Der SARS-CoV-2-Thread

  • Frag mich wie das wird, wenn ich da für einen Impftermin Anrufe. Bei meinem "Hausarzt" war ich mangels Notwendigkeit vielleicht drei Mal in den letzten 10 Jahren.

    Denke Patienten wie mich, die quasi keinen festen Arzt haben, gibt es viele.


    Es gibt auch andere Impfstellen. Sobald man keine Priorisierung mehr braucht, werden die sicherlich auch eingebunden werden. Und wenn du in einer der priorisierten Gruppen bist, dann bleiben vermutlich auch noch die CoViD-19-Impfzentren als Möglichkeit. Ich nehme an, die werden sie nicht gleich zumachen.

  • Das ist schon sehr deutsch was da passiert, da wird drauf geachtet, dass sich ja keiner 2 Tage vorschummelt, während andere keinen Impftermin bekommen (z.B. Krebspatienten im höheren Alter von 65+, 2 anekdotische Fälle hier bei mir). Irgendwer versaubeutelt da brutal die Logistik.


  • (Die ersten beiden Wochen der Impfkampagne habe ich weggelassen.)


    Also ca. 4.3 M Dosen sind jetzt da. Eine Woche bis wieder 2 M zusammen sein sollten, dann kommen bis zu den letzten drei Tagen des März aber nur nochmal 2 M. So dass die zuletzt 1.4 M Dosen pro Woche Verbrauch das abdecken sollten, wenn man mit Rückstellungen in Höhe der nächsten Liefermenge arbeitet (wo man am Montag wieder war, allerdings bei mRNA-1273 ab jetzt unterschreitet). Die Abdeckung wäre nur nicht gewährleistet, wenn Ad26.COV2.S zugelassen wird und gleich größere Mengen davon geliefert werden.


    Ergibt dann eigentlich auch keinen Sinn mehr die Kapazität der Impfzentren noch darüber zu steigen, denn wenn man alles für Kalenderwoche 13 an Lieferungen (der zugelassenen Impfstoffe) zusammenzieht, sind das 2.7 M Dosen. Blieben für die Hausärzte und/oder Betriebsärzte 1.3 M Dosen. Richtig viel ist das immer noch nicht und ich weiß nicht, ob dann in den Wochen danach tatsächlich Vielfache dieser Menge geliefert werden. Dafür scheint es bisher keine Lieferpläne zu geben.


    Wenn ich die Politik wäre, würde ich die Impfzentren aber nicht zu machen. Da hat man einerseits ein funktionierendes System und andererseits den nächsten heißen Kandidaten für "Chaos"-Berichterstattung.

  • Das ist schon sehr deutsch was da passiert...


    Ich kann die Kritik verstehen, irgendwie kann man es aktuell nicht richtig machen, funktioniert nicht. Wenn man die Priorisierung in der Praxis aufhebt, was ich richtig fände, dann sitzen da 100%tig haufenweise junge Leute die eine Impfung für den Saufurlaub brauchen...


    Es sind alles absehbare Fehler, mit Ansage, unbürokratisch Geld auszahlen und sich wundern wenn da jemand auf dumme Ideen kommt? Jeden Aufstocker/Arbeitslosen ziehen die Ämter 5 mal auf links und checken jeden Cent den man irgendwo besitzt, teilweise mit Hausbesuchen.


    Erstmal alle wie Idioten behandeln, dann liegt man immerhin bei den Idioten schon mal richtig - das scheint sich als roter Faden durchzuziehen : )

  • Ich kann die Kritik verstehen, irgendwie kann man es aktuell nicht richtig machen, funktioniert nicht. Wenn man die Priorisierung in der Praxis aufhebt, was ich richtig fände, dann sitzen da 100%tig haufenweise junge Leute die eine Impfung für den Saufurlaub brauchen...


    Es sind alles absehbare Fehler, mit Ansage, unbürokratisch Geld auszahlen und sich wundern wenn da jemand auf dumme Ideen kommt? Jeden Aufstocker/Arbeitslosen ziehen die Ämter 5 mal auf links und checken jeden Cent den man irgendwo besitzt, teilweise mit Hausbesuchen.


    Erstmal alle wie Idioten behandeln, dann liegt man immerhin bei den Idioten schon mal richtig - das scheint sich als roter Faden durchzuziehen : )

    Bei den Auszahlungen sehe ich den Weg über die Finanzämter wirklich am effektivsten. Die zahlen ja dann auch nur an Unternehmen aus, die schon mal Steuern bezahlt haben (das sollte bei den Betrügern so nicht funktionieren). Den aufwendigen Weg kannst Du ja dann mit denjenigen gehen, die neu entstanden sind und eben noch nie eine Steuererklärung gemacht haben.

