News-Aufreger und Absurditäten des Tages

  • Sind bei uns andere Biber unterwegs oder stimmt die Abbildung nicht?


    Ach, ich verstehe. Das sind die zurück gebliebenen Schläferzellen der Kommunisten.

    Vor etwa 40 Jahren wurde die Schutzbedürftigkeit des Bibers bei uns erkannt. An der Peene wurden einige Tiere (1975 – 1980) ausgesetzt. Im Bereich des Sternberger Seenlandes siedelte man 1990 zwölf Tiere an. Mit großem Erfolg – die Bestände haben sich erholt. Insgesamt leben in Mecklenburg-Vorpommern nach Angaben des zuständigen Ministeriums nun wieder ca. 4.500 Bibe


    Stay behind Armeen des Warschauer Paktes. Kein Wunder, dass man denen den Kampf ansagt.

  • Ja, aber die Frage ist doch, warum die nicht gleich in die Linke eingetreten sind?

    Ich tippe mal auf einen sozialen Background aus der bürgerlichen Mitte, durch FFF recht jung politisiert. Da steht man halt erstmall den Grünen näher als den Linken. Während die lokalen Führungsfiguren (Neubauer) am Ende recht dann noch konservativ/ systemtreu sind, haben diese junge Menschen sich getraut die Gretchenfrage zu stellen. Es ja gerade die offene Kapitaliskritik und die gewünschteBrücke ins soziale "Unten", die diesen Move ehrenhaft macht.


    Und naja - glaubst du bei den Linken bewegst du am Ende mehr? So sehr ich denen grundsätzlich nahe stehe, so unwählbar sind die am Ende doch auch. So traurig deren Wahlergebnisse sind, so richtig sind sie leider auch.


    Das vorhandene "Alt"-Parteiensystem ist grundlegend gleichbedeutend mit Stagnation. Ob Grün, Links oder meinetwegen sPD - aus der Richtung wird nichts Rettendes mehr kommen. Siehe Bülows Lobbyland.


    Es braucht eine breite APO, die Kleinparteien und Bürgerbewegungen zusammenfasst und Druck von Aussen macht.

  • Ja, hast ja recht und ich finde den Text inhaltlich auch gut. Ich bin nur ein bisschen grummelig...


    Die werden ja jetzt auch nirgendwo eintreten und wollen anscheinend etwas eigenes gründen. Die Idee jemand von denen zu J&N ins Interview einzuladen ist ne gute!

  • Rücktritte bei Grüner Jugend - "Da weine ich nicht"

    Der Vorstand der Grünen Jugend schmeißt hin und tritt aus der Partei aus. Die Bundestagsabgeordnete Künast wirft den Kolleginnen und Kollegen vor, "nicht realitätstauglich" zu sein. Fraktionschefin Dröge spricht von einer "Entscheidung junger Leute".

    Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Renate Künast sieht den angekündigten Parteiaustritt des Grüne-Jugend-Vorstands gelassen. "Da wundere ich mich nicht und da weine ich auch nicht", sagte sie dem rbb. Der Vorstand der Grünen Jugend sei "nicht realitätstauglich" gewesen und habe "einen Klassensystem-Sozialismus aufbauen" wollen. [...]


    Ja um Gotteswillen, ein "Klassensystem-Sozialismus". Das klingt ja wirklich ein bisschen widersinnig. Das kann Renate als hardcore-Marxistin nicht tolerieren.


  • Rücktritte bei Grüner Jugend - "Da weine ich nicht"

    Der Vorstand der Grünen Jugend schmeißt hin und tritt aus der Partei aus. Die Bundestagsabgeordnete Künast wirft den Kolleginnen und Kollegen vor, "nicht realitätstauglich" zu sein. Fraktionschefin Dröge spricht von einer "Entscheidung junger Leute".


    Ja um Gotteswillen, ein "Klassensystem-Sozialismus". Das klingt ja wirklich ein bisschen widersinnig. Das kann Renate als hardcore-Marxistin nicht tolerieren.


    Da hat die Parteielite natürlich genau die Zitate geliefert, die sinnbildlich für die Verkommen- und Verwahrlostheit der Grünen stehen. Und sie scheinen es nicht mal zu merken. Dramatisch.

  • "Da weine ich nicht" und gleich noch einen Tritt in den Allerwertesten hinterher und Danke für gar nichts in Bezug auf eure Arbeit der letzten Jahre. Wie nett!


