Der SARS-CoV-2-Thread

  • Straßenumfrage, 12 jähriger Junge:


    "Ich lasse mich nur impfen damit ich meine Freiheit zurück bekomme"


    So sollten Kinder groß werden, gefühlt ohne Freiheit. Ich habe schon Probleme mit Autoritäten/Bürokratien bekommen obwohl ich immer alle Freiheiten hatte, würde ich heute groß werden würde ich wohl im bewaffneten Widerstand landen.

  • Ich schiebs auf die Eltern. Die haben dem Kind vermutlich erzählt, es hätte keine Freiheit.

    Neunjährige Tochter aus'm Bekanntenkreis im O-Ton: "Meine Sonnenbrille ist seit dem Freizeitbad weg. Die wurde bestimmt von den scheiß Türken geklaut."


    Habe nicht sie nach dem Kommentar, sondern den Vater eindringlich angeglotzt und mit dem Kopf geschüttelt. So viel zum Thema "Empfindsamkeit".

  • Straßenumfrage, 12 jähriger Junge:


    "Ich lasse mich nur impfen damit ich meine Freiheit zurück bekomme"


    So sollten Kinder groß werden, gefühlt ohne Freiheit. Ich habe schon Probleme mit Autoritäten/Bürokratien bekommen obwohl ich immer alle Freiheiten hatte, würde ich heute groß werden würde ich wohl im bewaffneten Widerstand landen.

    Sozialer Druck war ja schon die zweifelhafte Begründung der Stiko für ihre Impfempfehlung an Kinder. Ich denke da kaum an bewaffneten Widerstand, denn du würdest aktuell ja mit Autorität als etwas Positivem sozialisiert. Dient schließlich dem gesunden Volkskörper und ist deshalb moralische Bürgerpflicht. Die bürgerliche Linke klärt auf.

  • Sozialer Druck war ja schon die zweifelhafte Begründung der Stiko für ihre Impfempfehlung an Kinder. Ich denke da kaum an bewaffneten Widerstand, denn du würdest aktuell ja mit Autorität als etwas Positivem sozialisiert. Dient schließlich dem gesunden Volkskörper und ist deshalb moralische Bürgerpflicht. Die bürgerliche Linke klärt auf.

    Der Schmitt geht mir beim Stefan mit seinem Wohlstand auch manchmal schwer auf den Keks. Ich zähle mich tatsächlich auch zu dieser bürgerlichen Linke und ich hätte mal richtig Bock, dass man meine Privilegien zu gunsten anderer eingeschränkt. Hint: Aus Solidarität kann ich im besten bürgerlichen Sinne dahingehend die Initiative ergreifen und muss mich nicht auf eine Lenkung der Politik verlassen und lehne sie in dieser Form, zu diesem Zeitpunkt auch ab.

  • Ich benutze das Buzzword an dieser Stelle ja auch nur, weil es hier aktuell sehr beliebt ist, um seinen Missmut über Personen deutlich zu machen und Wolle ganz bewusst diese Salon-Marxisten-Rolle verkörpert, sicher nicht ganz unbegründet. Ist hoffentlich klar, dass mir diese pauschale Abgrenzung eigentlich total am Arsch geht.


    Zum Tweet muss man eigentlich kaum was sagen. Der ist auf vielen Ebenen einfach Bullshit, der leider erfolgreich zum Konsens gemacht ("Manufacturing contempt") wurde. Warum das alles vor zwei Monaten noch sinnvoll gewesen sein soll, erschließt sich mir außer beim Boostern auch nicht. Na ja, wen juckst noch. Wir wissen alle, was als Nächstes passieren wird. Im Moment gehts nur noch darum Schuldige auszumachen.

  • Ne, das ist eigentlich ziemlich klar, wer Schuld an der hohen Inzidenz hat.


    https://www.spektrum.de/news/s…ign=cleverpush-1638381605


    Was für mich im Umkehrschluss nicht bedeutet, dass man die Gruppe ächten sollte. Sie aber zusätzlich zu bemitleiden fällt mir aber auch nicht immer leicht.

    Das ist aber auch eine gewagte Schlussfolgerung. Wie Simulationen zu bewerten sind, sollte ohnehin seit dem letzten Winter klar sein. Ich halte sie im Großen und Ganzen für wertlos.

    Man kann ohnehin für fast jede Position die passende Studie finden. Das Problem mit den Simulationen rund um die Pandemie sind die zugrundeliegenden Daten. Kann ich auch hier nicht beurteilen, habe aber keinen Anlass mehr für Vertrauensvorschuss.


    Zu den Zahlen allgemein. Die Infektionen werden vor allem bei den Ungeimpften gemessen. Keine Gruppe wird so gut überwacht, wie ungeimpfte Schüler. Racial Profiling ist ein Scheiß gegen unsere Teststrategie. Für repräsentatives Monitoring war laut RKI in knapp 2 Jahren nicht genug Zeit. Warum die Inzidenz noch immer unsere wichtigste Kennzahl ist, weiß auch nur der Spiegel.

