News-Aufreger und Absurditäten des Tages

  • Das Bild für Noam Chomsky wird sich wohl nicht mehr verbessern.

    Habs gestern Abend gehört. Und bin ehrlich gesagt schlicht fassungslos und überfordert. 😵


    JW - Vijay Prashad ist entsetzt über die freundschaftliche Nähe von Noam Chomsky zu Jeffrey Eppstein


    JW (Susann Witt-Stahl): »Es gibt eine Menge zu bereden«


    Der Freitag :

    Wenn moralische Autorität zerbricht

    "Ich habe Noam Chomsky jahrelang interviewt und bewundert. Nun taucht sein Name in den Epstein-Files auf – mit Fotos, E-Mails und Aussagen, die sein politisches und moralisches Erbe infrage stellen. Ein persönlicher Abschied von einem Idol"

    (Leider mittlerweile hinter Paywall)

  • Chomskys Auftauchen in den Epstein-Files ist jedenfalls ein guter Anlass, um sich auch auf der Linken Seite mal wieder ernsthafte Gedanken darüber zu machen, warum man unbedingt einen Personenkult um Leute betreiben muss, die wichtiges zum Fortschritt linker Theorien beigetragen haben, und ob man wirklich auch gleich deren ganzes theoretisches Werk canceln muss, weil sie dann doch nicht dem hehren Ideal entsprechen, das man ihnen bisher angedichtet hatte.

  • Ach ja. es ist auch gerade Olympiade:


    Team USA, Vance Booed in Frosty Reception at Italy’s Winter Olympics

    With the U.S. vice president in attendance, local fans at the Milan Cortina Opening Ceremony made their frustration with America heard on Friday


    :)


  • Oder vielleicht ist's auch einfach einbbissel das hier


    Oder wie die Speerspitze der Intellektuellen Feministinnen sagen würde




    Auch deswegen wäre ich an einem Interview an Brigitte Röder interessiert Tilo vielleicht ist's ja 'ne Kombi aus ungesunden Attributen.

  • Oder, weniger pathetisch: Auch nur ein Mensch.


    Die kultartige Verehrung, die manche ihm entgegenbringen bzw. -brachten, konnte ich nie nachvollziehen. Noch weniger aber die Leichtfertigkeit, mit der sie den Todkranken, der sich nicht mehr erklären kann, jetzt vor den Bus stoßen.

    Absolut (und auch zu Utans Post) daccord. Und zu allem und jedem (frei nach Zizek): There is no higher it.


    Aber: Ich bin ebenso nur ein Mensch. Und auch ich sehne mich am ende des Tages - ob ich das immer wahrhaben will oder nicht - dann doch mitunter nach Inspiration, nach dem einen Funken Erleuchtung und dem unterdrückten Wunsch, dass jemand mir Dinge aufzeigen kann. Und da gibt es wirklich ganz, ganz wenige(s), was da bei mir greift. Insgeheim habe ich immer mit einem ordentlich zwinkernden Auge auf eine "Weltregierung" mit Chomsky, Gretha Thunweg und Varouviakis (oder so) gehofft.


    Zudem war Chomsky immer mein "Startertip" für Leute, die Zugang zu den (nennen wir es mal so) grösseren Zusammenhängen erlangen wollen. Das wars dann wohl damit. Der ist jetzt verbrannt - von diesem Stigmata wird sich sein geistiges Erbe nicht mehr erholen.


    und ob man wirklich auch gleich deren ganzes theoretisches Werk canceln muss, weil sie dann doch nicht dem hehren Ideal entsprechen, das man ihnen bisher angedichtet hatte.

    Ja, da brechen gerade so einige Dämme ins andere Extrem. Am Ende sind "wir" als Linke dann wieder mal bei der judäischen Volksfront vs VFvJ.


    Wir werden wohl nie erfahren, was Chomsky veranlasste, sich mit Kriegsverbrechen wie Ehud Barak oder dem Kinderschänder Epstein abzugeben. Vielleicht pure Neugier, die Faszination des Bösen?

