Der SARS-CoV-2-Thread

  • Stimmt...ich muss aber sagen das mich das auch seit einiger Zeit etwas stört das es da kein schnelles "Update" gibt, warum dauert das so lange, kann mir das mal einer hier erklären?

    Man hat die mRNA Impfung doch öfter (zumindest meiner Wahrnehmung nach) damit beworben das damit schnelle Anpassungen möglich sind, bisher sehe oder höre ich da aber nichts von.


    Die Anpassung sollte auch eher einfach sein. Ich denke auch nicht, dass es produktionsseitig ein Problem sein muss, wobei ich nicht weiß welche Vorlaufzeiten es da gibt. Es ist vermutlich eine Frage welche Auflagen, also zum Beispiel neue Studien, man erfüllen muss, um innerhalb der Zulassung zu bleiben, und auf welche Varianten man nun genau reagiert, was natürlich auch von Vorlaufzeiten in der Produktion abhängen kann.


    In diesem Fall scheinen sie sich allerdings auf Delta zu konzentrieren:


    https://investors.biontech.de/…oster-program-light-delta


    Zitat

    While Pfizer and BioNTech believe a third dose of BNT162b2 has the potential to preserve the highest levels of protective efficacy against all currently tested variants including Delta, the companies are remaining vigilant and are developing an updated version of the Pfizer-BioNTech COVID-19 vaccine that targets the full spike protein of the Delta variant. The first batch of the mRNA for the trial has already been manufactured at BioNTech’s facility in Mainz, Germany. The Companies anticipate the clinical studies to begin in August, subject to regulatory approvals.

  • Zero-covid scheitert ja nun sogar bei den Inselstaaten.

    Welche Inseln meinst du denn?

    Über NZ und AUS wird bei Springer seit Tagen falsch berichtet:


    https://uebermedien.de/63348/d…ds-anti-corona-strategie/


    Der im Herbst vergangenen Jahres nach Neuseeland ausgewanderte André Klengel schrieb der „Welt“ in einem Leserbrief:

    „Dass die Null-Covid Strategie nicht ewig durchzuführen ist, ist auch hier jedem bewusst und wird spätestens mit der kompletten Durchimpfung der Bevölkerung ein Ende finden. Deswegen vom ‚wahren Gesicht der Null Covid Strategie‘ zu sprechen und die Tatsachen außer Acht lassen, halte ich für völlig falsch, genau wie 95% der neuseeländischen Bevölkerung.“

    Die Zahl der positiven Covid-Fälle in Neuseeland sind nach drei Wochen bereits stark rückläufig. Die schlimmste Gefahr scheint gebannt. Seit Mittwoch dieser Woche ist der Lockdown im gesamten Land bis auf Auckland weitgehend aufgehoben, es gibt nur noch wenige Auflagen. Der jüngste Anti-Lockdown-Protest bestand aus einer einzigen Person.“

  • Stimmt zwar im Prinzip ebenfalls, aber es machen halt nicht alle mit, daher frage ich mich auch seit einiger Zeit manchmal, würde eine Durchseuchung der jüngeren Teile der Bevölkerung tatsächlich zu einem Kollaps der Intensivstationen führen?

    Soweit ich es mitbekommen habe waren es bisher ja vorallem die älteren Menschen welche die Stationen gefüllt haben, bei jüngeren Menschen sind die Zahlen immer sehr niedrig gewesen und durch die Demografie in DE haben wir ja sowieso deutlich weniger junge Menschen.


    Naja, nehmen wir die Bevölkerung über 60. Das sind so 24 Millionen, bei 85% Impfquote sind das 3.6 Millionen Ungeimpfte. Mit allen erfassten Fällen sind wir in Deutschland gerade über die 4 Millionen gekommen und von einer dramatisch höheren Zahl tatsächlicher Infektionen geht man wohl nicht aus. 45 Millionen in der Gruppe 18-59 Jahre bei 65% Impfquote sind das 16 Millionen Ungeimpfte, Altersverteilung unklar. Ein Teil von den Ungeimpften hat sich natürlich schonmal infiziert, aber viele Infizierte werden auch Teil der Gruppe der Geimpften sein.