    Maßgeblicher wäre aktuell die tatsächliche Zahl echter Impfversager auf den ITS, die laut DIVI vor dem Bundestagsausschuss aber bis vor kurzem überhaupt nicht zuverlässig erfasst wurde. Bei Status unbekannt oder gemischt geimpft galt (gilt?) man wohl in der Statistik als nicht geimpft.


    Das alles ist sowieso eine völlig einseitige Betrachtung auf der Mikroebene. Denn es gibt eigentlich ganz andere Gründe, warum wir A) generell ein Überlaufen der ITS befürchten müssen und B) immer noch so handeln, als wären wir ganz am Anfang.


    Auch, wenn du das nicht so gern hörst. Es gab ein Land, welches sich im Gegensatz zum großen Rest Europas an die Pandemiepläne gehalten hat, wie sie auch beim RKI mal vorgesehen waren. Das Land heißt Schweden und steht aktuell ganz gut da. Vielleicht nur eine Momentaufnahme, aber bis auf die klar zu begründende Übersterblichkeit zu Beginn sind die seither ebenfalls ganz gut unterwegs, ohne Genudge und autoritäres Gewurschtel.

    Schweden macht übrigens auch vorbildlich repräsentatives Monitoring. Die wissen, was bei ihnen los ist. Die waren auch die ersten, die eine Studie zum Abkling-Verläufen der Impfwirkung hatten.


    Man muss nicht nach Schweden blicken. Es gab auch andere Beispiele, wie man einzelne Dinge effizienter machen kann.


    So ganz generell ist es ohnehin schon ein Fehler monokausale Ursachenanalyse zu betreiben. Ein Teil der Wahrheit ist z.B., dass zwar noch(?) weniger Geimpfte auf den ITS landen, aber dort auch länger liegen.

    Es bleibt auch ein Präzedenzfall, dass man Menschen undifferenziert vom Einzel-Risiko Verantwortung für Überlastung zuschiebt. Es ist nämlich trotz Corona nur das aufsummierte Risiko aller bewusst in Kauf genommenen und unbewussten Gefahren innerhalb der Bevölkerung bei struktureller Verknappung der Behandlungskapazitäten, das problematische ist.


    Die Impfung ist nicht geeignet, den Übergang zur Endemie zu verhindern, was scheinbar immer noch bei vielen nicht richtig angekommen ist. Genau sowenig scheint allgemein bekannt zu sein, dass 2G das Infektionsgeschehen deutlich vorantreibt. Alles was wir tun hat letztlich bestenfalls temporär dämpfenden Einfluss.


    Auch anzumerken, weil in Görmoney sonst keiner Rede wert. Spanische und griechische Verfassungsgerichte haben der Ausgrenzung von Ungeimpften klare Absagen erteilt. Solche Zustände drohen uns seit Harbarth zum Glück nicht mehr.


    Ich habe generell wenig Lust, das auszudiskutieren, weil etliche Menschen, die 100 mal klüger und mit mehr Zeit ausgestattet sind als ich, ihren kritischen Geist scheinbar bei Pandemiebeginn abgegeben haben.

    Wolfgang war mit seinem Tweet ein Beispiel. Ein anderer ist Fefe, der nun schon mehrfach das Solidaritätsprinzip ziemlich hasserfüllt infrage gestellt hat und seinen Lesern sogar erzählt, die Impfung sei die erfolgreichste aller Zeiten. Vor Schreck wollte ich doch glatt meinen Hausarzt um einen Booster gegen die Masern bitten. Hab es sicherheitshalber gegoogelt. Der hätte mich ausgelacht.

  • Was für mich im Umkehrschluss nicht bedeutet, dass man die Gruppe ächten sollte. Sie aber zusätzlich zu bemitleiden fällt mir aber auch nicht immer leicht.

    Naja, es ist halt kein einfaches Thema, aber wir hatten das hier ja in der letzten Zeit schon ein paar mal angesprochen...und mal so ganz unabhängig von Corona und der Impfung habe ich schon irgendwie Verständnis dafür das es Menschen gibt die unserem Staat und großen Teilen der Gesellschaft misstrauen...bzw in ihrem Leben sogar so schlechte Erfahrungen gemacht haben das sie sich weitgehend abgekapselt haben und wenn möglich nichts mehr mit dem Staat/der Gesellschaft zu tun haben wollen.


    Zu dem Thema habe ich vor ein paar Tagen auch folgenden Artikel gelesen, dort spricht ein dänischer Mediziner der die dänische Regierung zu Corona berät das ganze mal an:

    »Viele Ungeimpfte misstrauen nicht der Impfung, sondern unserer Gesellschaft«

    Dänemark hat schnell sehr viele Menschen geimpft, auch in sogenannten Problembezirken. Der Medizinexperte Morten Sodemann erklärt, wie er Ungeimpfte überzeugt hat und warum er eine Impfpflicht ablehnt.

