China [Sammelthread]

  • Ja das kann schon sein und ich hab auch absolut keine Ambitionen mich da auf ihre Seite zu stellen, aber daraus wie sie aus nem Flieger ein- und aussteigt und welchen Ein- und Ausgang sie dabei benutzt kann man da halt trotzdem nix ableiten.

    Ja daraus vielleicht nicht. Aber es ist der internationalen Qualitätspresse auch noch anhand einiger anderer Begebenheiten aufgefallen, dass Imperator Xi und seine Gang Frau Dr. von der Leyen offenbar ganz gezielt nicht mit dem selben diplomatischen Trara empfangen wollten, wie den französischen König, und dass sie sich auch überhaupt nicht von dem doch eher plumpen Versuch haben beeindrucken lassen, mit der gemeinsamen Reise eine sehr bemühte europäische Geschlossenheit gegenüber dem Reich der Mitte zur Schau zu stellen - Was womöglich auch daran lag, dass sich Monsieur Le Roi Soleil nur zu gerne als großer Staatsmensch und politische Lichgtgestalt abfeiern ließ, während Madame La Présidente de la Commission am diplomatischen Katzentisch Platz nehmen musste.

    The warm embrace and the cold shoulder: China mines Europe’s fractures during joint visit

    French President Emmanuel Macron got parades and banquets. EU chief Ursula von der Leyen was mostly left alone.


  • "U.S. can consider sending troops to Taiwan if China invades."


    Da muss man bedenken wie lange es dauert und wo die herkommen sollen, ohne irgendwo zu fehlen. Alle Flugzeugträgerverbände sind aktuell in Reichweite chinesischer Raketen und die treffen in der Regel, man kann nur hoffen das man es auch in Washington weiß, sowas wie in der Ukraine (einen 90% US-Konflikt) würde China an seiner Küste nicht einfach tolerieren.


    Ich fürchte allerdings wir könnten es noch erleben, alle Rahmenbedingungen sinken Zusehens und niemand würde aktuell einen konventionellen Krieg länger aushalten, was für eine Steigerung zum nicht-konventionellen Krieg sprechen könnte.


    Das werden unsere Regierungen *hust* sicherlich jeden Abend kontemplieren und in die Nachtgebete einfließen lassen. Sonst blasen wir wortwörtlich das Licht aus ...


  • Mandschurischer Kandidat.

  • https://www.bbc.com/news/world-asia-65219219



    Nicht das erste Mal, dass ich diese Haltung aus Taiwan höre, aber sieht natürlich nicht jeder so.

  • Der Politico-Artikel über Macrons und Euro-Uschis China-Expedition hat es echt in sich. Offenbar hat der französische Sonnenkönig Frau Dr. von der Leyen nicht einfach nur zur Nebendarstellerin des gemeinsamen Staatsbesuches degradiert, sondern auch ganz offen gegenüber den Journalisten gegen die von der Kommissionspräsidentin stets verteidigte Treue zur transatlantischen Wertepartnerschaft gewettert:

    Europe must resist pressure to become ‘America’s followers,’ says Macron

    The ‘great risk’ Europe faces is getting ‘caught up in crises that are not ours,’ French president says in interview.


    Das kann natürlich auch alles dem Umstand geschuldet sein, dass es für Monsieur le Président an der Heimatfront gerade etwas brenzlig wird, und er nun versucht, die nationalistischen Kräfte im eigenen Land hinter seiner schon öfter mal angeführten Vision einer europäischen Autonomie unter französischer militärischer (und nuklearer!) Schirmherrschaft zu versammeln, aber dass er es ausgerechnet bei einer Reise zum erklärten Erzfeind der USA - und offensichtlich nicht im Einklang mit der mitreisenden deutschen EU-Kommissionschefin - zu Protokoll gibt, ist schon bemerkenswert.


    Auch interessant ist die Anmerkung der Redaktion am Ende:


    [...] As is common in France and many other European countries, the French President’s office, known as the Elysée Palace, insisted on checking and “proofreading” all the president’s quotes to be published in this article as a condition of granting the interview. This violates POLITICO’s editorial standards and policy, but we agreed to the terms in order to speak directly with the French president. POLITICO insisted that it cannot deceive its readers and would not publish anything the president did not say. The quotes in this article were all actually said by the president, but some parts of the interview in which the president spoke even more frankly about Taiwan and Europe’s strategic autonomy were cut out by the Elysée.

  • Beeindruckend. Nicht nur, dass nun bei sich jeder bietenden Gelegenheit - um es gaaanz vorsichtig auszudrücken - die streng hierarchische und gar nicht immer so freiwillige Beziehung zwischen Washington und Europa thematisiert und die Ansprechfähigkeit dieses Umstandes damit normalisiert wird, auch dass der D$llar immer wieder thematisiert wird ist ein Zeichen, dass dieser Krieg immer mehr zum Katalysator für bis dato VT-würdige Langfriststrategien taugt...

  • Deutschlands bester Kriegsprofessor ordnet ein:



    Also Europa muss besser werden, aber weil uns der Ami demnächst vielleicht nicht mehr so doll (vor dem Russen?) beschützen will, wenn irgendein Trumpist America wieder great again machen will, müssen wir jetzt einfach weiter Kriegsgepolter gegen China unterstützen, damit der Ami uns trotzdem beschützt und der Osteuropäer nicht nach Amerika auswandert. :S


    Wer es nicht versteht, hat einfach zu wenig politikwissenschaftlich geforscht.

  • Uh oh. NATO-Norbert fährt gleich noch ein paar schärfere Geschütze auf:



    Der Franzmann kann nur with us or against us sein.

  • https://twitter.com/n_roettgen/status/1645389290233364480



    :/ Also die globalen Machtambitionen Chinas äußern sich darin, dass sie auf dem Anspruch auf Taiwan bestehen, den ihnen der Westen qua offizieller politischer Linie zugesteht. Und diese global-interne Angelegenheit geht uns soviel an, dass wir keinesfalls neutral sein können. Aber wieso können wir das nicht?

  • Ich hätte natürlich fragen müssen, warum sie uns soviel angeht. Dass wir nicht neutral sein können, liegt ja am machtglobalen Charakter dieses Lokalkonfliktes.


    :/ 8|:!:Act local, think global - wer intern handelt, denkt an die globale Ambition. Deswegen mischen wir uns auch immer fernab ein, damit uns das nicht passieren kann.


    Und du dachtest, ich könnte es nicht verstehen.

  • Annalena Baerbock in Peking: "Was China am wenigsten braucht, ist ein Lehrmeister aus dem Westen"

    Bei Menschenrechten gebe es keine "einheitlichen Standards", wird Außenministerin Baerbock in Peking belehrt. Sie kontert – und findet deutliche Worte zur Taiwan-Frage.


    Das gute an einer wertebasierten Außenpolitik, die sich auch im fernen Ausland um die Wahrung der Menschenrechte kümmert ist, dass sie je nach Werte- und Auftragslage für die deutsche Exportindustrie selbst entscheiden kann, wo für sie die Grenze zwischen Freiheitskämpfern und Separatisten verläuft.


    Es war also ein voller Erfolg.

  • Indien ist jetzt der größte Staat der Erde

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