DER ENTSCHEIDENDE PUNKT III mit Constanze Kurz

  • Ich freue mich schon drauf. Aber bitte, bitte, bitte weist Albrecht vor der Sendung darauf hin, dass er seine Gesprächskultur (langfristig) ändern muss, damit die Folge für die Gäste und Zuschauer:innen nicht so anstrengend wird wie die beiden vorigen. Ehrlich gesagt war ich schon überrascht, dass ihr ihn überhaupt zur zweiten Folge wieder eingeladen habt, ohne etwas zu verändern.

    Andere haben das ja schon an anderer Stelle geschrieben, aber hier noch einmal:

    - Er hat einen viel zu hohen Redeanteil.

    - Er lässt andere nicht ausreden.

    - Er redet viel zu schnell.

    - Mansplaining ohne Ende.

    - (Mein subjektiver Eindruck) Er geht nicht wirklich darauf ein, was von den anderen gesagt wird, sondern nimmt es nur zum Anlass, selbst über alles und nichts zu reden und nicht mehr aufzuhören. Ich finde das jedenfalls furchtbar anstrengend.

    Die meisten dieser Punkte sind sind eher Lernprozesse, aber: den Punkt mit dem Redeanteil könnt ihr vielleicht moderieren (durch Hans?). Vorschlag: bei 4 Gesprächsteilnehmenden darf jeder höchstens 1/3 Redeanteil haben.

  • Ich freue mich schon drauf. Aber bitte, bitte, bitte weist Albrecht vor der Sendung darauf hin, dass er seine Gesprächskultur (langfristig) ändern muss, damit die Folge für die Gäste und Zuschauer:innen nicht so anstrengend wird wie die beiden vorigen. Ehrlich gesagt war ich schon überrascht, dass ihr ihn überhaupt zur zweiten Folge wieder eingeladen habt, ohne etwas zu verändern.

    Nur mal so als Gedanke: Vielleicht ist das ja einer der Gründe, warum man ihn einlädt... ;)

    - Mansplaining ohne Ende.

    Das machst Du woran fest?

  • Also ich fand Albrecht hat sich schon deutlich gebessert im zweiten "Entscheidenden Punkt". Im ersten Teil war das teilweise schon komisch. Es ist halt eher ein Podcast-Format, wo man Gesprächspartner hat und die ausreden lässt, als eine Talkshow, wo fünf Leute eine halbe Stunde lang sich ins Wort fallen.

  • Mir wurde vor einer Weile von einem Mann mansplaining vorgeworfen, als ich einem anderen Mann was erklärt hab (meinem Empfinden nach nicht einmal despektierlich, weil Geräteinweisung). Ich bin noch bis heute etwas verwirrt und weiß nicht so ganz recht, wie ich mit so einer Stilkritik umgehen soll.

    How dare you assuming my gender!


  • Ich schaue mir gerade das Video an und bin bei 1 Stunde und 7 Minuten. Es fällt mir extrem schwer, dem Herrn Lucke zuzuhören.


    Ich schließe mich dem Post von Martin zu 100% an. Der Mann hat einen viel zu hohen Redeanteil (Constanze hat gefühlt vielleicht ein Zehntel dessen), redet ohne Punkt und Komma, hat beim Reden tausend Gedankengänge, die er auch noch versucht gleichzeitig zu artikulieren.


    Ich habe mir mal die Mühe gemacht, einen Redebeitrag von ihm zu transkribieren als Beispiel:


    1:05:45 "Ich bin bloß, ich bin...nein, gar nicht egal, aber ich habe ja gerade deutlich gemacht...das ist mir keineswegs egal...aber ich habe da deutlich gemacht, dass ich die Vermarktung im ökonomischen Bereich, ob's die Facebook...und ich bin ja nicht unterwegs...ich bin ja jemand...obwohl auch da mit jedem Bild...ich weiß, du guckst mich mit großen Augen an, ich weiß, meine Frau sagt mir das ja auch, die klebt dann immer dann die Dinger da zu, die Kameras...wenn ich dann mit euch dann spreche und so...ich weiß, dass ich mit all den Dingen, ich weiß, dass ich selbst mit meinem Sprachgerät natürlich längst meine Sprache, all das gebe ich im Zweifel ins Netz und was weiß ich, ob's in der Cloud ist. Ich habe bloß in der Tat, das gebe ich zu, das ist vielleicht mein Rechtsstaatsvertrauen, sag ich bewusst, ich habe immer einen großen Unterschied gemacht zwischen diesem Staat, in dem ich..[?]...zum Glück auch kluger, digitaler, zum Teil auch wie Constanze und anderer, hochinformierter Netzaktivisten und, und, und, und, und, äh, Journalisten befleißigen kann, da habe ich mich ziemlich, ich dem Punkt sag ich ganz ehrlich, in dem Punkt ungeschützt sicherer, sicherer, gegenüber dem Staat gefühlt, als gegenüber der Verwertung im kapitalistischen Bereich, die letztlich meine Daten zu sonstigen Zwecken absaugt. Deswegen gebe ich unumwunden...das ist nicht mein, mein...da hab ich auch mit Daniel und anderen einen ganz anderen, viel klügere Leute, die auf dem Feld dieses, dieses...für die 'Blätter' als Experten unterwegs sind. Aber ich sehe, dass...deswegen will ich das durchaus zugeben, ich hab's ja gerade in Vorbereitung gesagt, ich geb's zu, für meinen Teil kann ich selber feststellen, dass viele der Felder, die ihr beackert, konkret, das Ende-zu-Ende ist ja nur die eine Sache, die zweite Frage ist die Biometrie beispielsweise, die Ausweitung des biometrischen Datenabsaugens, der Erstellung..." 1:07:15


