Elon Musk: Master of the Universe

  • Warum sieht das Ding so verbeult aus, als wäre es schonmal gelandet?

    Das Ziel ist es, die Raketen so schnell wie möglich zu bauen. Es wird nicht so sehr auf Schönheit geachtet, die Dinger sollen sauber starten und landen. Ausser der notwendigen Technik ist noch nichts eingebaut, wahrscheinlich noch nicht mal die entgültige Anzahl von Düsen.

  • Das traue ich denen ja auch zu ...


    Nur mir leuchtet der ganze Sinn dieses Projekts nicht ein, wo soll die hin, was soll die tragen? Was hier beim Atmosphäreneintritt funktioniert muss ja nicht irgendwo funktionieren wo quasi keine Atmosphäre ist.

    Entgültig ist dieser Raketentyp für den Flug zum Mars gedacht. Der hat eine leichte CO2 Atmosphäre.


    Aber auch zum Mond will SpaceX damit fliegen. Da ist das Landen durch die geringe Schwerkraft einfacher.

    Ob damit auch einfach nur Lasten in den Raum transportiert werden sollen weiss ich nicht, aber die Nutzlast wird die grösste und das nutzbare Transportvolumen wird das größte aller bisherigen Raketen sein (also aller Raketen, nicht nur der von SpaceX).

    Und sie ist komplett wiederverwendbar ohne Aufbereitung.


    Dann gibt es da immer noch die Idee von Interkontinentalflügen in einer knappen Stunde...


    Wenn man mit einem Pfeil auf ein Ziel schießt ist es physikalisch schwierig das Ende des Pfeils als erstes ankommen zu lassen.

    Die eigentliche Drehung und die senkrechte Stabilisierung wird von Hilfsdüsen am Kopfende erledigt. Die Flügel dienen nur zum Steuern der Gleitphase.

    Senkrecht landen funktioniert inzwischen problemlos mit der Falcon 9.


    Eis-Vulkane ... da kann ich auch nach Sibirien, da will auch keiner leben : )

    SpaceX braucht Wasser für den Antrieb. Die Rakete fliegt mit sythetischem Methan aus Wasserstoff. Also ist der Sprit für den Rückweg gesichert...

  • Besonders interessant finde ich, dass der Autor da eigentlich einen kompletten Soziopathen beschreibt, der gleichzeitig das absolute Klischee eines hyper-rationalen homo oeconomicus ist, dem kein Gedanke zu berechnend sein kann, um ihn nicht zum eigenen Vorteil in die Tat umzusetzen.


    Ob das beim großen Elon wirklich so ist oder ob der Blogger sich das nur ausgedacht hat - immerhin hält er u.a. Ayn Rand(!) für eine Gestalt mit übermenschlichen Fähigkeiten in einer Reihe mit Einstein und Dschingis Khan - sei mal dahin gestellt.,

    Aber "religiöser Wahn" wäre sicher noch eine harte Untertreibung des Zustandes, in den man sich versetzen muss, um sich sowas zum Vorbild zu nehmen.

  • Besonders interessant finde ich, dass der Autor da eigentlich einen kompletten Soziopathen beschreibt, der gleichzeitig das absolute Klischee eines hyper-rationalen homo oeconomicus ist, dem kein Gedanke zu berechnend sein kann, um ihn nicht zum eigenen Vorteil in die Tat umzusetzen.

    In einem Interview mit Joe Rogan hat er sich durchaus so benommen.

    Ihm passte es nicht, dass sein Teslawerk wegen Corona geschlossen werden mußte.

    In dem ganzen Interview meinte er eigenltich immer nur, das sei eh alles bloß Tinnef. Corona wäre eigenltich nicht gefährlich blabla. Am Ende hat er sein Werk ja auch einfach wieder geöffnet, wenn ich jetzt richtig informiert bin.

    Vielleicht ist es aber auch bloß Asperger. Die haben es ja auch nicht so mit Empathie.