    Ich vermute ganz vage, dass er mit seinem gelebten Bezug zur Meinungsfreiheit vielleicht schlicht den direkten Weg mit der Frage nach dem "warum" gesucht haben könnte. Es braucht sehr viel Stärke, mit seinen Feinden (schiefer Begriff, ich weiss) sprechen zu wollen und zu können. Aber auch das erklärt nicht und rechtfertig ebenso wenig diese eklige "Buddy-Ebene" und auch nicht diese unfassbare Verantwortungslosigkeit gegenüber seinem Werk und dessen Wirkung. Wie kann ein Mensch mit solch einem Intellekt nicht erahnen, was passieren würde wenn das bekannt wird? Dazu bin und bleibe ich sprachlos.


    Was ein beschissene Tragödie, auf so einigen Ebenen. Wie Varouviakis neulich in einem Reel meinte: "The Left are the Losers of History". Wir kriegen wirklich alles kaputt, was wir irgendwie mühsam errichtet haben.


    Fühlt ihr euch eigentlich auch so müde?

  • glaubst du denn, es gibt eine richtige antwort bzw. eine Wahrheit zu der ganzen Sache? Ich kann auf die ganze scheiße halt nur mit Zynismus und Müdigkeit Professor Bienlein reagieren

    Ja, natürlich gibt es eine richtige Antwort zu der ganzen Sache und die ist so einfach und selbstverständlich, dass sie leider zu langweilig ist, um uns alle damit monatelang medial zu beschäftigen.


    In jedem Menschen (! - nicht Mann) stecken immer soziale wie asoziale Muster, die Komplexität des Lebens lässt daraus absurd komplizierte Charakterbiographien entstehen und daher läuft es auf einen simplen, nicht veränderbaren Umstand hinaus: Es gab immer Arschlöcher (durchaus auch oberflächlich sympathische/charismatische) und es wird immer Arschlöcher geben. Die gesellschaftliche Einhegung aller Menschen in den sozialen Verbund entscheidet darüber, wie viel Schaden die jeweils anrichten können. Dass Superreiche existieren, eröffnet denen die Möglichkeit, das Arschloch in ihnen (was wie gesagt in jedem von uns zu gewissen Ausmaßen steckt) eskalieren zu lassen. Aber dazu muss man auch nicht unbedingt superreich sein, Macht, Ansehen etc. reichen da evtl. auch aus.

    Aber man sollte sich eben auch nicht vormachen, dass man das irgendwie komplett ausschließen könnte, so mancher findet sich in Österreichischen Kellern wieder, die gar keinem Superreichen gehören.


    Fazit: Durch soziale Einhegung kann man die Arschlochzität der Gesellschaft durch Einbindung ihrer Individuen so gering wie möglich halten, woran selbsternannte oder gefühlte Eliten natürlich null Interesse haben. Man wird nie verhindern können, dass es ekelhafte Verbrechen gibt, eine Institutionalisierung dieser kann man aber würde ich meinen schon deutlich reduzieren.


    Deshalb sollte man sich auch nicht auf diesen Skandal konzentrieren - um es mal in utan'scher Dialektik zu formulieren - sondern sich die diesem Skandal zugrundeliegenden gesellschaftlichen (nicht individuellen!) Wurzeln anschauen und Schlüsse daraus ziehen.


    Ich kann jetzt schon sagen, was das Ergebnis dieses ganzen Clusterfuck sein wird: Es werden Individuen verurteilt oder nicht verurteilt werden, jeder Name, der irgendwie in diesem Kreis auftaucht wird ziemlich verbrannt (oder zumindest ordentlich angekokelt) sein, an den Umständen, die zum Entstehen dieses Zirkels geführt haben, wird sich exakt gar nichts ändern. Und genau deshalb verfolge ich das Ganze auch nur beiläufig und interessiere mich nur marginal dafür.


    Aber um abschließend auf meinen ursprünglichen Einwand zurückzukommen: Wer annimmt, superreiche, der Gesellschaft entrückte Frauen wären die besseren Menschen als superreiche, der Gesellschaft entrückte Männer, der verwechselt anders gestaltete Ausübung grenzenloser Macht mit "besserem" Verhalten. Die USA bspw. wären kein Stück weniger asozial, wenn Melania statt Donald regieren würde, die Asozialität würde sich höchstens anders ausdrücken. Oder anders gesagt, ob Merkel die Untermenschen von Erdogan im Lager verrecken oder Merz sie lieber im Mittelmeer ersaufen lassen lässt, was ist da "humaner"?


