Der SARS-CoV-2-Thread

  • Etwas für die Zahlenfetischisten.

    Increases in COVID-19 are unrelated to levels of vaccination across 68 countries and 2947 counties in the United States

    The sole reliance on vaccination as a primary strategy to mitigate COVID-19 and its adverse consequences needs to be re-examined, especially considering the Delta (B.1.617.2) variant and the likelihood of future variants. Other pharmacological and non-pharmacological interventions may need to be put in place alongside increasing vaccination rates. Such course correction, especially with regards to the policy narrative, becomes paramount with emerging scientific evidence on real world effectiveness of the vaccines.


  • Hm, finde ich etwas merkwürdig die Arbeit, weil das ist eigentlich offensichtlich, vielleicht auf die US-Perspektive gemünzt.


    Abgesehen davon, dass CoViD-19 als endemische Krankheit weiter zirkulieren wird, haben selbst die Staaten mit sehr hohen Impfquoten, eine große ungeimpfte Bevölkerunggruppe mit den Kindern, die zudem noch Teil einer Gemeinschaft sind, also wird in der Gruppe nicht mal eine Art Vereinzelungseffekt durch die Impfung besonders stark auftreten. Und natürlich haben die meisten Staaten auch sonst größere Teile der Bevölkerung ohne Impfung. Dass das Maß an Impfung nicht unbedingt die Infektionstätigkeit zumal zu einem bestimmten Zeitpunkt vorhersagt, ist dementsprechend zu erwarten und dass die Impfung als alleinige Kontrollmaßnahme CoViD-19 nicht auf niedriger Inzidenz halten kann auch. (Außer vielleicht man würde in einem kompakten Zeitraum eine hohe Impfquote erzielen.)

  • Beitrag von Otzenfritz ()

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  • Beitrag von Otzenfritz ()

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  • Ja, es gab in den vorigen Jahren KEINE Übersterblichkeit in Schweden und Tegnell meint, weil es in Schweden die vorigen Jahre KEINE Übersterblichkeit durch die Grippe gab, kam sie jetzt mit Corona. Vereinfacht gesagt: (Alte) Menschen, die durch die Grippe wie bspw. 2017/18 in Deutschland starben, hat es in Schweden erst 2020 mit Covid erwischt.


    Also das ist die Übersterblichkeit für die Bevölkerung über 65 Jahre im Vergleich zwischen Deutschland und Schweden:



    So wird die Schwere der jeweiligen Influenzasaison beschrieben:


    2018/2019: https://www.folkhalsomyndighet…enza-in-sweden/?pub=63511


    Zitat

    The 2018–2019 season in Sweden [...] reached a moderate level of intensity. According to several surveillance systems, the season was less intense than the five previous seasons.


    2017/2018: https://www.folkhalsomyndighet…eden-2017-2018/?pub=54559


    Zitat

    Compared to the previous seasons, significantly more influenza cases were reported, and the number of analysed samples [...] increased, [...]. Faster and more accessible diagnostics have probably contributed to the large increase in the number of analysed samples.


    2016/2017: https://www.folkhalsomyndighet…a-in-sweden-2016-2017.pdf


    Zitat

    The season was intensive with more laboratory-confirmed cases compared with previous seasons. [...] the majority (65%) of the influenza cases this season were among people 65 years and older.


    2015/2016: https://www.folkhalsomyndighet…weden-2015-2016-16028.pdf


    Zitat

    Overall, the season had high activity but slightly fewer laboratory-confirmed cases

    compared to the previous, intense season. The season had a high number of severe

    cases and significant excess mortality was observed in the 15-64 age group.


    Als mildere ("moderate") Saison wird nur 2018/2019 beschrieben. Die anderen Jahre davor hatten durchaus höhere Intensität. In welche Übersterblichkeit sich das für die Gruppe über 65 Jahre übersetzt, sieht man an den Daten: Erkennbar, aber nicht sehr hoch. Vorallem im Vergleich zu Deutschland, wo eine überdurchschnittliche Saison auch mit einem sehr deutlichen Anstieg der Übersterblichkeit verbunden ist.


    Also wenn die Grippe in Schweden in durchschnittlichen Jahren nur eine überschaubare Übersterblichkeit erzeugt, warum soll dann der Umstand, dass sie in 2018/2019 und (die Überschneidung ausgenommen) in 2019/2020 weniger intensiv ausgefallen ist, eine deutlich über dem typischen Saisonniveau liegende Übersterblichkeit wegerklären. Dass man diese deutliche Übersterblichkeit nicht gehabt hätte, wenn die Influenzasaison um die beiden Jahreswechsel davor durchschnittlich gewesen wäre, erscheint doch reichlich unplausibel. Einen kleineren Beitrag mag es geben.


    So und dann nehme ich mal die anderen skandinavischen Länder dazu, ebenfalls die Bevölkerung über 65 Jahre, gleiche Skalierung wie die Deutschland und Schweden oben:



    Und da zeichnet sich doch ein gewisses Bild ab. Man sieht durchaus eine Übersterblichkeit, die vermutlich mit der Influenzasaison assoziiert ist, aber auch hier jeweils im geringeren Ausmaß als in anderen europäischen Ländern, Deutschland ist da nicht das einzige.


    Es wird nicht der einzige Faktor sein, aber ich denke, hier zeigt sich, dass eine Viruserkrankung in Ländern mit geringerer Bevölkerungsdichte - auch nach Betrachtung der Zentren - grundsätzlich leichter zu kontrollieren ist. Dänemark hat unter den skandinavischen Ländern die höchste Bevölkerungsdichte und da sieht man 2020/2021 auch eine höhere Übersterblichkeit durch CoViD-19. Norwegen und Finnland sind noch dünner besiedelt als Schweden und da sieht man keine.


