Sprachen: Kulturträger oder "nur" Kommunikationsmedium

  • Am Thema vorbei...

    Es geht in dieser Debatte nicht um gesetzliche Regelungen, es geht um gesellschaftliche Änderungen, die qua Empörungsmaschine twitter - und damit der Angst z. B. von Unternehmen, auf dieser von, im Besitz der einzig wahren Wahrheit befindlichen, Berufsempörten (und deren Mistgabel und Fackel schwingendem Followermob) bei der eigenen Kundschaft angeschwärzt zu werden - durchgesetzt werden.

    Wenn du solchen indirekten Zwang meinst, dass stimmt dann auch für Konsum (Entscheidend am Einkommen). Und ich würde Twitter und Co. nicht unbedingt als einen Bestimmer gesellschaftlicher Veränderungen sehen. Du legst zu viel Gewicht auf die sozialen Medien. Man müsste auch mal genau schauen, in wie weit das überhaupt stimmt mit dieser Twitter-Empörungsmaschine. Vielleicht finde ich ne Studie dazu.🤔

  • Als ob das nur Twitter beträfe.

    Es betrifft Medien allgemein, den Duden,Uni. .

    Und es breitet sich aus.


    Btw dass es auch anderswo Zwänge gibt, erklärt nicht, warum ein zusätzlicher,völlig sinnbefreiter Zwang obendrauf deshalb weniger schlimm- oder sogar in Ordnung sein sollte.

  • Wenn du solchen indirekten Zwang meinst, dass stimmt dann auch für Konsum (Entscheidend am Einkommen).

    Was meinst Du damit?

    Und ich würde Twitter und Co. nicht unbedingt als einen Bestimmer gesellschaftlicher Veränderungen sehen. Du legst zu viel Gewicht auf die sozialen Medien. Man müsste auch mal genau schauen, in wie weit das überhaupt stimmt mit dieser Twitter-Empörungsmaschine. Vielleicht finde ich ne Studie dazu.🤔

    Ich lege zu viel Gewicht auf (a)soziale Medien? ^^

    Wann hast Du zuletzt eine Nachrichtensendung gesehen oder eine Zeitung gelesen?


    Fakt ist nunmal, die (a)sozialen Medien haben einen eingebauten Skandalisierungsbelohnungsfaktor und eine funktionsbedingte Fixierung auf Verkürzung und Verzicht auf Differenzierung (Aufmerksamkeitsökonomie).


    Sie bestimmen damit natürlich nichts, eine bestimmte Form der Kommunikation wird aber massiv befördert und das hat in einer zunehmend digitalisierten Welt (sowohl was die Kommunikation in ihrem Akt als auch die "Überwachung" und Aufzeichnung durch überall in der Hosentasche befindliche mobile Kommunikationsgeräte angeht) selbstverständlich Folgen, das sieht man doch in allen Bereichen des Lebens.

  • Also wäre mir neu, wenn das mit FAZ klappt. Einzige deutsche Zeitschrift in der Liste in das Handelsblatt. Ob das noch geht, weiß ich nicht.


    Am Handy ginge das nur mit Firefox. Explodieren wirds nicht, aber seit dem die alles neu erfunden haben saugt der definitiv mehr aus meinen Akku ist teilweise arsch lahm und heizt das Telefon. Ist ein anderes Thema, das mich nachhaltig aufregt. Habt Mitleid!

    Browser Iceraven

    Addon Bypass Paywalls clean

    auf gerootetem Android


    der Tip mit Icraven war von RobFord Redux , dachte ich. Damals als sie den Firefox auf Android zugenagelt haben die Deppen von Mozilla.

  • Ich lese regelmäßig das Handelsblatt (aber nicht, weil ich mit bürgerlichen Medien übereinstimme). Ansonsten, wenn mich ein Thema interessiert, versuch ich wissenschaftliche Literatur dazu zu lesen, die viel nuancierter ist, als die restlichen Medien, hab auch noch nie gesehen, dass in einer wissenschaftlichen Arbeit Tweets oder Facebook zitiert wird (würde das auch nicht als seriös empfinden).


    Sie damit natürlich nichts, eine bestimmte Form der Kommunikation wird aber massiv befördert und das hat in einer zunehmend digitalisierten Welt (sowohl was die Kommunikation in ihrem Akt als auch die "Überwachung" und Aufzeichnung durch überall in der Hosentasche befindliche mobile Kommunikationsgeräte angeht) selbstverständlich Folgen, das sieht man doch in allen Bereichen des Lebens.


