Der Mülleimer-Thread (offtopic und Spam Beiträge)

  • Dass der Kapitalismus eines Tages an seinen eigenen Widersprüchen scheitern muss, sehe ich auch so. Ich glaube nur, dass wir DIESE industrielle Revolution vielleicht noch mitnehmen sollten, bevor wir dann aus dem Kapitalismus „aussteigen“.

    Was wir mMn eigentlich vorallem brauchen ist keine weitere kapitalistische "industrielle Revolution" (welche zwangsweise auf noch mehr Wachstum - und damit Zerstörung - durch Ausbeutung von Menschen und Tieren und Natur/Umwelt hinauslaufen wird, daher ist das Wort Revolution in dem Kontext auch unangebracht) sondern eine gesellschaftliche Revolution...wo Menschen nicht mit dieser neoliberalen Propaganda vom "Markt" und "Wettbewerb" manipuliert werden (bzw in die Lage versetzt werden das zu erkennen) die du leider immer wieder in deinen Beiträgen verwendest/verbreitest.


    Übrigens, in dem Thread aus dem alten Forum der von Utan hier verlinkt wurde hatte dir jemand dieses Video zum Thema Revolution gepostet...

    ...aber das hast du schon damals ignoriert und wirst das jetzt vermutlich auch wieder machen.

  • Utan

    Klar ist mir bewusst, dass wir diese Diskussion schon einmal führten. Ich gestehe, dass mein Nickname darauf zurückgeht. Ursprünglich wollte ich diese Diskussion auch gar nicht nochmal in der Art führen.


    Ich finde allerdings Du bist zu hart mit Deinem Urteil, was mich angeht.

    „Neoliberale Propaganda“? Würde Friedrich Merz sich zu Sätzen hinreißen lassen wie:

    Dass der Kapitalismus eines Tages an seinen eigenen Widersprüchen scheitern muss, sehe ich auch so.

    Du weißt, dass wir uns auch an dieser Stelle darauf einigen können, dass Marx wahrscheinlich recht hat. Kein Widerspruch.


    Ja, schade, dass Du es gelesen hattest. Ich kann zu diesem Vorwurf natürlich noch etwas schreiben;

    Syd wurde hier auf ewig verbannt. Diese Strafe hat etwas sehr persönliches... und ich finde, dass besonders Du ihn immer sehr persönlich abgekanzelt hast. (Ähnlich wie Du es jetzt mit @Technaeis machst.) Und ich werde es Dir mitteilen, wenn ich von Deiner Seite aus ähnliche Tendenzen bei mir wahrnehme. Das Wühlen in alten Texten, die Zusammensetzung verschiedener Beiträge um eine persönliche Beschreibung zu einem „Profil“ abzugeben, ist sicherlich eine Deiner gefürchteteren Methoden...

    Ich habe aber keine Probleme damit zuzugeben, dass ich z.B. dieses Land als völlig überreguliert wahrnehme und jetzt schon prophezeie, dass die Energiewende in Deutschland nicht auf Grund mangelnder Verständnisprobleme im Energiesektor scheitern wird, sondern auf Grund vollkommen ineffizienter Behörden, die keine Verantwortung mehr übernehmen, sondern sich auch bis zur letzten Vorschrift absichern möchten, bevor sie noch irgendetwas genehmigen.

    Wenn man der Meinung ist, man bräuchte noch mehr davon, kann ich dem überhaupt nicht folgen.


    Allgemein fände ich es angenehmer hier weniger hitzig zu diskutieren und Worte wie „Idiot“, „Wahnvorstellung“ etc. einfach mal beiseite zu lassen.


    Ich bleibe auch bei meinem Standpunkt, dass ich diese Welt noch immer zu viel genieße und zu viel Verbesserungen sowie Möglichkeiten zur Verbesserung sehe um kein ambivalentes Verhältnis zum Kapitalismus zu pflegen.



    Es geht mir nicht darum, dass der Kapitalismus nicht kritisiert gehört, sondern darum ihn erstmal ehrlich zu bewerten. Man sollte immer die Stärken seines Gegners anerkennen, wenn gegen ihn antreten will.

  • Ich verstehe die Frage nicht.

    Wenn VW und BMW verstaatlicht würden, könnten sie trotzdem konkurrierende Unternehmen bleiben.

    Wie soll das gehen? Wettbewerb um was? Orden aus Blech? Straßennamen?

    Der Anreiz nicht am Bedürfnis vorbei zu produzieren wird durch nichts anderes als Gewinnaussichten getriggert.

    Ich weiß welcher Holzhammer da jetzt kommt: „jaja Bedürfnisse, die in die Köpfe der Menschen hineinmanipuliert wurden“

    Also müssen wir in Utan s gewünschten Welt damit rechnen, dass er uns erklärt welches Bedürfnis wichtig zu sein hat und welches nicht. Demnach würden eben auch Autos nach anderen Parametern gebaut werden; Ressourcenverbrauch würde eine sehr wichtige Rolle spielen (sicher zu recht).... Aber Wettbewerb? Warum? Es soll sich ja schließlich niemand „totarbeiten“. Das ist ja der Witz.

  • Wie soll das gehen? Wettbewerb um was? Orden aus Blech? Straßennamen?

    Der Anreiz nicht am Bedürfnis vorbei zu produzieren wird durch nichts anderes als Gewinnaussichten getriggert.

