neokolonialistischer Aggressor. Könnte man jetzt sicher noch jede Menge anfügen, Scheindemokratie und was weiß ich. Deutschland war nur ein Satellit und so weiter.


    Der Punkt ist: die USA werden jetzt tatsächlich zu diesem gezeichneten Zerrbild. Alles, was Linke immer behauptet haben, was aber nur eine tausendfache Übertreibung war, wird jetzt tatsächlich Realität. Und Leute wie du erkennen das nicht, weil der Unterschied zu marginal ist. Mir fällt da wieder das Zitat von Ilko-Sascha Kowalczuk ein, das ich schonmal gepostet habe, wo den KPD-Leuten der Unterschied zwischen Hitler und den rechten Regierungen davor nicht aufgefallen ist.



    Zitat

    Ich möchte hier mal eine kurze Passage zeigen, die mir in dem Interview zwischen Jenny und dem Ulbricht-Biographen aufgefallen ist.



  • Der Punkt ist: die USA werden jetzt tatsächlich zu diesem gezeichneten Zerrbild. Alles, was Linke immer behauptet haben, was aber nur eine tausendfache Übertreibung war, wird jetzt tatsächlich Realität. Und Leute wie du erkennen das nicht, weil der Unterschied zu marginal ist. Mir fällt da wieder das Zitat von Ilko-Sascha Kowalczuk ein, das ich schonmal gepostet habe, wo den KPD-Leuten der Unterschied zwischen Hitler und den rechten Regierungen davor nicht aufgefallen ist.

    Was hat sich denn jetzt plötzlich im Verhältnis der USA zum Rest der Welt geändert?

    10-- 1-01 10=- 1-00 1--2 10=0 1-2= 1-01 10=0 1-01 1-20 10=1 10=2 10=1 1-10 10=0 10=1 1-00 1-21 1-21 1-02

  • Wenn in 4 Jahren Demokraten in den USA gewählt werden: Weltordnung wiederhergestellt - alles wieder gut.

    Nein. Die werden die Medien kontrollieren und gar keine faire Wahl zulassen. Die werden die Wahlsysteme weiter verändern, um die Demokraten (und Konservative Alt-Republikaner) zu sabotieren. Und die zerschlagen gerade den gesamten Regierungsapparat und installieren einen Deep-State, auch wieder so ein Vorurteil, das jetzt erst so richtig wahr werden wird.


    Die einzige, geringe Chance, die ich noch sehe, dass Amerika nicht komplett in der Scheiße versinkt, wäre dass Trump in den nächsten sechs Monaten irgendwann die Nase voll hat, und Vance, Musk und die ganze Bagage um sie herum entlässt. Das kann passieren, aber die Wahrscheinlichkeit sinkt täglich. (Und dann wäre es immer noch eine beschissene Regierung).

  • Mich wundert das Interesse, weil es Dir bei der, wie Hohli es nennen würde, wirklich, wirklich, wirklich linken Politik, ja abgeht?

    Wenn das Fragezeichen am Ende bedeuten soll, dass das als Frage gemeint war, dann verstehe ich sie leider nicht.


    Ansonsten hatten wir doch eigentlich schon mal besprochen, dass ich nicht mehr mit Leuten diskutieren will, die mir irgendwelche Aussagen unterstellen, die ich so nie getätigt habe.

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