Der SARS-CoV-2-Thread

  • Warum sollte die Notwendigkeit von Maßnahmen in ihrer Gruppe und in ihrem Lebensumfeld zurückgehen würde bei Impfungen von Jugendlichen zurückgehen; wenn die Ansteckungsgefahr bei geimpften und ungeimpften bei delta-Variante diesslbe ist?


    Ist ja nicht der Fall.


    Meinst du nicht das man pozenzielle (langzeit)Impfschäden zu einer Nutzen-Kosten Kalkulation zu mindest einbeziehen sollte?


    Da potentielle Langzeitschäden einer CoViD-19-Erkrankung oder SARS-CoV-2-Infektion bei der immunnaiven Bevölkerung ebenfalls nicht bekannt sind, finde ich den Punkt in der Kalkulation tatsächlich nicht übermäßig relevant, wenn man nicht wenigstes mechanistische Ansätze vorweisen kann.

  • Rechtlich wäre interessant ob die Leute ihrem Arzt gegenüber verpflichtet sind ihren Impfstatus anzuzeigen.

  • Rechtlich wäre interessant ob die Leute ihrem Arzt gegenüber verpflichtet sind ihren Impfstatus anzuzeigen.


    Ja, da ist vieles noch nicht geklärt, denke auch es wird noch einige Gerichte beschäftigen und am Ende ganz oben landen.


    Aber wie gesagt, das mit den Piercings/Tattoo/Optic-Ops (vielleicht bald auch Sex-Unfälle) müssen Ärzte schon den Krankenkassen melden, Schweigepflicht hin oder her, da spielt der Arzt sonst mit der Kassenzulassung.


    Wird es diese Dritthaftung auch geben wenn ein Tesla mich um den Baum wickelt und vom Hals abwärts lähmt? Wahrscheinlich nicht : )

  • Vielleicht findet sich in dieser Pandemie ja doch nochmal der Weg zurück zur Systemkritik. Wäre ja voll schön.

    Anlässe dafür gibt es zu Hauf, man muss sie nur mal nutzen. Die Transferleistung muss man dabei aber hinbekommen. Es ist nämlich durchaus system-bedingt, wenn sämtliche Maßnahmen vor allem den privaten Bereich übermäßig einschränken und optimal auf die Aufrechterhaltung von Lohnarbeit angepasst werden. Wenn auch, wie bereits zuvor erwähnt, das system hier lediglich Prioritäten vorgibt und jedes anders ideologisch ausgerichtete Regime ähnlich agieren dürfte.

    Konkret spielt bei uns das Risiko dann eine untergeordneter Rolle. Spätestens bei der Sperrstunde sollte das jedem aufgefallen sein.


    Und wenn die Umsetzung in einer Form erfolgt, die eigentlich bei jedem Systemkritiker in normalen Zeiten die Alarmglocken hätten schrillen lassen, denn die lagen ja ohnehin in den Schubladen, plötzlich unklar und deplatziert sein soll, dann erscheint Systemkritik plötzlich eher als Freizeitbeschäftigung.


    Ich weiß nicht, inwieweit z.B die Einschränkung von Bürger- und Arbeitnehmerrechten wegen einer inzwischen gut überschaubaren Lage (Wir reden u.A. von ca. 18% Unterschied bei der Quote zu unserem nördlichen Nachbarn) sich von den Grundrechtseinshränkungen aufgrund von Terrorangriffen groß unterscheidet, außer dass damals eher eine Minderheit direkt extrem nachteilig betroffen war und keine Möglichkeit hatte sich anzupassen. Der Rest lief als Grundrauschen und hat nach Bekanntwerden irgendwie auch keinen mehr so richtig interessiert. Pegasus verflog ja dieses Jahr fast schneller als ich Aluhut sagen kann.

    Man braucht im Grunde nicht viel Fantasie um sich vorzustellen, wie solche Einschränkungen sich nachhaltig auf unser (Arbeits-) Leben auswirken werden.


