Der SARS-CoV-2-Thread


  • Weil es jetzt immer öfter und für immer mehr Menschen heißt "Astrazeneca-Impfstoff freigegeben".

    Freigegeben bedeutet hier auf eigenes Risiko und wer wirklich bleibenden Schaden davon trägt ist momentan der Depp. Nicht die feine englische Art die Leute zu solidarischem impfenimpfenimpfen anzuhalten und dann mit den Schultern zucken wenn dabei jemand über die Klinge springt. Da wären neun Milliarden Euro besser angelegt gewesen als bei der dreifach abbezahlten Lusthansa bei der wir jetzt nur einen Aufsichtsratsposten haben...

    ZON hat dazu Infos eingeholt.
    Scheinbar: Länder bei bekannten, Bund bei unbekannten Nebenwirkungen
    https://www.zeit.de/gesundheit…nde-nebenwirkung-auftritt

  • Da braucht es schon Intensivpfleger die uns aufklären wie sehr wir die Gesellschaft zerreißen, bis in die Familien und Freundschaften, weil Leute anderer Meinung sind ... ist ja nicht so das nur der Job schmerzvoll ist, die öffentliche Diskussion ist es auch.

  • Na dann:



    Ach was, ich meine nur, man könnte die aktuelle Debatte sabotieren, indem man die Forderung nach einem Ablaufdatum einbringt. Solange in den nächsten Monaten ausreichend Leute geimpft werden (sich impfen lassen können und wollen), sollten wir mit nachlassendem Impfschutz kein Problem bekommen. Der ungeimpfte Rest sollte dann nur noch als sporadische Fälle in intensivmedizinische Behandlung kommen oder versterben, maximal als begrenzter lokaler Ausbruch. In den nächsten Jahren sollten dann wirklich alle Nichtgeimpften infiziert gewesen sein. Es ist natürlich noch zu früh das mit Gewissheit zu sagen, aber vermutlich darf man sich dann vorallem wieder Sorgen über eine neue Coronavirus-basierte Zoonose machen.

  • Ach was, ich meine nur, man könnte die aktuelle Debatte sabotieren, indem man die Forderung nach einem Ablaufdatum einbringt. Solange in den nächsten Monaten ausreichend Leute geimpft werden (sich impfen lassen können und wollen), sollten wir mit nachlassendem Impfschutz kein Problem bekommen. Der ungeimpfte Rest sollte dann nur noch als sporadische Fälle in intensivmedizinische Behandlung kommen oder versterben, maximal als begrenzter lokaler Ausbruch. In den nächsten Jahren sollten dann wirklich alle Nichtgeimpften infiziert gewesen sein. Es ist natürlich noch zu früh das mit Gewissheit zu sagen, aber vermutlich darf man sich dann vorallem wieder Sorgen über eine neue Coronavirus-basierte Zoonose machen.

    Ich hoffe so sehr, dass Du Recht hast!

  • Also wenn die Neuinfektionen jetzt wirklich zurückgehen, können wir den Intensivstationen vermutlich die fehlenden 10% zur Auslastungshöhe des Dezembers ersparen.



    Aber ich denke das Schicksal des jetzigen Plateaus, das wir vermutlich schon zu Ostern erreicht haben, ist noch nicht ganz entschieden.

  • Im Januar sagte Christian Drosten, dass bei hoher Impfquote älterer Menschen und der Risikogruppen ein immenser "wirtschaftlicher, gesellschaftlicher, politischer (...) und rechtlicher Druck" nach Lockerungen der Corona-Maßnahmen entstehen kann und die Neuinfektionen im Sommer wieder ansteigen könnten.


    Lag voll daneben der Drosten. Sommer! Anfang März.

  • Sehenswert.

    Noch sehenswerter:


    Selber "Monitor"


    Wenn man als politisches Leistungsträgery zwar der Wissenschaft glaubt, dass Kontakte reduziert werden müssen, aber gleichzeitig der Wirtschaftslobby unbedingt das Märchen abkaufen muss, dass die Ausbeutung von Arbeitskraft weiterhin wo immer es geht als Präsenzveranstaltung stattzufinden habe, damit dem Wirtschaftsstandort nicht das nötige Wachstum™ flöten gehe - welches im übrigen (so hat Gott der Herr die Unsichtbare Hand es vorbestimmt!) unbedingt nötig sei, um aus der fürchterlichen Staatsverschuldung8| ohne Steuererhöhungen=O, oder sonstige sozialistische UmverteilungsEnteignungsfantastereien von oben nach unten, wieder hinaus zu wachsen - dann muss man halt Kontakte da reduzieren, wo es dem Profitinteresse des Kapitals keinen Abbruch tut.


