Der SARS-CoV-2-Thread

  • Was wir ja auch schon eine Weile praktizieren, jedenfalls im Vergleich zu unseren Nachbarn und in Relation zu den Kapazitäten. Und das sich am Ende jeder Selbsttest in der Statistik wiederfindet halte ich auch noch nicht für ausgemacht.


    Das ist aber durch Nachfrage gesteuert. Und dass man jetzt nicht alle paar Woche die Testkritierien lockert oder anzieht, um die Kapazität optimal auszunutzen, ist denke ich klar. Sonst müssten sich alle ständig umstellen.


    Solange wir mit RT-PCR nachtesten landen von den Selbsttests nur die mit höherer Wahrscheinlichkeit echt positiven in der Statistik. Aber in Österreich hat man zum Beispiel ein Verhältnis von 1:2 (RT-PCR-Test gegenüber Antigen-Test) und das ist bei denen der Grund, warum sie im Vergleich so viel mehr testen:


    https://www.sozialministerium.…irus-%282019-nCov%29.html


    Zitat

    Davon PCR-Testungen (Stand 03.03.2021, 09:30 Uhr) 5.507.472

    Davon Antigen-Testungen (Stand 03.03.2021, 09:30 Uhr) 10.095.398


    Und wenn die Österreicher die Tests wirklich nicht validiert haben, stellt sich schon die Frage wieviel davon Falschpositive sind.

  • Teuer sind die Grundchemikalien glaube ich aber nicht - weißt du ad-hoc, wie die Lipide aussehen?

    Sind im Grunde ja alles Glyceride und im Zweifel Stabilisatoren wie PEG. Prozesstechniken sind bei Nanoteilchen allerdings nicht immer leicht hochskalierbar (also die batch-size), ich glaube das unterschätzt man mitunter wirklich.


    Einer der Hersteller ist Polymun Scientific in Österreich. Kannst ja mal gucken, was die so machen. https://www.polymun.com

  • Und ja die Grundchemikalien sind bestimmt nicht teuer, aber das sind sie im biotechnischen Bereich doch meistens nicht, oder? Ich denke in der Form dieser Nanopartikel sind sie vermutlich der Preistreiber gegenüber den Vektorimpfstoffen. Das oder die Arbeiter, die die mRNA händisch in die Lipidpartikel einfädeln. :)

  • Siehe z.B hier für ein gutes Review.

  • https://www.ema.europa.eu/en/d…roduct-information_de.pdf



    Das Liposom besteht aus diesen drei besonderen Lipid-Komponenten neben Cholesterol. Aber die genaue Zusammensetzung wird soweit ich das verstehe allein von den Zulieferern hergestellt. Das kaufen alle diese mRNA-Wirkstoff-Firmen ein. Wie gesagt meine Vermutung wäre, da es nur wenige Zulieferer sind, dass die Nanopartikel einiges kosten.

  • Da verstehst du mich falsch. Das eigentliche Problem, dass sie meine Patienteninformationen irgendwo speichern, wo sie vermutlich irgendwann wegkommen, bleibt natürlich und wer weiß, wer da, mehr oder weniger legal, seine Griffel dranbekommt. Aber ehrlich gesagt, man will lieber nicht wissen, wie der eigene Hausarzt die Daten bisher gesichert hat.


    Mir geht es nicht um Sand im Getriebe, nur ich liefer denen nicht auch noch ein unsicheres System wie ein Mobiltelefon aus, um die Datenverbreitung zu beschleunigen. Da will ich schon lieber alles in Papierform haben.

    Ich glaube, ich habe dich richtig verstanden, aber ich dachte daran, wie lange das funktionieren wird. Ich werd das sicher ähnlich handhaben.


    Aber um es frei nach Uli Hoeneß zu sagen. Ich brauche die elektronische Gesundheitsakte auch nicht und trotzdem werd ich die nicht verhindern.

  • Ich habe eben dem IT-Beauftragten für Schnelltests zugehört, nach 2 Minuten hat er mich verloren, obwohl ich technisch seit dem C64/Atari800XL dabei bin. Denke mal das mit dem QR-Code hin und herscannen und Serversynchronisation wird sicher bei 2% der Bevölkerung problemlos funktionieren (ich denke die zu öffnenden Gewerbe werden damit auch ihren Spaß haben, im Zweifel ignoriert man den Schnelltest einfach).

  • Allerdings verbrauchen die bestehenden Impfstrukturen für die Erstimpfungen [...] Was auch immer aus diesem laufenden Prozess an Menge abzweigt werden kann, wird also wiederum nicht genug sein, um mehr als eine Handvoll Hausarztpraxen einbinden zu können.