    ...

    SPIEGEL: Wurde die Pandemie nicht lange genug erklärt? Man hat doch den Eindruck, seit zwei Jahren über nichts anderes mehr zu reden.

    Sodemann: Das mag für Sie und mich stimmen. Aber die Menschen, die jetzt noch ungeimpft sind, schauen eben keine Abendnachrichten. Und selbst wenn wir dort alles fünfmal wiederholen: Diese Gruppe erreichen wir so nicht. Viele Ungeimpfte misstrauen nicht den Corona-Vakzinen, sondern unserer Gesellschaft. Sie haben andere Erfahrungen gemacht als die Mehrheit. Diese Erkenntnis wollen viele Politiker nicht wahrhaben. ...

    Sodemann: Es braucht aktive, aufsuchende Angebote. Sie müssen die Impfung zu den Menschen bringen, denn von selbst kommen sie nicht. Wir sind seit Monaten in Moscheen, Vereinen und Einkaufszentren unterwegs, um für die Impfung zu werben. Dafür braucht es Personen, denen vertraut wird. Ein Imam oder eine dunkelhäutige Ärztin, die die Impfung erklären, sind oft mehr wert als jede Regierungsansprache. Oft hängt es an einzelnen Personen, ob eine Gruppe geimpft wird. Ein Friseur, ein Fußballballtrainer oder ein Familienoberhaupt kann am Ende entscheiden, ob sich der halbe Block die Spritze geben lässt oder nicht. Diese Menschen muss man überzeugen.

    ...

    Sodemann: ... Ein älterer Mann sagte mir vor einiger Zeit auf einer Bürgerversammlung: Ihr interessiert euch doch nur für uns, weil euch jetzt auch betrifft, was wir tun. Ich fürchte, das ist eine sehr realistische Beobachtung. ...

    Und da stellt sich mir jetzt an der Stelle auch die Frage wie sich das ganze bei einer Impfpflicht psychologisch auf diese Menschen auswirken wird, könnte evt hässlich werden wenn man es da übertreibt, ein größerer Teil von denen wird sich vermutlich ziemlich bedroht fühlen wenn da Menschen ankommen mit denen sie bisher nach Möglichkeit jegliche Interaktion ablehnen...und diese Menschen die in ihrem Leben bisher oft benachteiligt wurden auch noch irgendwie zusätzlich zu bestrafen ist ehrlich gesagt nicht wirklich die Art von Maßnahme die ich für sinnvoll halte.

  • Ne, das ist eigentlich ziemlich klar, wer Schuld an der hohen Inzidenz hat.


    https://www.spektrum.de/news/s…ign=cleverpush-1638381605


    Was für mich im Umkehrschluss nicht bedeutet, dass man die Gruppe ächten sollte. Sie aber zusätzlich zu bemitleiden fällt mir aber auch nicht immer leicht.

    Das aber leider dann nur um die erste Ecke gedacht...

    Wer und was könnte denn eventuell mindestens eine Mitschuld an Einstellung, Annahmen, Ansichten, Glauben,... wenigstens Einiger da haben?

  • Um die viele Ecken muss ich denn denken, bis es quer genug ist?


    Edit: und ich kann es nur noch einmal wiederholen. Ich bin nicht für eine Impfflicht. Aus eben genannten Gründen. Und


    Zitat von Rob

    Die Impfung ist nicht geeignet, den Übergang zur Endemie zu verhindern, was scheinbar immer noch bei vielen nicht richtig angekommen ist. Genau sowenig scheint allgemein bekannt zu sein, dass 2G das Infektionsgeschehen deutlich vorantreibt. Alles was wir tun hat letztlich bestenfalls temporär dämpfenden Einfluss.

    ... Aber wir wollen doch einen endemischen Zustand... Nur halt möglichst schnell, ohne zu viele dabei draufgehen zu lassen. Das kann die Impfung. Ich checks nicht, wieso ich das hundert Mal erklären muss.

  • Das aber leider dann nur um die erste Ecke gedacht...

    Wer und was könnte denn eventuell mindestens eine Mitschuld an Einstellung, Annahmen, Ansichten, Glauben,... wenigstens Einiger da haben?

    Aber lustig, dass du fragst, weil hier regelmäßig an der Stelle der "Mächtigen und Politiker" gedanklich haltgemacht hat, während man hier anderen vorgeworfen hat mir der Systemfrage zu weit gedacht zu haben.


    Außerdem habe ich nur gesagt "Schuld an der Inzidenz". Ich hab nicht gesagt "Schuld an Überbelastung des Gesundheitssystems", "Schuld an Spaltung der Gesellschaft", "Schuld Schuld", nichts davon. Ich brauche auch keinen Scapegoat. Wenn wir unsere Gesellschaft mit Staat als Körper verstehen, dann war das ein multiples Organversagen.

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