Der SARS-CoV-2-Thread

  • Jawoll @Krampus!


    In Zukunft sollte überhaupt nur noch jede/r für sich selbst entscheiden, was richtig oder falsch ist.


    Dann könnte man sich auch diese lästige Regierung und den albernen Wahlkampf darum sparen.

    Man bräuchte dann nur noch ein paar findige Technokratie-Experten, die die allgemeinen Geschäftsbedingungen für den markteplace of ideas ausarbeiten - und villeicht noch irgendeine Söldnertruppe, die deren Einhaltung garantiert.


    Den Rest regelt der Markt.

  • Tjoa, hätte es letztes Jahr ne Grippewelle gegeben, dann hätte man es ja sicherheitshalber 50/50 aufteilen können. War aber ja nicht nötig, weil es keine gab. Easy.

  • Ja, kann er ja sagen. Ist nicht meine Meinung und passiert bislang noch nicht. Außerdem ist es immer noch so, dass sowohl Kekule als auch Streeck ein Vielfaches dessen an Lautstärke erzeugen, als ich es ihnen an Expertise attestieren würde.


    Wer wurde denn bislang so richtig gecancelt während Corona, außer Jebsen vielleicht, der sich jetzt ne neue Plattform gestrickt hat. Wodarg und Bhakdi haben sogar Bücher publiziert - das musste Drosten et al nicht. Zensur muss sehr aufmerksam betrachtet werden, sollte aber meines Erachtens in der Diskussion nicht verabsolutierend das immer schlagende Argument bei selbst kleinsten Andeutungen sein.

  • Kann er sagen. Das ist die Ironie dabei. Als ZDF-Mirarbeiter sollte er vielleicht nochmal lesen was deren Auftrag ist. Ist jetzt auch nicht besonders clever, die bereits gecancelten zu relativieren und die Forderung gleichzeitig als bedeutungslos dazustellen, während gleichzeitig New Media schon eifrig löscht und blockt. Genau das fordert er von Lanz und generell und zwar nicht von irgendwelchen Youtubern, sondern Menschen, die auf dem Gebiet Expertise haben, also die Beendigung des öffentlichen wissenschaftlichen Diskurses. Kann man schulterzuckend hinnehmen, der Mann ist aber ein Vorbild/-denker für viele.

    Meiner Meinung nach trennt ihn nicht viel von einem Klaus Kleber. Ich finde gut, dass er sichhier mal nicht hinter Satire versteckt.

  • Tjoa, hätte es letztes Jahr ne Grippewelle gegeben, dann hätte man es ja sicherheitshalber 50/50 aufteilen können. War aber ja nicht nötig, weil es keine gab. Easy.

    also du findest es nicht möglich dass die Grippetote auf 3 % ! der Vergleichjahre gesunken ist !!


    Einen Rückgang von 97 ! % ?

  • Kann er sagen. Das ist die Ironie dabei. Als ZDF-Mirarbeiter sollte er vielleicht nochmal lesen was deren Auftrag ist. Ist jetzt auch nicht besonders clever, die bereits gecancelten zu relativieren und die Forderung gleichzeitig als bedeutungslos dazustellen, während gleichzeitig New Media schon eifrig löscht und blockt. Genau das fordert er von Lanz und generell und zwar nicht von irgendwelchen Youtubern, sondern Menschen, die auf dem Gebiet Expertise haben, also die Beendigung des öffentlichen wissenschaftlichen Diskurses. Kann man schulterzuckend hinnehmen, der Mann ist aber ein Vorbild/-denker für viele.

    Meiner Meinung nach trennt ihn nicht viel von einem Klaus Kleber. Ich finde gut, dass er sichhier mal nicht hinter Satire versteckt.