    Um wirklich Ruhe zu haben - auf den Intensivstationen oder einfach auf Station, da liegen dann nämlich die ganzen weniger schweren Fälle - hätten wir laut Modellierungsstudien vom RKI in der erwachsenen Gesamtbevölkerung so 85% erreichen müssen, wir liegen mit den Erstimpfungen eher 10% darunter.


    Wenn man aber nicht dort arbeitet, bezweifle ich, dass es allzu hart werden wird. Mit Kindern in Quarantäne muss man sich vielleicht noch rumschlagen, mit Schulschließung eventuell nicht mehr.

  • Ernst gemeinte Frage: Wann würdest du sie denn für nicht sinnvoll halten? Die Stiko musste sich schon sehr verbiegen, um für 12- bis 17-jährige Impfungen zu rechtfertigen.


    Da Corona auch von Tieren übertragen wird, ist es unwahrscheinlich, dass es verschwindet. Die Impfungen werden daher bleiben, wie bei der Grippe, mindestens jährlich.


    Impfungen sind bis Ende 2023 gezahlt. Da ist also auch noch eine vierte und fünfte Impfung drin.


    Also soweit ich weiß, hat die Ständige Impfkommission nach der neuen Datenlage entschieden, dass durch die demonstrierte Sicherheit der Impfstoffe beim breiten Einsatz auch in der Altersgruppe 12-17 der Nutzen der Impfung überwiegt.


    SARS-CoV-2 wird sicher nicht verschwinden. Das heißt aber nicht, dass man deshalb jährlich impfen muss. Tut man bei den bisherigen Coronaviren des Menschen zum Beispiel nicht. Das Influenza-Virus hat eine höhere Mutationsrate als SARS-CoV-2, auch wenn Rekombination da wohl seltener auftritt. Aber wird sich dann zeigen.

  • Der Hauptautor der Studie und eine Kollegin haben ihre Schlüsse daraus mal hier zusammengefasst (Triggerwarning: Vielen "Überzeugten" von der Straße werden sie sicher nicht gefallen.):


    [...] Die gegenwärtige Konjunktur des Verschwö­rungsdenkens ist aus unserer Sicht das Resultat eines längerfristigen sozialen Wandels zur Spät­moderne, der ein hochindividualisiertes Subjekt hervorgebracht hat, das, freigesetzt aus traditiona­len Institutionen, sein Leben vermeintlich selbst­bestimmt gestaltet, sich aber seiner sozialen und politischen Umwelt häufig ohnmächtig gegen­übersieht.

    Dieses Subjekt stößt in der Corona-Pandemie nun auf zwei Grenzen, die sein Handeln limitieren und sein individuelles Selbstverständnis bedrohen: Erstens werden die Freiheitsgrade, die eine auf Wettbewerb und Konkurrenz beruhen­de Gesellschaft für es hervorgebracht hat, mit der Rückkehr des sichtbaren Staates in die alltägliche Lebensführung durch die Maßnahmen zur Ein­schränkung der Pandemie limitiert.

    Anders als die Unterklassen, für die der Staat schon zuvor in ihre Freiheitsgrade interveniert hat (etwa über Hartz IV), trafen die staatlichen Disziplinierungen nun auch jene Segmente der Mittel- und Oberklas­sen (insbesondere im kulturellen Bereich), für die der Staat zuvor Garant ihrer Freiheitsgrade war, und den sie in der alltäglichen Lebensführung al­lenfalls regulativ zu spüren bekamen. 03