    Ich weiß welcher Holzhammer da jetzt kommt: „jaja Bedürfnisse, die in die Köpfe der Menschen hineinmanipuliert wurden“

    Also müssen wir in Utan s gewünschten Welt damit rechnen, dass er uns erklärt welches Bedürfnis wichtig zu sein hat und welches nicht. Demnach würden eben auch Autos nach anderen Parametern gebaut werden; Ressourcenverbrauch würde eine sehr wichtige Rolle spielen (sicher zu recht).... Aber Wettbewerb? Warum? Es soll sich ja schließlich niemand „totarbeiten“. Das ist ja der Witz.

    Wettbewerb um was?

    Na um Innovation z. B.

    Irgendwann war es tatsächlich mal so, dass Ingenieure etwas entwickelten, weil das das Leben leichter machen sollte. Die Gewinnaussichten waren dafür die Kirsche auf der Torte.


    Heute entwickeln sie bei VW Software, die verschleiert, dass die Kunden und die Gesellschaft geschädigt werden, um nur die Gewinnaussichten nicht zu verhageln. Dass da irgendwas weit über das Ziel hinausgeschossen ist, wirst Du doch wohl ähnlich sehen?


    Was die Bedürfnisse angeht, da ist Aufgabe der Politik, einzuordnen, inwiefern die "Bedürfnisse" (also heute individuelle Wünsche) des Einzelnen dem Wohl aller schaden dürfen. Es spricht absolut nichts gegen Tempolimit, höhere Besteuerung für größere Karren/mehr Abgase/etc.

    Das nennt sich Lenkungswirkung und nordet die "Bedürfnisse" idR zuverlässig ein.


    Und da haben wir von Verstaatlichung noch nicht einmal angefangen zu sprechen...

  • Wettbewerb um was?

    Na um Innovation z. B.

    Irgendwann war es tatsächlich mal so, dass Ingenieure etwas entwickelten, weil das das Leben leichter machen sollte. Die Gewinnaussichten waren dafür die Kirsche auf der Torte.

    Ja dem kann ich folgen. Man will ja seine Arbeitszeit möglichst sinnvoll verbringen.

    Die Frage, die sich dem anschließt ist die: Wer bewertet schlußendlich ob eine Innovation es Wert ist in Breite angewendet zu werden? Wer entscheidet auf welcher Grundlage darüber ob in die Anwendung dieser Innovation auch investiert wird?

    Machen das dann Behörden oder Politiker? Und wie will man verhindern, dass nicht systematisch die „falschen“ Entscheidungen getroffen werden? Das ist ja irgendwo der entscheidende Punkt an der ganzen Sache....


    Ansonsten keine Widerrede.

  • Ja dem kann ich folgen. Man will ja seine Arbeitszeit möglichst sinnvoll verbringen.

    Die Frage, die sich dem anschließt ist die: Wer bewertet schlußendlich ob eine Innovation es Wert ist in Breite angewendet zu werden? Wer entscheidet auf welcher Grundlage darüber ob in die Anwendung dieser Innovation auch investiert wird?

    Machen das dann Behörden oder Politiker? Und wie will man verhindern, dass nicht systematisch die „falschen“ Entscheidungen getroffen werden? Das ist ja irgendwo der entscheidende Punkt an der ganzen Sache....


    Ansonsten keine Widerrede.

    Wie verhindert man denn aktuell, dass falsche Entscheidungen getroffen werden?

    Letztendlich entscheidet der Kunde, ob er mit dem Produkt etwas anfangen kann oder nicht und dafür ist es in vielen Bereichen nicht verkehrt, Auswahl zu haben. Die Frage ist halt, ob man das Vorankommen guter Ideen z. B. mittels Patent Konkurrenten vorenthalten will (die Gewinnaussichten mal wieder...) oder ob es um die Idee/das Produkt/den Nutzen für den Endverbraucher geht.

  • Wie verhindert man denn aktuell, dass falsche Entscheidungen getroffen werden?

    Letztendlich entscheidet der Kunde, ob er mit dem Produkt etwas anfangen kann oder nicht und dafür ist es in vielen Bereichen nicht verkehrt, Auswahl zu haben. Die Frage ist halt, ob man das Vorankommen guter Ideen z. B. mittels Patent Konkurrenten vorenthalten will (die Gewinnaussichten mal wieder...) oder ob es um die Idee/das Produkt/den Nutzen für den Endverbraucher geht.

    Zumindest in meinem Bereich (Energie egal für wen oder was) habe ich noch nie von einem Projekt gehört, dass auf Grund fehlender Patente ausfiel.

    Zukünftig wird auf Grund des CO2-Preises deutlich CO2-freier produziert.

    Ich würde es mir nicht zutrauen innerhalb einer Kommission ein Konzept zu erarbeiten, das festlegt was wie in welchen Umfang produziert wird. Wenn das manche hier glauben zu können, chapeau!


    Ich glaube trotzdem nicht, dass das in Summe irgendwie klimafreundlicher und allgemein akzeptierter laufen würde als das was wir jetzt haben. Ich glaube, dass das sogar sehr bald viel schlechter laufen würde.

    Aber ich kann mich irren...

  • Was wir mMn eigentlich vorallem brauchen ist keine weitere kapitalistische "industrielle Revolution" (welche zwangsweise auf noch mehr Wachstum - und damit Zerstörung - durch Ausbeutung von Menschen und Tieren und Natur/Umwelt hinauslaufen wird, daher ist das Wort Revolution in dem Kontext auch unangebracht) sondern eine gesellschaftliche Revolution...wo Menschen nicht mit dieser neoliberalen Propaganda vom "Markt" und "Wettbewerb" manipuliert werden (bzw in die Lage versetzt werden das zu erkennen) die du leider immer wieder in deinen Beiträgen verwendest/verbreitest.