    Der Vergleich Deutschland - Schweden für die Altersgruppe 45-64 Jahre verdeutlicht das noch weiter:




    Da sieht man beim Höhepunkt der Grippewelle Anfang 2018 in Deutschland ein deutliches Übersterblichkeitssignal, deutet an wie massiv die war. In Schweden zeigt sich im Gegensatz zur Altersgruppe ab 65 Jahre aber kein Signal. Und bei diesem Datenausschnitt macht sich dann überhaupt erst CoViD-19 2020 in der Gruppe 45-64 Jahre bemerkbar. (Diese Gruppe ist in Deutschland wie schonmal erwähnt größer, ich denke allerdings nicht in einem Ausmaß, die den Effekt erklären würde.)


    (Nebenbei sieht man bei Deutschland, wie sehr sich der zweite Frühjahrsausbruch gerade auf diese Gruppe fokussiert hat, während er bei den älteren dann schon zu größeren Teilen geimpften Menschen von den Todesfällen nur eine untergeordnete Rolle spielt.)

  • Das sollte keine Glaubensfrage sein.


    Also es wird auch eine Realität mit oder ohne breite Nachimpfungen in Zukunft geben, unabhängig von dem, was ich glaube, falls dich das beruhigt.


    Wenn es mehr Antikörpertests gäbe, könnte man diesen Dinge auch besser erforschen. Und wie zuvor geschrieben, auch bei einer Impfung bestehen solche Unsicherheiten, was offenbar kein Problem für einen Covid-Pass darstellt.


    Antikörpertests werden für diverse Studien verwendet und an der erworbenen Immunität durch eine Infektion wird auch geforscht. Unsicherheiten über den Schutz vor schwerer Erkrankung bei den Impfstoffen? Also abgesehen davon, dass es dafür die umfangreichen Studien als Zulassungsvoraussetzung gab, die werden doch ständig weiter daraufhin untersucht.


    Wenn du von geringer Repression spricht, schließt du den gesellschaftlichen Ausschluss der zur Zeit ungeimpften Menschen mit ein?


    Da ich noch nie irgendwo eine Impfbescheinigung vorweisen musste, aus meiner Perspektive auf jeden Fall.


    Symptomlose oder leiche Fälle von Covid zeugen doch auch von einer Grundimmunität in Teilen der Bevölkerung und den Schutz von anderen, hat man auch bei einer Grippeimpfung. [...]


    Es stimmt, dass wir über ein Immunsystem verfügen. Ansonsten ist das für mich eine 2020-Diskussion. Sorry, da steig ich nicht mehr ein.

  • Beitrag von Otzenfritz ()

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  • Danke, aber in meinem Post steht keine Schlussfolgerung von mir, nur die der Autoren der Studie, die sagen, dass dieses Narrativ falsch ist:


    Wie gesagt du liest eine heraus:


    Die Autoren kommen zum Schluss, dass das Narrativ, Ungeimpfte wären die Treiber der Pandemie nicht zutrifft [...]


    Das "Narrativ" beschreiben sie aber als:


    Zitat

    For instance, the narrative related to the ongoing surge of new cases in the United States (US) is argued to be driven by areas with low vaccination rates.


    Wobei ich dieser Charakterisierung eigentlich nicht zustimmen würde.


    Es geht vielleicht insofern in die Richtung deiner Interpretation, dass sie andeuten, dass es mit der impfvermittelten Immunität Probleme gibt, was freilich nichts mit den Daten zu hat, die sie sich da ansehen.


    Aber ich bin wohl nicht der einzige, dem die Arbeit etwas merkwürdig vorkommt bzw. diese Leute haben gleich eine ganze Liste von Beanstandungen:


    https://osf.io/72abp

    https://osf.io/72abp/download

  • Also ich muss echt sagen, "2G", "3G" kenne ich im Wesentlichen aus dem Forum. Ich erinnere mich nicht, das jemals irgendwo ausgeschildert gesehen zu haben.

    also hier in münchen ist das überall.

    Jetzt am WE bei ner stadtweiten Veranstaltung gabs sogar das Konzept "Das 3G-Bändchen".

    https://www.muenchner.de/museu…fos-und-service/faq#c3089

    Zitat

    Nach erfolgreichem Nachweis durch die bekannten Methoden (siehe www.zusammengegencorona.de/informieren/alltag-und-reisen/aktuelle-regelungen) bekommen Sie vor Ort von unseren Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern ein Bändchen ausgehändigt, das Sie im Beisein der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters an Ihr Handgelenk anlegen müssen. Dieses gilt dann in allen weiteren Häusern als erbrachter 3G-Nachweis[...]

    https://www.muenchen.de/veranstaltungen/event/4378.html

    Zitat

    Corona-Regeln: Um die Einhaltung der 3G-Regel zu kontrollieren, bekommt ihr ein Armband:[...]

  • Gut, ich achte natürlich auch nicht wirklich auf Geschäfte/Einrichtungen, in die ich nicht vorhatte reinzugehen. Wie auch immer, mir fehlt ein Gefühl dafür, wie schlimm es sich gerade anfühlt ungeimpft zu sein. Oder vielleicht habe ich tatsächlich genau dieses Gefühl, weil ich offenkundig mit den Begrenzungen nicht konfrontiert werde, in dem Fall muss ich sagen, fühlt es sich nicht schlimm an.

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