    Und mal ganz am Rande zu Chomsky et. al.: Werk und Künstler trennen. So konsequent wie möglich. Hilft ungemein dabei, mental gesund durch's Leben zu gehen und sich nicht durch vermeintliche moralische Überlegungen in einen moralistischen Spießrutenlauf zwängen zu lassen.

    Die generative Transformationsgrammatik bleibt die generative Transformationsgrammatik, egal was für ein degenerierter Mensch Chomsky persönlich vielleicht gewesen sein mag.

    Vielleicht hat Goethe kleine Jungs vergewaltigt oder Aristoteles Kinderherzen gefrühstückt, wir wissen es nicht und ihr Werk sollte man ihnen aus diesem Grund auch in Barthes'schem Sinne entreißen und damit das Werk vor dem schädlichen Einfluß der individuellen Persönlichkeit des Werkschaffenden schützen.

    Ich höre mit Begeisterung "Ringleader of the Tormentors", egal was Morrissey in seinem Leben noch so für Unfug anstellen wird.

  • "Arschlochzität“ ist ja eben kein anthropologisches Grundrauschen, sondern wurde sozial und historisch ziemlich klar mit Eigentum, Hierarchie und männlich codierter Gewaltorganisation hochgezogen. Es soll auch mal Gesellschaften gegeben haben (und auch immer noch geben), in denen genau das strukturell ausgebremst war, haste ja auch gesagt. Aber wenn man das alles auf zeitlose Menschennatur runterkocht, macht das aus veränderbaren Verhältnissen eben Schicksal und das soll dann besonnene Nüchternheit sein. Keine Ahnung, ich will Blut sehen;)

  • "Arschlochzität“ ist ja eben kein anthropologisches Grundrauschen, sondern wurde sozial und historisch ziemlich klar mit Eigentum, Hierarchie und männlich codierter Gewaltorganisation hochgezogen. Es soll auch mal Gesellschaften gegeben haben (und auch immer noch geben), in denen genau das strukturell ausgebremst war, haste ja auch gesagt. Aber wenn man das alles auf zeitlose Menschennatur runterkocht, macht das aus veränderbaren Verhältnissen eben Schicksal und das soll dann besonnene Nüchternheit sein. Keine Ahnung, ich will Blut sehen;)

    Und genau da würde ich widersprechen.

    Ich halte das durchaus für ein sagen wir vielleicht genauer Hintergrundrauschen.

    All die Sachen, die Du hier aufführst, wirken als Katalysator, um dieses Verhalten zu verstärken bzw. auch überhaupt erst an die beobachtbare Oberfläche (was in Menschen stattfindet, wissen wir ja nicht) zu führen.

    IdR ist der Mensch als soziales Wesen bemüht, sich so zu verhalten, dass das soziale Nahfeld funktioniert. Da ist Arschlochverhalten eher hinderlich. Aber je komplexer und größer Gesellschaften werden, desto mehr kann man sich individuell evtl. aus der Sanktionsfunktionalität sozialer Gruppen herausnehmen.

    Das heißt mMn aber alles nicht, dass es Arschlochverhalten nicht gäbe, wäre die Gruppe/Gesellschaft nur gut genug organisiert. Es wäre nur selten, sanktioniert und damit insgesamt irrelevant.


    Und da sind wir exakt bei der strukturellen Komponente, die sich genau null änderte, wenn man z. B. Männer mit Frauen ersetzte...

    Und dass sich in diesem oder durch diesen Skandal strukturell irgendetwas ändern sollte, halte ich für höchst unwahrscheinlich.

    Daher halte ich auch die Aufmerksamkeit, die diesem zugedacht wird, für nichts mehr als die aktuelle Sau, die eben durch's Dorf getrieben wird.

