News-Aufreger und Absurditäten des Tages

  • „Forderung nach Verhandlungen völlig irreal“: Dieter Nuhr erklärt, warum er seine Meinung zum Ukrainekrieg geändert hat

    Vor gut einem Jahr unterzeichnete der Kabarettist einen Offenen Brief gegen Waffenlieferungen an die Ukraine. Nun begründet er bei „Maischberger“, warum er inzwischen ganz anderer Ansicht ist.

    Ja, sach ich ja. Aus den völlig falschen Motiven heraus keine Waffenlieferung xD der hat einfach nicht an die Ukraine als Bollwerk gegen den Kommunismus geglaubt. So ein Schwachkopf.

  • Ganz unironische gefragt, gibt es (jüdische) Organisationen in Deutschland, die mutig genug sind den echten Kampf gegen Antisemitismus auszuzeichnen und dort Leute wie Tilo, Deborah Feldman, (möglicherweise schlechte Beispiele, weil andere noch viel mehr Leisten) oder vielleicht sogar internationale Kandidaten wie Norman Finkelstein oder so auszeichnen?

    Es gibt die Union Progressiver Juden in Deutschland, die eigentlich mal als liberal(er)es Gegengewicht zum konservativen Zentralrat gegründet wurde. Die haben sich zu Anfang auch mit letzterem über die Zuweisung der staatlichen Förderung gestritten, die hauptsächlich dem Zentralrat zu gute kommt. Allerdings sind darin wesentlich weniger jüdische Gemeinden organisiert und die stehen auch nicht für die knappe Mehrheit der Juden und JüdInnen in Deutschland, die nicht durch den Zentralrat repräsentiert werden.


    Die kommen in der deutschen Qualitätsberichterstattung sowieso nicht vor, wenn sie keine klare affirmative Haltung zur deutschen Staatsräson gegenüber Israel an den Tag legen, oder werden gleich als randständige jüdische AntisemitInnen gebrandmarkt, wenn sie sich gar offen gegen das Gemetzel der IDF in Gaza und der arabischen Nachbarschaft stellen - wie etwa die Leute von der Jüdischen Stimme, die sich gerade erst gerichtlich gegen ihre Einstufung als extremistische Organisation durch den Verfassungsschutz wehren musste.


    Die Union Progressiver Juden vergibt den Israel-Jacobson-Preis, mit dem "Meilensteine des liberalen Judentums" gewürdigt werden sollen. PreisträgerInnen sind neben der jüngst geehrten Bundesbildungsministerin Karin Prien von der CDU - die eine ganz besonders liberale Jüdin ist, und an ihrer Treue zur deutschen Staatsräson keinen Zweifel aufkommen lässt - auch andere "progressive" und liberale Würdenträger wie Michael Wolfssohn, Armin Laschet, oder Bodo Ramelow.


    Solche Preise sind meiner Ansicht nach aber eigentlich gar nicht dafür gedacht, den Kampf gegen tatsächlichen Antisemitismus zu unterstützen, der in Deutschland nach wie vor hauptsächlich von rechts kommt, und der durch die elende Vereinnahmung "der Juden" durch die israelische Führung für ihren ethnoreligiösen Ultranationalismus auch noch zusätzlich befördert wird. Die dienen eigentlich hauptsächlich der Selbstvergewisserung der PreisträgerInnen darüber, ihre deutsche Vergangenheit ausreichend bewältigt zu haben, um sich nun umso vehementer gegen jede Kritik am "jüdischen Staat" und gegen den Judenhass antisemitischer Extremist*innen aus den Reihen der "autoritären Linken" und der bolschewistisch-islamistischen Weltverschwörung einsetzen zu können.

  • Hat eigentlich irgendeine der jüdische Organisationen auf die "Stürmer"-inspirierten Zeichnung britischer Medien gegen Zack Polanski reagiert?


    Ich meine, auf sowas so offensichtlich antisemitisches müssten die doch wenigstens irgendwie reagiert haben.

    Wobei ich das auch sonst nicht groß aufgegriffen gesehen habe, wo doch der Kampf gegen Antisemitismus derartige große Staatsräson ist.....

  • Nur falls jemand dachte, ich hätte es mal wieder wüst übertrieben mit der Polemik, als ich schrieb,...

    Im öffentlich rechtlichen deutschen Qualitätsfernsehen Ressentiments gegen lustige Witze über "kulturfremde" Ausländer schüren erzählen, die das von solchem Ungeist doch eigentlich längst vollends geläuterte deutsche Volk mit importiertem Antisemitismus belästigen, und dabei von woken Linksextremisten unterstützt werden, die unsere #Freiheit hassen

    ...sei vermutlich der Grund für die Verleihung des Leo-Baeck Preises an Spaßkanone Dieter Nuhr durch den Zentralrat der Juden in Deutschland - hier mal ein Gastbeitrag des ebenfalls für seinen Kampf gegen Linke und PalästinenserAntisemitismus berühmten Laudators im Zentralorgan des Zentralrats:

    Warum Dieter Nuhr den Leo-Baeck-Preis gerade jetzt verdient hat

    Dass der Zentralrat der Juden den Kabarettisten ehrt, sendet ein wichtiges Signal weit über die jüdische Gemeinschaft hinaus


    Ich freue mich sehr, die Laudatio auf Dieter Nuhr halten zu dürfen, wenn ihm am 10. Juni in Berlin vom Zentralrat der Juden der Leo-Baeck-Preis verliehen wird – und ich tue das aus voller Überzeugung. Gerade weil er Teil der deutschen Medien- und Kulturlandschaft ist, hat seine Haltung ein besonderes Gewicht. In einer Zeit, in der viele Kulturschaffende aus Angst vor Empörung, digitalem Druck oder sozialer Ausgrenzung lieber schweigen oder sich anpassen, hat er sich immer wieder klar gegen Antisemitismus und gegen antisemitische Doppelstandards positioniert – auch dann, wenn ihm dafür massive Anfeindungen entgegenschlugen.