    Die aktuelle Situation als Beispiel: Ich habe gerade gesehen, sowohl Pfizer/Biontech als auch Astrazeneca haben gestern geliefert. Damit haben wir jetzt gegenüber den verimpften Dosen vom Sonntag (6.2 M) 4.2 M Dosen zu Verfügung. Davon könnten wieder mit Stand Sonntag bis zu 2 M als Zweitdosis zurückgehalten werden, aber könnten auch weniger sein. Nehmen wir die volle Menge an bleiben 2.2 M, wiederum halbiert, 1.1 M. Montag und Dienstag wurden von den Impfzentren und sonstigen bisherigen Strukturen 285 K Erstimpfungen gemacht, sagen wir die restlichen drei Tage sind auch so und das Wochenende mit 100 K dazu, sind das 800 K. Die Lücke in der Abdeckung wäre noch nicht so groß, dass man großflächig Hausärzte einbinden könnte, höchstens mit einem Kurierdienst für Kleinstmengen. Da müsste man schon die Impfzentren zu machen, kann man aber nicht, wenn die ausgebucht sind.


    Die Lieferung von Astrazeneca ist etwas hinter dem Zeitplan, wenn die jetzt direkt die nächste Lieferung von 1 M Dosen rausschieben und wenn man nicht 1:1 Dosen zurückstellt, wird die Lücke natürlich größer sein. Bei AZD1222 muss man da allerdings auch die übernächsten Lieferungen im Blick haben, die wieder kleiner ausfallen sollen. Wenn man also eine konstante Versorgung für ein Impfzentrum haben will, muss man das vermutlich gegenrechnen.


    Es ist natürlich möglich, dass die bestehenden Strukturen bereits an ihrer Kapazitätsgrenze sind, ich habe so ein bisschen meine Zweifel, ob Drosten das aus irgendwelchen Hintergrundgesprächen einschätzen kann. Aber wenn die Lücke im Verbrauch zu groß wird, fällt das auch bei der Planung auf und dann geht man zu anderen Strukturen der Krankenversorgung über wie vorgesehen.


    Ich denke bei den Hausärzten wird das Problem sein, wie man immer noch knappe Impfstoffmengen zwischen den vielen Praxen aufteilt. Insofern ist Drostens anderer Vorschlag mit den Betriebsärzten eher interessant. Gerade sobald es um die Prioritätsgruppe 2 geht, wo Berufsgruppen außerhalb der Krankenversorgung mit drin sind, könnte man sich gut vorstellen, dass Betriebsärzte, die diese Gruppe bedienen, jeden ihrer Patienten, der gerade da und bereit ist, impfen und auch den Termin für die Zweitimpfung direkt mit ausmachen. Das würde kaum in den normalen Ablauf eingreifen und die Kombination von Betriebsärzten und Berufsgruppe sollte keine so hohe Zahl von Stellen sein, auf die man Impfstoff verteilen muss.

  • Ich habe eben dem IT-Beauftragten für Schnelltests zugehört, nach 2 Minuten hat er mich verloren, obwohl ich technisch seit dem C64/Atari800XL dabei bin. Denke mal das mit dem QR-Code hin und herscannen und Serversynchronisation wird sicher bei 2% der Bevölkerung problemlos funktionieren (ich denke die zu öffnenden Gewerbe werden damit auch ihren Spaß haben, im Zweifel ignoriert man den Schnelltest einfach).


    Klingt nach einem Schnelltest, wo man die Probe noch einsenden muss. Aber das sollte bei den Antigentests, um die es zuletzt ging, Schnelltests oder Selbsttests, eigentlich nicht mehr der Fall sein.

  • Auf dem Schnelltests (Verpackungen?) stehen QR-Codes, die muss ich einscannen und in einer Datenbank ablegen, da tickt dann die Uhr und der Gewerbetreibende kann meinen gescannten QR-Code dann auf dem Server checken und bekommt ein OK oder eben nicht - vielleicht auch einen Verbindungsabbruch, wer weiß : )


    In der Realität wird der Gewerbetreibende, im Wissen niemand kontrolliert ihn, dem Kunden sagen *Zwinker*Zwinker* ist schon okay, Hauptsache Kunde.

  • Aber auch die Lösung, die Du hier aufzeigst: "härterer Lockdown im November" z.B. halte ich als "Lösung" für fragwürdig. Glaubst Du wirklich, dass wir dann heute auch nur etwas besser dastehen würden?


    Im Dezember würden wir erstmal besser da stehen. (Nicht so gut, wie man schon im Oktober reagiert hätte.) Dann hätte man eine niedrigere Inzidenz, nur immer noch nicht mehr Schnelltests zur Verfügung. Bis die Hochskalierung der Produktion für den deutschen Markt reicht, dauert es dann zwei Monate, wie wir jetzt wissen. Man hätte es also mit den Maßnahmen von vorher erneut versuchen müssen. Ab da ist ungewiss, wie es weiter gegangen wäre.

