Nach den Rechten sehen (Sammelthread)

  • daher stellt sich die Frage ob die Verantwortlichen in den entsprechenden Positionen evt selbst viel zu weit politisch rechts stehen und einfach ungeeignet sind, es sieht sie aus als wenn dort absichtlich die eine Seite härter bestraft wird als die andere Seite, Straftaten aus dem politisch linken Spektrum werden öfter und härter verfolgt und bestraft als Straftaten aus dem politisch rechten Spektrum, da stimmt dann einfach irgendwas nicht.

    Das stimmt leider in vielen Fällen.


    Wobei man dazu sagen muss, dass der in diesem Fall zuständige Richter auch schon Rechtsradikale zu bis zu zehn Jahren verknackt und bei Lina E. zumindest nicht die von der Staatsanwältin geforderten 8 Jahre Haft verhängt hat. Bei guter Führung ist die Frau nach Anrechnung der zwei Jahre(!) U-haft, die sie schon absitzen musste wahrscheinlich nach einem Jahr wieder draußen.


    Aber die "Beweisführung" der Generalbundesanwaltschaft ist leider ziemlich gewagt und man hat auch versucht, entlastende Ermittlungsergebnisse zu verschweigen.


    Die Stadt Leipzig hat außerdem über das Wochenende das Versammlungsrecht eingeschränkt. Wird die Autonomen natürlich nicht davon abhalten, da den "Tag X" zu veranstalten - nur die friedlichen DemonstrantInnen abschrecken.


  • Lustige Anekdote: Bei einer Demo gegen Rechts hat ne Polizeifachangestellte eine Freundin mangels Ausweis nach ihren Personalien gefragt. Beim Geburtsort gab sie Karl Marx Stadt an, woraufhin die Gegefrage "Karl mit C?" kam. Man braucht sich also glaube ich keine Sorgen machen, wenn man etwas liest, solange man weder alternativ aus- oder nach links schaut.

  • Der Mainstream ist - jedenfalls von links aus gesehen - schon immer eher rechts-affin, weil er im Zweifel lieber zusammen mit autoritären Rechten, die kein grundsätzliches Problem mit aktiver Staatsgewalt haben, dieselbe gegen linke "ExtremistInnen" verteidigt, die in der Staatsgewaltausübung primär ein Mittel zur Sicherung der kapitalistischen Verhältnisse sehen, weil der Mainstream ebenfalls kein grundsätzliches Problem mit den kapitalistischen Verhältnissen hat, solange er sich einreden kann, dass es darin demokratisch. liberal und sozial zugeht.


    Der Rechtsruck der staatstragenden bürgerlichen Mitte vollzieht sich dann von ganz alleine, wenn der Staat im kapitalistischen (oder weltpolitischen) Krisenfall zur Sicherung jener herrschenden gesellschaftlichen Verhältnisse immer autoritärer werden muss, und man sich dann im Kreise politischer und Intellektueller Führungspersönlichkeiten diesen Widerspruch mit den eigenen hehren Werten gegenseitig als notwendiges Übel zur Sicherung der liberalen Demokratie schönredet.

  • Ich sah kürzlich eine Grafik, nach der die überwiegende Mehrheit der Befragten dort ihr Kreuz machen würden, nicht, weil sie die Afd für überzeugend halten, sondern um ihre Enttäuschung von den etablierten Parteien deutlich zu machen. Das ist jetzt wenig überraschend.


    Der Gleichklang des medienpolitischen Komplexes spielt da sicher eine verstärkende Rolle, hinzu kommt, dass die 5%-Hürde andere Optionen eher aus dem Spiel nimmt. Und Die Linke sabotiert sich lieber selbst, ist in der öffentlichen Wahrnehmung ansonsten mit Kritik häufig eher zurückhaltend. Leichtes Spiel für die Rechtspopulisten.


    Machtpolitisch mag es da nicht unklug sein, sich schon jetzt für eine Koalition in Stellung zu bringen. Dazu gehört dann auch schon mal den Framing-Modus "brandgefährlich" rechtzeitig zu verlassen.

    🕊 Lumpenpazifisten und Friedensschwurbler aller Länder, vereinigt euch! 🕊

  • 😅 Habitus, Schwabitus … „rechts ist halt nur ein bisschen übermotiviert, eigentlich ganz iO und im Grunde ein Systemfreund. Aber Linke!!! Die wollen alles kaputt machen, stiften Chaos und lehnen unsere Regeln ab. Mit denen kann man doch nicht zusammenkommen.“

  • Hat schon auch mit dem Habitus einiger Wortführer zu tun, dass es schwer ist zusammen zu kommen.

    Wollte auf die Jahrzehntelange anti-sozialistische Propaganda und Nazi white washing, führen.
    Dies würde ich doch effizienter, als auch ein dutzend immer "falsches redende linken" einstufen.
    "Wenn Kommunist so schlecht ist, sollte das Gegenteil, doch gut sein?"

    will jemand anti sozialistische Propaganda zum topic machen?=)

  • Führt die ständige Erzählung, links ist schlecht, nicht automatisch nach rechts?

    Wer erzählt das ständig? Kannste je nach Bubble und ihrem Gegenstück entsprechend spiegeln. Für die Konsensmanufaktur sind alle Ränder schlecht. Anschluss findet von dort allerdings in autoritäre Strömungen statt, deren Wunsch nach Abstellen der jeweiligen Opposition zu ihnen, sich entsprechend nutzen lässt.


    Links ist ohnehin, was du draus machst. Die (Selbst-) Zuordnung ist so wage und beliebig, wie man schnell ist, andere als rechts oder gar Nazi zu bezeichnet. Hinzu kommt, dass viele nicht zwischen links und progressiv unterscheiden.


    Insofern müsste jeder der von Gefahr spricht, erstmal seine Definition mitgeben, die dann vermutlich nicht mal auf dessen Feindbilder passen würde. Aber vermutlich scheitert es schon an dem Punkt.

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  • Links stift Unruhe, Unordnung, Chaos. Links will immer Jemandem etwas wegnehmen. Links fordert unterbewusst zur Eigenverantwortung auf. Links ist bunt und ungeordnet, mag Menschlichkeit, Emotionen. Links mag keine Grenzen, ist spontan, will sich vermischen, fliessen.


    Rechts schafft Ordnung, Übersicht, Grenzen, Hierarchien befreiendt von Verantwortung und erteilt dafür Macht über andere. Rechts ist unformiert und bewegt sich in starren, reglementierten Hierarchien (Uniformen). Rechts entmenschlicht und möchte "Maschine sein" bzw. identifiziert sich mit Maschinen (Auto, HiFi, Waffen). Rechts ist starr, steif, reguliert und bietet Sicherheit vorm zersetzt und unterwandert werden oder zerfliessen.

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