Der SARS-CoV-2-Thread

  • Dagegen die 60+ Jahre, 85-90% Impfquote, 24.1 M Menschen. Da sehe ich dann das Problem. Mit dem Wert für 65-74 Jahre oder 0.025 wären es 60-90 K Tote, mit dem für 75-84 Jahre oder 0.085 wäre man bei 200-300 Toten.


    Rechne mal:


    24.1 * 10^6 * (1 - ([90,85] / 100))  * 0.085.


    Ergibt [204850,307275].


    Eine Infektionssterblichkeit von 0.005 ist für deutsche Bevölkerung viel zu niedrig, wird eher 0.01 sein. Wenn man nur den niedrigsten Wert der Älteren von 0.0075 für die Gruppe 55-64 auf die gesamten 24 Millionen Menschen mit 60+ Jahren anwendet, hätte man bereits 180000 Tote. Die Infektionssterblichkeit steigt aber mit dem Alter deutlich an, loglinearer Zusammenhang.


    Um es genauer zu schätzen, müsste man die Impfquote besser nach Alter aufgelöst haben.


    Dass die Therapie mittlerweile besser ist, stimmt zum Teil. Ich denke immer noch nicht, dass sie die Sterblichkeit dramatisch herabsenkt, insbesondere wenn man die frühen Gegenmaßnahmen verpasst. Viele Ältere sterben allerdings ohne überhaupt einen Arzt gesehen zu haben.

  • War`n Späß`le ...


    Wer weltweit mit Spitzenpolitikern rumhängt und die Top-Manager die ein und aus gehen, das über lange Zeit, würde mich wundern wenn sich da keine Anschlussverwendung findet. Ansonsten mit etwas Rücklagen Pensionär, ein anständiger bestimmt.


    Aber das Problem könnte ein psychologisches sein, erst die Macht mit Staatschefs Geschichte mitzubestimmen und dann irgendwo im Aufsichtsrat in einer lahmen Stadt - da ruft selbst Seibert in der Sitzung nach 10 Minuten "Laaaaaaangweilig!!!" - "Ruft Putin oder Xi noch an?" : )

  • Der Punkt sowohl die Werte, die sich aus der Verallgemeinerung von 65-74 Jahre / 0.025 und 75-84 Jahre / 0.085 ergeben, anzugeben, war die Andeutung, dass der wirkliche Wert dazwischen liegen könnte. Hätte ich alles von 55 bis 85+ als Mittelwert zusammengerechnet, käme ich auf 0.1. Das ist nicht mal ganz unplausibel da 55-59 Jahre mit die größte Bevölkerungsgruppe ist, die aber gar mit reinzählt, aber auch bei 85+ Jahre noch einiges zusammenkommt, so dass sich die beiden Extrema auch noch tendenziell ausgleichen. Andererseits die Impfquote mag auch innerhalb der Älteren nochmal zunehmen.


    Die Frage davor ist aber eher, ob die Abschätzungen für die Infektionssterblichkeit seit dem Stand von diesem paper aus dem letzten Dezember sich nochmal deutlich geändert haben. In jedem Fall mir geht es nicht um die Toten, sondern einen Ausgangspunkt für die Überlegung, auf wieviele Behandlungen das hochzurechnen ist. Und da ist eine Basiszahl von 10 K offenkundig eine andere Problemdimension als eine von 100 K, unabhängig davon, was dann der Multiplikator für die Behandlung ist.


    (Ich antworte auf Einflüsterungen, falls sich jemand wundert.)

  • Die Frage davor ist aber eher, ob die Abschätzungen für die Infektionssterblichkeit seit dem Stand von diesem paper aus dem letzten Dezember sich nochmal deutlich geändert haben.

    Wäre ja wohl das Mindeste, wenn man die Impfung berücksichtigt. Dazu kommt noch die natürliche Durchseuchung. Das war mal kurz auf dem Tableau in diesem Jahr, wurde aber wie so vieles schnell vergessen. Wir haben meiner Ansicht nach viel Zeit vertan, angenommen das Bedrohungsszenario existiert so noch, beim Warten auf die richtige Quote.

  • Der einfachste Weg mir zu widersprechen, wäre mir einen Fehler bei der Rechnung nachzuweisen.


