Nach den Rechten sehen (Sammelthread)

  • Die Rezeption der "Gegenseite" ist jedenfalls auch nicht nur positiv:



    Merzt ihr eigentlich noch was? Was für eine Merzlose Politik, ich bin da irgendwann auch völlig merzfrei und merze gar nix merz. Merz merz merz. MERZ!


    Edit: Der Nickname ist auch so alt wie Rainer Schnaps, Andi Latte und Axel Schweiß. Wobei Chrisian Harten eigentlich besser ist.

  • Unsere Wähler sind sehr klug...



    ...denn sie glauben, dass die Berliner CDU eigentlich gar keine komplett mit der Immobilienwirtschaft verfilzte Betongoldkapitalpartei ist, sondern eine soziale Wohnungsbaugesellschaft.


    Herzlichst,



    Ihr Stefan Evers.



    A propos "bauen, bauen, bauen!"...:

    Berliner Mietspiegel 2026 - Abbild des mietenpolitischen Zögerns

    [...] Die Mieten der allerneuesten Häuser ab Baujahr 2020 haben bislang ungekannte Höhen erreicht. Die Durchschnittsmiete ist hier um 21,3 Prozent auf 16,92 Euro gestiegen. Die obere Spanne liegt größtenteils über 20 Euro. Der Spitzenwert von 27,84 Euro übertrifft die Höchstmarke des letzten Mietspiegels von 24,74 Euro nochmal deutlich. „Diese Mieten sind darauf zurückzuführen, dass die Mietpreisbremse auf den Neubau keine Anwendung findet“, erläutert BMV-Geschäftsführerin Wibke Werner. Bei allen ab Oktober 2014 fertiggestellten Wohnungen können legal Mieten verlangt werden, die mehr als 10 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Solche schwindelerregenden Werte zeigen auch, dass der freifinanzierte Neubau die Wohnungsnot der Normalverdienenden nicht lösen kann.

    Kleine Wohnungen mit bis zu 40 Quadratmetern haben sich stärker verteuert als große. „Sie werden vermutlich nach dem stark zunehmenden Modell des vorübergehenden Gebrauchs vermietet“, vermutet Wibke Werner. Dieses Muster zur Umgehung der Mietpreisbremse wirkt sich preistreibend aus. Vorwiegend in Einzimmerwohnungen findet auch die ebenso inflationäre möblierte Vermietung statt. Im Mietspiegel werden diese Mieten allerdings ohne Möblierungszuschlag erhoben.

    Ein schon im vorherigen Mietspiegel beobachteter Trend setzt sich auch im Mietspiegel 2026 fort: Bei fast allen Baualtersklassen, Wohnlagen und Wohnungsgrößen ziehen die oberen Spannenwerte davon, obwohl nach wie vor nur eine Drei-Viertel-Spanne abgebildet wird: Von den erhobenen Daten bleiben die jeweils niedrigsten und höchsten 12,5 Prozent als extreme Ausreißerwerte unberücksichtigt. Dennoch wird der Abstand zwischen Mittel- und Oberwert immer größer. Bei den Altbauten beträgt dieser Abstand teilweise mehr als vier Euro, bei Neubauten bis zu acht Euro. Das eröffnet bei gut ausgestatteten Wohnungen große Mieterhöhungsspielräume. Im Extremfall kann ein einziges wohnwerterhöhendes Merkmal den Ausschlag dafür geben, dass die zulässige Miete um ganze 1,60 Euro pro Quadratmeter in die Höhe springt. „Besorgniserregend“ findet Wibke Werner diese Entwicklung: „Da es für die Zulässigkeit eines Mieterhöhungsverlangens genügt, einen Wert innerhalb der Spanne zu nehmen, wählen viele Vermieter oft den Oberwert.“ Nicht selten kommen sie damit durch, weil die Mieter:innen nicht anhand der Wohnwertmerkmale überprüfen, ob die volle Ausschöpfung der Mieterhöhungsspanne überhaupt gerechtfertigt ist. [...]

    (Beiliebte "wohnwerterhöhende Merkmale" laut Mietspiegel sind zum Beispiel, wenn der Vermieter in der seit 30 Jahren nicht mehr sanierten Altbauwohnung im Bad einen "Strukturheizkörper", oder ungefragt den Gasherd ausbauen und einen billigen E-Herd mit "hochwertigem" Ceran-Kochfeld einbauen lässt. Die dank solcher "Modernisierungen" noch mal ordentlich zu erhöhenden Mieten, sind dann auch im Hinblick auf den am Markt zu erzielenden Verkaufspreis der ganzen Immobilie durchaus werterhöhend.)

  • (Beiliebte "wohnwerterhöhende Merkmale" laut Mietspiegel sind zum Beispiel, wenn der Vermieter in der seit 30 Jahren nicht mehr sanierten Altbauwohnung im Bad einen "Strukturheizkörper", oder ungefragt den Gasherd ausbauen und einen billigen E-Herd mit "hochwertigem" Ceran-Kochfeld einbauen lässt. Die dank solcher "Modernisierungen" noch mal ordentlich zu erhöhenden Mieten, sind dann auch im Hinblick auf den am Markt zu erzielenden Verkaufspreis der ganzen Immobilie durchaus werterhöhend.)

    Geil, der ROI von so einem Ceranfeld liegt bei 1-3 Monaten, je nach dem wie hochwertig er ist :D Sorry, diese Skrupellosigkeit finde ich tief beeindruckend.

  • Ich muss ja sagen, ich bin da aktuell voll der Akzerelationist und zerstörungswillige Typ, der sich durchaus mit dem Gedanken anfreunden kann, dass den Shitlibs endlich mal gezeigt wird, wie wahnsinnig der Faschismus 2.0 in Sachsen-Anhalt aussehen wird. Die Konsequenz wird allenfalls: War ja doch gar nicht so schlimm, Brandmauer weg, CDU/AfD auf Bundesebene - Sieg, H... Hurraaaa!!!


  • Also wir halten fest: AfD klickt offenbar gut. Ist zwar alles nicht Donald Trump, aber es klickt gut. Da kann man auch schon mal edgy Fragen stellen. Oh, und natürlich

    Zitat von Hohli


    Es ist eben ein "Gefühl".

    "Vibe-Shift"


    Mein demokratisches Herz ist zutiefst erschüttert. Es ist vielleicht nicht genau wie 1933, aber es fühlt sich genau so an! Ich weiß ja noch, wie es sich angefühlt hat, und es war wirklich sehr, sehr ähnlich.


    Bevor ich in den Verdacht gerate, dass Phänomen rundum den AfD-Erfolg marginalisieren zu wollen: Nee, ich find das jetzt auch nicht pralle. Aber bei dem Ausmaß an Resignation und geringer Erwartungshaltung an demokratische Prozesse und dem politischen Establishment unterscheidet sich vermutlich gar nicht mal so stark von dem, wie sich Utans Kollege fühlt. Meine gedankliche Konsequenz ist einfach nur eine andere....

  • Ach, jetzt entspann Dich doch mal. Wir sind trotz aller Rückschläge auf einem guten Weg:



    Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Rechte und Shitlibs eines gemeinsam haben: sie sind saudumm. Die sportliche Frage ist, wer das Rennen zum Rock Bottom gewinnt.

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