    Aber gut, dass die halbe Republik lieber über die dämliche Selbstinszenierungsaktion von 53 professionellen Profilneurotiker*innen diskutiert, als sich Gedanken über solche Nebensächlichkeiten zu machen.

  • A propos...

    Eine Klasse empört sich

    Die Allianzen des wehleidigen Bürgertums bereiten Leo Fischer mehr Sorgen als jede Maskenpflicht

    [...] Weil die Aktion der Schauspieler dann doch zu plump war, wird jetzt für die Akademiker*innen im hohen Register nachgelegt. Die »Zeit« holt dafür drei Autor*innen zum Gespräch zusammen. Thea Dorn, Juli Zeh und Daniel Kehlmann zeichnen sich dadurch aus, dass sie letztes Jahres komplett durchdrehten. Kehlmann verbarrikadierte sich im Frühjahr mit seiner Playstation in einem Landhaus und sah noch im Herbst die USA zu einem neuen Nordkorea mutieren, weil seine Freundin ihre Nobelboutique in Manhattan schließen musste. Während sich die Tönnies-Mitarbeiter zu Hunderten infizierten, gab ihnen Juli Zeh per »Welt«-Interview zu verstehen, dass der Tod nun mal zum Leben gehöre. Thea Dorn lamentierte in einem eilends hingepfuschten Corona-Roman über unseren fehlenden Willen zum Hedonismus, während die Alten in den Pflegeheimen starben wie die Fliegen.

    Alle drei wollen sich mit dem Interview offenbar irgendwie rehabilitieren. Rhetorisch haben sie abgerüstet, inhaltlich bleibt alles beim Alten: »Keine Gesellschaft hört einfach nur auf die Wissenschaft«, »die Wissenschaft« gebe es gar nicht, jammert Boutiquenfreund Kehlmann und vergleicht den Kampf gegen Corona mit dem amerikanischen »War on Terror«. Thea Dorn orakelt, wenn sie sich nicht über »Todesverhinderung« lustig macht, von »Weimar« und »Ausnahmezustand«; wir erinnern uns, auch die AfD sprach vom »Ermächtigungsgesetz«. Zeh empört sich, dass Politik durch »Pädagogik« ersetzt würde, wahrscheinlich, weil sie sich neuerdings die Hände waschen soll, und will an »die großen Stellschrauben«, schweigt aber so beredt wie die anderen Beiden von der Industrie, die von fast jeder Pflicht befreit Rekordgewinne macht. Sie tragen das empörte Antlitz des Zahnarztes, der nicht versteht, dass nach 23 Uhr die Cappuccino-Maschine nicht mehr für ihn eingeschaltet wird.

    Es ist die Empörung einer ganzen Klasse, die nicht einsieht, dass für sie noch Regeln gelten. Maßnahmen können ihretwegen getroffen werden, aber nicht für sie - sie wollen weitermachen wie bisher. Überhaupt von Gesetzen betroffen zu sein, sich nicht rauskaufen können, behandelt zu werden wie Hartz-IVler, bei denen sie aber keinen Gedanken an Freiheiten und Grundrechte verschwenden, ist schon der ganze Grund der Empörung. Die Allianzen, die das Bürgertum in seiner Wehleidigkeit schmiedet, machen mir persönlich mehr Sorgen als jede Maskenpflicht.


  • Alles klar, entweder Jens will nächste Woche 20 Millionen Menschen impfen, oder er hat sich da ordentlich die Sprechblase durchschütteln lassen.


    Ein Bildschmankerl ist auch mit dabei:



    Das kling dann doch schon nach"vollstem Vertrauen" wenn man das so beeinander liest ;- )

  • Noch sehenswerter:


    Selber "Monitor"


    ....

    Die ganze Sendung war mal wieder ein Fest. Wollte es noch ergänzen aber im mobilen browser kannst du dieses Forum echt nicht benutzen.


