News-Aufreger und Absurditäten des Tages

  • ... hat auch was gutes, sie treten nicht mehr in Talkshows auf.

    Ich glaub dir kein Wort.


    Prechts Voraussagen zu einer "überraschend" gut funktionierenden Zusammenarbeit klingen da besonders nach. Nicht, dass es noch irgendwen überraschen könnte, wer in der kommenden Regierung den Ton angeben wird. Es fällt dieser Tage nicht leicht, sich die Realität schönzusaufen.

  • Wieso kommt - bei folgender Nachricht - von der EU bzw den anderen Ländern in Europa eigentlich keiner mal langsam auf die Idee die Polen zu fragen wer ihnen ins Hirn geschissen hat so eine Nummer hier abzuziehen?

    "Wir haben beide Seiten angefleht"

    Polen will entlang der Grenze nach Belarus einen Zaun errichten. Im Grenzgebiet hängen 31 Migranten fest - seit zwei Monaten. Sie fürchten, nicht mehr lebend aus dieser Zone herauszukommen.

    Seit sieben Wochen hängen 26 Männer und fünf Frauen im Grenzgebiet zwischen Belarus und Polen fest. Weder haben Hilfsorganisationen Zugang zu ihnen, noch dürfen Journalisten von dort berichten, denn Polen hat den gesamten Grenzstreifen zum Ausnahmegebiet erklärt. "Wir haben beide Seiten angefleht, uns zu helfen, sonst sterben wir", sagt einer der Männer, ein Afghane, in einem Telefonat.

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    Seit zwei Monaten geben sie uns nichts zu essen und nichts zu trinken." Die belarusische Grenzwache lässt die Menschen nicht zurück und die polnische lässt sie nicht ins Land, obwohl sie dort nach eigener Aussage bereits Asylanträge abgeben durften.

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    Der Gesundheitszustand sei bei allen schlecht, berichtet der Mann namens Masoud am Telefon: "Wenn wir um Hilfe rufen, hört uns keiner. Das Wetter ist sehr kalt. Wir wissen nicht, was wir tun sollen." Er ist hörbar erkältet und angeschlagen.

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    "Die Soldaten aus Belarus, die uns bewachen, geben uns aus Mitleid etwas von ihren eigenen Broten ab: Drei Leibe Brot am Tag. Die teilen wir", erzählt Masoud. "Sie können sich ausrechnen, wie wenig das ist." Aus einer Packung mit 500 Gramm Weizen, die sie zu einunddreißigst bekämen, kochten sie eine Suppe.

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    Auf die Frage, was ihm wichtig ist zu sagen, antwortet er zögerlich: "Vielleicht hört irgendjemand unsere Stimme. Eine Hilfsorganisation. Ganz egal. Wir werden vielleicht vor Kälte sterben, nicht aus Hunger. Bringen Sie uns egal wohin. Hauptsache, wir bleiben am Leben."

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  • nachricht von döpfner. ich dachte bisher eigentlich, dass bei springer überwiegend unmoralische arschlöcher arbeiten, die kein problem damit haben zu lügen und zu hetzen solangs geld und einfluss bringt. aber offenbar sind das da alles überzeugungstäter, zumindest in der führungsebene


  • nachricht von döpfner. ich dachte bisher eigentlich, dass bei springer überwiegend unmoralische arschlöcher arbeiten, die kein problem damit haben zu lügen und zu hetzen solangs geld und einfluss bringt. aber offenbar sind das da alles überzeugungstäter, zumindest in der führungsebene

    Maybe both. Döpfner hat vor ein paar Jahren auf einer Podiumsdiskussion mal ziemlich deutlich gemacht, dass für ihn Gesinnungsjournalismus die Zukunft ist.


    Jeder im Konzern dort ist das abgrundtief Letzte. Jeder.

  • Interessant finde ich ja, dass sich über die absolut anti-linke Moralapostelei und reaktionäre Wutbürgerei eines extrem einflussreichen Medien-Milliardenkonzerns, seines skrupellosen Chefredaktionskampfhundes und seines quasi zum Unternehmenserben geadelten CEO hier nicht mal annähernd so echauffiert wird, wie über ein paar alberne Tweets und ein paar mit Absicht missverstandene Aussagen einer jungen Grünen mit Migrationshintergrund, obwohl Erstere für eine halbwegs meinungsfreie Gesellschaft mit Sicherheit hundertmal gefährlicher sind als letztere.

  • Interessant finde ich ja, dass sich über die absolut anti-linke Moralapostelei und reaktionäre Wutbürgerei eines extrem einflussreichen Medien-Milliardenkonzerns, seines skrupellosen Chefredaktionskampfhundes und seines quasi zum Unternehmenserben geadelten CEO hier nicht mal annähernd so echauffiert wird, wie über ein paar alberne Tweets und ein paar mit Absicht missverstandene Aussagen einer jungen Grünen mit Migrationshintergrund, obwohl Erstere für eine halbwegs meinungsfreie Gesellschaft mit Sicherheit hundertmal gefährlicher sind als letztere.

    von der einen Seite erwartet man nix oder evtl sogar noch weniger, von der anderen eigentlich ne Menge mehr und hofft vllt sogar noch dass es auch doch besser gehen könnte/kann.


    Apfel?

    Birne?

  • Wieso kommt - bei folgender Nachricht - von der EU bzw den anderen Ländern in Europa eigentlich keiner mal langsam auf die Idee die Polen zu fragen wer ihnen ins Hirn geschissen hat so eine Nummer hier abzuziehen?


    Weil das schlimmste, was uns offenbar passieren kann, ein Migrant zu viel ist. Wie sonst kann es sein, dass alle Medien den Vorgang als ernstzunehmenden weißrussischen Angriff beschreiben.

  • Welche Wahl trifft das, Land oder Bund?

  • Ja, ich hatte mir bei den Problemen in Berlin gleich gedacht, dass es Versuche von rechts geben könnte mit der Wahl zu spielen, entsprechend dem internationalen Trend. Hatte aber eher an das möglicherweise zentrale Problem mit der Zusammenstellung der Wahl-/Stimmzettel gedacht. Das scheint hier eher lokal zu sein.


    Ich muss allerdings sagen, ich dachte zuerst, da wäre eine "Hashtag-Fuck-AFD"-Partei angetreten und hätte 20% geholt.

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