    Böhmermann ist tatsächlich Nische und gar nicht so unglaublich populär, wie das wirken mag. Er ist nun mal ÖR + Teil der Linken Bubbletwitteria. Obwohl ich ihn und seine Neuauslegung des Neo-Magazins generell gut finde, hat er sich auch für mich hier extrem verrannt. Ich betrachte das auch nicht schulterzuckend, im Gegenteil, Böhmermanns Aussagen werden hier mit 'nem roten Fähnchen von mir getaggt - ich betrachte ihn jetzt durchaus kritischer als zuvor.


    Der öffentlich wissenschaftliche Diskurs findet übrigens NICHT im ÖR statt, sondern über die jeweiligen wissenschaftlichen Verlage und Formate - demnach liegst du hier mit deiner Kritik etwas daneben. Kekule und Streeck würde man nicht untersagen, zu diesen Themen wirkmächtig zu publizieren. Also, also, also.... für mich ist es nicht ganz so dramatisch, wie du es beschreibst, kann deine Sorge aber total nachvollziehen.

  • Habe seine Sendung seit Jahren nicht mehr gesehen. Damals fand ich sie eher so semi, was ich aufs Alter schob.

    Du kannst dir vielleicht denken, was ich meinte. Es ist die der öffentliche DIskurs über den Umgang mit wissenschaftlichen Erkentnissen. Nennen wir ihn politischen Diskurs. Und der tut oft genug auch so, als seien bestimmte Beiträge plötzlich schon der Stand der Wissenschaft und bereits zweifelfrei belegt. Böhmermann und Kosnorten setzen genau da an. Nur die wahre Wissenschaft darf noch vermittelt werden. Ein bisschen weiter gedacht wirkt das irgendwann auch in die andere Richtung. Vielleicht hast du recht und seine Wirkung wird von mir überschätzt.

    Weird ist es trotzdem, vor Lanz allem weil der Lanz schon wieder punktet.

  • Weird ist es trotzdem, vor Lanz allem weil der Lanz schon wieder punktet.

    Ja, Lanz hat in dem Punkt Recht, aber dass in diesen Talkshows Spektakel und Unterhaltung die Maßgabe ist, das ist ja auch nicht falsch. Und Lanz ist ein Penner, das muss hier nochmal gesagt werden.

    Zitat von RobFord Redux

    Habe seine Sendung seit Jahren nicht mehr gesehen. Damals fand ich sie eher so semi, was ich aufs Alter schob.

    Wird seit der Übertragung auf dem Hauptsender des ZDF so aufgezogen wie Last Week Tonight und ist daher politischer als zuvor.

    Du kannst dir vielleicht denken, was ich meinte. Es ist die der öffentliche DIskurs über den Umgang mit wissenschaftlichen Erkentnissen. Nennen wir ihn politischen Diskurs. Und der tut oft genug auch so, als seien bestimmte Beiträge plötzlich schon der Stand der Wissenschaft und bereits zweifelfrei belegt. Böhmermann und Kosnorten setzen genau da an. Nur die wahre Wissenschaft darf noch vermittelt werden. Ein bisschen weiter gedacht wirkt das irgendwann auch in die andere Richtung. Vielleicht hast du recht und seine Wirkung wird von mir überschätzt.

    Wie gesagt, hätte Böhmermann nicht die Pandemie, sondern den Klimawandel als Beispiel herangezogen, dann hätte er in der Debatte einen besseren Punkt machen können. Ich mach mir da hinsichtlich deiner weitergedachten Sorge nicht allzu viele Gedanken. Allenfalls wird die Finanzierung von Projekten irgendwie ummodelliert, aber wir wissen ja schon bereits vom Beginn der Covid-Pandemie, dass die Untersuchung von Coronaviren gar nicht mal so hochdotiert war - sprich da liegt der Fokus ohnehin bereits nicht zwangsläufig dort, wo er liegen sollte. Ein Biontechgründer hat da schon deutlich mehr an Profit eingeheimst, als einer der Pioniere auf dem Gebiet der Untersuchung dieser Viren. Die eigentliche Seuche ist für mein Gefühl nicht Zensur, sondern Gatekeeping und Diskursführung durch Kapitalmacht. Aber das Brett mag ich nicht diskutieren irgendwie...