    Zitat

    Aber gut, dass die halbe Republik lieber über die dämliche Selbstinzenierungsaktion von 53 professionellen Profilneurotiker*innen diskutiert, als sich Gedanken über solche Nebensächlichkeiten zu machen.

    Dazu muss ich was sagen, damit mein like nicht missverstanden wird. Ich sehe das eher in Richtung Boris Palmer. In jedem Fall habe ich aber von der Herabwürdigungsrhetorik genug. Das muss aufhören und war sicher auch ein Motiv für die Aktion, die in meinen Augen wirkt, schon deshlab, weil sie jetzt keine Redaktion die Blöße geben will.

  • Von welcher "Herabwürdigunsgrhetorik" ist denn jetzt die Rede?


    Wenn der professionelle Selbst- und Fremddarsteller Liefers z. B. beim WDR, beim NDR, in der Berliner Zeitung, Bei Frau illner im ZDF, oder - sogar mit dem Gesundheitswirtschaftsminister persönlich - in der ZEIT zum Gespräch eingeladen wird, und immer wieder irgendwas von "DDR" daher faseln kann, während die gleichgeschaltete "homogene" Presse, die er ja laut eigener Aussage seit Monaten gar nicht mehr liest, ihm eine Gelegenheit nach der anderen bietet, von seinem Recht auf freie Meinungsäußerung in aller Öffentlichkeit gebrauch zu machen,...


    ...dann könnte man sich als eine/r der Millionen von abhängig Beschäftigten, die ihre eigenen Wichtgkeit nicht so schön gratis in der Lügenpresse zelebrieren dürfen, und die nicht nur im Kulturbetrieb beschäftigt sind (oder nicht), sondern auch in der restlichen Wertschöpfungskette - trotz Lockdown und Ausgangssperre nach Feierabend - weiterhin tagsüber fleissig an der Durchseuchung der Bevölkerung arbeiten müssendürfen, damit bei der Bundeswirtschaftsregierung nicht der BDI, der BDA, Der Bund der Familienunternehmer und sämtliche sonstigen besorgten ArbeitskraftverwerterInnen vor dem Kanzleramt aufmarschieren und zum Sturm auf den Reichstag aufrufen, vielleicht auch irgendwie herabgewürdigt sehen.

  • Helfen könnten Zuschüsse vom Staat - oder höhere Beiträge.


    Gesetzliche Krankenkassen 110


    - 100 Vorstände

    - 110 Manager

    - 110 Fuhrparks

    - 110 Immobilien

    - 110 Bonis

    - 110 ...

    - 110 ...

    - 110 ...


    Ich kann mich erinnern das selbst Call-Me-Bankrupt-Karstadt noch kurz vor Fini eine eigene Krankenkasse aufmachte, so wie so ziemlich alle Dax-Läden eigene Krankenkassen aufmachten - das war ein lukrativies Abschreibmodel.


    Ja, die Lage ist hart, Grund genug an marode Strukturen zu gehen...

  • Hatte ich schon erwähnt, dass der Dialog kaputt ist? Wenn der Dialog ein Pferd wäre, dann weiß ich echt nicht, was für abgefuckte Reste wir davon gerade noch reiten:


    https://www.spiegel.de/kultur/…68-4980-bf18-524cd2340c8d


    ... der Bergdoktor vom Ruhrgebiet. Wenn wir uns noch einmal etwas auf unseren Umgang mit unserer Geschichte einbilden, dann möchte ich demnächst immer ein Best-Of der aktuellen Geschichtsschreibung nebenher laufen lassen.

  • Utan


    Hatte ich schon erwähnt, dass der Dialog kaputt ist? Wenn der Dialog ein Pferd wäre, dann weiß ich echt nicht, was für abgefuckte Reste wir davon gerade noch reiten:


    https://www.spiegel.de/kultur/…68-4980-bf18-524cd2340c8d


    ... der Bergdoktor vom Ruhrgebiet. Wenn wir uns noch einmal etwas auf unseren Umgang mit unserer Geschichte einbilden, dann möchte ich demnächst immer ein Best-Of der aktuellen Geschichtsschreibung nebenher laufen lassen.

    Framing ist alles. Wer nach Überschrift und Absatz 1 noch motiviert ist, unter diese merkwürdig platzierte Themenbox zu scollen, bekommt doch noch etwas vom usprünglichen Kontext geliefert. Medienwirkung.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!