    Glücklicherweise geht dann Tilo dazwischen, sonst würde das in Luckes völlig wirrem Stream of Consciousness wahrscheinlich stundenlang so weitergehen.


    Der gute Mann mag ja kluge Gedanken haben, die sind aber in so einem Format weitgehend wertlos, weil er sie kaum artikulieren kann. Ich meine das jetzt völlig ohne Häme, Ironie oder sonst was, aber er sollte sich besser aufs Schreiben beschränken. Da hat er dann die Zeit, um seine Gedanken zu sortieren und einen kohärenten Text zu Papier bringen.

  • Ich bin auch sehr zwiegespalten. Einerseits schätze ich an Lucke, dass er durch das Einnehmen seiner Positionen oft die anderen zwingt ihre Argumente absolut präzise darzulegen. Leider wird das aber oft dann sehr kleinteilig und anstrengend. Richtig gestört hat es mich aber nur wenn man gemerkt hat das sein Punkt absolut nicht durchsetzbar ist. Da hatte Constanze dann zum Glück auch mit viel mehr Detailwissen entschieden widersprochen.

    Die Verteilung der Redeanteile bleibt aber leider ein Problem, von Tilo würde ich gerne mehr hören, auch inhaltlich.

  • Ehrlich gesagt war ich schon überrascht, dass ihr ihn überhaupt zur zweiten Folge wieder eingeladen habt, ohne etwas zu verändern.

    wie der titel ("jung und naiv im blätterwald") schon sagt: dies ist eine gemeinsame veranstaltung von jung&naiv und den "blättern".

    A.v.L. ist also kein "wieder eingeladener" gast, sondern repräsentiert eine von zwei säulen der gleichberechtigten kooperation. das sollte bei der diskussion von rollenverteilungen nicht außer acht gelassen werden.

  • Constanze hat eure Drohnendiskussion sehr schön zusammengefasst:

    Leider alle Drohnen in einen Topf, sei es nach Größe, Steuerung vs Autonom oder Auftrag (Erkundung/ Aufklärung/ Kampf).


    Meine Ansicht tendiert zu Albrecht, wir haben ein neues Waffensystem das (noch) nix wirklich neues kann. Sobald die Maschinen sich allerdings selbst die Feuerfreigabe erteilen kommen wir in einen Bereich den ich verwerflich finde, letztendlich handelt es sich dann ja um eine bewegliche Mine.

  • Was Albrecht mit "da wurde es brenzlig für Bundeswehrler" genau meint, bleibt etwas offen, als bekanntestes Beispiel denke ich an das Karfreitagsgefecht. Da hätte eine bewaffnete Drohne evtl. helfen können, Aufklärungsdrohnen könnten den Fallis in der Falle immerhin zusehen. Der Techniker Potsdam ist informiert...


    Drohnen haben militärisch für mich das gleiche Problem wie die Blockchain in der IT, kann man hernehmen aber eigentlich gibt es immer ein anderes taktisches Element welches besser geeignete wäre. Im Fall des Karfreitagsgefechts wären ein paar eigene Kampfhubschrauber die die Evakuierung unserer Buben via eigener Transporthubschrauber decken praktisch gewesen. Vermutlich bekommen die auch leichter eine Luftraumfreigabe...


    Was ist eigentlich aus unserem Tiger so geworden? Heeresflieger haben mal von Operationen in Regimentsstärke bis zu 100 km Tiefe fabuliert und jetzt haben wir keine 3-5 im Einsatzgebiet ?

  • Einwurf an hansj.