    Zweitens kann das Subjekt sein Bedürfnis nach eigenem Sinnverstehen nicht länger erfüllen. Es war ge­wohnt, sich Wissen in einer bestreitbaren, diskursiven Auseinandersetzung selbst anzueignen. Mit dem Coronavirus wird es seines eigenen Nicht-Wissen-Könnens gewahr und zusätzlich mit sei­ner Fremdwissensabhängigkeit konfrontiert. Es muss nun auf das Wissen Anderer, das ihm unbe­kannter Ex­pert:­innen, vertrauen. Auf diese beiden Beschränkungen reagiert das spätmoderne Sub­jekt mit einer epistemischen Kritik, welche die Fra­ge, „wie es um das, was ist, bestellt ist“, 04 radikal stellt. 05

    Es protestiert auf der Ebene der Wirklich­keitsdeutung (und ihrer Verleugnung) gegen jene politischen Entscheidungen, die es in seiner Deu­tungs- und Handlungsmacht einschränken. 06 [...]

    Mit dem Nichtwissen wird das Deutungsprivileg wissen­schaftlicher Rationalität infrage gestellt; es lässt sich nicht alles wissen, alles erklären oder be­herrschen. Damit kommt es zu einer tiefgreifen­den Form der „Unsicherheit auf allen Seiten“. 12

    Denn nicht nur die Risiken, die mit dem Wirt­schaftswachstum von Industrienationen steigen, transzendieren das Feld des Sichtbaren. Mit den wissenschaftlichen Versuchen, diese Risiken zu erkennen, um sie anschließend kontrollieren zu können, bemisst sich auch der Wahrheitsgehalt von Wissen neu. Die Frage nach der „Realität der Realität[]13 wird damit zu einer politischen Kern­frage spätmoderner Gesellschaften.[...]


    Zahlen bringen Objektivität in die Welt, sie eliminieren Gefühle. Wissenschaftliche Objek­tivität ist jedoch auch immer sozial konstruiert, deshalb können Zahlen „zur Waffe [werden], mit der man andere, abweichende Stimmen zum Schweigen bringen kann“. 16 Ex­pert:­innen werden in der Risikogesellschaft in ihrer gesellschaftli­chen Bedeutung für die Legitimität von Wissen zwar enorm aufgewertet, sie werden gleichzei­tig aber auch Objekt von ressentimentgeladenem Gegen-Wissen. [Der Soziologe Ulrich] Beck beobachtet hier eine Ten­denz zur „‚Sündenbock-Gesellschaft‘: Plötzlich sind es nicht die Gefährdungen, sondern diejeni­gen, die sie aufzeigen, die die allgemeine Unruhe provozieren“. 17 Ex­pert:­innen werden zum Ob­jekt unterdrückter Gefühlsprojektionen.[...]


    Der Hauptwiderspruch des spätmodernen Indi­viduums liegt darin begründet, dass es zwar über bisher nicht gekannte Freiheitsgrade und Autonomieressourcen verfügt, aber die Bedingungen, unter denen diese bereitgestellt werden, nicht kontrollieren kann. 20 Émile Durkheim hatte be­reits darauf hingewiesen, dass die „Unterwer­fung“ des Individuums unter die Gesellschaft die „Bedingung seiner Befreiung“ sei. 21 Freiheit ist insofern nur mit der, nicht gegen die Gesellschaft möglich. Diese liefert ein Repertoire an Routi­nen, Regeln und Normen, an die sich die Men­schen täglich meist nur gewusst, selten bewusst halten. Sie geben Halt und Sicherheit im Alltag, im gesellschaftlichen Normalbetrieb.


    Das spätmoderne Individuum muss zudem zunehmend ein hochkompetitives Subjekt sein, das sich selbst optimiert, das um knappe Res­sourcen mit anderen konkurriert. Die institutio­nalisierte Wettbewerbsgesellschaft nimmt für sich in Anspruch, dass Leistung, Wertschätzung und Anerkennung die Zuteilungskriterien für Wohl­standsverteilung darstellen, löst diesen aber häu­fig nicht ein. Denn auch im freien Wettbewerb „verbergen sich Abhängigkeitsverhältnisse, die die Realität ausmachen“. 22

    Michael Sandel spricht von der Tyrannei des Leistungsprinzips: Nicht allein die ungleiche Verteilung von Einkommen und Vermögen, sondern deren meritokratisches Rechtfertigungsnarrativ führe zu einer politi­schen Frustration großer Teile der Bevölkerung.