    Das müsste man an Studien herausarbeiten, in wie weit Twitter und Co. Einfluss auf politische Debatten hat. Dass die sozialen Medien eine bestimmte Form Diskussionskultur fördern🤔 Ja klar, aber ähnliches gibt es ja auch im Fernsehen. Speziell bei Twitter ist eher so denk ich, dass eine kleine Gruppe von Twitterern viel Einfluss haben und die Richtung von Debatten widerspiegeln, aber dass Twitter die Gesellschaft irgendwie abbildet, das glaub ich nicht. Wenn man natürlich sich nur über Twitter und Co. informiert, dann kommt man natürlich zu einer bestimmten Auffassung davon.

  • Ich lese regelmäßig das Handelsblatt (aber nicht, weil ich mit bürgerlichen Medien übereinstimme). Ansonsten, wenn mich ein Thema interessiert, versuch ich wissenschaftliche Literatur dazu zu lesen, die viel nuancierter ist, als die restlichen Medien, hab auch noch nie gesehen, dass in einer wissenschaftlichen Arbeit Tweets oder Facebook zitiert wird (würde das auch nicht als seriös empfinden).

    Und hast Du bisher schon festgestellt, dass sich Unternehmen von Veröffentlichungen in wissenschaftlicher Literatur beeinflussen lassen?

    Ich verstehe ehrlich gesagt überhaupt nicht, was Du mir hier überhaupt sagen willst. Es geht in dieser Sache nicht um eine differenzierte Betrachtung, die dann zu irgendeinem wissenschaftlichen Ergebnis führt, es geht um Meinungsmacht bzw. den z. B. von Unternehmen befürchteten daraus resultierenden Backlash für ihre Geschäfte.


    Das müsste man an Studien herausarbeiten, in wie weit Twitter und Co. Einfluss auf politische Debatten hat. Dass die sozialen Medien eine bestimmte Form Diskussionskultur fördern🤔 Ja klar, aber ähnliches gibt es ja auch im Fernsehen. Speziell bei Twitter ist eher so denk ich, dass eine kleine Gruppe von Twitterern viel Einfluss haben und die Richtung von Debatten widerspiegeln, aber dass Twitter die Gesellschaft irgendwie abbildet, das glaub ich nicht. Wenn man natürlich sich nur über Twitter und Co. informiert, dann kommt man natürlich zu einer bestimmten Auffassung davon.

    Wie gesagt, hättest Du in den letzten paar Jahren mal Nachrichten geschaut oder etwas anderes als nun ausgerechnet das Handelsblatt (wtf...) gelesen, dann bräuchtest Du dazu keine Studien. Dass in den USA in den letzten Jahren ein Präsident quasi über twitter regiert hat, um es mal (aber wirklich nur dezent) zu überzeichnen, sollte man auch beim Handelsblatt mitbekommen haben.

    Absolut NIEMAND behauptet, twitter würde die Gesellschaft abbilden (wo kommt das jetzt plötzlich her?). Und die Vermutung, dass wenige twitterer sehr großen Einfluss haben oder zumindest sehr große Verbreitung und damit eine sehr große Anzahl an tweets relativ wenige Urheber hat, ist selbstverständlich schon lange klar.

    [Wenn darüber hinaus eines mal keiner wissenschaftlichen Untersuchung bedarf, ist es jedenfalls die Erkenntnis, dass wissenschaftliche Literatur bzw. deren Rezipienten ganz sicher nicht die Gesellschaft abbilden... Selbiges gilt für das Handelsblatt.]


    P. S. : Was meintest Du jetzt mit "Wenn du solchen indirekten Zwang meinst, dass stimmt dann auch für Konsum (Entscheidend am Einkommen)."

  • Mon Mar 15 2021

    • [l] In Colorado gibt es gerade einen Konflikt um einen zu besetzenden Richterposten.

      Eigentlich ist es ein Konflikt um Identity Politics vs. inhaltliche Fragen.

      Die Frau, die Biden da jetzt hinsetzen will, ist halb mexikanisch, halb japanisch, und die Mutter saß im 2. Weltkrieg in einem Anti-Japaner-Internierungslager. Obama hat schon versucht, sie auf den Posten zu packen, aber Republikaner-Oberverhinderer Mitch McConnell hat es verhindert.

