News-Aufreger und Absurditäten des Tages

  • Ich weiß garnicht ob es so schlau ist immer wieder den Fokus auf das Erbe zu lenken. Viele werden nur hören, dass es eine höhre Besteuerung auf das Erbe geben sollte und sind schon dagegen.

    Nennt es Reichensteuer und gut ist.

  • Du kriegst manche Leute nicht mehr erreicht, weil die Indoktrination zu tief sitzt. Bei denen hilft erst, und das auch nicht immer, die persönliche Betroffenheit. Da kannst du Erbschaft 1:1 austauschen mit Rente oder Steuern. Da wird dann vor allem gegen die H4-Empfänger gehetzt, statt zu erkennen, das man sich selbst schadet. Schweigen hilft nicht.

  • Erbe finde ich nen echt schwieriges Ding.

    Zumindest wenn man es generell betrachtet und eben nicht die extremeren Fälle, bei denen es dann schon eher klar ist.

    Aber gerade wenns jetzt um sowas wie das Familienheim geht, das vllt von den Ur- oder "nur" Großeltern zusammen mit deren Geschwistern erbaut wurde. Da sind dann die eigenen Eltern oder zumindest ein Teil davon und Tanten/Onkel aufgewachsen. Und dann man selber + Geschwister. Blöd nur, dass des nun in nem Gebiet ist, in dem die Grundstückspreise explodieren. Schon muss man ideelle Wert gegen weltlichen Wert aufwiegen bzw es wird quasi für einen getan.

    Für mich persönlich ist das erstmal leicht zu sagen, dass man sich da dann nich so haben soll, da man ja ohne Eigenleistung dicke was bekommt. Ich werd egal wie eh nix bekommen bzw wurde das was ich je hätte bekommen können bereits von Staat und anderen gezockt. Aber trotz dem bin ich dann doch nicht so empathielos...

    Bei allen anderen Vermögen tu ich mich dann schon leichter, wobei es wohl auch noch andere Familienerbstücke geben mag, welche sowohl unermesslichen ideellen Wert haben, als auch unglücklicher Weise plötzlich unerwartet steigenden Sammlerwert.

  • Es ist gleichsam traurig wie faszinierend, wie bereitwillig sich besorgte BürgerInnen von "liberaler" und konservativer Propaganda immer wieder einreden lassen, diese kaltherzigen Linksradikalen wollten ihnen die kleinen Häuschen ihrer Omas wegnehmen. Aber es liest ja auch keiner Wahlprogramme.

    Selbst wenn das Haus meiner Großeletern (die das tatsächlich nach dem Krieg zusammen mit Freunden und Familie im Eigenbau zurecht gemauert und gezimmert haben) heute samt Grundstück [Edit: knapp unter] 2 Millionen wert wäre, müsste ich, wenn ich es noch erben könnte, dafür null Erbschaftssteuer zahlen, wenn ich selbst hinein zöge.

    Und wenn ich nicht selbst in der alten, engen Butze wohnen wollte, könnte ich die 0,1 Prozent Vermögensabgabe über 20 jahre, die DIE LINKE dafür von mir haben wollte - wenn sie jemals die Chance hätte, ihr Wahlprogramm in einer Koaliton durchzusetzen - locker aus dem horrenden Mietzins finanzieren, den ich dafür von MieterInnen ganz legal verlangen dürfte.

  • Das lustigste ist, wie sich der Moderator am Ende der Diskussion wundert, dass da gar kein Kompromiss zwischen Kapital und Nicht-Kapital zu finden ist.


    Aber nicht dass da noch einer auf die idee kommt, es gäbe sowas wie einen Klassenwiderspruch...

  • es ist überhaupt kein problem ein eigenheim von einer vermögenssteuer oder ein an die kinder vererbtes familienhaus von einer erbschaftssteuer auszuschließen. das wird wenn ich nicht völlig falsch informiert bin auch in sämtlichen solchen plänen, sogar in denen der linken so gehandhabt.

    Na dann wäre das doch genau die Argumentation gewesen... Zumindest hab ich das größte Gegenargument da als genau in diese Richtung gerichtet verstanden. Einzig der Familienunternehmer da erzählte halt zusätzlich noch die ganze Zeit was davon, dass das private Vermögen viel besser Arbeitsplätze schafft. Das habe ich aber als das schwächere Argument empfunden. Und im übrigen auch außerhalb dieser Runde sehe ich die Gewichtung genau so. Erwähnt wird dann aber immer nur was von wegen den Extremreichen. Mal wieder wird an den Rändern angefangen und sich abgearbeitet. Anstatt einfach bei jedem Gespräch zuerst die breite Mitte abzuholen. Dann müsste auch keiner sich durch Wahlprogramme wühlen, die er eh nicht glaubt, da uns über Jahrzehnte deren Wert ja eindrucksvoll gezeigt wurde.

  • Na dann wäre das doch genau die Argumentation gewesen... Zumindest hab ich das größte Gegenargument da als genau in diese Richtung gerichtet verstanden. Einzig der Familienunternehmer da erzählte halt zusätzlich noch die ganze Zeit was davon, dass das private Vermögen viel besser Arbeitsplätze schafft. Das habe ich aber als das schwächere Argument empfunden. Und im übrigen auch außerhalb dieser Runde sehe ich die Gewichtung genau so. Erwähnt wird dann aber immer nur was von wegen den Extremreichen. Mal wieder wird an den Rändern angefangen und sich abgearbeitet. Anstatt einfach bei jedem Gespräch zuerst die breite Mitte abzuholen. Dann müsste auch keiner sich durch Wahlprogramme wühlen, die er eh nicht glaubt, da uns über Jahrzehnte deren Wert ja eindrucksvoll gezeigt wurde.

    ich hab die sendung nicht angeschaut, aber wenn das so gewesen ist wie von dir geschildert, gebe ich dir recht. konservative framen diese dinge immer erfolgreich so, dass die leute angst haben, die linken würden ihnen ihr geld wegnehmen, obwohl das für 99% der menschen einfach dreist gelogen ist. die linken sind aber sehr schlecht darin, die lügen der konservativen zu entlarven. ob die linke zb aktuell um den einzug in den bundestag kämpfen müsste, wenn in jedem deutschen briefkasten ein steuerkonzeptvergleich der großen parteien landen würde?

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