    Ich verstehe allerdings auch nicht so sehr, wo ich da ein Schreckensszenario male. Wenn am Ende zum Beispiel nochmal 100000 Menschen im Zuge der Durchseuchung sterben, aber das gut genug über sagen wir zwei Jahre trotz Schwerpunkt in der Wintersaison verteilt ist, stellt das aus Sicht des Ansinnens weitere große gesellschaftliche Eingriffe zu vermeiden kein Problem dar. Es ist vermutlich ein gewisses gesellschaftliches Problem, insofern die Arbeitskraft von Menschen verloren geht. Es ist auch für die Krankenversorgung ein Lastproblem bis man wirklich den Großteil der Fälle mit einer Medikamentengabe behandeln kann. Aber ansonsten, diese Menschen wissen ja, dass sich die meisten von ihnen mit einer Impfung schützen könnten. Mehr kann man dann auch nicht für sie tun - außer der Einführung einer Impfpflicht.


    Die hohen Zahlen unterstreichen eher wie erfolgreich wir in Deutschland unter dem Strich dann doch gewesen sind. Wir haben ja auch nur so 5% der Bevölkerung bisher betroffen nach Meldezahlen und der unerfasste Bereich wird nicht als so viel höher geschätzt.


    Wäre ja wohl das Mindeste, wenn man die Impfung berücksichtigt. Dazu kommt noch die natürliche Durchseuchung.


    Ne, ich meine nur Abschätzungen der IFR für die ungeimpfte Bevölkerung ohne bisherigen Kontakt mit SARS-CoV-2 (eventuell noch ohne starke Immunreaktion trotz Kontakt). Die Geimpften rechne ich ja schon raus. Obwohl da natürlich auch noch eine geringere Zahl wegen CoViD-19 behandelt werden muss, die ich vernachlässige. Wieviele bei den verbleibenden Ungeimpften schon eine gewisse Immunität erworben haben, kann man denke ich fast nicht wissen. Auch unter denen kann es natürlich noch Behandlungsbedarf geben, der hoffentlich nicht zu hoch ausfällt, weil der "zugehörige" Anteil besonders anfälliger Personen bereits tot ist.

  • Diese Metaanalyse zur IFR verarbeitet Publikationen bis zum September 2020. Da sind also bereits Daten, die unter dem Eindruck besserer Behandlungsmöglichkeiten erhoben wurden, mit drin. So groß hat sich das jetzt seit dem auch nicht mehr weiterentwickelt, wenn man mal von der Verfügbarkeit monoklonaler Antikörper absieht.


    Außerdem kann man, wenn man nur den ungeimpften Bevölkerungsanteil betrachtet, eben keine IFR nehmen, die eine geimpfte Bevölkerung einbezieht. Dass man neben der Impfung erworbene Immunität einbeziehen muss, habe ich dazu gesagt. Kann ich nur nicht quantifizieren.


    Auch bei 90% Geimpften von 24 Millionen Menschen, bleiben 2.4 Millionen ungeimpft. Wenn bei 100000 Toten 90000 aus der Gruppe der Älteren kämen, hätte man eine IFR von 0.0375. Das liegt zwischen den Werten für die Gruppe 65-74 und 75-84 Jahre und ist durchaus nicht unrealistisch, auch nach Einbeziehung erworbener Immunität in der Gesamtgruppe.


    Ausbreitungswege scheinen mir bei einer Durchseuchung im Wesentlichen irrelevant zu sein.

  • Also ich spreche nicht von Restdurchseuchung, weil ich glaube die Leute werden sich noch vor Ansteckung schützen können. Sobald die Epidemie erkennbar nicht mehr genug Druck aufbringen kann, werden die verbliebenen Maßnahmen ganz schnell fallen. Und da SARS-CoV-2 sich mit der Zeit auch wieder unter Geimpften verbreiten kann, werden sich auch die Ungeimpften anstecken. Eine dauerhafte sterilisierende Immunität bei den Geimpften bei hoher Impfquote wäre wenn die einzige praktikable Perspektive eine Ansteckung dauerhaft zu vermeiden. Und das ist nicht der Fall.


    Der einzige Souffleur bist im Moment du. Und was du immer mit Lauterbach hast. Ich gucke keine ÖR-Gesprächsrunden. Ich kriege überhaupt nicht mit, was der macht, verlangt oder vorschlägt.

  • Andererseits, wenn die ganzen Ungeimpften der 60+ Jahre Gruppe sich bei über 85 Jahre finden, sich aber gleichzeitig bisher komplett vor CoViD-19 schützen konnten, könnten wir laut der IFR-Abschätzung für diese Gruppe selbst bei 90% Impfquote nochmal 680000 Tote verzeichnen, wenn es nicht doch über 1~000~000 Tote sind, weil es dann doch keine 5% Unterschätzung der Impfquote gibt.


    Das sollte ihn erledigt haben. Akuter Myokardinfarkt. Im Krankenhaus werden sie ihm schon eine Impfung aufschwatzen.

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