News-Aufreger und Absurditäten des Tages

  • https://www.bbc.com/news/articles/cwyk4lz4e3eo


    Zitat

    Russia killed opposition leader Alexei Navalny using dart frog toxin, UK says


    Russian opposition leader Alexei Navalny was killed using a poison developed from a dart frog toxin, the UK and European allies have said.


    Wird jetzt nochmal als PR für die Münchner Sicherheitskonferenz verbreitet. Neu ist der staatliche Stempel und das Froschgift, die Behauptung als solche ist ein halbes Jahr alt:


    https://www.bbc.co.uk/news/articles/c5ye0x28vzqo



    Nawalni wurde im März 2024 beerdigt. Also haben sie anderthalb Jahre gebraucht, um eine Probe von Nawalnis Leiche, die vor der Beerdigung entnommen wurde, außer Landes zu schaffen und eine Analyse durchzuführen oder ... ?


    Hier ist unsere Erklärung: https://www.auswaertiges-amt.de/de/newsroom/2756256-2756256

  • Hieraus:

    Zitat

    Epibatidin ist ein Toxin, das in Pfeilgiftfröschen in Südamerika zu finden ist. In Russland kommt es in der Natur nicht vor.

    Russland behauptete, Nawalny sei eines natürlichen Todes gestorben. Angesichts der Toxizität von Epibatidin und der bekannt gewordenen Symptome war die Ursache seines Todes jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Vergiftung.

    Epibatidin --> Pfeilgiftfrosch -->Südamerika

    Russland --X--> Südamerika

    Epibatidin ---> Nawalny

    Nawalny --X--> Südamerika


    Die Logik ist bestechend, das checkt selbst Oma Erna.

  • Die Logik ist bestechend


    Zitat von Auswärtiges Amt

    In beiden Fällen verfügte nur der russische Staat über die erforderliche Kombination aus Mitteln, Motiv und Missachtung des Völkerrechts, um die Taten zu begehen.

    Das ist so ein absolut dummer Satz, dass man sich fragt, ob die im auswärtigen Amt jetzt die Praktikanten die Pressemitteilungen schreiben lassen.


    Besonders lustig ist auch die Klassifizierung eines mutmaßlichen Giftmordes als Chemiewaffeneinsatz.


    Man könnte die Russen vielleicht auch noch wegen eines eklatanten Verstoßes gegen den Artenschutz anklagen, weil sie dem Widerstandskämpfer Navalny womöglich einen Schrecklichen Pfeilgiftfrosch in die Zelle eines sibirischen Gulags gesetzt, und die seltene Art, die nur in einem kleinen Teil des [Edit:] Amazonasgebietes kolumbischen Regenwaldes [/Edit] heimisch ist, somit in ein für sie lebensfeindliches subarktisches Habitat verschleppt haben.


    [Edit:] Korrektur: OK. Offenbar handelt es sich nicht um Gift des Schrecklichen Pfeilgiftfrosches (der auch eigentlich nur in Kolumbien vorkommt und nicht im Amazonasgebiet), sondern des nicht-schrecklichen ecuadorianischen Pfeilgiftfrosches. Das ändert natürlich alles!



    [/Edit]

  • Mich interessiert eher, ob meine Vizelandesfürstin Franziska vom rechten Flügel des rechten Flügels der rechten Berliner SPD sich mit AOC getroffen hätte, wenn sie die tatsächlich für eine Linke hielte.

  • genau auf den Artikel wollte ich hinweisen, du hast auf Twitter einen falschen Artikel geteilt. Da geht es nur um irgendein Statement der Berlinale, und dein Name kommt nicht vor.

    Das Statement von Frau Tuttle ist allerdings gar nicht so schlecht:


    "People have called for free speech at the Berlinale. Free speech is happening at the Berlinale. But increasingly, filmmakers are expected to answer any question put to them. They are criticised if they do not answer. They are criticised if they answer and we do not like what they say. They are criticised if they cannot compress complex thoughts into a brief sound bite when a microphone is placed in front of them when they thought they were speaking about something else.