    Weiteres Plus dieser Vorgehensweise: Das Finanzamt kann im Nachhinein bewerten inwieweit eine Hilfe zu üppig oder noch immer zu niedrig ausfiel...


    Dass sich jetzt junge Leute vordrängeln würden (um Saufurlaube machen zu können), halte ich erstmal für eine böse Vermutung. Ich glaube nicht, dass unsere Hausärzte da so drauf wären. Man kann doch den Hausärzten ein Kontingent geben, dass mal höher, mal weniger hoch ausfallen kann. Es wäre eine Erweiterung der Impfkapazität. Wenn plötzlich Sputnik V zugelassen werden sollte, haben wir ganz schnell die Möglichkeit auch viel zu verimpfen. Worauf ich hinaus will: man schafft sich einfach Möglichkeiten, die JETZT vielleicht nicht zu 100% in Anspruch genommen werden müssen, aber je nach Lage ausgeschöpft werden könnten.

  • Dürften Termin vereinbaren sind aber keine "frei", weil im Impfzentrum kein Impfstoff oder nur so wenig da ist, dass man ihn homöopathisch verschütteln müsste....


    Wenn ich das richtig sehe, fehlen in Prioritätsgruppe 1 bei Alters- und Berufsindikation noch 5 Millionen Personen, geht man 80% Durchimpfungsquote aus sind das 3 Millionen, plus bereits geplante Zweitimpfungstermine ist das der März. Jedenfalls nach meiner bisherigen Rechnung. Allerdings fällt mir gerade auf, dass sich die Berufsindikation nicht unbedingt auf alle Arbeiter in der Krankenversorgung bezieht, sondern die mit Kontakt zu CoViD-19-Patienten. Also vielleicht sind es weniger.


    Aber ich nehme an deine Bekannten sind in Prioritätsgruppe 2, die vor einer Woche geöffnet wurde. Da konkurriert man wohl mit 16 Millionen Personen um Termine.

  • https://jacobin.de/artikel/cor…SSjY36zu0eO55WVIgsx79GaO0


    Schon im Mai 2020 hatte ein finnisches Team einen Corona-Impfstoff entwickelt, mit dem man die ganze Menschheit hätte versorgen können. Doch die Zulassung scheiterte, weil das Produkt nicht profitabel ist.

    Irgendwie hab ich das Gefühl, dass das Fake News ist. Ich finde gar nichts über Google. Aber ernsthaft das Jacobin Magazine? 🤔

  • Hm, ob der Einsatz von Sputnik V bei uns so einen deutlichen Unterschied machen kann, bin ich skeptisch. Mexiko scheint mir das Beispiel zu, um zu sehen, was einem bevölkerungsreichen Land momentan geliefert werden kann. Wenn ich nichts übersehe haben sie 200 K Dosen Sputnik V in der letzten Februarwoche und 200 K diese Woche bekommen. Zum Vergleich von Pfizer bekommen sie Liefergrößen von 600 K, also weniger als wir, zumal Mexiko 60% mehr Bevölkerung hat. Sagen wir mal der Sputnik V-Hersteller behandelt uns im gleichen Umfang besser, ein Faktor 1.7 * 1.6, wären das 540 K Lieferumfang, nach dem gegenwärtigen Stand. Mag dann bald auch mehr sein, wobei wir natürlich auch wesentlich später bestellen werden, sollte der Impfstoff zugelassen wird.


    Sinovacs erste Lieferung an Mexiko soll dagegen 800 K Dosen umfassen.

  • Hm, ob der Einsatz von Sputnik V bei uns so einen deutlichen Unterschied machen kann, bin ich skeptisch. Mexiko scheint mir das Beispiel zu, um zu sehen, was einem bevölkerungsreichen Land momentan geliefert werden kann. Wenn ich nichts übersehe haben sie 200 K Dosen Sputnik V in der letzten Februarwoche und 200 K diese Woche bekommen. Zum Vergleich von Pfizer bekommen sie Liefergrößen von 600 K, also weniger als wir, zumal Mexiko 60% mehr Bevölkerung hat. Sagen wir mal der Sputnik V-Hersteller behandelt uns im gleichen Umfang besser, ein Faktor 1.7 * 1.6, wären das 540 K Lieferumfang, nach dem gegenwärtigen Stand. Mag dann bald auch mehr sein, wobei wir natürlich auch wesentlich später bestellen werden, sollte der Impfstoff zugelassen wird.