    Zu einer normativen Erosion der gesellschaftli­chen Kohäsion kommt es, weil beide Statusgrup­pen, Ge­win­ner:­innen wie Ver­lie­rer:­innen, kon­trafaktisch an der Ethik des Leistungsprinzips festhalten, obwohl es objektiv an Geltungskraft eingebüßt hat.


    Das Versprechen von Autonomie und Selbstver­wirklichung gehört neben dem Leistungsverspre­chen zum zentralen Arsenal der Selbstrechtferti­gung spätmoderner Marktgesellschaften. 23 Doch genau das emanzipatorische Versprechen auf freie Selbstentfaltung bringt, wie Andreas Reckwitz betont, „hartnäckige Paradoxien“ hervor: „Die spätmoderne Kultur verspricht dem Individuum subjektive Erfüllung in einer Weise wie keine zu­vor und suggeriert ihm, ein Recht auf dessen Rea­lisierung zu besitzen, und lässt doch immer wie­der diese subjektive Erfülltheit als ein Phantasma scheinen (...).“ 24 Er folgt damit der Diagnose von Christopher Lasch, der die pathologische Konse­quenz eines kompetitiven Individualismus darin sah, dass „das Streben nach Glück in einer nar­zisstischen Sackgasse“ 25 ende. [...]


    Unter Rückgriff auf Verschwörungsnarrative kann das Individuum nun in doppelter Weise seine Unab­hängigkeit demonstrieren: Es kann die Autorität des Wissens der Ex­pert:­innen bestreiten und sich selbst (narzisstisch) überhöhen als ein Subjekt, das die wahren Zusammenhänge durchschaut hat.[...]


    Wir interpretieren die Zunahme konspira­tiver Denkmuster im Zuge der Corona-Pande­mie in diesem Sinn als eine versuchte epistemi­sche Resouveränisierung, die die Kränkungen des spätmodernen Subjekts kitten soll. Verschwö­rungstheoretische oder auch okkulte Welter­klärungsmodelle kompensieren die Realität der Schranken und Entbehrungen, indem sie ein Fan­tasma der Souveränität über exklusive Wissens­bestände konstituieren: Das Weltgeschehen ist intentional von dunklen Mächten gesteuert, von deren Existenz einzig privilegierte Individuen – Sehende oder Erwachte – wissen. Die von Co­ro­na-Skep­ti­ker:­innen neu formulierte Frage „But is it true?“ stellt damit nicht nur den Wirklichkeits­gehalt eines noch unbekannten Risikos infrage, eben des Coronavirus, sondern mit ihm gleichfalls die staatlichen Machtbefugnisse, die das individu­elle Handeln einschränken.


    Es ist augenscheinlich, dass die Demonstrationen der Querdenken-Be­wegung ebenso wie widerständige Alltagsprak­tiken (beispielsweise die Maskenverweigerung) performativ Handlungsmacht herstellen. 35 Ähnli­ches gilt auch für das Wissen.

    Aus unserer Sicht ist das Beharren auf (anti)wissenschaftlichen oder alternativen Wissensbeständen ein Symptom neu­er epistemischer Konfliktlagen, über die gebroche­ne Versprechen und Kränkungen einer liberalen Konkurrenzgesellschaft [a.k.a Kapitalismus "Soziale Marktwirtschaft"] kanalisiert werden.[...]


    Das spätmoderne, für Verschwörungsnarra­tive offene Individuum hat maximale Partizipa­tionsansprüche. Es überhöht sein eigenes Erfah­rungswissen vor dem Wissen von Ex­pert:­innen. Zentrale Prinzipien moderner Demokratien sind ihm suspekt, weil sie es in seinen unbegrenzten Ansprüchen an Autonomie begrenzen: Reprä­sentation, Delegation, Verantwortung und In­termediatisierung durch Organisation. Deshalb erscheinen ihm alle Entscheidungen, an denen es nicht beteiligt ist, als Form einer Eliten-Kon­spiration.

