News-Aufreger und Absurditäten des Tages

  • ja nehme ich an, aber ich finde das könnte man besser formulieren. so tut man sich da keinen gefallen. finde den klimavorbehalt in der gesetzgebung dafür aber ganz und gar nicht dumm. was spricht denn dagegen? macht doch keinen sinn wenn man sich irgendwo überlegt wie man die klimaziele einhält und sich dann aber teilweise selber konterkarriert

  • finde den klimavorbehalt in der gesetzgebung dafür aber ganz und gar nicht dumm. was spricht denn dagegen?

    Verfassungsrecht, meiner Ansicht nach, da ist eine Prüfung von Gesetzen nach dem Bundestag und vor Ausfertigung durch den Bundespräsidenten nicht vorgesehen. Nachher steht nur das BVerfG, da noch eine Kassationsstelle einschieben finde ich keine gute Idee, wer soll die besetzen und welche Kriterien gelten dort?

  • ich hab daher bisher immer dazu gelesen, dass es sowas ähnliches auch fürs finanzministerium gibt. also wenn sich ein gesetz nicht bezahlen lässt oder nicht gegenfinaziert ist, dann kommts halt nicht. und na ja was ähnliches fürs klima anzuwenden find ich jetzt zumindest mal diskussionswert.

  • Ich sehe da grundsätzlich keine Hürde, solange die sich als Mehrheit darauf einigen ihre Gesetzte unter einen solchen Vorbehalt zu stellen, bevor sie die einbringen und dann gemeinsam beschließen. Aber es könnten natürlich trotzdem noch andere Gesetzesvorschläge eingebracht werden. Die Opposition macht sowas ja gerne, auch wenn das Scheitern vorprogrammiert ist. Das wäre dann eine freiwillige Selbstverpflichtung. Darauf zielt Habeck vermutlich ab.

    Es bliebe trotzdem noch die Frage, wie genau man das bewerten will. Letztlich sind das ja alles Schätzungen und man hätte da ein Stück weit eine Technokratenregierung. Fände ich schon einen krassen Schritt. Wie gut sowas funktioniert, kann man gerade recht eindrucksvoll beobachten.

  • https://twitter.com/ardenthist…tatus/1457448776633880580

  • Ich sehe da grundsätzlich keine Hürde, solange die sich als Mehrheit darauf einigen ihre Gesetzte unter einen solchen Vorbehalt zu stellen, bevor sie die einbringen und dann gemeinsam beschließen. Aber es könnten natürlich trotzdem noch andere Gesetzesvorschläge eingebracht werden. Die Opposition macht sowas ja gerne, auch wenn das Scheitern vorprogrammiert ist. Das wäre dann eine freiwillige Selbstverpflichtung. Darauf zielt Habeck vermutlich ab.

    Es bliebe trotzdem noch die Frage, wie genau man das bewerten will. Letztlich sind das ja alles Schätzungen und man hätte da ein Stück weit eine Technokratenregierung. Fände ich schon einen krassen Schritt. Wie gut sowas funktioniert, kann man gerade recht eindrucksvoll beobachten.

    Andererseits die Feststellung, dass wir da anscheinend bei den Finanzen schon eine Technokratenregierung haben :/

  • ich hab daher bisher immer dazu gelesen, dass es sowas ähnliches auch fürs finanzministerium gibt. also wenn sich ein gesetz nicht bezahlen lässt oder nicht gegenfinaziert ist, dann kommts halt nicht. und na ja was ähnliches fürs klima anzuwenden find ich jetzt zumindest mal diskussionswert.

    Klares Jain, du meinst vielleicht den Artikel 110 GG in dem das Budgetrecht festgelegt wird, der Bundestag hat da eben einen Haushalt für alle Ausgaben aufzustellen. Vielleicht meinst du auch den Artikel 112, der den Finanzminister zum Abwürgen von Ausgaben, welche den Haushalt sprengen, verpflichtet. Keines der beiden Instrumente kann Gesetze verhindern, lediglich einen Nachtragshaushalt erzwingen. Haushalts- und Gesetzgebungskompetenz liegen fest in Hand des Bundestags.

  • https://twitter.com/ardenthist…tatus/1457448776633880580

    Ich hab keine Ahnung wer Annika Brockschmidt ist, aber so ein "Yikes" ist dann doch eine sehr unzureichende Rezension.

    Die Stahlgewitter sind eine Erlebniserzählung ohne große politisch-moralische Aufladung, wie "Im Westen nichts Neues" von Remarque, geschrieben von einem Mittzwanziger. Der Mann ist im Wahnsinn des Ersten Weltkrieges als bürgerlicher Freiwilliger zum Offizier aufgestiegen, Adelsprivilegien wurden auch von solchen Leuten geknackt, und Leutnant sein hieß führen von vorn und da vorne war's für Infanteristen besonders scheiße...

    Der Jünger hatte vielleicht von Haus aus nicht alle Latten am Zaun oder im Krieg ein besonderes, eigenes Verhältnis zum Leben und Sterben entwickelt, aber der Kurzverriß in Form von "Yikes" zeugt eher von Ahnungslosigkeit als sonst was.

  • Ich hab keine Ahnung wer Annika Brockschmidt ist, aber so ein "Yikes" ist dann doch eine sehr unzureichende Rezension.