    Die erste Fernwaffe war natürlich nicht Pfeil und Bogen sondern der Stein und danach kam der Speer.

    das hängt allerdings auch mit der definition von "fern" zusammen.

    die wiederum mit dem einsatz von materialien korrespondiert, die die distanz bestimmen, welche die waffe überwindet.

    die sehe ich - halten zu gnaden - dann qualitativ eher bei pfeil und bogen gegeben als beim geworfenen speer oder dem geworfenen stein.

    überdies lässt sich der einsatz von pfeil und bogen durch die analyse von pfeilspitzen aus feuerstein doch ziemlich genau datieren. bei aufgefundenen speerspitzen weiß man ja nu nicht, ob diese speere als stichwaffen eingesetzt oder geschleudert wurden.

    die biblische darstellung der david`schen steinschleuderei gegen goliath ist ja auch nicht genauer datiert, wenn ich es recht verstehe. aber das ist ja auch keine hauptfrage der geschichte, wenn es um bewaffnete drohnen geht. ;-)

  • das hängt allerdings auch mit der definition von "fern" zusammen.

    die wiederum mit dem einsatz von materialien korrespondiert, die die distanz bestimmen, welche die waffe überwindet.

    die sehe ich - halten zu gnaden - dann qualitativ eher bei pfeil und bogen gegeben als beim geworfenen speer oder dem geworfenen stein.

    überdies lässt sich der einsatz von pfeil und bogen durch die analyse von pfeilspitzen aus feuerstein doch ziemlich genau datieren. bei aufgefundenen speerspitzen weiß man ja nu nicht, ob diese speere als stichwaffen eingesetzt oder geschleudert wurden.

    die biblische darstellung der david`schen steinschleuderei gegen goliath ist ja auch nicht genauer datiert, wenn ich es recht verstehe. aber das ist ja auch keine hauptfrage der geschichte, wenn es um bewaffnete drohnen geht. ;-)

    Beim Atlatl (der Speerschleuder) klappt's mit der Datierung ganz gut ;)

  • das hängt allerdings auch mit der definition von "fern" zusammen.

    die wiederum mit dem einsatz von materialien korrespondiert, die die distanz bestimmen, welche die waffe überwindet.

    die sehe ich - halten zu gnaden - dann qualitativ eher bei pfeil und bogen gegeben als beim geworfenen speer oder dem geworfenen stein.

    überdies lässt sich der einsatz von pfeil und bogen durch die analyse von pfeilspitzen aus feuerstein doch ziemlich genau datieren. bei aufgefundenen speerspitzen weiß man ja nu nicht, ob diese speere als stichwaffen eingesetzt oder geschleudert wurden.

    die biblische darstellung der david`schen steinschleuderei gegen goliath ist ja auch nicht genauer datiert, wenn ich es recht verstehe. aber das ist ja auch keine hauptfrage der geschichte, wenn es um bewaffnete drohnen geht. ;-)

    Fern im Sinne von Fernkampf ist alles, was ein Loslassen der Waffe (bzw. des Projektils) impliziert. Das waren bei frühen Bögen (vor 40.000 Jahren) auch nur wenige Meter.

    Dafür, dass der Bogen im Nahkampf wenig taugt, kann ja der arme Speer nichts. :)

    Der Speer zeichnet sich ja dadurch aus, dass er sowohl als Stich- als auch als Wurfwaffe einsetzbar ist. Dass das über ein paar zehntausend Jahre (die frühesten Funde von Speerspitzen gehen auf ca. 400.000 Jahre zurück) nicht erkannt wurde mag vielleicht sogar sein, wenn es auch äußerst unwahrscheinlich ist, aber um dem Bogen da den Vorzug zu geben, hätten das schon mindestens 350.000 Jahre in planloser Benutzung sein müssen, das halte ich doch für recht unglaubwürdig.

    Schöninger Speere


    Und um mal für einen Moment zur ernsthaften Diskussion zu kommen, ganz so unerheblich ist das tatsächlich alles nicht. Die Fernwaffe ist das Instrument, was uns als Menschen von der Umwelt abhebt, weil wir im Gegensatz zu fast allen Tieren eben eine Distanz zwischen uns und dem "Ziel" herstellen können. Das äußert sich in der Betrachtung und Selbstbetrachtung dann mMn eben auch in dieser (etwas artifiziellen) Unterscheidung zwischen Mensch und Natur. Da sollten wir sehr aufpassen, dass die Drohne, als potentiell automatisierbare Tötungsmaschine, nicht noch eine zusätzliche Abstraktionsebene einzieht, sonst könnten wir uns (als Menschen) über kurz oder lang ungewollt ebenso auf der "Naturseite" wiederfinden, und ich will nicht wissen, wer dann auf der anderen Seite steht... (Skynet lässt grüßen)

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