    Der britische Ökonom William Davies schrieb noch vor der Corona-Pandemie: „Der Staat erscheint vielen als ein abgekartetes Spiel von Insidern. Für diese Kritiker ist der Unter­schied zwischen Experte und Politiker zur Illu­sion geworden“. 45


    In der Verschwörungsepidemie ist aus ei­ner staatsbürgerlich durchaus vernünftigen epis­temischen Kritik ein epistemischer Widerstand geworden. Dieser ist jedoch nicht nur in seiner Offenheit nach rechts, in seinem Hang zu Ver­schwörungsnarrativen, demokratiepolitisch ge­fährlich. Denn hier steht eine Grundvorausset­zung der modernen Demokratie auf dem Spiel: in ihr hat jede „Auseinandersetzung (...) zur Vo­raussetzung, dass man in derselben Welt lebt“. 46 Dies ist zum Teil nicht mehr gegeben. Ein Kampf für eine bessere Welt hat immer auch zur Voraus­setzung, dass man über die gleiche Welt spricht,die man kritisiert.[...]

    _________________________________________________

    Carolin Amlinger, Oliver Nachtwey: Sozialer Wandel, Sozialcharakter und Verschwörungsdenken in der Spätmoderne, in: Aus Politik und Zeitgeschichte: Verschwörungs­theorien, 71. Jahrgang, 35–36/2021, Bundeszentrale für politische Bildung 2021 (->PDF ab S. 13)


    (Unterstreichungen und Anmerkungen in rot von mir.)

  • ..und deswegen ist es wichtig, das Internet zu regulieren sowie Medien und Experten zu haben, die sich nicht (zu sehr) widersprechen. Das verstärkt dann zwar erst einmal den "Verschwörungsglaube" und die damit verbundenen Probleme, aber bis die Deutungshoheit wieder erreicht ist, hetzt man die Menschen gegeneinander auf, um den Umbau nicht zu stören. 8)


    Menschen mehr demokratische Mitbestimmung zu geben, scheint leider nicht die favorisierte Option aus dem Dilemma zu sein.


    Ich glaube Du hast nicht verstanden, was Nachtwey geschrieben hat.

  • Habe ich das die Tage richtig verstanden, 5% der Deutschen hatten "nachweislich" Corona? Ich dachte das wären schon ein paar mehr?

    "1560 students with a median age of 15 years participated in this study. 1365 (88%) were seronegative, 188 (12%) were seropositive."


    Die Daten sind von März/April in Dresden aus einer Studie zu Long Covid bei Kindern und Jugendlichen.

    https://www.medrxiv.org/conten…101/2021.05.11.21257037v1


    Zu Long Covid: "Each symptom was present in at least 35% of the students within the last seven days before the survey. However, there was no statistical difference comparing the reported symptoms between seropositive students and seronegative students. Whether the infection was known or unknown to the participant did not influence the prevalence of symptoms.

    Interpretation: The lack of differences comparing the reported symptoms between seropositive and seronegative students suggests that Long-COVID19 might be less common than previously thought and emphasizing the impact of pandemic-associated symptoms regarding the well-being and mental health of young adolescents."

  • Die STIKO ist politischem Druck ausgesetzt. (Gerade bspw. auch was Drittimpfungen oder die von Schwangeren angeht.)


    Du meinst Politiker die Forderungen stellen? Nun da sind sie nicht die einzigen.


    Als Begründung für ihre Impfempfehlung für 12- bis 17-jährige hat die STIKO auch psychosoziale Folgen als Grund mitangeführt, also die Auswirkung der Corona-Politik.


    Da haben sie wohl auf die Kritik reagiert, dass sie psychosoziale Folgen in ihrer vorherigen Einschätzung nicht berücksichtigt hatten:


    https://www.aerztezeitung.de/M…nder-beachten-421990.html


    Zitat

    Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) appelliert an die Ständige Impfkommission (STIKO) bei einer COVID-19-Impfempfehlung für Zwölf- bis 17-Jährige auch die psychosozialen Probleme dieser Altergruppe in den Blick zu nehmen.


