News-Aufreger und Absurditäten des Tages

  • Was genau ist denn daran "fake news"?

  • https://twitter.com/katrinschu…tatus/1449371148030984194


    Zitat

    Fakenews: „Zwangslizensierung“, „nahezu kostenlos“, „erzwungene Online-Ausleihe zu Niedrigpreisen“, „Onleihe für E-Books nahe am Nulltarif“


    Also dass die Ausleihe für die Bibliotheksnutzer nahezu "kostenlos" oder "nahe am Nulltarif" ist, trifft doch zu, oder? Der Fokus ist ja hier die Konkurrenz zum Buchmarkt bzw. spezifisch dem Buchdateimarkt. Und eine neue Schranke des Urheberrechts als "Zwang" zu charakterisieren ist framing, aber von fake news würde ich da nicht sprechen, außer vielleicht im Trumpschen Sinne.

  • https://twitter.com/katrinschu…tatus/1449371148030984194



    Also dass die Ausleihe für die Bibliotheksnutzer nahezu "kostenlos" oder "nahe am Nulltarif" ist, trifft doch zu, oder? Der Fokus ist ja hier die Konkurrenz zum Buchmarkt bzw. spezifisch dem Buchdateimarkt. Und eine neue Schranke des Urheberrechts als "Zwang" zu charakterisieren ist framing, aber von fake news würde ich da nicht sprechen, außer vielleicht im Trumpschen Sinne.

    Jo aber das Framing ist auf jeden Fall neu: Bibliotheken zwingen, seien die Bremsen von Innovationen, marktgefährdend, fair lesen - kann man wirklich unfair lesen? - zum Nulltarif (ruhen sich wohl in dieser sozialen Hängematte aus) usw.

  • vermutlich sind die verwendeten Worte etwas zu stark und nicht ganz 100% treffend, aber ich bin jetzt in dem Thema auch garnich drin. Man kann aber wohl auch sagen, dass den Autoren da wohl ziemlich egal ist was Leute in ner Bib bezahlen, denen gehts darum was sie selber bekommen.



    https://twitter.com/katrinschu…tatus/1449417445748400129


    dann ist noch der Artikel hier von ihr verlinkt:

    https://www.sueddeutsche.de/ku…icht-in-onleihe-1.5421817

    "In Bibliotheken landen Bestseller meist druckfrisch. Wer auf dem E-Book leihen will, wartet allerdings oft eine Ewigkeit. Warum eigentlich?"

  • Glaube kaum, dass die Bibliotheken(-verbünde) die Lizenzen bald geschenkt und in unbegrenzter Anzahl bekommen. Was die Leser/ Bibnutzer bezahlen geht die Schriftsteller so gar nix an, mit dem Glied der Verwertungskette haben die null am Hut.

    Kommt da eine EU-Richtlinie oder -Verordnung? Die deutsche Politik hat Rechteverwertern ja noch nie ans Bein gepinkelt.

  • Jo aber das Framing ist auf jeden Fall neu: Bibliotheken zwingen, seien die Bremsen von Innovationen, marktgefährdend, fair lesen - kann man wirklich unfair lesen? - zum Nulltarif (ruhen sich wohl in dieser sozialen Hängematte aus) usw.


    Also ganz neu kommen sie mir nicht vor, die Bibliotheken wurden mit dem Aufkommen von Ebooks als wirtschaftliche Beeinträchtigung gesehen. Es gab aber zum Beispiel auch um die Bibliothekskopie vor einigen Jahren Streit. Oder vor einigen Jahrzehnten ...


    https://irights.info/artikel/b…n-versenden-duerfen/24076


    Zitat

    Bereits 1931 wurde in Deutschland im Börsenblatt des deutschen Buchhandels argumentiert, dass die Bibliothekskopie "an Stelle des Originals" trete und damit die "Absatzinteressen" der Verleger gefährde. Gemeint war damit die von der Musikindustrie bei den Schallplatten bereits etablierte Praxis, jegliche Vervielfältigung unter die Kontrolle der Verleger zu bringen. Doch die Bibliothekskopie überlebte als Ausnahmeregelung bis heute. Begründet wurde diese vergütungsfreie „Eigengebrauchsregelung“ mit dem Schutz der allgemeinen Interessen der Öffentlichkeit.

  • Der folgende Link war mal hilfreich von Syd, Text drunter von mir.



    https://buchmarkt.de/meldungen…e-buchbranche-zu-sichern/


    Das ist Geheule auf hohem Niveau, sie behaupten nicht, dass sie die Lizenzen kostenlos stellen müssten, aber insinuieren wollen sie es doch mit dem Verweis auf kostenlose Nutzung durch Bibliotheksnutzer. Wie viele wirklich kostenlose Bibnutzung bekommen sei mal dahingestellt.


    Solange Verlage das Recht haben die Rentenbeiträge von Zeitungsausträgern einzusparen, will ich die nur bei körperlichen Schmerzen heulen hören.

  • https://twitter.com/derLampenp…tatus/1449684644614524934

  • Bibliotheken als letzte Bastion des freien Zugangs zu Wissen und Kultur einschränken? Das kann kein Land von Dichtern und Denkern sein.

    Es stellt sich raus, dass das nur die halbe Geschichte ist. Das ehemalige Nachrichtenmagazin hat nämlich diesen schönen Artikel darüber, wie sich in Deutschland im 19. Jahrhundert wegen fehlenden Urheberrechts überhaupt erst der Wandel vom Agrarstaat zur Industrienation vollziehen konnte. Während die Briten seit 1710 Copyright hatten und 1000 Bücher pro Jahr neu rauskamen, gab es in Deutschland zwar seit 1837 in Preußen Urheberrecht, aber wegen Kleinstaaterei war es nicht wirklich durchzusetzen, und bei uns kamen 10000 Bücher pro Jahr raus.