    EDIT: ‘We Will Coup Whoever We Want’


  • Besonders interessant finde ich, dass der Autor da eigentlich einen kompletten Soziopathen beschreibt, der gleichzeitig das absolute Klischee eines hyper-rationalen homo oeconomicus ist, dem kein Gedanke zu berechnend sein kann, um ihn nicht zum eigenen Vorteil in die Tat umzusetzen.


    Ob das beim großen Elon wirklich so ist oder ob der Blogger sich das nur ausgedacht hat - immerhin hält er u.a. Ayn Rand(!) für eine Gestalt mit übermenschlichen Fähigkeiten in einer Reihe mit Einstein und Dschingis Khan - sei mal dahin gestellt.,

    Aber "religiöser Wahn" wäre sicher noch eine harte Untertreibung des Zustandes, in den man sich versetzen muss, um sich sowas zum Vorbild zu nehmen.

    Justine Musk, seine erste Ehefrau hat einmal eine Interessanten Ausführung näher beschrieben:

    https://www.quora.com/How-can-…sk-or-Sir-Richard-Branson


    Es gab auch ein Interview mit ihr wo sie darauf näher eingegangen ist.

  • Als Ergänzung zum obrigen Artikel sei noch der Lohner Porsche genannt.

    1899 entwickelte Ferdinand Porsche mit Ludwig Lohner eines der ersten Elektro Automobile.

    Es gab sogar einen "Mixte Wagen". Heute würde man einfach Hybrid sagen.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Lohner-Porsche

    Ist ja alles schön und wahr, aber warum hat dann nicht Porsche die Transformation eingeleitet?


    Mercedes hatte mit der A-Klasse 1995 ein E-Auto in Skateboard Bauweise. Die Batterien wurden inklusive Zellen komplett selbst hergestellt.

    Und dann wurde es ein schlechter Verbrenner mit verpatztem Elchtest...


    Also was sollen diese Hinweise? Die deutschen Hersteller haben aus ihren Möglichkeiten genau gar nichts gemacht!

    Mercedes könnte heute die Position von Tesla haben, anstatt eine Lachnummer bei BEVs zu sein.

  • Nunja, Mercedes hatte seinen "Flügeltürigen Prestige Sportwagen SLS" auch als komplett elektrische Version im Angebot. https://www.spiegel.de/auto/ak…e-maschinen-a-886392.html

    Audi wollte seinen R8 auch als Elekto Version angiebten, hat dann aber in letzter Sekunde den Bau des Werkes abgebrochen. Ambitionen waren also durchaus vorhanden. Ich würde da auch der Politik eine Mitschuld geben. Diese hätte ja mal fordern können, dass Automobilhersteller mindestens 1 Elektrofahrzeug im Sortiment haben müssen. Aber dann hätte es garantiert wieder einige Knallchargen gegeben, die im Chor "Das ist Sozialismus!" gebrüllt hätten..

  • Justine Musk, seine erste Ehefrau hat einmal eine Interessanten Ausführung näher beschrieben:

    https://www.quora.com/How-can-…sk-or-Sir-Richard-Branson


    Es gab auch ein Interview mit ihr wo sie darauf näher eingegangen ist.

    Das alles dreht sich - genau wie die Lobhudelei in den anderen Artikeln - halt nur darum, wie sich so ein sicherlich durchaus außergewöhnliches Individuum selbst noch außergewöhnlicher machen, und damit in der gesellschaftlichen Hierarchie bis ganz nach oben aufsteigen kann.

    Dazu haben garantiert schon drölftausend superschlaue life coaches und InfluencerInnen irgendwelche Lebensratgeberbücher geschrieben, online-Kurse verkauft und TED-Vorträge gehalten, und trotzdem ist ihr Millionenpublikum für Leute wie den Großentrepreneur Musk letztendlich nichts weiter als eine selbstausbeuterische Verfügungsmasse, die sich - genau wie die abhängig Beschäftigten in seinen innovativen Zukunftsproduktionswerken, denen er mit Entlassung droht, wenn sie es wagen, sich gewerkschaftlich zu organisieren - zu seinem eigenen Auftsieg instrumentalisieren lässt.