  • Und da sind wir exakt bei der strukturellen Komponente, die sich genau null änderte, wenn man z. B. Männer mit Frauen ersetzte...

    Hmm, das hieße ja, Männer funktionieren biochemisch, hormonell und neurologisch statistisch genauso wie Frauen. Dagegen wird in anderen Themen doch sonst auch freundlich anargumentiert.


    Bin übrigens eigentlich eher bei deiner Meinung, ich hab nur Bock auf Adcocatus diaboli und aus meiner anekdotischen Empirie heraus grundsätzlich deutlich bessere Erfahrungen im soziologischen Umgang mit Frauen gehabt, als mit Männern. Deswegen ist mein Ansinnen nicht Gerechtigkeit, sondern Rache

  • Hmm, das hieße ja, Männer funktionieren biochemisch, hormonell und neurologisch statistisch genauso wie Frauen. Dagegen wird in anderen Themen doch sonst auch freundlich anargumentiert.

    Nein, das heißt es ganz und gar nicht.

    Ich hatte doch explizit geschrieben:

    Aber um abschließend auf meinen ursprünglichen Einwand zurückzukommen: Wer annimmt, superreiche, der Gesellschaft entrückte Frauen wären die besseren Menschen als superreiche, der Gesellschaft entrückte Männer, der verwechselt anders gestaltete Ausübung grenzenloser Macht mit "besserem" Verhalten. Die USA bspw. wären kein Stück weniger asozial, wenn Melania statt Donald regieren würde, die Asozialität würde sich höchstens anders ausdrücken. Oder anders gesagt, ob Merkel die Untermenschen von Erdogan im Lager verrecken oder Merz sie lieber im Mittelmeer ersaufen lassen lässt, was ist da "humaner"?

    Das heißt, die Ausübung bzw. Ausformung des Arschlochverhaltens wäre potentiell eine andere, eben weil Männer und Frauen nicht "biochemisch, hormonell und neurologisch" gleich sind.

    Das Ergebnis aber wäre in beiden Fällen Arschlochverhalten und damit asozial.


    (Wenn ich es mir selbst nochmal durchlese, das habe ich wohl nicht so deutlich ausbuchstabiert, wie es im internen Monolog in meinem Kopf ausgeführt wurde. Mea culpa.)

    Bin übrigens eigentlich eher bei deiner Meinung, ich hab nur Bock auf Adcocatus diaboli und aus meiner anekdotischen Empirie heraus grundsätzlich deutlich bessere Erfahrungen im soziologischen Umgang mit Frauen gehabt, als mit Männern. Deswegen ist mein Ansinnen nicht Gerechtigkeit, sondern Rache

    fair enough


    Die anekdotische Evidenz ziehst Du ja aus einem Leben, in dem das Patriarchat existiert und wirkt. Gehen wir als Gedankenexperiment davon aus, dass dieses nicht existierte, sähe auch Deine anekdotische Empirie anders aus.

    Man sollte nur halt die Rolle der Frau dabei nicht romantisieren. Dass sie "Opfer" des Patriarchats ist, macht sie erstmal nicht zum besseren Menschen, nur zum Unterlegenen. Macht korrumpiert nur den nicht, der keine hat.


    Dass das Patriarchat existiert hat aber schlicht biologische Grundlagen und da sind wir dann tatsächlich bei den "biochemisch, hormonell und neurologisch" bedingten Unterschieden, die nicht wegzudiskutieren sind (egal wie sehr gewisse "feministische" Strömungen das behaupten mögen).

  • Chief-Interviewer beim Telegraph sinnt auf Rache und schrieb aus VT-Sicht recht denkwürdige Zeilen:

    Conspiracy theorists are mocked for claiming that the world is run by a vastly wealthy, arrogant global elite who despise ordinary people, believe themselves above the law and pretend to care about society while pursuing a greedy, borderless and depraved agenda of their own. Peter Mandelson has done us the courtesy of proving that this is no theory at all.


    I hope the varmint ends up in jail, preferably the Tower of London – in his underpants, of course. Yum Yum.

  • Also sind Unterschiede kausal relevant für das Patriarchat, aber irrelevant für die Bewertung der Veränderbarkeit von Machtsstrukturen. Got it!