    Aber es wurde ja bereits angedeutet, dass derlei in Sachen Klima durchaus angemessen sein könne. Allerdings müssten wir uns in dem Fall dann sowieso nochmal ganz offen über unseren Gesellschaftsvertrag unterhalten. Das scheint mir ohnehin die eigentliche Konfliktlinie zu sein, um die sich derzeit alles kreist. Ich bin mir aber sicher, das das Verfassungsgericht auch diesbezüglich weiter für klare Verhältnisse sorgen dürfte. Dieses hat ja teilweise bereits alte Rechtsauffassungen durch modernere ersetzt.

    Gibt's die Impfung jetzt auch als Zäpfchen oder was soll das immer mit der Hintertür. Seriously, wenn man arbeitet hat man entweder das Glück oder Pech, dass das eigene Kind weniger als 40 Tage im Jahr krank ist bzw. in Quarantäne, ansonsten gibt's auch keine Lohnfortzahlung. Und da hat nix mit Freiheit.

    Hat man dann (anschließend) eigentlich Anspruch auf ALGI? Ich dachte bei Quarantäne gäbe es normalerweise gar keine Lohnfortzahlug, weil ja die Krankheit fehlt. Ich meine gut, wenn man die Anordnung der Quarantäne aufgrund von Inzidenzwerten als Schicksalsschlag betrachtet, kann man das sicher so sehen.

    Wobei das einzige Ziel hierbei ja inzwischen wieder nur noch die Vermeidung von zu vielen belegten ITS-Betten sein drüfte. Der Rest ist Eigenverantwortung. Und da ist man dann spätestens bei den elenden Zahlen und der Debatte, um die Verhältnismäßigkeit, die auch kaum jemand führen möchte.

    Ich bin echt gegen eine Impfpflicht, aber wir sollten jetzt mal nicht so tun, als sei es eine riesen Hürde, sich impfen zu lassen, da es grundsätzlich ein Privileg ist. Und mit den Privilegien, die wir hier haben, ist's manchmal echt von allem ein wenig zu viel und gleichzeitig zu wenig. Wtf...

    Ich bin gegen eine Impfflicht, aber ...

    Dann soll man sich halt ehrlich machen und nicht so rumeiern, wie unsere Politiker. Dann wissen auch alle, wo sie stehen. Nur scheut man eben die damit zwangläufig verbundene Konfrontation. (Stichwort Hintertür)



    Auch interessant, obgleich ich jetzt auf die Schnelle keine vergleichbaren Zahlen für DE habe, nur die Feststellung, dass es auch bei uns ein Gefälle geben soll. Eine Portion Klassismus durfte ja auch in der zuvor diskutierten Studie nicht fehlen. Glaubwürdigkeitskrise. Sowas kommt von sowas und wirft natürlich die Systemfrage auf, denn dessen Wirkung wird hier deutlich sichtbar.

    Und nun haben wir ein Dilemma, denn diese Nudging-Strategie bewirkt am Ende genau das Gegenteil von Befriedung, sondern erzeugt nachhaltig mehr Misstrauen als der direkte Zwang. Also ich bin absolut gegen eine Impfflicht, nur wäre mir die immer noch lieber, als dieses Irreführen.

  • Na, dann werde doch mal konkret. Wer ist das, den „es“ jetzt trifft und der sich „dieser Realität“ gar nicht bewusst ist?

    In meinem Bekanntenkreis sind das vornehmlich Menschen, die man klassisch immer noch der bürgerlichen Mitte zuordnen würde. Also Menschen, die sich im großen und ganzen bisher nicht den systemischen oder strukturellen Zwängen bewusst waren.

  • man könnte auch einfach die Leute selber entscheiden; wenn die drastjscbe Krankheitsfälle zu häufen wäre automatisch mehr Bereitsschaft da; wenn nicht ist die Impfung unnütz.


    mal abgesehen dass ein genesene eh besser mit dem Mutanten zurechtkommt.

  • Ftfy ;)

    Danke, ich wollte eigentlich noch ein die einfügen.

    Ne, das würde ich so auch unterschreiben. Die Frage bleibt dann natürlich, was ist die Konsequenz für die Nichtgeimpftys? Bußgeld? Da beißt sich die Katze in den Schwanz, oder?

