Great Reset

  • Moin. Habt ihr bestimmt schon gehört. Neben den typischen Verschwörungstheorien kann man auch darüber nachdenken, was im Konkreten das für ein Projekt sein soll. Die Theorie vom nachhaltigen Kapitalismus ist natürlich nonsense, sowas existiert in der Realität nicht.

    Ich vermute, es wird eine Art neues "Frei"handelsabkommen sein, zwischen den Industrienationen mit den größten Playern ganz vorne dabei.


    Was ist eure Meinung dazu? 🤔

  • Ich verstehe die Empörung nicht, ich könnte sogar dem Weltwirtschaftsforum etwas Einsicht zugestehen - man muß es nur etwas mit Fakten unterfütten. Allein mir fehlt der Glaube irgendein Superreicher/Konzern würde einem verhungerndem Baby zuliebe auf einen müden Dollar verzichten.


    Sie haben doch engsten Einfluss auf die Politik, soziale Gerechtigkeit ließe sich schnell umsetzen wenn sie wollten, zutrauen würde man ihnen eher sie versuchen Kosten noch nach unten abzuwälzen.


    Meiner Meinung nach war es seit 50 Jahren absehbar, nachdem die Schafherde dem Aussterben entgegen geht, erklärt der Wolf er wird zukünftig ein besserer Schäfer sein : )



  • Joa. In dem längeren Clip redet er öfters von social unrest. Vielleicht ist einer ihrer ThinkTanks auf die Idee gekommen, dass man vielleicht mal wieder etwas Propaganda zur "social responsibility" von Unternehmen, wie es in den 50igern Trend war, machen sollte. Aber viel kommt dabei nicht raus. Selbst wenn es ein paar einsame Wölfe gäbe, die ernsthaft etwas ändern wollen, werden die wahrscheinlich sehr schnell isoliert und ihnen wird Druck gemacht.

  • Meiner Meinung nach war es seit 50 Jahren absehbar, nachdem die Schafherde dem Aussterben entgegen geht, erklärt der Wolf er wird zukünftig ein besserer Schäfer sein : )

    Das hat der Wolf nicht verdient, er war immer ehrlich. Der Wolf kommt, reißt Schafe und frisst.

    Verlogen sind die Hirten, die jetzt noch besser auf ihre Schafe aufpassen wollen. Warum machen die ihren Job, den Schafen zuliebe? Oder doch eher um die weiter scheren, melken und schlachten zu können?


    Das ist meine Perspektive, deswegen hab ich das Bild von Jesus als gutem Hirten nie verstanden, den Fischer (fangen und ausnehmen) dagegen schon.

  • Es wäre tatsächlich sinnvoll, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.

    Das macht man aber nicht mit schönen Videos, sondern indem man den fleißigen Menschen durch echten, leistungsorientierten Kapitalismus wieder bessere Aufstiegschancen bietet und die gemütliche Hängematte für die Faulenzer entfernt.

  • [...], sondern indem man den fleißigen Menschen durch echten, leistungsorientierten Kapitalismus wieder bessere Aufstiegschancen bietet und die gemütliche Hängematte für die Faulenzer entfernt.


    Mal ab von deiner eingebildeten Gemütlichkeit oder Hängemattigkeit des Sozialsystems, selbst du wirst einsehen, dass untätige Menschen deutlich weniger konsumieren und - das wusstest du schon - weniger produzieren als tätige. Wenn das mit dem "Great Reset" etwas werden soll, brauchen wir mehr von der ersten Gruppe und weniger von der zweiten. Das, was du Fleiß und Leistung nennst, kostet die Menschheit ihre Biosphäre.

  • echten, leistungsorientierten Kapitalismus

    Ja heiliger Friedrich August, Indi!


    Der "echte" Kapitalismus ist natürlich an Leistungen wie z.B. dem Kapitaldienst orientiert, den der gemeine Unternehmer nebst abhängig beschäftigtem Personal seinen Geldgebern zu leisten hat, damit sich deren Investierte Geldanlagen schön leistungsgerecht vermehren.


    Was wir jetzt haben ist ja nur so ein Kapitalismus für Arme.


    (Und Sozialismus=O mit staatlicher Umverteilung für Reiche natürlich...)

  • Mal ab von deiner eingebildeten Gemütlichkeit oder Hängemattigkeit des Sozialsystems, selbst du wirst einsehen, dass untätige Menschen deutlich weniger konsumieren und - das wusstest du schon - weniger produzieren als tätige. Wenn das mit dem "Great Reset" etwas werden soll, brauchen wir mehr von der ersten Gruppe und weniger von der zweiten. Das, was du Fleiß und Leistung nennst, kostet die Menschheit ihre Biosphäre.

    Die Denkweise ist nicht ganz falsch. Um in diese Richtung voranzukommen, muss aber erst mal in viel mehr Digitalisierung und Automatisierung investiert werden. Hier sind wir noch Jahrzehnte von einem Status entfernt, wo wir unseren Konsum und die Arbeit reduzieren können, ohne dabei extreme soziale Verwerfungen auszulösen.


    Würde man jetzt in die angedachte Richtung gehen, dann bedeutet das nichts anderes als extreme materielle Einschnitte für Mittelschicht und Arme und soziale Unruhen mit absoluter Mehrheit der AfD und den Äquivalenten in anderen Ländern als Folge.

    Und die würden dann natürlich alles sofort zurückdrehen und sogar noch große Schritte in die entgegengesetzte Richtung machen.


    Wenn man eine AfD-Diktatur verhindern will, muss man pragmatisch sein und eine Politik der kleinen Schritte betreiben, die auch die Mittelschicht und die Armen mitnimmt und nicht zum Beispiel durch Zerstörung der Automobilindustrie alle auf die Straße setzt.

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