  • Chief-Interviewer beim Telegraph sinnt auf Rache und schrieb aus VT-Sicht recht denkwürdige Zeilen:

    Zitat

    Conspiracy theorists are mocked for claiming that the world is run by a vastly wealthy, arrogant global elite who despise ordinary people, believe themselves above the law and pretend to care about society while pursuing a greedy, borderless and depraved agenda of their own. [...]


    Ich muss allerdings sagen, wozu braucht man dafür "Verschwörungstheoretiker"? Genügt schon sich die öffentlichen Auftritte von Silicon Valley-Milliardären anzuhören.

  • Vor den Bus hat er sich schon ganz allein geschmissen, auch wenn er nicht damit gerechnet hat, dass der kommen würde. Oder erwartest du noch ein Dementi?

    Üblicherwiese bleiben derlei enntarnte Operation ja unter dem Radar und geraten schnell in Vergessenheit. Epstein war nicht der erste, bekanntermaßen nicht mal aktuell der einzige und wird nicht der letze sein, der VIPs (Very influencial Persons) gefügig machte. Augen zu und weitermachen, alles wie immer.

    Im Grunde erklärt sich doch jetzt nur, warum Chomsky zuvor manch haarsträubende Position inne hatte und unter seine Anhängerschaft brachte. Reputation zerstört, die Basis seines Lebenswerk besteht fort. Chomsky war schon länger in vielerlei Hinsicht nur noch bedingt zu ertragen. Als Buchempfehlung taug(t)en seine Werke dennoch, auch wenn manche seine Aussagen in einem anderen Licht erscheinen.

    The surest way to tame a prisoner is to let him believe he's free.

  • Also sind Unterschiede kausal relevant für das Patriarchat, aber irrelevant für die Bewertung der Veränderbarkeit von Machtsstrukturen. Got it!

    Na ja, das Patriarchat ist ja nicht vom Himmel gefallen und plötzlich über unsere ausdifferenzierten Millionengesellschaften gekommen, sondern es hat sich in Zeiten entwickelt, in denen körperliche Kraft eine ganz andere Rolle im Leben des Menschen und für seine gesellschaftliche Stellung gespielt hat und da haben wir uns bisher - u. A. aufgrund nachvollziehbarer Beharrungsgründe der Profitierenden - noch nicht wirklich herausgekämpft.

    Wir leben heute schlicht nicht mehr in einer Gesellschaft, in der der körperlich starke sich (konsequenzlos) nimmt, was er will, in der also Frauen aus den genannten Gründen immer einen Nachteil bei der Verteilungsfrage hätten.


    Vielleicht könnte man mit Erkenntnisgewinn darüber nachdenken, ob der aktuelle Kapitalismus trotzdem zu einer anderen Art der Dominanz der Männer führen würde, nicht bezogen auf das "normale" Bürgertum - da kaufen die Frauen den Männern schon länger den Schneid ab - aber auf die Position der Oberschicht, da Männer eben nicht nur körperlich stärker, sondern auch risikobereiter als Frauen sind. Das passt natürlich wie die Faust auf's Auge zur Risikomentalität á la Silicon Valley let's break things oder zu den Eskalationen des Finanzsektors.


    Wenn wir den ganzen dämlichen Scheiß, in dem Männer ohne Rücksicht auf Verluste "erfolgreich" sind, mal hinter uns lassen würden, hätten wir vielleicht auch eine echte Chance auf eine egalitäre Gesellschaft (zumindest aus Geschlechterperspektive). Bis das soweit ist, sehe ich da allerdings eher schwarz.


    Im Moment sehe ich eigentlich nur, dass Frauen dann (ganz oben) "erfolgreich" sind, wenn sie das männliche Verhalten emulieren, was zu solchen feministischen Ikonen wie Thatcher, Merkel, Meloni oder jetzt Machado führt und wer das als Fortschritt feiert, der bekommt von mir höchstens ein :rolleyes:.


    P.S.: Um auf die Frage zu antworten würde ich sie also abändern: Die Unterschiede sind kausal relevant für die Entstehung des Patriarchats.

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