    Übrigens, in dem Thread aus dem alten Forum der von Utan hier verlinkt wurde hatte dir jemand dieses Video zum Thema Revolution gepostet...

    ...aber das hast du schon damals ignoriert und wirst das jetzt vermutlich auch wieder machen.

    Ja na klar! Ich bin ein ahnungsloses verblödetes Schlafschaf mit falschem Bewusstsein. Gut, dass Du mir das mit der Stimme von Rudi Dutschke nochmal mitgeteilt hast.

  • Ja, schade, dass Du es gelesen hattest. Ich kann zu diesem Vorwurf natürlich noch etwas schreiben;

    Syd wurde hier auf ewig verbannt. Diese Strafe hat etwas sehr persönliches... und ich finde, dass besonders Du ihn immer sehr persönlich abgekanzelt hast. (Ähnlich wie Du es jetzt mit Technaeis machst.)

    Ich habe Jahre(!) lang, versucht mit Syd ernsthaft zu diskutieren, Lieber @Danton. Sogar über seinen 9/11-Trutherismus oder über seine Wahnideen über das Geldsystem als Intrument der Weltherrschaft einer verschworenen "Elite" habe ich mit ihm immer wieder diskutiert. Das kann man im alten Forum Seitenweise nachlesen.


    Persönlich wurde das erst, als er damit anfing, hier alle - mich eingeschlossen - die nicht seiner "kritischen" Linie bezüglich der Pandemie folgen wollten, wahlweise als naive Opfer einer Verschwörung aus PolitikerInnen, Medienschaffenden und WissenschaftlerInnen zu verhöhnen, oder gar zu unterstellen, man betriebe absichtlich das propagandistische Werk des "Regimes", wenn man sich nicht seiner Sichtweise, bzw. der seiner Vordenker aus dem "alternativen", konspiratistischen Medienspektrum anschlösse.

    Dabei hat er sich erst selbst zum Virologie-, Epidemie- und Statistikexperten gekürt, und dann behauptet, seine "kritischen" Einwände und "Fragen" beruhten auf exakter Wissenschaft, während alle die das Gegenteil behaupteten entweder unfähige Quacksalber seien, oder irgendwelche finsteren Hintergedanken hegten.

    Und das hat er nicht einmal, auch nicht zweimal, oder dreimal, sondern mittlerweile schon so oft und gegen den expliziten Wunsch der Forumsbetreiber getan (die er natürlich ebenfalls - je nach Laune - als unfähige journalistische Stümper oder als Schergen des Regimes bezeichnet), dass er wahrscheinlich selbst nicht mehr weiß, wie viele Avatare und anonyme Emailadressen er dabei schon verschlissen hat, um sich mit anderen Identitäten zu tarnen, damit man ihn nicht sofort wieder rauswirft, und um Leute hier mit einer vogetäuschten Haltung in Diskussionen zu verstricken.


    Wenn Du meinst, dass man solch einem offenkundig verlogenen Heuchler und krankhaften Selbstdarsteller mit höflicher Wertschätzung begegnen sollte, dann bist Du entweder Jesus, oder es interessiert Dich eigentlich gar nicht, was hier so diskutiert wird, so lange Dir selbst dabei keiner an den persönlichen Karren fährt, indem er Dich zum Beispiel als Schlafschaf und Propgandaopfer bezeichnet.


    Und auch mit dem anderen Kindskopf, den Du noch erwähnt hast, um zu beklagen, was ich für ein fürchterlicher pöbelnder Wüterich sei, habe ich früher noch versucht, ernsthafte Diskussionen zu führen. Ich war allerdings bei weitem nicht der eizige, der leider immer wieder feststellen musste, dass sich hinter der Fassade aus Zitaten und Vidoeschnipseln gewichtiger Autoren und angerissener Theorieansätze leider nur ein mit Spurenelemneten anderer Theoriegebäude angereichertes Bündel heiße Luft versteckt, das sich - sobald man nach einer substanziellen und nachvollziehbaren Argumentation verlangt - zum Geist eines bockigen kleinen Kindes verdichtet, welches ganz fürchterlich beleidigt ist, wenn man nicht so mit ihm spielt, wie es sich das gewünscht hat, zwischendurch auch mal cholerisch das ganze Kinderzimmer kurz und klein schlägt und davon läuft, und dann dazu übergeht, Leuten die sich über Sachen unterhalten die es nicht versteht, von hinten gegen das Bein zu treten, und sich dann über ungerechte Behandlung zu beschweren, wenn zurück getreten wird.


    Das "Wühlen" in früheren Beiträgen, Lieber @Danton,...

    Das Wühlen in alten Texten, die Zusammensetzung verschiedener Beiträge um eine persönliche Beschreibung zu einem „Profil“ abzugeben, ist sicherlich eine Deiner gefürchteteren Methoden...

    ...ist daher genau deshalb eine "Methode", um sich gegen derlei Angriffe zu verteidigen, weil eine der traurigsten Eigenschaften solcher Angreifer, Heuchler und von-hinten-ans-Bein-Treter leider häufig eine offenbar gestörte Selbstwahrnehmung ist, die dazu führt, dass deren eigene Beiträge in der Vergangenheit von ihnen selbst völlig anders wahrgenommen werden, als sie eigentlich geschrieben wurden, und damit überhaupt erst dazu geführt haben, dass einem alten roten Affen irgendwann der Geduldsfaden reißt, und er dann ausfällig wird, weil man ihm zum zehnten Mal mit einer seiner Ansicht nach nicht überzegenden Argumentation kommt, von der er sich schon die letzten neun Male nicht hat überzeugen lassen, und das jedes mal in mühseliger Ausführlichkeit zu begründen versucht hat, und man sich dann darüber beschwert, er liesse keine gegenteilige Meinung zu und verhalte sich dabei nicht wertschätzend genug.