    Ohne eine besonders in der US-amerikanischen Business- und Politikwelt nach wie vor weit verbreitete Ideologie, der zu folge der Mensch vom "Wesen" her eine allein vom rationalen, pragmatischen Eigennutz getriebene Effizienzmaschine sei, die sich allein durch maximale Bereitschaft zur Verwertung ihrer geistigen wie körperlichen Arbeitskraft auf dem Marktetplace of Ideas zum nützlichen Teil der Weltgeschichte empor leisten könne, wenn nur der Zwangskollektivismus des gängelnden "sozialistischen" Nanny-State ihn nicht ständig davon abhielte, und ohne eine Gesellschaft, die von den TrägerInnen solcher Ideologie beherrscht wird und besessen ist von solchen Erfolgsgeschichten - von der Legende des Unternehmergenies, das sich Kraft seiner einzigartigen Einsicht in die "wahre" Natur des menschlichen Geistes, und durch eigene unermüdliche Leistungsbereitschaft bis in den Olymp der superreichen Großvisionäre empor gearbeitet habe - würden (mutmaßliche) Soziopathen wie der große Elon nie genug Leute finden, die ihnen dabei helfen und sie dabei finanziell unterstützen, ihre Egos bis zum Marsorbit aufzublasen und sich dabei auch noch von ihrer fanatischen Anhängerschaft als potenzielle Retter der Menschheit vor dem Klimatod abfeiern zu lassen.


    Musk ist nicht Musk, weil er in der Lage war, seine eigene "Software" super-pragmatisch und befreit von jeglichem sozialen Firlefanz auf Erfolg zu programmieren, sondern weil er das in einer Welt getan hat, in der antisoziales Verhalten belohnt wird, sofern es nur genug Rendite abwirft, während Menschen deren Ideen sich als nicht so rentabel erweisen als VerliererInnen gelten, denen die herrschende Ideologie einredet, sie seien selbst schuld an ihrer ökonomischen Unmündigkeit, weil sie ihr eigenes Betriebssystem nicht frühzeitig auf die aktuelle Version upgedatet haben.


    Musk ist auch kein genialer Wissenschaftler, der die Grenzen seines inneren Universums von den geistgen Schranken befreit hat, welche den gemeinen Pöbel daran hindern, sich vom Tellerwäscher zum Multimilliardär von der Küchenhilfe zum Chefkoch empor zu transformieren, sondern er ist vor allem ein begabter Zocker, der das Glück hatte, im richgtigen Moment auf das richtige Pferd Paypal gesetzt zu haben, und der sich mit dessen Verkauf mitten in der Boomphase der New Economy-Blase das Startkapital für seine weiteren Selbstverherrlichungsprojekte "verdiente".

    Was in dem Blogartikel so lang und breit mit Flussdiagrammen und allem möglichen Effizienzgeschwätz als Inbegriff des unkonventionellen muskschen Denkens verklärt wird, ist nichts weiter als banale wissenschaftliche Methodik, die schon antiken Philosophen dazu diente, die Trigonometrie zu erfinden, oder die Krümmung der Erdoberfläche nachzuweisen - ganz ohne milliardenschwere Tech-Imperien, private Investoren und massive staatliche Förderung in der Hinterhand.


    Der Verweis auf Ayn Rand im Blogartikel, der mir oben schon sauer aufgestoßen war, hat ja eine Bewandtnis. In deren verquerer Ideologie"Philosophie", ist Altruismus ein Werk des Bösen und jede Form von gesellschaftlicher Arbeit die ihren Wert nicht im marktwirtschaftlichen Wettbewerb durchsetzen kann, ist eine unwerte Verschwendung von knappen Ressourcen. Und das macht dann - nach dem code dieser "Programmierung" des randschen Indivduums - Die erfolgreiche Unternehmerpersönlichkeit zur einzigen Trägerin des gesellschaftlichen Fortschritts und letztendlich zum einzig wahren und guten Menschen.