    „Die STIKO orientiert sich allein am individuellen Nutzen einer Impfung im Verhältnis zur Gefährlichkeit einer Erkrankung“, sagte der BVKJ-Präsident Dr. Thomas Fischbach, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Da sind Kollateralschäden bei der psychosozialen Entwicklung der Kinder und Jugendlichen nicht berücksichtigt.“


    Mit einer anderen Politik (oder ohne politischen Druck auf die STIKO) gäbe es diese Empfehlung womöglich nicht.


    Mir scheinen die anderen Aspekte, wie eben die Sicherheitsdaten ausschlaggebender gewesen zu sein.


    Ergänzend zur STIKO: Bereits die Impfempfehlung für Erwachsene, enthält unter anderem "Öffentliches Interesse" als Begründung.


    Ja sicherlich, ohne öffentliches Interesse würden die Impfstoffe nicht existieren.


    Allzu hoch scheinen sie das aber nicht zu wichten, sonst hätten sie die Empfehlung für die Impfung der Kinder gleich abgegeben.

  • Wemire


    Heranwachsende Menschen mit einen Impfstoff der lediglich eine Notfallzulassung und dessen Langzeitwirkungen unbekannt sind, zu impfen ist eine gute Idee.


    Besonders weil STIKO für Jundendliche mit Vorerkrankungen schon vorher galt.


    --


    Ich erwarte dennächst ein Alkverbot, der sterben mehr Jugendliche daran und Long-Alk-Schäden sind ja auch vorhanden.

  • [...] einen Impfstoff der lediglich eine Notfallzulassung [...]


    In Europa hat der Impfstoff keine Notzulassung.


    [...] dessen Langzeitwirkungen unbekannt sind [...]


    Potentielle Langzeitwirkungen sind bei Zulassung für die meisten Arzneimittel nicht bekannt.


    Ich erwarte dennächst ein Alkverbot, der sterben mehr Jugendliche daran und Long-Alk-Schäden sind ja auch vorhanden.


    Vergleichst du gerade ein Konsumprodukt mit einer Krankheit?

  • zu 1) meinegwegen beschleunigetes Verfahren bzw. bedingte Marktzulassung in der EU ; in gb + usa ( Notfallzulassung) aber wenn es dich glücklich macht


    zu 2) der ist blödsinn; du wirst keine normales Medikment finden, was innerhalb ein Jahr normalweise zugelassen wird bzw. vertrieben (ohne phase 4 testung ) wird. Schon allein die Haftungsrisiken in der USA sorgen dafür.


    zu 3) a) alkoholismus ist eine schwere Krankheit, du darfst nicht gekündigt werden wenn daran leidet

    b) such einfach eine todesart die wahrscheinlichrt ist als mit corena unter 18 Jahren zu sterben, das sind fast alle



    https://de.statista.com/statis…tschland-nach-geschlecht/

    achso hier wird NICHT unterschieden zwischen an und mit corona und auch nicht mit Vorerkrankung ( für die Impfepfehung schon vorher galt) und ohne.

  • "Politiker und andere Führungspersönlichkeiten sind nur Marionetten der dahinterstehenden Mächte"

    Abgesehen davon, dass es eine pauschale Aussage ist und Marionetten ein hartes Wort, kann man wohl davon ausgehen, dass einige Politiker eher selten nach eigenem Gewissen (oder "Volkswille") Entscheidungen treffen.


    --


    hier würde den querdenker seehofer zitieren:


  • zu 1) meinegwegen beschleunigetes Verfahren bzw. bedingte Marktzulassung in der EU ; in gb + usa ( Notfallzulassung) aber wenn es dich glücklich macht


    Wüsste nicht, warum mich Großbritannien oder die USA in diesem Fall interessieren sollten.


    zu 2) der ist blödsinn; du wirst keine normales Medikment finden, was innerhalb ein Jahr normalweise zugelassen wird bzw. vertrieben (ohne phase 4 testung ) wird. Schon allein die Haftungsrisiken in der USA sorgen dafür.