    Nur als kleines Beispiel dafür, wie ich das meine:


    eine Aussage wie diese hier (ganz aktuell, nicht aus einem alten Text heraus "gewühlt")...

    Der Anreiz nicht am Bedürfnis vorbei zu produzieren wird durch nichts anderes als Gewinnaussichten getriggert.

    ...in Verbindung mit jener hier aus dem selben Beitrag:

    Also müssen wir in Utan s gewünschten Welt damit rechnen, dass er uns erklärt welches Bedürfnis wichtig zu sein hat und welches nicht.

    ... ist nichts anderes als eine recht simple Variante eines uralten Argumentes anti-linker und neoliberaler Ideologen, welches besagt - und wie selbstverständlich als Faktum behauptet, als wäre es ein unumstößliches Naturgesetz -, dass nur ein gewinnorientierter (sprich: ökonomischer, marktwirtschaftlicher, kapitalistischer) - Wettbewerb wirklich dazu in der Lage sei, den Bedürfnissen der Menschen eine adäquate Versorgung mit Gebrauchsmitteln zu deren Befriedigung gegenüber zu stellen.


    Dabei darf auf keinen Fall der Verweis darauf fehlen, dass die Alternative zum gewinnorientieren ökonomischen Wettbewerb unter privatwirtschaftlichen Wettbewerbern nur eine von oben mit Gewalt zu oktroyierende Planwirtschaft sein könne - also ein vom zentralistischen Staat, bzw. von den bürokratischen Kontrolleuren eines seelenlosen, brutal gleichgeschalteten "Kollektivs", oder von einem selbstherrlichen Diktator, der sich selbst zum obersten Kollektivisten und Bestimmer von Bedürfnissen ernannt habe - den Individuen ohne demokratische Mitbestimmung aufgezwungenes politisch-ökonomisches System sein könne.


    Das traditionell Ziel dieser schon seit Generationen immer wieder von neuem von allerlei VertreterInnenn der Systemprofiteure und anti-linken IdeologInnen in die öffentliche Diskussion eingebrachte "Argumentation"skette ist offensichtlich kein geringeres, als radikale Kritik am kapitalistischen System mindestens als realitätferne Spinnerei, wenn nicht gar als Aufruf zur Widerkehr des autoritären Staatskapitalimsus-"Sozialimsmus" der Sowjetunion und der DDR (oder für ganz harte Jungs auch des National-"Sozialismus") darzustellen, und sie so in der öffentlichen Meinung als absolut indiskutablen "Extremismus" abzutun, zu deren Bekämpfung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung jedes Mittel - notfalls auch mit geheimdienstlicher Totalübewachung und Polizeigewalt gegen die linken "ExtremistInnen" - recht sein müsse.


    1/3

  • 2/3


    Auch Rudi Dutschke wusste schon vor fast sechzig Jahren, wie das funktioniert und hat es daher in dem Video-Ausschnitt von LDR tunlichst vermieden, in diese plumpe rhetorische Falle der Frage nach einem fertigen Alternativen System hinein zu tappen - was ihm dann natürlich ebenfalls wiederum so ausgelegt wurde, dass der linke Chaot ja nur alles kaputt schlagen wolle, aber keinen konstruktiven Plan dazu parat habe, wie eine ganze Gesellschaft denn nach seinen Vorstellungen besser zu organisieren sei.

    Diese also mindestens schon seit den 68er-Protesten gegen linke System- und Ideologiekritik ins Feld geführte Strategie der VerteidigerInnen des "effizienten" Innovations-, Fortschritts- und Wohlstandsmotors ergibt - genau wie Deine innovative Hinzufügung des Kapitalismus als Werkzeug zur Rettung der Menschheit vor dem Klimawandel - allerdings überhaupt nur dann Sinn, wenn man dabei gleich mehrere absolut essenzielle Aspekte der kapitalistischen Marktwirtschaft komplett ausblendet, und zwar z.B.:


    1. ...dass - wie ich gerne auch noch zum zwanzigsten mal immer wieder schreiben werde - sich in einer kapitalistischen Marktwirtschaft die Entscheidung darüber, was in welcher Menge produziert und in Warenform auf dem Markt zu geldwertem Gewinn verwertet werden soll - also das Angebot an potenziellen Bedürfnisbefriedigungsmitteln für die KäuferInnen der Waren - nicht nach den tatsächlichen Bedürfnissen der KundInnen richtet, sondern nach der Höhe der geldwerten Gewinne, die voraussichtlich mit dem Verkauf der zu produzierenden Waren erzielt werden können, und in Kapitalrendite für die Eigentümmerinnen der Produktinsmittel verwandelt werden sollen. Dies hat zur Folge, dass...
      1. ...die produzierten Waren - insbesondere solche, die nicht zur essenziellen Versorgung mit dem Nötigsten dienen - am Markt nicht zwangsläufig von jenen KundInnen erworben werden, die das größte Bedürfniss danach haben, sondern von jenen, die dafür die relativ größte Kaufkraft aufbringen, und somit den Umsatz und Profit der Warenhändler am höchsten steigern können.
      2. ...Waren, auf die niemand verzichten kann, wie z.B. Lebensmittel, oder Kleidung, und die deshalb nicht zu teuer sein dürfen, damit sie massenhaft Abnahme finden, dadurch künstlich in ihrer Herstellung verbilligt werden, dass man sie mit billigen, aber nutzlosen Zusätzen anreichert, sie von Billiglöhnern aus dem Ausland, oder gleich im billigeren Ausland produzieren lässt, dass man sie zwar sehr günstig anbietet, aber auch so billig herstellt, dass sie schnell kaputt gehen und durch neue Käufe ersetzt werden müssen, oder dass man Kosten z.B,. für durch Monokulturen ausgelaugte Böden oder für zum Viehfutteranbau gerodete Urwälder "externalisiert" indem man sie den Staaten in denen sie anfallen überhilft, oder anderweitig (Korruption, Gewalt) verhindert, dass irgendwer etwas dagegen unternehmen kann.
      3. ...die KundInnen nur kaufen können, was überhaupt angeboten wird, dabei aber keinerlei echten Einfluss darauf haben, was die betriebswirtschaftliche Planung der anbietenden Unternehmen als bestes Input/Output-Verhältnis im Hinblick auf die maximale Profiterzielung berechnet.
    2. ...dass der Kapitalismus selbst ein sozio-ökonomisches System ist, in welchem hunderte Millionen(!) von Individuen auf der ganzen Welt - unter Androhung des materiellen und sozialen Existenzverlustes bei Zuwiderhandlung - dazu gezwungen sind, sich - quasi-kollektivistisch! - einer unter eine gemeinsame corporate identity gleichgeschalteten Unternehmenshierarchien unterzuordnen, an deren Spitze EntscheiderInnen stehen, deren einziges - und in den meisten kapitalistischen Ländern sogar bürgerlich-gesetzlich vorgeschriebenes! - Motiv es ist, für die EigentümerInnen den größtmöglichen Gewinn auf ihr investiertes Kapital zu erwirtschaften, und nicht für die KundInnen, oder gar für die im Unternehmen abhängig Beschäftigten - die ja mit ihren Arbeitslöhnen gleichzeizig als KundInnen agieren müssen - die bestmögliche Bedürfnisbefriedigung zu erzielen.
    3. ...dass sich im Kapitalismus nach erfolgreicher Verdrängung "schwächerer" - sprich: weniger profitabler - Marktteilnehmer aus dem Wettbewerb unweigerlich Konzerne, Oligo- und schliesslich Monopole bilden, die ihre Marktdominanz mit aller Macht - auch und besonders mit politischer - dazu nutzen, sich gegen einen tatsächlich "freien" Wettbwerb abzuschirmen, sich vom leidigen Unternehmerischen Risiko durch die unkontrollierbare Dynamik von Angebot und Nachfrage in einer industriellen Massenkonsumgesellschaft frei zu halten, und die somit genau den "freien" Wettbewerb um die "besten" Ideen zur Bedürfnisbefriedigung der breiten Masse zunichte machen, welchen die neoliberalen Ideologen, bzw. ihre Lobbyorganisationen, Wirtschafts"forschungs"institute und "Inititativen" - sowie PolitikerInnen und andere Leute, die sich von denen das Hirn vernebeln lassen - in der Öffentlichkeit als Motor des ewigen Fortschrittes, Wachstums und Wohlstandes für Alle™ anpreisen. Und...
    4. ...das Konzerne - insbesonere solche, deren Produktions- und Vertriebsabteilungen auf dem ganzen Erdball verteilt sind - nichts anderes sind, als private Planwirtschaften, die ihre internen Planvorgaben nach Quartalszielen zur Profitmaximierung ausrichten, von mitunter überaus selbstherrlichen Diktatoren und deren kapitalgebenden Hinterleuten gelenkt werden, und in denen demokratische Mitbestimmung von zig- bis hunderttausenden von abhängig Beschäftigten genau so - und zum Teil noch härter - gesetzlich eingschränkt, verhindert, oder sogar aktiv bekämpft wird, wie in den totalitären Staatsapparaten des "real existierenden" Sozialismus.

    Nahezu alles davon habe nicht nur ich, sondern haben Dir auch viele andere Foristen schon damals im alten Forum in aller Ausführlichkeit - und zum Teil auch mit scharfer Polemik bis hin zur einen oder anderen persönlichen Anfeindung - ausgebreitet.

    Und trotzdem fängst Du immer wieder von vorne mit genau denselben neoliberalen und anti-linken Ideologieversatzstücken die selbe Diskussion an, und beschwerst Dich dann bei mir darüber, dass ich das nicht mehr ernst nehmen kann.


    2/3

  • 3/3


    Das beste ist allerdings Deine Behauptung, dass Du ja schliesslich auch Marx und Brecht gelesen habest und die Kapitalismuskritik durchaus nachvollziehen könnest - auch das hast Du damals immer wieder betont -, dass Du dann aber im selben Atemzug davon sprichst, dass man den Kapitalismus dennoch leider erst mal weiter sein gutes Werk der "Innovation"sfindung, "Effizienz" - und Produkivitätssteigerung durch...

    Gewinnaussichten


    ...im Wettbewerb um die höchsten Gewinne tun lassen müsse, weil ohne diese schöpferische Kraft der unsichtbaren Hand leider der Klimawandel nicht "effizient" genug bekämpft werden könne. Der Kapitalismus ist also zwar theoretisch nicht generell alternativlos, aber in der konkreten, gegenwärtigen Realität™ ja eigentlich doch, weil ein Verzicht auf diese großartige Fortschrittsmaschine leider den Klimatod der menschlichen Zivilisation zur Folge hätte.


