Der SARS-CoV-2-Thread

  • Beitrag von clembus ()

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  • Lest Euch doch Mal die GRUNDRECHTE, die Ihr zitiert und schaut Euch die Beispiele an. Diese Beispiele sind größtenteils NICHT Teil des Grundrechts. Man kann eben NICHT überall hingehen. Und niemand regt sich darüber auf, nicht auf der Autobahn spazieren zu können, etc.


    Dass die Einschränkungen oft Rechte einschränken ist richtig. Aber GRUND-Rechte sind es nur in sehr wenigen Fällen. Und dann werden auch noch sehr temporäre oder gar nur angepasst Einschränkungen zitiert. Kinos haben hier alle schon lange auf - nur eben mit einem Platz leer dazwischen. Etc etc. Diese Ungenauigkeiten sind doch gewollt!


    Und dass bereits hier relativ schlaue Leute das nichtmal erkennen... das finde ich erschreckend.

    Nun gut dann widersprichst Du natürlich erstmal Prantl, der von „Grundrechten“ spricht.

    Sicherlich war es auch schon mal schlimmer als jetzt. Aber man hält sich ja auch nach wie vor alles offen diesen Zustand wieder herzustellen, bzw. wird immer wieder darüber diskutiert inwieweit Grundrechte zu recht außer Kraft gesetzt werden dürfen und eher wie eine Art „Ballast“ wirken den die Gegenseite da so nervig ins Feld führt, gerade wenn es um Massenkundgebungen geht.

    So nach dem Motto: „Können wir diesen Spinnern ihre Demo nicht einfach verbieten?!“. So wird es, auch hier diskutiert. „Können wir Syd nicht einfach wieder sperren. Nervig dieser Typ!“

    Klar ist das hier kein öffentlicher Raum. Thilo kann tun und lassen was er will. Alles klar. Aber die Haltung unerwünschte Meinungen zu diesem Thema, selbst wenn sie mit Zahlen, Daten, Fakten unterlegt werden, einfach wegzudrücken, ist für mich kein Ausweis einer besonders demokratiefähigen Haltung. Man sollte schon auch in der Lage sein innerhalb dieser noch unklaren und für viele Menschen auch schwierigen Lage, gegenteilige Meinungen zu tolerieren, zumindest bis wir wirklich alles über dieses Virus und seine Gefahr wissen. Den Einfluss des Wetters auf den Krankheitsverlauf habe ich im April so von keinem Virologen prognostiziert bekommen. Kein Vorwurf. Eher ein Argument für etwas mehr Demut....die ja auch von mir verlangt wird.

  • Das verstehe ich nicht. Das Virus ist neu und jeder seriöse Virologe argumentiert in diesem Kontext. Es sind die Proclaimer der absoluten Wahrheiten (die natürlich keine sind), denen diese Demut fehlt.


    Mich erinnert das sehr an die Brexit Shitshow. Da wurde auch gelogen was das Zeug hält, weil man sich in einer Position wähnte, in der nie Verantwortung für die eigenen Lügen übernommen werden muss. Man wollte politisches Kapital aus der Debatte zu schlagen und Bücher zu verkaufen.


    Jetzt stehen die Clowns unerwartet in Verantwortung und haben Riesenprobleme ihre Fantasien in reales Handeln zu übertragen. Ich hoffe in diese Situation kommen wir bei der Pandemie nicht.


    Hat sich denn Eure Sicht auf Corona im Verlauf des Sommers gar nicht verändert?

    Nein. Es war klar, dass im Sommer Maßnahmen zur Eindämmung und zum Schutz der vielen Risikogruppen besser funktionieren. Es war klar, dass sich diese Situation im Herbst/Winter wieder ändern wird. Es war klar, dass sich das Virus - anders als zu Beginn der Pandemie - weiter ausgebreitet haben wird und damit auch der Impact weitreichender sein wird.


    Es ist richtig, dass man bei Therapieansätzen jetzt mehr weiß. So richtig überraschend ist das nicht.

  • Natürlich gibt es IMMER Unsicherheiten bei statistischen Erhebungen, jedoch ist es schon auffällig wie stark die CFR bspw. in der USA den Sommer über zurückging.


