News-Aufreger und Absurditäten des Tages

  • Ich hab ne Gegenthese: Sie wird nicht nur nicht verharmlost, sie wird überbetont. Sie lebt von Aufmerksamkeit. Ich könnte mir im anonymen twittergeschäft sogar Fakestimmungsmacher seitens Springer vorstellen, immerhin basiert aktuell 90% ihres Geschäftsmodells darauf.


    Weder meine These, noch die der NZZ kann belegt werden.


  • via: https://logbuch-netzpolitik.de/lnp437-karotte-am-stick

  • Der 31. 08.2023


    Christian Ströbele. Der letzte Grüne mit Hirn zwischen den Ohren und einem Hintern in der Hose.


    Michael Gorbatschow. Potentieller Architekt einer europäischen Nach-Wende-Friedenspolitik. Leider ohne Nato und mit sowas Verrücktem wie demokratischem Sozialismus.


    9-Euro Ticket. Das niemals ernstgemeinte Ablenkungs-Häppchen einer Regierung, die sonst alles was Sie nur falsch machen kann, auf Ansage durchzieht. Für einen Moment aber durften wir träumen. Hach.


    Pip pip piiiiiip tütüüt.

  • Ich hab ne Gegenthese: Sie wird nicht nur nicht verharmlost, sie wird überbetont. Sie lebt von Aufmerksamkeit. Ich könnte mir im anonymen twittergeschäft sogar Fakestimmungsmacher seitens Springer vorstellen, immerhin basiert aktuell 90% ihres Geschäftsmodells darauf.


    Weder meine These, noch die der NZZ kann belegt werden.

    Zitat von nzz

    Wenn eine hasenfüssige Universitätsleitung, wie an der Humboldt-Universität in Berlin geschehen, vor dem studentischen Mob einknickt und einen Vortrag absagt, ertönt unfehlbar der beruhigende Hinweis: So schlimm wie in den USA oder allenfalls noch Grossbritannien ist es hierzulande mit der Cancel-Culture nicht.

    Das stimmt. So schlimm wie in den USA, wo inzwischen viele Professoren aus Angst vor forschen Antirassisten und Gender-Polizisten schweigen, ist es in Deutschland nicht. Auch wurde noch keine Professorin aus der Universität gedrängt, weil sie auf zwei biologischen Geschlechtern beharrte, wie Kathleen Stock in England.

    Dennoch gibt es Gründe, das vorübergehende Auftrittsverbot für Marie-Luise Vollbrecht an der Humboldt-Universität und andere ähnliche Vorkommnisse nicht als Einzelfälle zu behandeln. Das vielleicht beste Argument ist die deutsche Geschichte. In den dreissiger Jahren war Deutschland ein Vorreiter der Cancel-Culture – und zwar vor der Machtergreifung Hitlers.

    Zitat

    «Gumbel-Krawalle»

    Zitat

    Gumbel war kein Einzelfall in Heidelberg. Ähnliches widerfuhr dem Theologen Günther Dehn, einem bekennenden Sozialisten und Pazifisten. Er konnte die ihm zugesagte Professorenstelle nicht antreten, da die Fakultät Proteste fürchtete. Golo Mann kommentierte die Affäre 1931 mit Worten, die wie eine gegenwärtige Abrechnung mit dem Verhalten der Humboldt-Universität klingen. Beschämend sei, «dass die Fakultät nicht einmal vor aktuellem Terror, sondern vor der Möglichkeit zukünftigen Terrors gekniffen hat».

    Zitat

    In Berlin kapitulierte man jetzt wie ein Jahrhundert zuvor in Heidelberg vorauseilend vor potenzieller Randale. Es scheint jedes Mal dasselbe zu sein, wenn studentische Radikalität auf professorales Ruhebedürfnis trifft. Die jungen Wilden siegen über die alten Ängstlichen.

    Die Cancel-Culture der Weimarer Republik endete am 30. Januar 1933. Aus dem Radau einer Minderheit wurde Staatsterrorismus. Nicht mehr Extremisten bekämpften die Verfassungsordnung, der Staat selbst war der erste und oberste Extremist.

    Zitat

    Wiederholt sich die Geschichte?