    Da wäre ich mir nicht so sicher, aber ich werde mir nicht die Mühe machen ein Beispiel zu suchen. Da du die USA erwähnst, die FDA hat auch sonst beschleunigte Zulassungsverfahren für bestimmte Medikamente.


    Beim Vergleich mit herkömmlichen Arzneimitteln gibt es einiges zu bedenken:


    Es gibt Vorarbeiten für die Impfstoffe, die viele Jahre Forschung und Entwicklung repräsentieren, sowohl was die Grundlagen für den Impfstoff angeht - zum Beispiel Impfstoffe gegen Coronaviren in der Veterinärmedizin oder die SARS-CoV- und MERS-CoV-Impfstoffentwicklung - und was die Plattformen angeht. Die Impfstoffe, wo beides zusammenkommt, sind erst letztes Jahr entstanden, das Wissen dahinter ist wesentlich älter.


    Das viele investierte Geld hat einen Umfang und eine Ausstattung der klinischen Studien gekauft, die man so kaum bei anderen Medikamenten finden wird. Da hat man vielleicht tausend Teilnehmer, wo es hier Zehntausende waren. Das heißt, diese Arzneimittel sind wesentlich besser mit Evidenz abgesichert als es normalerweise der Fall ist.


    Die regulative Fokussierung ist natürlich auf Kosten des Normalbetriebs gegangen. Man darf davon ausgehen, dass andere Medikamente letztes Jahr deutlich langsamer vorangekommen sind.


    Zu Phase 4:


    https://www.ema.europa.eu/en/a…ebsite/glossary/name_az/P


    Zitat

    Phase-IV study


    A type of clinical study that takes place after the authorisation of a medicine.


    zu 3) a) alkoholismus ist eine schwere Krankheit, du darfst nicht gekündigt werden wenn daran leidet

    b) such einfach eine todesart die wahrscheinlichrt ist als mit corena unter 18 Jahren zu sterben, das sind fast alle


    Bleiben wir doch beim Alkohol. Sicher, dass Tod durch Alkoholkonsum nicht auch eine vernachlässigbare Todesursache unter Jugendlichen ist?


    https://www.bzga.de/aktuelles/…chen-weiter-ruecklaeufig/


    Zitat

    In Deutschland [..] [..] Anzahl der Fälle von Alkoholintoxikationen mit Krankenhausaufenthalt bei 10- bis 19-Jährigen im Jahr 2019 mit 20.272 Fällen [...]


    Das wird eine Jahres-Inzidenz von sowas wie 300 auf 100000 für eine schwere Alkoholvergiftung sein. Todesfälle erwähnen sie nicht mal.

  • naja du wirst langzeitwirkungen eher mit langzeitstudien, herausfinden, die es einfach nicht gibt; auch bezweilfe ich mal grob dass mit 12- 18 jährigen getestet wird.


    thema alk; genau das war der Punkt, coronatote unter 18 jährigen wird es kaum geben speziell ohne vorerkrankungen; fast alles ist tödlicher.


    Wenn eh wenig krasse Fälle hast, wie willst du eine Wirksamkeit einer Impfung beweisen?


    ist eine halbierung der jugenliche Tote Zufall oder Imfperfolg ?

  • Der STIKO-Vorsitzende meinte zwei Wochen vor der Umentscheidung, dass die Daten aus den USA nicht mit Deutschland vergleichbar sind, da bei den dortigen Kindern andere Krankheiten vorherrschen (bspw. mehr Fettleibigkeit). Im STIKO-Bericht wurde erwähnt, dass die Umentscheidung auf Basis neuer Daten aus den USA geschehen ist. Ich weiß nicht, ob sich in diesen Daten herausgestellt hat, dass die Kinder in den USA und Deutschland doch ähnlicher sind.