    In Deutschland mußten die Verleger mit Plagiaten konkurrieren, alles wurde sofort nachgedruckt und billig auf der Straße verkauft. Also haben die Verlage das System mit den Taschenbüchern für die Billigausgabe erfunden, bei der sich Plagiate nicht mehr lohnen.

  • Ganz subtile Botschaften, die Spiegel Online hier sendet. Wir werden alle STÖÖÖRBEN!!

    Ich muss ja sagen, ich würd mich freuen endlich mal mit Vaddern ein wohldosiertes Ding an Weihnachten durchzuziehen (und nicht diese überzüchtete Scheiße aus'm Aachener Grenzland, auf die meine cannabinoiden Rezeptoren null klarkommen)

  • Ich muss ja sagen, ich würd mich freuen endlich mal mit Vaddern ein wohldosiertes Ding an Weihnachten durchzuziehen (und nicht diese überzüchtete Scheiße aus'm Aachener Grenzland, auf die meine cannabinoiden Rezeptoren null klarkommen)


    In Holland verkaufen sie keinen medizinisch kontrollierten Cannabis aus kontrolliertem Anbau, die im Coffeeshop dürften verkaufen aber nicht legal kaufen, also kaufen sie den üblichen Strassenmurks, mittlerweile mit Fentanyl/LSD reingemischt - das übelste Zeug sammeln sie sicher raus, aber es läuft in Holland nicht so wie wir uns das vorstellen und Holland ist trotzdem ein weltweites Drehtür für harte Drogen (die im Umfeld von Coffeeshops verkauft werden).


    Ich bin ein Freund der Entkriminalisierung aller Drogenuser, auch bei harten Drogen - aber Coffeeshops bekommen wir ganz sicher nicht, vielleicht weicht man einige Hürden beim medizinischen Hanf auf, was schon für Kranke viel Wert wäre.


    Ich denke jeder in Deutschland kann sich einen Joint besorgen und mal gepflegt rauchen, der Staat wird es nicht anbieten und ich bezweifel ob es etwas ändern würde? Ich habe erst Hasch geraucht und dann harte Palette durchgemacht, es ist nicht so weit her zu sagen man kommt da in ein Umnfeld das auch über härtere Drogen verfügt.


    Hohli, sagtest Du mal Du wärst Gelegenheitsraucher? Das ist mental stark, aber sind wir ehrlich, die meisten die "ab und zu" mal gerne eine rauchen kommen voll drauf und am Ende kaum runter.



    Das ist ein interessanter YT-Kanal, Streets of Philadelphia - regelmäßige Einblicke in die Drogenszene - das ist schon viel Elend - auch wenn die meisten es halb anästhesiert nicht so mitbekommen.

  • ...also kaufen sie den üblichen Strassenmurks, mittlerweile mit Fentanyl/LSD reingemischt...

    Lass dich nicht verarschen, diese Fentanyl/Heroin etc Märchengeschichte ist Bullshit, hab das gerade erst auch noch gelesen, Karl Lauterbach hat den Scheiß anscheinend leider auch bisher verbreitet, aber es wurde überall überprüft und konnte nicht bestätigt werden:

    Heroin als Streckmittel in Cannabis?

    Der SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach hat für eine Legalisierung von Cannabis geworben, weil es im illegalen Straßenhandel immer öfter mit Heroin verunreinigt werde. Doch Experten wissen nichts von solchen Dealer-Tricks.

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    Heroin als Streckmittel, um Cannabiskonsumenten süchtig zu machen? Das klingt nach einer gefährlichen Entwicklung. Doch wer bei Ermittlungsbehörden nachfragt, wie groß denn dieses Problem sei, erhält einhellige Antworten, etwa vom Bundeskriminalamt: "Dem BKA liegen keine Erkenntnisse dazu vor, dass Cannabis in letzter Zeit mit Heroin verunreinigt wird." ...

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    Auch das Landeskriminalamt in Lauterbachs Heimatland Nordrhein-Westfalen winkt ab: "Bisher ist dem Kriminalwissenschaftlichen und -technischen Institut des LKA NRW kein Fall von mit Heroin versetztem Cannabis bekannt geworden." Ein Chemiker und forensischer Toxikologe im Dezernat Chemie des LKA von Rheinland-Pfalz stellt klar: "Im zeitlich engen Austausch mit Toxikologie-Kollegen aus Rechtsmedizin und anderen LKÄ aus dem ganzen Bundesgebiet wurden solche Fälle - die wirklich berichtenswert wären - nicht berichtet."

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    Bei den Streckmitteln für Cannabis gehe es allerdings um gewichterhöhende Mittel wie Blei, Sand, Zucker oder schlimmstenfalls Glassplitter. Heroin gehöre nicht dazu, stellt Klenk auf SWR-Anfrage klar: "Die Geschichte, dass Dealer diese 'Verkaufsstrategie' wählen, um neue Kunden zu gewinnen, gehört nach unserer Sicht in den Bereich der Drogenmythen und taucht immer wieder auf." Cannabis mit dem ganz anders wirkenden Opiat Heroin zu strecken, um Konsumenten letztlich in die Heroinsucht zu ziehen, passe nicht zum Sozialverhalten junger Cannabiskonsumenten

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