    Und das, lieber @Danton, ist leider nichts anderes als die tautologische Immunisierung einer Ideologie, welche versucht, sich gegen eine Kritik die sich ihrer inneren Logik entzieht zu verteidigen, indem sie die Argumente der KritikerInnen nach ihren eigenen ideologischen Maßstäben bemisst und daher natürlich "logischerweise" zu dem Schluss kommt, dass sie einer Vorstellung von Realität™ zuwider laufen, deren Erfindung und Aufrechterhaltung der eigentliche Sinn und Zweck der Ideologie ist.


    Dabei hat hier niemand - auch ich nicht - jemals behauptet, dass man den Kapitalismus erst mal komplett abschaffen müsse, bevor man sich daran machen könne, ernsthaft etwas gegen den Klimawandel zu tun.

    Der Sinn und zweck ernsthafter und realistischer kapitalismuskritik kann niemals die sofortige Herbeiführung der Abschaffung des Kapitalismus sein, welche ihr die Gegenseite immer so gerne als realitätsfernes Ziel unterschiebt.

    Aber auch wenn nicht zu bestreiten ist, dass wir dieses System nicht so schnell los werden können, muss jetzt sofort damit angefangen werden, über ernsthafte Strategien nachzudenken, wie eine Transformation zuwege gebracht werden kann. Die letzten, die daran ein Interesse haben, sind Leute wie der Großkapitalist Musk und andere Profiteure dieses Systems.

    Und das betrifft nicht nur ein paar linke TheroetikerInnen oder PolitikerInnen, sondern die ganze Gesellschatft - wie schon Herr Dutschke richtig bemerkte - weil der Kapitalismus ein Ausdruck materieller gesellschaftlicher Verhältnisse ist, und nicht die Ideologie, die versucht, ihn für alternativlos zu erklären.


    Was ich allerdings schon seit Jahren felsenfest behaupte - und es leider traurigerweise bestätigt sehe, wenn selbst offenbar recht gebildete Leute, die sich nicht nur mit der Technologie erneuerbarer Energien auskennen, sondern sogar beruflich damit zu tun haben, nicht von der ideologie lösen können, die den Kapitalismus zu einer "effizienten" Fortschrittsmaschine erklärt - ist, dass man sich von dieser Ideologie lösen muss, bevor man ernsthaft daran arbeiten kann, den Kapitalismus in eine nachhaltigere, demokratischere und tatsächlich bedürfnisgerechte Wirtschafts- und Gesellschaftsform zu transformieren, weil diese Ideologie genau den Sinn und Zweck hat, eine solche Transformation zu verhindern, und weil der Klimaschutz ohne einen von der Masse der Bevölkerungen getragenen Bewusstseinswandel niemals schnell und umfasend genug gegen die Interessen all jener durchgesetzt werden kann, die davon profitieren, dass die herrschenden Verhältnisse als alternativlos akzeptiert werden, und die mit ihrer Verfügungsgewalt über Arbeitsplätze, Produktionsmittel und Bilionen an privatem Investionspontenzial ganze Staatenbündnisse wie die EU erpressen, und ihnen ihren Willen aufzwingen können, so lange nur weiter genug Leute daran glauben, dass jede linke Alternative zum Kapitalismus nur in einer totalitären, ineffizienten, mangelwirtschaftlichen Gleichmacherei enden könne, die ihnen das bisschen gefühlte Freiheit und Autonomie auch noch wegnehmen werde, das sie sich in der Zeit zwischen ihren immer längeren Arbeitstagen mit ihrem Arbeitseinkommen erkaufen können.


    Und jetzt darfst Du mir gerne vorwerfen, dass ich hier selbst versuchen würde, eine Ideologische Haltung gegen Kritik zu immunisieren, indem ich völlig irre so eine Textwand dagegen stelle.

    Aber so lange Du das nicht anders begründen willst, als durch das Nachbeten neoliberaler und anti-linker Propagandversatzsstücke, oder indem Du meinen Widerspruch dadurch zu delegitimieren suchst, dass ich ihn nicht in einem Dir angemessen und angenehm erscheinenden Ton vortrage, dann brauchst Du Dich nicht zu wundern, wenn ich das nicht so recht wertschätzen kann.

  • Utan


    Es ist mir völlig unmöglich jetzt auf alles einzugehen. Ich kann mir nicht mal eben 3 Std. Zeit nehmen.

    Ich versuche es mal kurz zu machen, auch auf die Gefahr hin von Dir wieder vorgeworfen zu bekommen „null“ (drunter machst Du’s nicht), auf Deine Argumente eingegangen zu sein.


    1.

    ...während alle die das Gegenteil behaupteten entweder unfähige Quacksalber seien, oder irgendwelche finsteren Hintergedanken hegten.

    ... ganz dünnes Eis 😉.


    2.

    ... ist nichts anderes als eine recht simple Variante eines uralten Argumentes anti-linker und neoliberaler Ideologen, welches besagt - und wie selbstverständlich als Faktum behauptet, als wäre es ein unumstößliches Naturgesetz -, dass nur ein gewinnorientierter (sprich: ökonomischer, marktwirtschaftlicher, kapitalistischer) - Wettbewerb wirklich dazu in der Lage sei, den Bedürfnissen der Menschen eine adäquate Versorgung mit Gebrauchsmitteln zu deren Befriedigung gegenüber zu stellen.