    Zitat

    Aber es lohnt sich, wachsam zu bleiben, was sich an Universitäten zusammenbraut, denn diese sind Frühwarnsysteme für gesellschaftliche Fehlentwicklungen.

    Zitat

    «Wehret den Anfängen» ist kein schlechtes Motto.

    Zitat

    Das Phänomen verläuft wellenförmig, nur die Inhalte wechseln. Heute sind es Identitätspolitik, militanter Antirassismus und eine Gender-Ideologie, die alles Geschlechtliche zu rein sozialen Konstrukten erklärt. In den sechziger Jahren war es ein doktrinärer Neomarxismus, der Vorlesungen störte und Institute besetzte. Mancher Asta, nun eben rot statt braun lackiert, organisierte wie drei Jahrzehnte zuvor Boykott-Aktionen.

    Zitat

    Wer sich gegen eine gesellschaftliche Fehlentwicklung stemmt, führt keine Kampagne. Eine Kampagne kann nur der erkennen, der die Fehlentwicklung nicht sieht oder sie bewusst kleinredet.

    Das Argument der Euphemisten lautet stets, «Cancel-Culture» gebe es eigentlich nicht; es handle sich um aufgebauschte Einzelfälle.

    Zitat

    Wer Extremismus zu einer Frage der Zahl erklärt, verkennt zudem den dahinterstehenden Ungeist, also das Wirkprinzip. Menschenrechte wie Rede- und Forschungsfreiheit sind unteilbar und nicht erst dann in Gefahr, wenn sie massenhaft verletzt werden. Dann ist es ohnehin meist zu spät zur Gegenwehr.

  • Ich hab ne Gegenthese: Sie wird nicht nur nicht verharmlost, sie wird überbetont. Sie lebt von Aufmerksamkeit. Ich könnte mir im anonymen twittergeschäft sogar Fakestimmungsmacher seitens Springer vorstellen, immerhin basiert aktuell 90% ihres Geschäftsmodells darauf.


    Weder meine These, noch die der NZZ kann belegt werden.

    Im aktuellen Spiegel leider ein seitenlanger Artikel, der in die Kerbe der NZZ schlägt. Also eigentlich kein Artikel, sondern eine Werbung für das neue Buch vom Spiegel Autor Rene Pfister


    Titel: Ein falsches Wort - Wie eine neue linke Ideologie aus Amerika unsere Meinungsfreiheit bedroht


  • Wir haben doch Hochbegabte hier die diese Sache mit den Zahlen verstehen ...


  • Im aktuellen Spiegel leider ein seitenlanger Artikel, der in die Kerbe der NZZ schlägt. Also eigentlich kein Artikel, sondern eine Werbung für das neue Buch vom Spiegel Autor Rene Pfister


    Titel: Ein falsches Wort - Wie eine neue linke Ideologie aus Amerika unsere Meinungsfreiheit bedroht


    Bei der Welt find ich es bezeichnend, dass wirklich jeder Artikel zu dem THema hinter der Paywall ist. Das aktuellste Exemplar:

    https://www.welt.de/politik/de…eil-er-nicht-gendert.html


    Man findet zu dieser Sache auf Anhieb auch nicht einfach was. Vermutlich stellt sich im Artikel selbst heraus, dass alles ganz anders war - aber wir werden es nie erfahren. So ist das nun mal im Freiheitskampf gegen den Faschismus.

  • Das Regenwasser - für viele Millionen bis Milliarden Menschen eine Trinkwasserquelle - ist nach aktuellem Stand anscheinend weltweit verseucht...

    Studie: Regenwasser wegen "ewiger Chemikalien" weltweit nicht trinkbar

    Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass Regenwasser fast überall auf der Erde bedenkliche Mengen an sogenannten "ewigen Chemikalien" enthält.

    Per- und polyfluorierte Chemikalien, kurz PFAS, umfassen eine große Gruppe von Stoffen, die vom Menschen hergestellt werden und in der Natur nicht vorkommen. Sie werden als "ewige Chemikalien" bezeichnet, weil sie sich in der Umwelt nicht abbauen.

    Sie haben antihaftende oder schmutzabweisende Eigenschaften und sind daher in Haushaltsgegenständen wie Lebensmittelverpackungen, Elektronik, Kosmetika und Kochgeschirr zu finden. Doch jetzt haben Forscher der Universität Stockholm sie im Regenwasser an den meisten Orten der Erde gefunden - auch in der Antarktis. Es gibt keinen sicheren Ort, um ihnen zu entkommen.