      Aber jetzt gibt es Widerstand, und zwar deshalb:

      Because she’s now a partner in a major corporate law firm, Wilmer Hale, that on its website cites its close relationship with regulated industries. And in 2006 she represented McDonald’s in an anti-discrimination lawsuit.
      Tja. Was ist wichtiger?



    Identity vs. politics...

  • Identity vs. politics...

    Die Entscheidung dürfte nicht schwerfallen.



    Zum Thema gibt es ein kontroverses Interview im aktuellen Spiegel, das lesenswert ist. Ein Auszug.

    Auf bestimmte Weise gleichen sie damit Anhängern einer fundamentalistischen
    Religion ...

    ... in der Geschichte haben schon häufiger Bewegungen, die glaubten, letztgültige Wahrheiten gefunden zu haben, viel Unglück über die Menschheit gebracht. ...
    ... identitätspolitischen Truppen, die mit dem rhetorischen Baseballschläger durch
    das Internet ziehen und jeden als Rassisten niederknüppeln, der ihnen widerspricht.

    ... es geht nicht darum, sich seines Verstands zu bedienen, sondern Glaubenssätzen zu folgen.

  • Das perfekte Beispiel, weshalb Ideologien nur etwas für Dummköpfe sind.

  • Die Entscheidung dürfte nicht schwerfallen.



    Zum Thema gibt es ein kontroverses Interview im aktuellen Spiegel, das lesenswert ist. Ein Auszug.





    Anthony Fischer hat das Institute of Economic Affairs gegründet. Der erste

    Think Tank der Mont Pelerin Society.




    Kann sich jeder selbst Gedanken machen, was er davon hält, und ob das nicht einfach zu einer weiteren Schmierenkampagne gehört, um die linken zu diskreditieren.

    q.e.d.

  • Ad hominem (Latin for 'to the person'), short for argumentum ad hominem, refers to several types of arguments, some but not all of which are fallacious. Typically this term refers to a rhetorical strategy where the speaker attacks the character, motive, or some other attribute of the person making an argument rather than attacking the substance of the argument itself. This avoids genuine debate by creating a diversion to some irrelevant but often highly charged issue. The most common form of this fallacy is "A makes a claim x, B asserts that A holds a property that is unwelcome, and hence B concludes that argument x is wrong".

    Another type of ad hominem arguments generally only encountered in specialized philosophical usage refer to the dialectical strategy of using the target's own beliefs and arguments against them, while not agreeing with the validity of those beliefs and arguments. Ad hominem arguments were first studied in ancient Greece; John Locke revived the examination of ad hominem arguments in the 17th century.

    Valid ad hominem arguments occur in informal logic, where the person making the argument relies on arguments from authority such as testimony, expertise or on a selective presentation of information supporting the position they are advocating. In this case, counter-arguments may be made that the target is dishonest, lacks the claimed expertise or has a conflict of interest.

    Zitat

    Circumstantial[edit]

    Main article: Bulverism

    Circumstantial ad hominem points out that someone is in circumstances (for instance, their job, wealth, property, or relations) such that they are disposed to take a particular position. It constitutes an attack on the bias of a source.

    Kann sich jeder selbst Gedanken machen, was er davon hält...

  • nachdenklich Ich glaub, du kennst die MPS und ihre Think Tanks nicht. Naja wenn du meinst, dass dieser Zusammenhang keine Rolle spielt 😅sehr naiv. Aber wenns so komfortabler ist, mir egal. Und dieses ad-hominem dings, das sagt eigentlich nur aus, dass es keine notwendige Bedingung ist, sondern nur eine Hinreichende. Das sagt nicht aus dass es keinen Zusammen zwischen McWorthers Mitgliedschaft in einem konservativen ThinkTank und seinen politischen Einstellungen gibt. Aber wer auch nur ein bisschen menschliches Verhalten kennt, der kommt eher zu einem anderen Schluss. Ich wette, es gibt da noch andere Zusammenhänge.

  • nachdenklich Ich glaub, du kennst die MPS und ihre Think Tanks nicht. Naja wenn du meinst, dass dieser Zusammenhang keine Rolle spielt 😅sehr naiv. Aber wenns so komfortabler ist, mir egal.

    hmm ich könnt ja jetzt Strohmann zitieren...

    Aber wenn ein irgendwie gearteter Zusammenhang zu einer Institution, einem Think Tank die einzige inhaltliche Argumentation ist, stellt sich die Frage wer es sich hier wie komfortabel zu machen versucht.

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