    Dabei darf auf keinen Fall der Verweis darauf fehlen, dass die Alternative zum gewinnorientieren ökonomischen Wettbewerb unter privatwirtschaftlichen Wettbewerbern nur eine von oben mit Gewalt zu oktroyierende Planwirtschaft sein könne - also ein vom zentralistischen Staat, bzw. von den bürokratischen Kontrolleuren eines seelenlosen, brutal gleichgeschalteten "Kollektivs", oder von einem selbstherrlichen Diktator, der sich selbst zum obersten Kollektivisten und Bestimmer von Bedürfnissen ernannt habe - den Individuen ohne demokratische Mitbestimmung aufgezwungenes politisch-ökonomisches System sein könne.

    Na dann werde doch mal konkret! Wenn es kein Privateigentum an Produktionsmitteln mehr geben sollte, was bleibt dann übrig? Ja wohl vergesellschaftete Produktionsmittel und volkseigene Betriebe in denen Investitionsentscheidungen ausschließlich über demokratische (oder sonstwie staatliche) Entscheidungsprozesse zustande kommen können. DAS MUSS NICHT IMMER schlecht/ineffektiv/am Bedürfnis vorbei oder irrational sein. Ich wäre sogar dafür das mit einigen Sektoren so zu machen, weil der evtl. technische Fortschritt in keinem Verhältnis zu den verursachten Schäden an Mensch und Natur stehen. Du wirst mir aber sicherlich zustimmen, dass diese Entscheidungsprozese:


    1. ziemlich langsam

    2. allesamt politisch angreifbar

    3. extrem kompromissbehaftet


    sind.


    4., 5. 6. und siebtens fallen mir gerade zeitbedingt nicht ein, aber ich bitte mal darüber nachzudenken wie flexibel, entwicklungsfähig und stabil eine Wirtschaft sein wird wenn über jede Erweiterung einer Fertigungsstrecke oder Schließung eines Werkes erstmal ein demokratisches (oder sonstwie staatliches) Verfahren laufen muss.

    Erzähle mir bitte nicht, dass innerhalb solcher Prozesse ökologischen Perspektiven besonders viel Rechnung getragen werden wird.

    Aber man kann natürlich auch mal mit einzelnen Sektoren anfangen, bei denen man zurecht auf enorme Verwerfungen hinweisen kann:

    Zum Beispiel überall dort wo Lebensmittel produziert werden z.B..

    Schlechte Löhne, Massentierhaltung, vergiftete Ökosysteme. Er herrscht ein breiter gesellschaftlicher Konsens darüber, das „Entwicklungen“ vor allem in dem Sinne stattzufinden haben, dass sich diese Missstände endlich beseitigt werden. Man wäre mehrheitlich bereit mehr zu zahlen und kann evtl. sogar erfolgreich argumentieren, dass kapitalistische Wirtschaftsweisen in diesem Sektor zu keinen nennenswerten Produktweiterentwicklungen mehr führen werden und deshalb in eine vergesellschaftete Produktionsweise überführt werden sollten, die sich einer Tier-, Menschen- und Umweltwohl orientierten Produktionsweise verpflichtet fühlt.

    Mit High-Tech-Unternehmen würde ich das, aus erwähnten Gründen, nicht machen...


    Mir fehlt hier wirklich die Zeit um auf alles einzugehen...Verzeihung

  • Ja na klar! Ich bin ein ahnungsloses verblödetes Schlafschaf mit falschem Bewusstsein. Gut, dass Du mir das mit der Stimme von Rudi Dutschke nochmal mitgeteilt hast.

    Darum geht es doch garnicht, aber genau das meinte ich als ich schrieb das du den Inhalt schon im alten Forum ignoriert hast.


    Der Punkt ist doch, du behauptest das der Kapitalismus mit diesem angeblichen ach so tollen "Markt" (welchen es halt teilweise auch garnicht gibt weil es in einigen Bereichen eher Monopole und Oligopole sind) und dem folgenden "Wettbewerb" das beste System wäre...und das nur dieses System sowas wie Innovation und die besten Lösungen liefert sowie die Menschen zur Forschung in der Wissenschaft antreibt etc.

    Aber ich bin mir ziemlich sicher das Menschen wie z.B. Albert Einstein dir da widersprechen würden, jemand der etwas intelligenter ist lässt sich doch nicht primitiv durch Geld motivieren, deine Behauptung das nur "Gewinnaussichten" Menschen dazu bringt etwas sinnvolles zu tun ist einfach grundlegend falsch und zeugt von einem Menschenbild welches ich nicht teile bzw deutlich ablehne.

    Ich bin mir nämlich ziemlich sicher das Neugier und Wissbegierigkeit in den meisten Fällen eher durch intrinsische Motivation erzeugt wird und nicht durch Geld bzw Gewinnaussicht...extrinsische Motivation wie Geld (oder die Vorstufe in der Schule welche darauf vorbereiten soll - Noten) sorgt übrigens sogar eher für das Gegenteil, es zerstört intrinsische Motivation, Menschen die sich für Geld mit etwas beschäftigen tun das halt meistens vorallem wegen dem Geld und nicht wegen dem eigenen Interesse am eigentlichen Problem.


    Und nochmal kurz zum Thema Wettbewerb, den kann es halt nicht nur im Kapitalismus geben sondern auch im Sozialismus, kein System kann das für sich allein beanspruchen.