    Nach Normalisierung auf die betroffenen Gruppen? Wäre mir neu. Dann muss man bedenken, dass die Übersterblichkeit im Frühjahr natürlich auch auf die Überlastung des Krankenversorgungssystems zurückgeht und da ist man im Sommer zwar im Süden der USA in die Nähe gekommen, aber wohl nicht ganz dahin. Dann die Wirkung von Maßnahmen auf die Krankheitsverläufe. Also sowas wie, wenn ich mich angesteckt habe, aber in einer Situation, wo man social distancing zumindestens versucht hat, ist dann die initiale infektiöse Dosis geringer und damit der Verlauf milder als wenn überhaupt kein Bewusstsein dafür besteht und man sich viel näher kommt. Dann die Verbesserung der Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten und besserer Selbstschutz der Krankenhausarbeiter. Die Frage der Wirkung von Saisonalität auf die Letalität ist also nicht so einfach zu beantworten. Ich würde allerdings durchaus denken, dass das über Effekte auf das Immunsystem auch eine Rolle spielen kann. Andererseits auch bei der Saisonalität würde eine ähnliche Überlegung wie bei der Maßnahmenwirkung mit reinspielen, denn wenn man sich eher draußen trifft, könnte man sich wieder das Szenario einer Ansteckung mit geringerer Dosis vorstellen, als wenn man im Winter mehrere Stunden in Innenräumen zusammen verbringt.


    Diverse Studien behaupteten ja noch im Frühjahr, dass das Wetter keinen Einfluss auf den grundsätzlichen Verlauf der Epidemie haben wird. Ich halte diese Annahme für widerlegt.


    Hm, ich erinnere mich nur an Spekulationen über Saisonalität. Inwiefern glaubst du das Wetter hätte Einfluss auf CoViD-19?


    Gleichzeitig wird auch klar warum zwar Norditalien im vergangenen Frühjahr extrem stark betroffen war, aber eben nicht Süditalien mit einer vergleichsweise schlechteren Gesundheitsversorgung. Man darf sich hier der Empirie nicht ganz verschließen.


    Ich würde eher an sowas denken: Chinesische Migranten leben ganz überwiegend in Norditalien und auch wegen der größeren wirtschaftlichen Stärke gibt es dort mehr Kontakte nach China. Die Eintragungen kamen vermehrt dorthin und da die kulturellen Übertragungsfaktoren eine Verbreitung begünstigt haben, hatte man schneller einen großen Ausbruch und dann einen lockdown als die inneritalienische Ausbreitung das Virus in großer Menge in andere Landesteile transportiert hat.


    Hat sich denn Eure Sicht auf Corona im Verlauf des Sommers gar nicht verändert?


    Vielleicht unterstellst du hier eine gemeinsame Sicht als Ausgangspunkt, die in der Form gar nicht gegeben ist. Tatsächlich könnte ich nicht sagen, was ich im Sommer wesentlich über das Virus dazugelernt habe, gegeben die Unsicherheit wie all die verschiedenen Faktoren zusammenspielen, um das beobachtbare Geschehen zu erzeugen.

  • Darf man nicht auf einer Autobahn laufen? Wäre mir neu. Aber wenn das der Fall ist, dann ist es ein Beispiel für eine Einschränkung des Grundrechts der Freizügigkeit gemäß Artikel 11 Grundgesetz (wenn man Deutscher ist).

    Darf man nicht und ist auch keine gute Idee. Keine Ahnung, ob es Ausnahmeregeln für Staus gibt.

    Zu Fuß Gehende dürfen Autobahnen nicht betreten. Kraftfahrstraßen dürfen sie nur an Kreuzungen, Einmündungen oder sonstigen dafür vorgesehenen Stellen überschreiten; sonst ist jedes Betreten verboten.

    Gibt in der StVO auch ein Verbot für Fußgänger Gleise zu betreten.

  • Allerdings finde ich es auch ziemlich schräg mit Blick auf die Sachlage einen Kritiker bzw. Skeptiker der Maßnahmenverhältnismäßigkeit als „Penis“, „Arschloch“, Idiot oder „Depp“ hinzustellen

    13.09.2020:

    mag einiges dran sein, allerdings ist Syd als Gesprächspartner einfach verbrannt. Das nötige Grundvertrauen und der Respekt sind da einfach dahin.