    Die Stahlgewitter sind eine Erlebniserzählung ohne große politisch-moralische Aufladung, wie "Im Westen nichts Neues" von Remarque, geschrieben von einem Mittzwanziger. Der Mann ist im Wahnsinn des Ersten Weltkrieges als bürgerlicher Freiwilliger zum Offizier aufgestiegen, Adelsprivilegien wurden auch von solchen Leuten geknackt, und Leutnant sein hieß führen von vorn und da vorne war's für Infanteristen besonders scheiße...

    Der Jünger hatte vielleicht von Haus aus nicht alle Latten am Zaun oder im Krieg ein besonderes, eigenes Verhältnis zum Leben und Sterben entwickelt, aber der Kurzverriß in Form von "Yikes" zeugt eher von Ahnungslosigkeit als sonst was.

    Ja, aber Ernst Jünger personifiziert eine Art neuzeitlichen Krieger Typus. Das kommt gerade in diesem Buch heraus. Es gibt ausgiebige Stelle, wo er den Krieg glorrifiziert und Soldaten herorisiert. Wo du sagst, es war für die Infantiristen besonders scheiße, gibt es bei Jünger auch einen "hell or glory"-Mentalität. Es gibt bei ihm eine Lust auf den Kampf. Schon im Einstieg soll es eine Art Vorfreude geben. Das Buch ist sehr umstritten und muss mit Vorsicht gelesen werden.


    "Yikes" zeugt davon, dass Musk entweder selbst nicht weiß, dass sowas eher zwiespältig ist oder er gefallen an solchen "intensene" Kriegsdarstellungen hat. Manch einer würde behaupten, dass sich das vlt. in seiner Unternehmenspolitik wiederspiegelt.


    Später hat Ernst Jünger übrigens die NSDAP kritisiert dafür, dass sie sich noch mit sowas wie Demokratie abgeben. So soll doch eher der Staat im Volk aufgehen (oder sowas). Dh. er hat die Nazis von Rechts kritisiert.


    Annika Brockschmidt schreibt genau über die Rechten in Amerika und deren Verbindungen zur Religion. Anscheinend ist sie Expertin in Militärgeschichte.

  • Dass die FDP bei den Verhandlungen so stark ist, liegt daran, dass wir sowieso schon in einer pro-markt und pro-wirtschaftsliberalismus Atmosphäre leben. Jemand, der mehr staatliche Regulierung und Eingriffe fordert, hat da viel schlechtere Karten.

  • Dass mit Hurra in den Weltkrieg gezogen wurde ist jetzt keine spezielle Jüngersche Sache, die Stimmung war propagandistisch bereitet.

    Ich sehe in ihm einen bei dem der fight-or-flight Schalter extrem in eine Richtung umgelegt wurde, damals wie heute hat einfach niemand einen Schimmer wie es wirklich ist wenn der erste Schuß bricht. Gerade the great war hatte ja in fast jeder Hinsicht Dimensionen erreicht die völlig unbekannt waren. Da gibt's Dinge die man nicht ausbilden kann und die auf jeden einzelnen anders wirken.



    er hat die Nazis von Rechts kritisiert

    das ist wieder arg verkürzt gesagt, er war kein guter Demokrat, aber die waren in Weimar generell rar. Guter Nazi war er auch nicht, er hatte öfter Ärger mit ihnen und Verbindung zum Widerstand.


    Man sollte die Vergangenheit vielleicht nicht an den gerade aktuellen Moralvorstellungen messen, wer weiß wie unsere Generation mal beurteilt wird.

  • Man sollte die Vergangenheit vielleicht nicht an den gerade aktuellen Moralvorstellungen messen, wer weiß wie unsere Generation mal beurteilt wird.

    1. Was man mit der Vergangenheit sollte und was nicht ist gerade an den aktuellen Umständen gebunden. Bzw. ist das nicht auch eine aktuelle Moralvorstellung? Und ich denke, dass auch damals es eigentlich nicht in Ordnung für den Krieg zu sein.


    2. Vergangenheit wird schon alleine dadurch durchsiebt, dass sie von einem Standpunkt aus erzählt, ausgewählt, erarbeitet usw. wird. Ein Urteil zu fällen ist nicht unbedingt eine Anmaßung, sondern auch eine Notwendigkeit zur Orientierung. So als wenn wir Jünger das Bild des ehrevollen Soldaten und kampfeslustigen Kriegern abkaufen sollen und ihn daran messen. Hitler war ja auch ein Humanist aus seiner Sicht. Jünger hätte auch nicht in den Krieg ziehen können, er war nicht das Opfer der Umstände. Er hat getötet und das reflektionslos ästhetisiert.


    3. Wie unsere Generation beurteilt wird ist Sache derjenigen, die sie beuteilen oder beuteilen werden. Es steht jedem frei.


    Sowieso: was ist das für ein pseudo-demütiger Allerweltsspruch? Du verteidigst Ernst Jünger, es gibt da eine aufwendige Forschung und er hatte gute Beziehungen zu den Nazis. Er war sogar im 2.Wk für die Nazis, er hat sogar nochmal eine kleine Karriere gemacht für die Nazis. Aber Nazis kann man ja nicht nach heutigen Moralvorstellungen beurteilen oder was?


    Alles, was ich sage, ist, dass er als rechte Person extrem umstritten ist. Und du mäkelst hier herum als, wenn deine eigene Mutter auf dem Spiel steht, meine Güte.


    https://www.youtube.com/watch?v=JLeuL5rB2l4

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