    Folgendes beschreibt den Unterschied vom Prinzip des Kapitalismus zum Prinzip vom Sozialismus in der Theorie ganz gut, "Niederlage und Tod der einen, Sieg und Herrschaft der anderen" vs. "Kameradschaftliche Hilfe der Fortgeschrittenen für die Zurückgebliebenen"...

    Der sozialistische Wettbewerb war ein Mittel sozialistischer Staaten, um Arbeitsmotivation und -bewusstsein, und damit die Produktion, qualitativ und quantitativ zu erhöhen bzw. zu verbessern. Er soll eine humanere Alternative zur klassischen Konkurrenz in kapitalistischen Systemen darstellen, welche das Prinzip kapitalistischen Wettbewerbs, „Niederlage und Tod der einen, Sieg und Herrschaft der anderen“, durch das Prinzip des sozialistischen Wettbewerbs, „Kameradschaftliche Hilfe der Fortgeschrittenen für die Zurückgebliebenen“, ersetze

    Wobei das was wir bisher gesehen haben ja auch immer eine sozialistische Diktatur und kein demokratischer Sozialismus gewesen ist, sowas sollte man noch berücksichtigen wenn man Vergleiche der Systeme macht.


    Aber dafür das es sozialistische Diktaturen waren haben sich diese - wenn man Menschenrechte etc mal außer vor lässt und sich nur auf die Technik beschränkt - rein technisch im Vergleich zum Kapitalismus garnicht so schlecht geschlagen, als Beispiel hatte ich dir auch schon im alten Forum sowas ähnliches geschrieben und dort z.B. den Sputnikschock genannt, dort war deutlich sichtbar welches System die besseren technologischen Lösungen liefern konnte.

    Und ich glaube das ein demokratischer Sozialismus in dem sich Menschen möglichst ohne Zwang frei entwickeln können nochmal eine deutliche Verbesserung zu einer sozialistischen Diktatur darstellen würde.

  • Was könnte das Gegenteil des Investor sein... verrückt: angenommen den Arbeitern gehört ihr Betrieb.

    Und sie wählen einen Vorgesetzten soll ja möglich sein.


    LDR apropos Noten/Belohnungen zerstören intrinsische Motivation

    Weißt du wo das Experiment war (in etwa)

    Kleinstkinder sehen, wie jemandem etwas herunterfällt- sie heben es sofort auf.

    Und wieder und wieder..


    2.Situation Kleinstkinder sehen es fällt- sie heben es auf- werden belohnt.

    Sie machen es dann nicht mehr so oft wie vorher.


    Ich kriege nicht genau hin-

    wo das Experiment war und wo ich das gelesen habe Julis? Hüter? Weißt du das zufällig?

  • LDR apropos Noten/Belohnungen zerstören intrinsische Motivation

    Weißt du wo das Experiment war (in etwa)

    Kleinstkinder sehen, wie jemandem etwas herunterfällt- sie heben es sofort auf.

    Und wieder und wieder..

    Bin mir grad nicht sicher, meinst du vllt das hier?

    Geld macht faul

    ...

    Die Versuchsleiterin räumt ihren Schreibtisch auf und lässt wie zufällig einen Bleistift fallen. Wie reagieren 20 Monate alte Babys darauf? Heben sie den Stift auf oder lassen sie ihn liegen?

    Mit diesem Experiment wollte im vergangenen Jahr ein Forschungsteam um den Harvard-Psychologen Felix Warneken überprüfen, wie sich die Hilfsbereitschaft von Kindern beeinflussen lässt. Sie bildeten zwei Gruppen. Die erste bekam fürs Aufheben des Bleistiftes stets einen kleinen Spielklotz geschenkt, die zweite ging jedes Mal leer aus.

    Das Ergebnis verwunderte. Die Belohnung senkte die Hilfsbereitschaft der Kinder. Sie zerstörte ihren - so glaubt Warneken - natürlichen Altruismus. "Kinder sind per se motiviert zu helfen", kommentiert der Forscher. "Wer sie für ihre Hilfeleistungen belohnt, der schwächt dadurch ihren inneren Drang, helfen zu wollen." ...

  • Was sind das bei der FDP für mickrige Typen geworden? Ich sehe gerade Byron Looper (von den Demokraten zu den Reps gewechselt), dessen Nr.1 Thema quasi niedrigste Steuern war - in den USA irgendwie normal in allen Parteien, aber eine Sache erinnerte mich dann doch an die FDP, er hat seinen Namen offiziell geändert damit Byron Low Tax Looper auf dem Wahlzettel steht ...


    Menschen haben lauter gute Ideen, "da kann man mal sehen, so viele feine Ideen" singt Stoppok.


    Irgendwie ist er im Knast gestorben, er hat seinen Gegenkandidaten umgebracht, sehr ehrgeiziger Mann anscheinend : )

  • Bin mir grad nicht sicher, meinst du vllt das hier?

    Yep.

    Du bist gut!Danke!


    Ich hatte das wo gelesen, wo auch noch dieser Augen-tracking Versuch dabei war,

    Wo so ein rotes Männchen sich abmüht etwas den Berg rauf zu bringen.

    Ein blaues Männchen macht die Arbeit kaputt.

    Kinder mit (keine Ahnung vielleicht )3 Monaten haben alle ihre Empathie mit dem Arbeiter Männchen.

    Nur wenige Wochen später sind manche bei dem zerstörerischen Männchen.


    Dh der natürliche Nette in uns, kann schon mega früh, durch machtvolle "Destroyer" im pers. Umfeld umprogrammiert werden..



    Ich finde das echt spannend diese Untersuchungen mit kleinen Kindern.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!