    It is hard to see the Berlinale and so many hundreds of filmmakers and people who work on this festival distilled into something we do not always recognise in the online and media discourse. Over the next ten days at the Berlinale, filmmakers are speaking constantly. They are speaking through their work. They are speaking about their work. They are speaking, at times, about geopolitics that may or may not be related to their films. It is a large, complex festival. A festival that people value in so many different ways and for so many reasons.

    There are 278 films in this year’s programme. They carry many perspectives. There are films about genocide, about sexual violence in war, about corruption, about patriarchal violence, about colonialism or abusive state power. There are filmmakers here who have faced violence and genocide in their lives, who may face prison, exile, and even death for the work they have made or the positions they have taken. They come to Berlin and share their work with courage. This is happening now. Are we amplifying those voices enough?


    There are also filmmakers who come to the Berlinale with different political aims: to ask how we can talk about art as art, and how we can keep cinemas alive so that independent films still have a place to be seen and discussed. In a media environment dominated by crisis, there is less oxygen left for serious conversation about film or culture at all, unless it can be folded as well into a news agenda.

    Some films express a politics with a small “p”: they examine power in daily life, who and what is seen or unseen, included or excluded. Others engage with Politics with a capital “P”: governments, state policy, institutions of power and justice. This is a choice. Speaking to power happens in visible ways, and sometimes in quieter personal ones.


    Across the history of the Berlinale, many artists have made human rights central to their work. Others have made films which we see as quietly radical political acts which focus on small, fragile moments of care, beauty, love, or on people who are invisible to most of us, people who are alone. They help us make connections to our shared humanity through their movies. And in a broken world this is precious.


    What links so many of these filmmakers at the Berlinale is a deep respect for human dignity. We do not believe there is a filmmaker screening in this festival who is indifferent to what is happening in this world, who does not take the rights, the lives and the immense suffering of people in Gaza and the West Bank, in the Democratic Republic of the Congo, in Sudan, in Iran, in Ukraine, in Minneapolis, and in a terrifying number of places, seriously.


    Artists are free to exercise their right of free speech in whatever way they choose. Artists should not be expected to comment on all broader debates about a festival’s previous or current practices over which they have no control. Nor should they be expected to speak on every political issue raised to them unless they want to.

    We continue to do this work because we love cinema but we also hope and believe watching films can change things even if that is the glacial shift of changing people, one heart or mind at a time.


    We thank our team, guests, juries, our filmmakers, and the many others engaged with the Berlinale for cool heads in hot times."

  • Das Statement könnte man ernst nehmen, wenn sich die Angesprochenen in einer Art Wahrhaftigkeit unwissend oder überrumpelt geäußert hätten, haben sie aber nicht.


    Wenn sie ein glaubhaftes ich habe mich mit dem Thema nicht ausreichend auseinandergesetzt, um darauf eine Antwort geben zu können geliefert hätten, könnte man ihnen das abkaufen. Was sie aber geliefert haben ist das bekannte zwielichtige das ist doch alles so politisch (und mit der Politik möchte ich es mir als Filmförderungsberechtigter doch nicht verscherzen) und wir machen hier doch nur Kunst, das ist doch was ganz anderes.


    Man kann halt nicht auf der einen Seite ständig davon schwadronieren, wie wichtig Kunst doch für gesellschaftliche Entwicklung sei und wenn man die Hosen herunterlassen soll, Kunst als unpolitisch verbrämen. Bzw. man kann schon, aber dann macht man sich halt maximal unglaubwürdig.

  • Wenn sich die BuReg in der BPK damit schmücken will, Wenders-Fangirl zu sein, erinnert das an Kohls Ernst-Jünger-Elogen. Das hat der Filmemacher nicht verdient.

    Aber wie die Berlinale-Fanboys potentielle Qualitäten von Filmen (als Kunstwerke) auf's heilige Podest heben, verwechseln sie Künstler mit Kuratoren. – Paradebeispiel eines Katgorienfehlers.