    Was mich daran besonders ankekst ist, dass die selben Leute (nicht nur Künast, sondern auch Wählerinnen, mit denen ich mich dazu ausgetauscht habe) nun genau das tun, was sie sich selbst so empört verbeten haben (konkret in Bezug auf die AfD und die "putingesteuerte antigrüne Propaganda"): sie vertreten die Haltung, dass man selbst nur das Beste für Deutschland wolle, während die anderen irregeleitete Ideologien vertreten.

    Und zumindest die, mit denen ich mich unterhalten haben, merken das noch nichtmal. Würde ich jetzt was dazu sagen, steigerte das meinen (eh kaum vorhandenen) Beliebtheitsgrad ins Unendliche. Ich lass es besser...

  • sie vertreten die Haltung, dass man selbst nur das Beste für Deutschland wolle, während die anderen irregeleitete Ideologien vertreten.

    Das sind eben die demokratischen NationalistInnen. Die kommen einem natürlich immer sympathischer vor als die völkischen, aber am Ende kommen bei beiden der Nationalismus und die Forderung nach einem starken, kriegstüchtigen Nationalstaat heraus, der mit den designierten Feinden der von ihnen gewünschten Ordnung im Inneren wie im Äußeren möglichst kurzen Prozess macht.

  • Das sind eben die demokratischen NationalistInnen. Die kommen einem natürlich immer sympathischer vor als die völkischen, aber am Ende kommen bei beiden der Nationalismus und die Forderung nach einem starken, kriegstüchtigen Nationalstaat heraus, der mit den designierten Feinden der von ihnen gewünschten Ordnung im Inneren wie im Äußeren möglichst kurzen Prozess macht.

    Danke für deine Einordnung, die ist wie immer sehr hilfreich.

    Ich beginne ja erst langsam zu begreifen, welche Grundhaltungen und Vorannahmen da zu Grunde liegen. (Wie hätte ich das auch wissen sollen, wenn es denen [den Wählerinnen, nicht Künast] - scheinbar? - selbst nicht bewusst ist.)

    Da wird stellenweise so getan, als wenn es nie Fundis und Realos bei den Grünen gegeben hätte, keine Rede davon, dass die mal eine Friedenspartei waren und sowas kommt nicht nur von Millenials, sondern auch von GenX. Mich macht das wirklich sprachlos im wörtlichen Sinn.

  • Ich lese Gerade I.-S. Kowalczuks neues Buch über die Freiheit. Der geht ja auch noch irgendwie als GenX durch. Es ist ebenso furchtbar, weil stellenweise grausam pathetisch und unglaublich selbstbeweihräuchernd, wie es ein guter Einblick in die Geisteswelt solcher Leute ist. Die glauben leider wirklich daran, "die Guten" zu sein - und das "glauben" muss man wörtlich nehmen, denn begründen können sie es nur mit anderen Glaubenssätzen, bzw. ideologischen Versatzstücken. Daher kommt dann auch der ganze "Werte"-Chauvinismus gegenüber als minder-#wertigeorientiert aufgefassten Kulturen, und darin ähneln die sich dann plötzlich sehr stark dem, was sie am meisten zu hassen glauben.

  • A propos Personenkult...



    Oh nein! =O


    Alle an einem Strang und natürlich vollkommen Ideologiefrei!


    Ich hatte ja schon vorgeschlagen, die Reste der Grünen Partei mit denen der fdP zu fusionieren und das ganze dann "Bündis Grüne / Die Liberalen" zu nennen, aber "Bündnis Robert Habeck für liberal-sozial-ökologischen Konservatismus" vs. "Bündnis Sahra Wagenknecht für Vernunft & Gerechtigkeit" wäre natürlich noch viel lustiger gewesen. Schade, dass das jetzt vorbei ist.

  • Quintessenz (?): Der grüne Markenkern ist einer gesellschaftspolitischen Assimilierungsstrategie zum Opfer gefallen und der dafür an den Tag gelegte Rigorismus hinterlässt kaum Freunde. Im Ernstfall sorgt das dann dafür, dass die Partei schneller in sich zusammensackt, als ein frisch zubereitetes Souffle.

  • A propos Soufflé...

    Vorstände der Grünen Jugend in Bayern, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz treten zurück

    Die Chefinnen der Grünen Jugend verlassen die Partei, nun ziehen einige Mitglieder der Landesvorstände mit. Häufig genannte Gründe: die Entscheidungen, die Grüne in der Regierungsbeteiligung getroffen haben.

    Der Habeckismus setzt sich durch. Die interne Säuberung beginnt. Ulf Poschardt öffnet eine Flasche Crémant...

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