Der SARS-CoV-2-Thread

  • Ich habe die letzte Bundesgesundheitsministerium/RKI-Pressekonferenz gesehen und nachdem sich Hans so echauffiert hat, mal nachgeschaut, worum es eigentlich geht. Die Aufregung kann ich aber nicht wirklich nachvollziehen. Das ist wohl der erste Wochenbericht:


    https://www.rki.de/DE/Content/…df?__blob=publicationFile


    Da steht unter Impfeffektivität:


    Zitat

    Da die Angaben zu den Impfungen der COVID-19 Fälle teilweise unvollständig sind und somit eine Untererfassung der geimpften COVID-19-Fälle wahrscheinlich ist, wird die Wirksamkeit der Impfstoffe eher überschätzt.


    Scheint so als wäre das im Wochenbericht von Anfang an kommunziert worden.

  • Hab das schon bei Telegram gesehen. Es gibt jetzt eine neue Antifa. Da die Coronadiktatur ja Faschismus ist, sind die Querdenker jetzt Antifaschisten 🥴🥴

  • So nun da sich die Impfquoten erstmal nicht mehr stark ändern werden, kann man mal schauen, wieviel Last die Restdurchseuchung erzeugen sollte.


    Mal angefangen mit 18-59 Jahre, 70-75% Impfquote, 45.3 M Menschen. Da ich keine neuere Zusammenfassung habe, nehme ich die Infektionssterblichkeit nochmal aus Tabelle 3 aus diesem paper:


    https://www.springermedizin.de…8667556?fulltextView=true


    Schwer zu sagen, was der Mittelwert für die Gruppe ist, aber ich nehme einfach mal den für 35-44 als mittlere Gruppe, 0.00068. Wäre dieser gesamte ungeimpfte Bevölkerungsanteil noch nicht im Kontakt mit CoViD-19 gewesen, käme man auf 7700 bis 9000 Tote, selbst mit dem Wert für 45-54 Jahre von 0.0023 hätte man 26-30 K Tote. Mit der bereits erfolgten Durchseuchung eines Teils bleibt es also überschaubar. Aber die Krankenhausbehandlungen sind natürlich ein Vielfaches davon.


    Dagegen die 60+ Jahre, 85-90% Impfquote, 24.1 M Menschen. Da sehe ich dann das Problem. Mit dem Wert für 65-74 Jahre oder 0.025 wären es 60-90 K Tote, mit dem für 75-84 Jahre oder 0.085 wäre man bei 200-300 Toten. Also selbst wenn ein gewisser Teil der ungeimpften Bevölkerung schon durchseucht wurde, kann die Zahl der Krankenhausbehandlungen hier noch sehr hoch werden.


    Die tatsächliche punktuelle Last hängt natürlich von der Infektionsausbreitung ab. Aber auch wenn sich die Fälle gut über diese und die nächste Herbst-/Winterperiode verteilen, ist das eine deutliche anhaltende Belastung.

  • Dagegen die 60+ Jahre, 85-90% Impfquote, 24.1 M Menschen. Da sehe ich dann das Problem. Mit dem Wert für 65-74 Jahre oder 0.025 wären es 60-90 K Tote, mit dem für 75-84 Jahre oder 0.085 wäre man bei 200-300 Toten.


    Rechne mal:


    24.1 * 10^6 * (1 - ([90,85] / 100))  * 0.085.


    Ergibt [204850,307275].


    Eine Infektionssterblichkeit von 0.005 ist für deutsche Bevölkerung viel zu niedrig, wird eher 0.01 sein. Wenn man nur den niedrigsten Wert der Älteren von 0.0075 für die Gruppe 55-64 auf die gesamten 24 Millionen Menschen mit 60+ Jahren anwendet, hätte man bereits 180000 Tote. Die Infektionssterblichkeit steigt aber mit dem Alter deutlich an, loglinearer Zusammenhang.


    Um es genauer zu schätzen, müsste man die Impfquote besser nach Alter aufgelöst haben.


    Dass die Therapie mittlerweile besser ist, stimmt zum Teil. Ich denke immer noch nicht, dass sie die Sterblichkeit dramatisch herabsenkt, insbesondere wenn man die frühen Gegenmaßnahmen verpasst. Viele Ältere sterben allerdings ohne überhaupt einen Arzt gesehen zu haben.

  • War`n Späß`le ...


    Wer weltweit mit Spitzenpolitikern rumhängt und die Top-Manager die ein und aus gehen, das über lange Zeit, würde mich wundern wenn sich da keine Anschlussverwendung findet. Ansonsten mit etwas Rücklagen Pensionär, ein anständiger bestimmt.


    Aber das Problem könnte ein psychologisches sein, erst die Macht mit Staatschefs Geschichte mitzubestimmen und dann irgendwo im Aufsichtsrat in einer lahmen Stadt - da ruft selbst Seibert in der Sitzung nach 10 Minuten "Laaaaaaangweilig!!!" - "Ruft Putin oder Xi noch an?" : )

  • Der Punkt sowohl die Werte, die sich aus der Verallgemeinerung von 65-74 Jahre / 0.025 und 75-84 Jahre / 0.085 ergeben, anzugeben, war die Andeutung, dass der wirkliche Wert dazwischen liegen könnte. Hätte ich alles von 55 bis 85+ als Mittelwert zusammengerechnet, käme ich auf 0.1. Das ist nicht mal ganz unplausibel da 55-59 Jahre mit die größte Bevölkerungsgruppe ist, die aber gar mit reinzählt, aber auch bei 85+ Jahre noch einiges zusammenkommt, so dass sich die beiden Extrema auch noch tendenziell ausgleichen. Andererseits die Impfquote mag auch innerhalb der Älteren nochmal zunehmen.


    Die Frage davor ist aber eher, ob die Abschätzungen für die Infektionssterblichkeit seit dem Stand von diesem paper aus dem letzten Dezember sich nochmal deutlich geändert haben. In jedem Fall mir geht es nicht um die Toten, sondern einen Ausgangspunkt für die Überlegung, auf wieviele Behandlungen das hochzurechnen ist. Und da ist eine Basiszahl von 10 K offenkundig eine andere Problemdimension als eine von 100 K, unabhängig davon, was dann der Multiplikator für die Behandlung ist.


    (Ich antworte auf Einflüsterungen, falls sich jemand wundert.)

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