    Die Zutaten mögen ja gut sein, aber wenn's nicht schmeckt, kann eben auch der Koch versagt haben. Grüße in die Küche an Intendantin und Jury-Chef.

  • Nun das ist schon klar, aber ich hätte jetzt nicht gedacht, dass [Sanae Takaichi] ein besonders hohes Wahlergebnis holt, weil ich nicht den Eindruck hatte, sie ist besonders beliebt.


    [...]


    Aber ich habe das mal runtergeladen.


    Kleiner Nachtrag: Sie ist also eigentlich nur beliebt, weil sie als Projektionsfläche fungiert. Ich habe die Peinlichkeiten, durch die sie mir aufgefallen war, fehlinterpretiert und dachte, dass sie als clownische Figur absäuft. Im Prinzip der Trump-Fehlschluss.


    Nun das erklärt dann einiges:


    https://twitter.com/tanakaseiji15/status/2023677770501591131


    Zitat

    やったれ!
    高市早苗!


    [Video]

  • https://freedom.gov/



    Beanspruche dein Menschenrecht auf freie Meinungsäußerung.



    Oha, die US-Regierung will was gegen EU-Netzsperren tun? Früher hat Westdeutschland in den Osten gesendet, die Allierten nach Nazideutschland und nun ist die EU der "Verbieter".



    In Nordkorea wurde es auch schön beantwortet, der Süden hat an Balloons Tüten mit USB-Sticks, DVD`s, Zeitungen, Propagandaflugblätter rübergeschickt und der Norden antwortete indem sie volle Mülltüten an Balloons rüberschickten : )


  • Das ist natürlich keine Hetzrede gegen ausgedachte "sozialistische" Strohmänner, gegen die sich ein abgefeimter rechtspopulistischer Opportunist vor einer mit Bier und Selbstbeweihräucherung vollgesoffenen Bande von ChauvinistInnen als Führer des eisernen Widerstandes, als letzte Rettung vor der "linksgrünen" Machtübernahme, und als wahre Stimme des Volkes inszeniert, sondern eine lustige Karnevalsrede - also keine Volksverhetzung sondern eine von der Kunstfreiheit gedeckte Satire.


  • Das ist natürlich keine Hetzrede gegen ausgedachte "sozialistische" Strohmänner, gegen die sich ein abgefeimter rechtspopulistischer Opportunist vor einer mit Bier und Selbstbeweihräucherung vollgesoffenen Bande von ChauvinistInnen als Führer des eisernen Widerstandes, als letzte Rettung vor der "linksgrünen" Machtübernahme, und als wahre Stimme des Volkes inszeniert, sondern eine lustige Karnevalsrede - also keine Volksverhetzung sondern eine von der Kunstfreiheit gedeckte Satire.

    Nabelschau eines Narzissten:

    "Sag, wer ist der schönste im Land?

    Maggus, du bist der schönste, aber im Land hinter den sieben Bergen ist eine Politik, die ist 1000 mal schöner als deine. "


    Verbannungsphantasie topt Remigrationsphantasien:

    "Mir lassn die net nei.

    Mir schickn die wieda zruck.

    Mir schickn olle solchane zruck.

    Mir schickn a die andern weg."


    Gibt's denn schon einen Begriff für das beschworene Revival der Baseball-Schläger-Jahre?

    Wer sich so der Aushandlung gesellschaftlicher Interessen verweigert mag zwar Politiker sein, aber halt keiner des demokratischen Spektrums mehr.


  • Die qualitätigsten Qualitätsmedien aus Made in Germany Qualität Unserland zeichnen sich durch ihre Qualität insofern aus, dass sie qualitativ hochwertige Recherche so hoch und wichtig einschätzen, als dass man auch nur Andeutungen fabrizierter News durch unqaulifizieete Redaktuerinnen direkt sanktioniert muss. Alle anderen News sind natürlich weiterhin die reine Wahrheit, nicht fabriziert und absolut objektiv staatskritisch!

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