    Wenn man das als alsnotwendig erachtet, muss man eben auch entsprechende Härte zeigen. Die Grenzwerte aus BW haben mich diesbezüglich noch nicht überzeugt. Und dabei ist der ethische Aspekt völlig außer Acht gelassen. Der sogenannte Ethikrat war ja nun auch keine echte Stütze.

  • Anlässe dafür gibt es zu Hauf, man muss sie nur mal nutzen. Die Transferleistung muss man dabei aber hinbekommen. Es ist nämlich durchaus system-bedingt, wenn sämtliche Maßnahmen vor allem den privaten Bereich übermäßig einschränken und optimal auf die Aufrechterhaltung von Lohnarbeit angepasst werden

    Eben.


    Und wenn die Umsetzung in einer Form erfolgt, die eigentlich bei jedem Systemkritiker in normalen Zeiten die Alarmglocken hätten schrillen lassen, denn die lagen ja ohnehin in den Schubladen, plötzlich unklar und deplatziert sein soll, dann erscheint Systemkritik plötzlich eher als Freizeitbeschäftigung.

    Naja, ich hatte da Systemkritik extra in "" gesetzt. Ich führe zB solche Diskussionen und darf mich dann regelmäßig von der "digital-kommunistischen" Machtergreifung warnen lassen. Da geht die Kritik also einen völlig absurden Weg.


    Ich weiß nicht, inwieweit z.B die Einschränkung von Bürger- und Arbeitnehmerrechten wegen einer inzwischen gut überschaubaren Lage (Wir reden u.A. von ca. 18% Unterschied bei der Quote zu unserem nördlichen Nachbarn) sich von den Grundrechtseinshränkungen aufgrund von Terrorangriffen groß unterscheidet, außer dass damals eher eine Minderheit direkt extrem nachteilig betroffen war und keine Möglichkeit hatte sich anzupassen. Der Rest lief als Grundrauschen und hat nach Bekanntwerden irgendwie auch keinen mehr so richtig interessiert. Pegasus verflog ja dieses Jahr fast schneller als ich Aluhut sagen kann.

    Man braucht im Grunde nicht viel Fantasie um sich vorzustellen, wie solche Einschränkungen sich nachhaltig auf unser (Arbeits-) Leben auswirken werden.

    Da bin ich nicht anderer Meinung. Deshalb habe ich ja auch die Hoffnung geäußert, dass sich aus der "neuen" Realität Einsichten entwickeln, die Reaktionen provozieren. Die Hoffnung ist halt nur etwas verhalten, wenn die Analyse dann - gelinde gesagt - sehr grotesk ist.

    Aber es wurde ja bereits angedeutet, dass derlei in Sachen Klima durchaus angemessen sein könne. Allerdings müssten wir uns in dem Fall dann sowieso nochmal ganz offen über unseren Gesellschaftsvertrag unterhalten. Das scheint mir ohnehin die eigentliche Konfliktlinie zu sein, um die sich derzeit alles kreist.

    Könnte man so sagen. Aber da Klima ja das neue Covid sein wird, wird da an entsprechenden Stellen auch schon ordentlich geprimert. Das wird ein ganz wilder Ritt.

  • Die Autoren der Studie wenden ein völlig indiskutables Framing an, das den Menschen aus der "Bürgerliche Mitte", die "es" jetzt trifft und die gegen "es" protestieren, die Berechtigung zur Teilnahme am Diskurs im Grunde abspricht, indem sie als fehlgeleitete Spinner und Verschwörungstheoretiker dargestellt werden, die in einer Art Wahnwelt leben.

    Das steht in dem Text, den Du da zitierst allerdings überhaupt nicht drin.

  • außerdem betrifft die " bürgerliche Mitte" der Lohnfortzahlungwegfall eh nicht,


    Wenn jemand mobiles Arbeiten machen kann, dann kann er es halt auch in quäretäne machen und das die eher besser bezahlten Jobs.


  • Du hast eine Studie gelinkt? Na das überrascht mich nicht.


    Daraus dass die Viruslast entsprechend RT-PCR-Messung bei geimpften Personen, die sich angesteckt haben, eine ähnliche Höhe wie die von Ungeimpften erreichen kann, folgt nicht, dass es keine Reduzierung der SARS-CoV-2-Übertragung durch die Impfung gibt.

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