  • Wahrscheinlich ist es untergegangen in der Kürze meiner Beiträge. Mal abgesehen von der Betrachtung dieses Phänomens an sich, also eine Art persönliche Wertung was dieses Phänomen für die Gesellschaft bedeutet. Ich stimme dir in vielen Punkten zu.


    Deswegen schrieb ich ein paar Beiträge zuvor: ich glaube das Musk eines der traurigsten Individuen auf diesem Planeten ist.

    In den Erzählungen seiner Ex-Frau klingt immer wieder ein melancholischer Unterton mit wenn sie seine Geschichte erzählen soll, eigentlich in einem positiven - bewundernswerten zum nachahmen anregenden Kontext, sie dann aber auf die Extreme hinweist die mit dieser Lebensweise einher gehen.


    Ich denke Musk glaubt das er das tun _muss_ was er tut. Aus vielen verschiedenen Faktoren ergibt sich daraus jedoch eine gewaltige Einsamkeit.


    In diesem Zusammenhang ist es sehr interessant zu sehen wie Musk mit Memes auf Twitter umgeht. Eine Versuch der Substitution für reale Verbundenheit?


    Noch ganz kurz eine andere Sache, Utan ich bin jetzt auf dem Aufwachen Discord weil ich denke das Themen über einen Audiokanal auf eine gewisse Art besser diskutiert werden können.


    Ich weiß noch nicht genau wann aber ich würde gerne mal mit dir und @Technaeis dort eine Runde drehen. Gerne auch zum Thema Musk.

  • okay Andreas_S


    Ich habe einfach eine Allergie gegen den grassierenden "Muskismus". War jetzt nicht unbedingt gegen Dich gerichtet.


  • Hm wow ok da scheint sich schon einiges angestaut zu haben. Schade ich hege keinerlei Vorurteile gegen dich. Eines der Dinge die ich mir von den Sessions mit den Leuten erhoffen würde wäre eine Verbesserung der Gesprächskultur oder zumindest ein gewisses Bewusstsein dafür zu schaffen.


    Ich kann dir nicht mehr versprechen als dir zuzuhören und dann können wir schauen. Vielleicht ereignen sich Gelegenheiten für Vertrauen.

  • Ich kann Dir grundsätzlich zustimmen. Musk unterscheidet sich aber trotzdem von den Glücksrittern, die auf jeden neuen Hype aufspringen gewaltig. Er hat nicht nur einfach Geld in eine Idee gepumpt und wieder abgezogen, wenn weitere Personen aufspringen. Sondern er hat auch die richtigen Fachleute ausgewählt, die die Idee voranbringen.

    Und es ist für diese Art Glückritter eine relativ langfristige Idee.


    Musk hatte für den Staat Israel eine Studie erstellt, wie die Transformation zu E-Mobilität möglich sein könnte. Israel wollte unabhängiger von Öllieferungen werden. Aus dieser Studie wurde 2007 die Firma Better Place vom Ex SAP Manager Shai Agassi gegründet. Sie hat in Israel und Dänemark Tauschbatterien (statt an Stationen laden) für den Renault Fluence angeboten.

  • bin im thema nicht so drin, aber den punkt, dass er evtl mit geld effektiv umgeht kann man schon machen finde ich. man kann dazu ja mal in die bundesliga schauen auf so projekte wie rb leipzig oder hoffenheim. klar haben die viel geld durch reiche unterstützer. aber hat dortmund nicht mindestens genausoviel wie rb? und wieso hat rb dann 11 punkte mehr als dortmund bei einem spiel weniger? schalke hat wahnsinnig viel geld verblasen in den letzten jahren, hohe schulden und die spielen die vielleicht punktärmste saison die jemals von einer mannschaft gespielt werden wird.


    das problem ist, dass viele leute die grundvoraussetzung so viel geld zu haben um so zu agieren wie musk einfach nicht haben und nie haben werden, ein musk steht also nie im wettbewerb zu diesen. ich glaub aber schon, dass er innerhalb des wettbewerbs in dem er sich befindet zu den effektiveren gehört, unabhängig davon ob man jetzt gut findet oder nicht wie er das anstellt und was da rauskommt.

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