    Da geht es wie mehrfach erwähnt um Sicherheitsdaten:


    https://www.rki.de/DE/Content/…df?__blob=publicationFile



    Daten aus den USA werden auch noch als Hinweis auf Myokarditis-Fälle in Folge von CoViD-19 erwähnt, aber das muss man eher im Zusammenhang mit den seltenen und meist harmlos verlaufenden Myokarditis-Fällen nach einer Imfpung bei jüngeren Menschen sehen:


    Zitat von S. 4

    Während in Deutschland bisher nur wenig über (Peri-)Myokarditis-Fälle in Folge einer ­COVID-19-Erkrankung im Kindes- und Jugendalter bekannt ist, deuten US-amerikanische Registerdaten darauf hin, dass Myokarditiden durchaus auch nach SARS-CoV-2-Infektion bei Kindern und Jugendlichen auftreten.


    Aber warum 12- bis 17-Jährige impfen, wenn bis auf seltene Ausnahmen, selbst die Impfreaktion stärker Symptome hervorruft als eine mögliche Virusinfektion? Nur weil es nicht schadet, muss man ja nicht unbedingt impfen.


    Gerade bei den 12-17-Jährigen sind symptomatische Verläufe von CoViD-19 schon deutlich häufiger.


    Der Hauptgrund zu impfen wäre für mich die schnellere und vollständigere Herstellung einer Grundimmunität in der Gesamtbevölkerung, um den Übergang zur Endemie zu beschleunigen. Allzu interessant fand ich die Frage allerdings nie, weil wir hier sowieso nur über 5% der Bevölkerung sprechen. Der Hauptgrund für die Kinder und Jugendlichen in dieser Altersspanne ist sicherlich, dass die Notwendigkeit von Maßnahmen in ihrer Gruppe und in ihrem Lebensumfeld zurückgehen würde.


    Wären die Bezugspersonen dieser Minderjährigen zu einem sehr hohen Anteil geimpft, könnte man über eine freie Durchseuchung nachdenken. Vermutlich so 100 Tote, wenn die gesamte Population 12-17 Jahre erreicht wird, kann man vermutlich mit Impfungen von gefährdeten Personen verringern. Freilich kann man diese Gruppe nur schlecht von der Gruppe 0-11 Jahre trennen. Die müsste man also in die Bilanz einbeziehen.


    Wie auch immer, es ist eben nicht der Fall, aber ich bin auch nicht sicher, ob die Betroffenen das selbst gut finden würden.


    Aber wie geschrieben, Kekulé geht da mehr ins Detail. Sein Fazit war, dass sich die STIKO auf ihrer Datenbasis, auch gegen eine Impfempfehlung von 12- bis 17-Jährigen hätte aussprechen können.


    Aha, nun Kekulé habe ich seit letztes Jahr nicht mehr verfolgt.

  • naja du wirst langzeitwirkungen eher mit langzeitstudien, herausfinden, die es einfach nicht gibt; auch bezweilfe ich mal grob dass mit 12- 18 jährigen getestet wird.


    Wir sind in Phase 4 bei den CoViD-19-Impfstoffen. Das ist die Langzeitstudie. Wie gesagt Arzneimittel werden mit dem Restrisiko von Langzeitwirkungen zugelassen, sonst müsste man ja jahrelang auf den Einsatz warten.


    thema alk; genau das war der Punkt, coronatote unter 18 jährigen wird es kaum geben speziell ohne vorerkrankungen; fast alles ist tödlicher.


    Mein Punkt war Alkohol bei Kindern und Jugendlichen gehört vermutlich nicht zu den Sachen, die tödlicher sind.


    Wenn eh wenig krasse Fälle hast, wie willst du eine Wirksamkeit einer Impfung beweisen?


    Du hast Zweifel an der Wirksamkeit der Impfung? Die entsprechenden Studien mit der Altersgruppe wurde schon vor Monaten gemacht und nur deshalb sind die Impfstoffe von der EMA auch für diesen Altersbereich zugelassen worden.

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