  • Neutralität im Medienberuf welcher Art auch immer, ist eine der größten Lügen, die es gibt.

    Jeder in der Medienlandschaft bringt bewusst oder unbewusst seine Meinung in seine Arbeit ein, ob ein Klaus UHU Kleber vom heute journal oder ein Jan Böhmermann.

    M.E. wird immer mehr weniger objektiv berichtet, sondern teilweise Fakten weggelassen der nicht eigenen Meinung passen. Mein Ideal wäre eine pro und contra aufstellungen der jeweiligen Meinung und ganz pervers der Leser entscheidet wer glaubwürdig ist und nicht der Journalist.


    ist aber ein seperates Thema ^^

  • M.E. wird immer mehr weniger objektiv berichtet, sondern teilweise Fakten weggelassen der nicht eigenen Meinung passen. Mein Ideal wäre eine pro und contra aufstellungen der jeweiligen Meinung und ganz pervers der Leser entscheidet wer glaubwürdig ist und nicht der Journalist.


    ist aber ein seperates Thema ^^

    Von mir aus sollen die alle nur noch Meinungsartikel schreibe, was mir fehlt ist eine Quellensammlung an jedem Artikel hintan.

    Da liest man dreimal bei jedem Schreiberling die Quellen nach dem Artikel und weiß wen man nicht mehr zu beachten braucht.

  • Ein paar Tage alt:

    Hingegen zeigt sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn offen für eine solche Abfrage. Er sei gerade hin- und hergerissen, ob man diese den Arbeitgebern zumindest für die nächsten sechs Monate gesetzlich ermöglichen solle, sagte der CDU-Politiker am Montagabend in der ARD-Sendung "Hart aber fair". So werde es ja im Restaurant auch gemacht. Auf die Frage, wie seine Haltung dazu sei, sagte Spahn: "Ich tendiere zunehmend zu ja." Er argumentierte: "Wenn alle im Großraumbüro geimpft sind, kann ich damit anders umgehen, als wenn da 50 Prozent nicht geimpft sind."


    Wenn es von der Politik keine Auflagen gäbe, würden Restaurants nicht abfragen und Großraumbüros nicht zwischen Personengruppen unterscheiden. Mit Zirkelargumentationen neue "Tabubrüche"/Gesetzesverschärfungen zu begründen, kannte ich bisher eher von Innenministern und "temporäre Gesetzgebungen" vom Verteidigungsministerium (Afghanistaneinsatz, Schaumweinsteuer und so).

    Laschet ist ebenfalls dafür, dass Arbeitgeber "behutsam" nach nach Impfstatus fragen, ohne Nicht-Geimpfte zu diskriminieren. Für die kommende Zeit schließt er aber nicht aus, dass es weitere Einschränkungen für Ungeimpfte, im Bereich des öffentlichen Lebens, geben wird. Diskriminieren darf nämlich nur der Staat oder so.

  • https://www.tagesschau.de/wirt…bfrage-impfungen-101.html


    Wie ist die rechtliche Lage?

    Gesundheitsdaten zählen nach Angaben der Landesdatenschutzbeauftragten von Nordrhein-Westfalen, Bettina Gayk, "zu den speziell geschützten besonderen Arten von personenbezogenen Daten". Die Verarbeitung dieser Daten sei laut EU-Datenschutzgrundverordnung grundsätzlich untersagt. "Der Arbeitgeber darf weder fragen noch wissen, unter welchen Krankheiten ein Beschäftigter leidet, auch nicht, ob er geimpft ist oder nicht", sagte Baden-Württembergs Datenschutzbeauftragter Stefan Brink im "Handelsblatt".


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    Welche Ausnahmen gibt es?