    ...

    ...weil - wie im Kapitalismus üblich - sich mit fragwürdigen Geschäftsmodellen viel Geld machen lässt und bisher leider für Umweltzerstörung nicht gehaftet werden muss...wobei das zur Abwechslung mal sogar dort im Artikel direkt gefordert wird:

    "Es kann nicht sein, dass einige wenige wirtschaftlich profitieren, während sie das Trinkwasser von Millionen anderen verschmutzen und ernsthafte Gesundheitsprobleme verursachen", sagt Dr. Jane Muncke..."Die enormen Summen, die es kosten wird, die PFAS im Trinkwasser auf ein Niveau zu senken, das nach dem derzeitigen wissenschaftlichen Kenntnisstand unbedenklich ist, müssen von der Industrie bezahlt werden, die diese giftigen Chemikalien hergestellt und verwendet. Die Zeit zum Handeln, sagt sie, ist jetzt.

  • Wurde zwar leicht erwähnt von Schilli, aber darf auch ausführlicher sein:

    Weltkriegs-Reparationen von Deutschland gefordert - Polen will 1,3 Billionen Euro von Deutschland


    Die Polen wollen mal wieder Geld von irgendwem, diesmal Reparationszahlungen von Deutschland, obwohl schon vor Jahrzehnten alles geklärt wurde und dann auch noch Fantasie-Entschädigungswerte fordern. Selbst wenn irgendeine niedrigere Summe auch nur irgendwie okay wäre, so würden die Polen, wenn dann das Geld ausgegangen ist, neue Reparationsforderungen stellen.

    Die würden ihre eigene Mutter für ein paar Euro verkaufen.

    Jeden Monat kommt von den Polen eine neue Geldmasche zum Vorschein. Und meistens sollen die Deutschen zahlen.

    Wird Zeit, dass wir in der EU bei den Polen die Samthandschuhe ausziehen. Die brauchen mal wieder ein paar Schellen, um auf den Boden der Tatsachen zu kommen.



    https://www.tagesschau.de/ausl…den-reparationen-101.html

  • ging mir grad beim lesen durch den kopf

  • Die Polen [...]

    Meinst Du wirklich dass das "die" Polen sind, die Du da kollektiv in Haftung für PiS-Chef Kaczynskis Gepolter nimmst?


    Oder ist das nicht vielleicht eher die rechtspopulistische polnische Regierung, die ihre Bevölkerung damit ein bisschen von Kohleknappheit, Inflation und Rezession ablenken will?

  • Meinst Du wirklich dass das "die" Polen sind, die Du da kollektiv in Haftung für PiS-Chef Kaczynskis Gepolter nimmst?


    Oder ist das nicht vielleicht eher die rechtspopulistische polnische Regierung, die ihre Bevölkerung damit ein bisschen von Kohleknappheit, Inflation und Rezession ablenken will?

    Natürlich hauptsächlich die Regierung. Allerdings sind solche oder ähnliche Fantasien auch außerhalb der Regierung etwas größer vorhanden als man denkt.

    Daher muss man es leider auch der Bevölkerung klarmachen, wo die Grenzen sind. Sonst wird die derzeitige Regierung später durch eine ähnliche oder vielleicht sogar eine noch schlimmere ausgewechselt.

  • Selbst wenn das so wäre. Was willst Du denn da wie "klarmachen"?


    Die Bundesregierungen blocken polnische Reparationsforderungen schon seit Jahren mit dem Hinweis kategorisch ab, dass das bereits in den 50er Jahren geklärt worden sei, als Polen darauf verzichtet hat.


    Jetzt die polnische Bevölkerung dafür zu beschuldigen, dass sie seit Jahren von Rechtspopulisten regiert wird, die denen alles erzählen, wenn sie glauben, dass es sie an der Macht hält, ist jetzt auch nicht viel differenzierter, als "die Russen" kollektiv des Mordens und Totschlagens in der Ukraine schuldig zu sprechen, weil sie sich von Putins Propaganda einen russischen Bären haben aufbinden lassen.

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