    Sollte Syd tatsächlich an einer Konversation interessiert sein, sehe ich seine Möglichkeiten darauf begrenzt sich mit den neuen Mitgliedern zu tummeln (Störungen durch ein paar oldies möglich), oder er schafft es doch mal unerkannt neu aufzutreten.

    Für alles andere wurde zuviel Porzellan zerdeppert.

    15.09.2020:

    Ganz dabei, für mich ist @Syd einfach kein Gesprächspartner mehr, weil seine Art fast and loose mit Fakten, Zitaten und Statistiken umzugehen nicht mehr mit naiver unkenntnis entschuldigt werden können. Das geht eher in Richtung manipulativer Kommunikation, das verursacht bei manchen eben Aggressionen, ich gehöre da dazu.

    Wenn ich das Gefühl habe, dass mich einer über den Tisch ziehen will und mir die Reibungshitze als Nestwärme andrehen will, habe ich keine Lust mehr auf das Gespräch.


    Auch den Prantl wolte er wieder verdrehen ("eigentlich weiß Prantl es ja besser, aber..."), die Feinheiten welche die Lüge von manipulativer Sprache trennen sind mir dabei egal (ich werd weder gern angelogen noch manipuliert), trotzdem Danke RobFord Redux denn wenn keiner was sagt geht ihm das noch durch.


  • Also das ist mein Punkt:


    Zitat

    Die künstliche Beatmung über einen Schlauch in der Luftröhre ist wohl das schlimmste Szenario, dass man sich bei der Behandlung von Covid-19 vorstellen kann. Zwar betrifft das nur rund drei Prozent der Erkrankten, [...]


    Es wird ja nicht jeder CoViD-19-Patient mit einem Husten sofort intubiert. Kann sein, dass bei den kritischen Patienten etwas zu früh zur künstlichen Beatmung gegriffen wurde, weil es den ersten Erfahrungen entsprach. Aber die werden dann auch eine deutliche Unterfunktion der Lunge und entsprechende niedrige Sauerstoffsättigung des Blutes gehabt haben, so dass sich die Frage nach dieser Behandlungsoption auch so gestellt hätte.

  • Aber die Haltung unerwünschte Meinungen zu diesem Thema, selbst wenn sie mit Zahlen, Daten, Fakten unterlegt werden, einfach wegzudrücken, ist für mich kein Ausweis einer besonders demokratiefähigen Haltung.

    schau genau das der Punkt, den du irgendwie noch nicht akzeptieren willst. Keiner oder zumindest die aller wenigsten hier sind grundsätzlich gegen gegenteilige Meinungen und deren Äußerung. Sogar wenn Sie ohne Zahlen, Daten und "Fakten" kommen. Das Was ist hier einfach nicht das Problem, sondern das Wie. Das wurde dir nun auch schon mehrmals versucht klar zu machen...


    Das alles hat einfach eine jahrelange Vorgeschichte und die einfach weiter auszublenden, selbst wenn man darauf mehrfach hingewiesen wird, fängt dann an den Beigeschmack von tendenziös zu bekommen und man muss sich dann doch mal dem Vorwurf der absichtlichen Falschdarstellung stellen.

  • Bin als Jugendlicher mal aus versehen mit dem Fahrrad auf der Stadtautobahn gelandet, weil ich nicht wusste, wie ich zum Flughafen komme. ... Kam auch nicht gut an. Fühlte mich da aber auch nicht wirklich frei.

    Konntest du auf deinem Rad etwa keine 60 km/h fahren? Hättest du mal das Schutzblech abgemacht. ^^

    Es gab oft genug Lebensmüde, die mit ihrer 25-km/h-Kiste auf die Bahn gefahren sind. Nicht alle kamen heil wieder runter.


    Der Vergleich hinkt natürlich auf den ersten Blick. Im Kern steckt aber der gleiche Gedanke dahinter.

  • Das ist irgendwie auch billig: Sich auf „irgendwas mit Vorgeschichte“ berufen oder auf ominöse Legenden über diesen berüchtigten „Syd“.

    Mach dich nicht lächerlicher als du ohnehin schon bist, Ausführungen zur Schweinegrippe waren dir als Vorgeschichte bisher stets gut genug.

    Nur weil einer der den selben Sermon immer wieder käut ist er noch lange nicht berüchtigt oder gar Legende; eher foreneigener Treppenwitz.

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