  • Auf dem Schnelltests (Verpackungen?) stehen QR-Codes, die muss ich einscannen und in einer Datenbank ablegen, da tickt dann die Uhr und der Gewerbetreibende kann meinen gescannten QR-Code dann auf dem Server checken und bekommt ein OK oder eben nicht - vielleicht auch einen Verbindungsabbruch, wer weiß : )


    In der Realität wird der Gewerbetreibende, im Wissen niemand kontrolliert ihn, dem Kunden sagen *Zwinker*Zwinker* ist schon okay, Hauptsache Kunde.


    Hast du den Namen von dem Produkt, um das es geht? Ich verstehe nicht so ganz, wozu man da auf eine Datenbank zugreifen muss.

  • Hast du den Namen von dem Produkt, um das es geht? Ich verstehe nicht so ganz, wozu man da auf eine Datenbank zugreifen muss.

    Nope, nur nebenbei in einem Nachrichtensender als Interview gesehen.


    Mal abwarten ob der CCC ein Statement dazu abgibt ... es würde ja nur um den Status des Tests gehen und die Zeitspanne wann er gültig ist, also ohne personenbezogene Daten (so weit man das bei digitaler Kommunikation behaupten kann).

  • Ich habe mal kurz nachgeschaut. Das ist wohl nicht für einen Schnelltest, den man selbst durchführt, ob nun in Form eines Selbsttest oder sonstigen Tests, sondern wenn man zu einem Testzentrum geht, um sich testen zu lassen.


    Also ein Beispiel: https://15minutentest.de/faq/


    Zitat

    Wie ist der Ablauf des Tests?


    Um einen Corona-Antigentest durchzuführen, buchen Sie auf der Seite einen Termin. Erscheinen Sie pünktlich zum vereinbarten Termin am Standort und bringen Sie Ihren Personalausweis sowie den QR-Code mit, den Sie zuvor per Email erhalten haben. Der Test wird von geschultem Personal durchgeführt. Nach ca. 15 Minuten können Sie das Testergebnis online abrufen.

  • Das Interview läuft wohl bei N-TV in der Nachrichtenschleife (Alexander Markowitz oder so ähnlich).


    Auf dem Testkit ist ein QR-Code, ich mache den Test und scanne den QR-Code ein, dann muss man das Ergebnis an einem Server übermitteln, der dann einen neuen QR-Code erstellt (mit Zeitstempel) und Gewerbetreibende checken dann das Hardwaretestkit und meinen neuen QR-Code wegen der Zeit ...


    Also, abgesehen von Schwierigkeiten wie Apps, Browser, QR-Reader, Servern, Verbindungen - ich würde mal optimistisch schätzen das bekommen 30% hin - um 12 Stunden frei wie ein Vogel zu sein, der Rest, tja, da warten wir einfach noch ein Jahr, die meisten Geschäfte haben ja auch noch zu...



  • update :Regelwahnsinn

    Zum Friseur darf ein behindertes Kind nur ohne Begleitung.

    Drum spazieren wir vom Termin gerade wieder heim.weil er gar nicht kapiert was das soll.

    Wir spazieren mit ungeschnittenem Haar.


    Sind dir bekloppt?

    Wenn die ihre Regeln machen -denken die nur eine Minute,dass es Menschen gibt,die auf Begleitung angewiesen sind?!

  • update :Regelwahnsinn

    Zum Friseur darf ein behindertes Kind nur ohne Begleitung.


    Und der Friseur konnte angesichts des monatelangen Dauerquengeln der Schließung nicht sagen, okay, kann ich verstehen, setzen sie sich daneben ... statt dessen floppte der Terminslot und der Umsatz. Klingt nach einem guten Plan und wird sicher regelmäßig passieren.

  • Was haben bitte die Querdenker damit zu tun, dass Softwareprobleme Finanzhilfen verhindert haben. [...] Über den Fluren macht sich das Gerücht breit, dass die Klinik in 4 Jahren geschlossen wird. Und daran sind meiner Ansicht nach doch nicht irgendwelche Querdenker Schuld! [...]

    Ich sagte vieles, nicht alles. Und ich trenne in der Tat zwischen Maßnahmen zur Pandemieeindämmung und Maßnahmen zur Sicherung des Lebensunterhaltes / Wirtschaftsstandortes. Beim letzteren gehe ich mit, da hätte man in vielen Bereichen pragmatischer sein können / müssen. Beim ersteren war man nicht pragmatisch (read: hart/umfassend) genug.