    Sich heute so klar gegen linken und muslimischen Antisemitismus zu positionieren, den Nahostkonflikt offen auch im öffentlich-rechtlichen Fernsehen anzusprechen und der Hamas die Verantwortung für diesen Krieg zu geben, klingt eigentlich banal und selbstverständlich. Doch genau das war es in den vergangenen Monaten oft nicht. Dieter Nuhr hat diese Haltung in einer Zeit artikuliert, in der sich viele Medien und Teile des Kulturbetriebs in Narrativen verloren haben, die Ursache und Reaktion zunehmend verwischt haben. [...]


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  • Für Geyas Freundin ist Wohnungskauf das Methadon für Menschen, die früher wenigstens noch Drogen genommen hätten.

    Ich finde es problematisch, wie vorschnell Du hier urteilst. Vielleicht findet Gerrit-Freya es einfach nur schön, wenn andere Menschen von ihr/ihm abhängig sind und für sie/ihn einen angemessenen Mietzins erwirtschaften müssen. Auch Erfolg kann eine Droge sein. Leider gibt es in Deutschland einfach zu viele Neider. In der Schweiz arbeiten die Leute dreitausend Stunden länger am Tag für den Wohlstand ihrer Vermieter*innen.


  • Für Geyas Freundin ist Wohnungskauf das Methadon für Menschen, die früher wenigstens noch Drogen genommen hätten.

    Ich versteh's nicht, warum man mehr als 1 Wohnung / Haus für sich selbst braucht.

    Das kümmern darum ist manchmal schon Aufgabe genug.


    Haben die Leute alle Angst am Ende völlig mittellos dazustehen, wenn sie andere nicht auch anfangen auszubeuten, überspitzt formuliert?


    Da gibt's 'ne ganz gute Lösung, wodurch man sich auch weniger auf Drogen und stattdessen auf Sinnvolles im Leben konzentrieren kann:
    Linke Politik.


    Könnte so aussehen:


    Alle Vermieter werden enteignet und bekommen genau den Betrag als Entschädigung, den sie beim Kauf bezahlt haben (Inflation einberechnet) insofern ihre Immobilie bestimmten Qualitätsanforderungen entspricht.


    Eine Familie sucht eine Wohnung?
    Die Gemeinde / Stadt weist eine entsprechende zu mit lebenslangem Wohnrecht.
    Verfällt natürlich bei Umzug.


    Es gibt in dem Ort keine Wohnung aber etwas außerhalb?
    ÖPNV kostenlos machen und neben der Ladeinfrastruktur für E-Autos verlässlich ausbauen, damit das kein Problem ist.


    Es gibt nicht genügend Wohnungen?
    Die Gemeinde / Stadt baut neue, solang es Umwelt-Technisch im Rahmen liegt.

    MMT regelt das Finanzielle durch stattliche staatliche Förderungen.


    Ich weiß, das ist alles sehr sehr krude.

    Aber es ist immer noch klüger als Artikel darüber zu schreiben, wie jemand vermutlich Angsterfülltes seinen Drogenrausch beim Wohnungskauf auslebt um in die hohen Sphären des Kapitalismus hinaufzuschweben.



  • Wer kennt sie nicht, die mächtige Kolonialmacht Österreich mit ihrer atemberaubenden Flotte. Und das war noch eine der geistreichsten Kommentare, die sind wirklich alle komplett durch bei der Zeit, siehe die Elit-Autorenschaft:

    Halloh?! Machst du dich etwa über die Nikobaren lustig?


    Der ESC war ja nie so meine Tasse mit Tee, aber dieser Tage muß man es wohl mit Genugtuung zur Kenntnis nehmen, wenn die Vertreter des Genozids auf Platz 2 verwiesen werden.


    lsland, Irland, die Niederlande, Spanien und Slowenien: 12 Points!

  • Halloh?! Machst du dich etwa über die Nikobaren lustig?


    Der ESC war ja nie so meine Tasse mit Tee, aber dieser Tage muß man es wohl mit Genugtuung zur Kenntnis nehmen, wenn die Vertreter des Genozids auf Platz 2 verwiesen werden.


    lsland, Irland, die Niederlande, Spanien und Slowenien: 12 Points!

    Es vergeht kein Tag, an dem ich mich nicht über Nikobaren lustig mache!

  • Bei Anzeigen des Staat in Social Media sind wir unter den Top 10, Türkei und China sind noch hinter uns, ganz vorne die Briten - Glückwunsch, wird schon klappen so eine Imagekampagne.


    Bald geht es nur noch Online mit Pass-ID, Klarnamen, Webcamaufzeichnung, Mikroaufzeichnung, Bundestrojaner. Und falls sich da nichts findet kann eine Denunzianten-NGO ja was erfinden und weiterleiten...

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