    Sinovacs erste Lieferung an Mexiko soll dagegen 800 K Dosen umfassen.

    Also vertrittst Du den Standpunkt, dass eine Impfung durch Hausärzte wahrscheinlich nichts bringen wird?... weil nicht damit zu rechnen ist, dass unsere Impfzentren auf Grund von Impfstoffknappheit jemals wirklich ausgelastet sein werden?

  • Hm, ob der Einsatz von Sputnik V bei uns so einen deutlichen Unterschied machen kann, bin ich skeptisch. Mexiko scheint mir das Beispiel zu, um zu sehen, was einem bevölkerungsreichen Land momentan geliefert werden kann. Wenn ich nichts übersehe haben sie 200 K Dosen Sputnik V in der letzten Februarwoche und 200 K diese Woche bekommen. Zum Vergleich von Pfizer bekommen sie Liefergrößen von 600 K, also weniger als wir, zumal Mexiko 60% mehr Bevölkerung hat. Sagen wir mal der Sputnik V-Hersteller behandelt uns im gleichen Umfang besser, ein Faktor 1.7 * 1.6, wären das 540 K Lieferumfang, nach dem gegenwärtigen Stand. Mag dann bald auch mehr sein, wobei wir natürlich auch wesentlich später bestellen werden, sollte der Impfstoff zugelassen wird.


    Sinovacs erste Lieferung an Mexiko soll dagegen 800 K Dosen umfassen.

    Nur angenommen Sputnik wird bei uns zugelassen -vielleicht könnte der Herstellers von SputniK leichter mit einem deutschen/europäischen Pharmaunternehmen zusammenarbeiten, als das bei Moderna möglich ist?

  • Nein, um Impfstoff. In unserem Impfzentrum werden Stühle zurecht gerückt und Däumchen gedreht. Hilft halt nix wenn der in Spahns Lagerhallen schlecht wird.


    Also man kann der Ansicht sein, man soll alles bis zur letzten Dosis verimpfen und sich komplett auf die Hersteller verlassen, was die Lieferpünktlichkeit angeht. Wenn man den Sockel von 2 M Dosen Rückstellung abschmilzt, konkurriert man nur noch mit 15 Millionen um Termine, vielleicht 14 Millionen, wenn die Gruppe 1 bezüglich Berufsindikation kleiner ist als ich angenommen habe.


    Aber Spahn, sprich der Bund, hat damit denke ich nichts zu tun. So wie ich das verstehe wird da kein großes Zwischenlager unterhalten. Mit der Lieferung durch den Hersteller wird ziemlich schnell an die Bundesländer verteilt und die entscheiden auch darüber, wieviel sie ggf. für Ausfälle in ihren Lagern zurückhalten. Von der Gesamtzahl her habe ich den Eindruck, dass die das alle in einem ähnlichen Umfang tun.

  • Nur angenommen Sputnik wird bei uns zugelassen -vielleicht könnte der Herstellers von SputniK leichter mit einem deutschen/europäischen Pharmaunternehmen zusammenarbeiten, als das bei Moderna möglich ist?


    Naja, AZD1222 und Sputnik V sind die gleiche Technik, wenn europäische Pharmaunternehmen große Kapazitäten für weitere Vektorproduktionen haben, dann würde man denken, dass die Astrazeneca für seine Produktion schon einspannt. Das Werk in Italien soll 2021 nur 10 Millionen Dosen Sputnik V herstellen. Sollte so großenordnungsmäßig das Äquivalent von zwei Wochen Lieferungen von Pfizer/Biontech an die EU sein. Das ist noch nicht der große Wurf.

  • Mit anderen Worten:


    Die kamen zu spät, oder? Zu dem Zeitpunkt waren die mRNA ja schon in der ersten Phasen der Testung soweit ich das erinnere.


    Ja, diverse Impfstoffe waren da schon etwas weiter. Aber das muss nichts heißen, man sieht ja jetzt, dass Raum für weitere ist. Hier musste man jedenfalls erstmal investieren und dazu war Finnland offenbar nicht bereit.



    Das war natürlich vor der EU-Sammelbestellung und obwohl wir nicht so viel haben, wie wir gerne hätten, sind die EU-Länder auch nicht gerade am Ende der Schlange.

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