    Man hätte sich über Monate wirklich etwas besseres als allgemeine Lockdowns überlegen können... in meinen Augen sogar MÜSSEN!

    Naja, geh mal schwer davon aus das man es versucht hat. Weltweit. Ist bloß niemanden etwas eingefallen. Das ausgerechnet wir Deutschländer nun eine Methode finden sollen die für "life as we know it" mit gleichzeitigem Infektionsschutz sorgt finde ich schon etwas vermessen.

    Aber auch die Lösung, die Du hier aufzeigst: "härterer Lockdown im November" z.B. halte ich als "Lösung" für fragwürdig. Glaubst Du wirklich, dass wir dann heute auch nur etwas besser dastehen würden? Hier und da wäre vielleicht ein Altenheim verschont wurden und weiter?

    Leider sind lockdowns oder shutdowns das einzige was hilft, und nach allem was wir bisher gesehen haben muß wohl "je härter und früher desto besser". Ich seh ehrlich gesagt keine Evidenz fürs Gegenteil. Und "hier und da ein paar Altenheime verschonen" ist letzlich Aufgabe des Staates. Der Umkehrschluss wäre zu sagen "wir lassen hier und da Altenheime für Gastro über die Klinge springen".

    Autobauer machen, soweit ich weiß, ihren Großteil der Gewinne mittlerweile über Service.

    Ich denke das trifft eher auf die Autohändler vor Ort zu. Die Hersteller verkaufen da noch ein paar Ersatzteile, ja die sind oft teuer, da steht aber auch viel Logistik und Lagerhaltung hinter, ich glaube nicht das die sich daran gesundstoßen. Vielleicht hat einer mehr Einblick in die Branche, aber ich glaube die Hersteller machen ihr Hauptgeschäft immer noch mit kompletten Autos.

    Tja...und wenn Du überall Missbrauch vermutest, dann ist es wohl in Deinen Augen angemessen einen Antrag gründlich zu prüfen oder? Sah Altmaier auch so und jetzt prüfen die Behörden halt besonders gründlich.... bei VW und Daimler in Deinen Augen halt nicht gründlich genug, aber ich denke schon, dass hier nicht ganz fair geurteilt wird. Es gibt Kurzarbeitergeld, für die Großen und die Kleinen. Wenn Du da jetzt auch noch ne monatelange Prüfung vorschieben möchtest wird alles kaputt gehen.

    Natürlich ist ein Antrag gründlich zu prüfen, nur das kann man in der Tat auch nach Auszahlung eines Vorschusses unter Vorbehalt machen. Ich gehe da durchaus mit das die Altmaier-Bude sich total überschätzt hat als man verfügte das Krethi und Plethi alle einen Einzelantrag stellen sollen, das die Strukturen an den zigtausend Anträgen ersticken war vorhersehbar. Da hätte es in der Tat pragmatischere Ansätze gegeben (und auch die Kohle diese umzusetzen).


    Was VW und Daimler angeht - ich denke da ist das Kind schon vorher in den Brunnen gefallen. Die Gesetze zum Kurzarbeiteranspruch sind vermutlich zu lax. Ich glaube nicht das sich die Konzerne illegitim verhalten haben, die haben nur die Schlupflöcher ausgenutzt die Lobbyisten schon vorher in die Gesetze reinverhandelt haben. Ich hatte das Beispiel nur gebracht weil Du sinngemäß schriebst "man ruiniert dieses Land". Es steht halt nicht das ganze Land vor dem Ruin.


    Aber ich bleibe dabei: pragmatische aber dennóch wirksame Maßnahmen zur Pandemieeindämmung haben zum Teil die lauten Schreihälse verhindert. Ich nehm mal ein Beispiel: wir hätten schon im letzten Sommer einfach jeden Auslandsrückkehrer ohne Test in eine 10-Tage Quarantäne auf eig. Kosten stecken sollen. Aber das nervt die Betroffenen natürlich, obwohl man die Bevölkerung wohl mehrheitlich hinter sich gehabt hätte bei der Maßnahme. Mein Verdacht warum sowas nicht gekommen ist: die Befürchtung Teile der Bevölkerung an die Schreihälse zu verlieren.


    Ich befürchte bei der Frage "machen wir mal zwei Wochen richtige lockdown wo ALLES zubleibt das nicht der Existenzsicherung dient" ist es ähnlich gelaufen. Und daher haben wir jetzt monatelange lockdowns und Öffnungsrauschdiskussionsorgien die in vielen Branchen richtig Schaden anrichten. Statt eine Handvoll ein- bis zweiwöchiger shutdowns mit hoher Wirksamkeit für die Pandemieeindämmung.

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