    Im engen Rahmen ermöglicht das Bundesdatenschutzgesetz Ausnahmen. Demnach dürfen Gesundheitsdaten unter Umständen abgefragt werden, wenn das für die Ausübung des Berufs notwendig ist. Rechtlich konkretisiert wird das für Gesundheitsberufe in Paragraf 23a des Infektionsschutzgesetzes: Dort wird beispielsweise Kliniken ausdrücklich erlaubt, den Impfstatus ihrer Beschäftigten abzufragen, wenn es zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten erforderlich ist. In solchen Berufen kämen Beschäftigte mit Personen in engen Kontakt, die sich vor Corona nicht wirksam selbst schützen könnten, erklärt Brink.

    Zudem gibt es in der Praxis entsprechende Beispiele - etwa Restaurants, die nur noch Geimpfte oder Genesene zulassen (2G-Regel). Um diese Regelung zu nutzen, müssen die Arbeitgeber auch ihre Angestellten nach deren Impfstatus fragen.


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    also klassich jein

  • Weiß nicht, ob das jetzt so ein großer Tabubruch ist, da es bereits eine Rechtsgrundlage für die Erhebung des Impfstatus durch Arbeitgeber im Infektionsschutzgesetz gibt.


    Ich sehe das eher als Versuch die alltäglichen Herausgabe von privaten (Gesundheits)daten (an Unternehmen) zu normalisieren.



    Im engen Rahmen ermöglicht das Bundesdatenschutzgesetz Ausnahmen. Demnach dürfen Gesundheitsdaten unter Umständen abgefragt werden, wenn das für die Ausübung des Berufs notwendig ist. Rechtlich konkretisiert wird das für Gesundheitsberufe in Paragraf 23a des Infektionsschutzgesetzes: Dort wird beispielsweise Kliniken ausdrücklich erlaubt, den Impfstatus ihrer Beschäftigten abzufragen, wenn es zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten erforderlich ist. In solchen Berufen kämen Beschäftigte mit Personen in engen Kontakt, die sich vor Corona nicht wirksam selbst schützen könnten, erklärt Brink.


    Um Patienten zu schützen wurden bei der Grippewelle 2018 "Kittel, Handschuhe und Mundschutz" genutzt, wie die Hessenschau berichtet. Eine Impfung dient wohl eher dazu, dass sich Kollegen nicht (so einfach) gegenseitig anstecken. (Impfung wird bei 1:44min angesprochen.)



    Zudem gibt es in der Praxis entsprechende Beispiele - etwa Restaurants, die nur noch Geimpfte oder Genesene zulassen (2G-Regel). Um diese Regelung zu nutzen, müssen die Arbeitgeber auch ihre Angestellten nach deren Impfstatus fragen.

    Das ist wieder ein Zirkelargument, welche ich im vorigen Post bereits kritisiert habe.

  • Also ich verstehe ehrlich gesagt auch nicht, wie man diese vom Arbeitgeber(!) zu überwachende Impfpflicht die keine sein soll rationalisieren will.


    Wenn die Impfung offensichtlich nur die Geimpften - größtenteils - vor schwererern Verläufen schützt, aber - nach allen bisherigen Erhebungen - das Ansteckungsrisiko nicht zuverlässig, bzw. signifikant senken kann, wie will man es dann rechtfertigen, wenn Arbeitgeber ungeimpfte Angestellte diskriminieren - bzw.: Wenn aus der Nichtvorlage einer Impfbescheinigung keine Diskriminierung gemacht weden darf, wo liegt dann der Sinn hinter der Offenlegung des Impfstatus gegenüber dem Arbeitgeber? (Pflegeberufe u.ä. jetzt mal außen vor)


    Die Geimpften im Betrieb sind ja vor schweren Verläufen (so halbwegs) geschützt. Die Umgeimpften brächten damit also vor allem sich selbst in (größere) Gefahr. Nach dieser Logik könnte man den Arbeitgebern auch erlauben, den Blutalkohol-, THC-, oder Nikotinspiegel ihrer abhängig Beschäftigten zu erfragen und dann all jene zu diskriminieren, die ihre Leistungsfähigkeit durch die Einnahme schädlicher Substanzen suboptimieren.


    Wer kann mir erklären was das für eine verquere Logik sein soll?

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