Der SARS-CoV-2-Thread

  • Also dieses Bild suggeriert mir, dass man da ein Mobiltelefon für verwenden muss. Und das wird ja wohl keine Zugangsberechtigung für die Impfung sein.

    Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union hatten vorige Woche vereinbart, die Pläne für einen digitalen Impfpass voranzutreiben. Binnen drei Monaten sollen die technischen Voraussetzungen stehen, damit Corona-Geimpfte europaweit fälschungssicher ihre Immunisierung nachweisen können.

    Das könnte über ein einheitlich lesbares Dokument mit QR-Code geschehen, das man auf Papier oder auf dem Smartphone bei sich trägt - ähnlich wie ein Bahnticket. Dazu müssen nationale Systeme der 27 EU-Staaten vergleichbar ausgestaltet und digital verknüpft werden. Technisch ist dafür noch sehr viel vorzubereiten.

    Wie sie den fälschungssischeren QR-Code (den man bestimmt garnienicht in einen Impfpass kleben könnte, just saying) entwickeln, wird spannend. Viel spannender dürfte nebenbei werden wie im Schnellverfahren 27 Staaten digital irgendwas (was und warum eigentlich?) austauschen und wem sie die Millionen in den Rachen werfen.

  • Ich habe regional mal geguckt wie es mit der Impfpriorität ist - pain in the ass. Klar sind nur die Altersheime, danach geht es munter durcheinander und nichts genaues weiß man nicht, chronisch Kranke müssen das 3fach als schriftliches Gutachten nachweisen ... wenn der bürokratische Nachweis und die Prüfung durch überlastete Amtsärzte/Gutachter mal nicht länger dauert wie ganz hinten in der Liste zu stehen : )


    So einfach könnte man wohl auch Impfstationen bauen, statt dessen läßt man Arzt/Zuimpfenden/Infizierten im selben Raum, den man nach jedem Patienten desinfiziert und trotzdem Aerosole übertragen kann.


  • Wie sie den fälschungssischeren QR-Code (den man bestimmt garnienicht in einen Impfpass kleben könnte, just saying) entwickeln, wird spannend. Viel spannender dürfte nebenbei werden wie im Schnellverfahren 27 Staaten digital irgendwas (was und warum eigentlich?) austauschen und wem sie die Millionen in den Rachen werfen.


    Aus meiner Sicht das Spannende.


    Wenn in irgendeiner zentralen Datenbank erfasst ist, dass ich gegen CoViD-19 geimpft wurde, könnte ich in dem Fall glaube ich mit leben. Mir scheint das Problem haben, wenn eher Leute, die da nicht drinstehen.

  • Aus meiner Sicht das Spannende.


    Wenn in irgendeiner zentralen Datenbank erfasst ist, dass ich gegen CoViD-19 geimpft wurde, könnte ich in dem Fall glaube ich mit leben. Mir scheint das Problem haben, wenn eher Leute, die da nicht drinstehen.

    Bin mir sicher am Hightechstandort Schland hat die Bundesdruckerei noch ein paar Stapel Papier auf die man mit Nadeldruckern schöne QR-Codes basteln kann.

  • Ich denke auch man sollte zumindest erstmal die einfache von verschiedenen Varianten probieren, vor allem wenn es eilig ist.


    Apropos Hausärzte einbinden, die scheinen mir jetzt schon so überlaufen wie nie zuvor, wenn der Andrang noch zunimmt, gute Nacht, Marie. Die ersten Praxen haben hier schon krankheitsbedingt geschlossen oder nur noch unterbelegt halbtags 2 Stunden auf ...


  • Warum man die Hausärzte nicht eingebunden hat hab ich eh nie verstanden,

    wegen der Kühlung doch


    Aber eigentlich

    Hätte man es so machen können:

    An dem Tag,wo die Praxis zu hat...sagen wir Sonntag

    Kommt das mobile Impfteam samt Kühlgelerch - an die Praxis und alle vorher verständigten infragekommenden Patienten dieses Hausarztes werden geimpft.

    So hätte man auch keine Impfzentren groß gebraucht.

    Und hätte auf vorhandene Infrastruktur aufbauen können.

  • wegen der Kühlung doch


    Ja, als Ergebnis eines Wirkstoff-Preis-Poker und einer nicht sehr erfolgreichen Gesamtstrategie.


    Serbien, Beitrittskandidat und russischer Busenfreund, impft selbst nicht nur kräftig mit Sputnik V, sie produzieren es schon selbst mit dem OK aus Russland. Aber irgendein unerklärlicher bürokratischer EU-Verwaltungsakt sagt "No".


    4Q5eKnQ.gif

  • Warum man die Hausärzte nicht eingebunden hat hab ich eh nie verstanden, [...]


    Wenn man es durchrechnet: 55000 Hausärzte. 100% Impfstoff bei vier Gruppen. Das waren, wenn ich mich richtig erinnere 5M Krankenversorgung, 5M Ältere, 800K Pflegeeinrichtungen, unbekannte Zahl mit Vorerkrankung und bei den letzten drei gibt es auch Überschneidungen. Sehr grob, Pflegeeinrichtungen haben 20% Impfstoff bekommen, Krankenversorgung und Ältere 40%. Auf die Gruppe mit Vorerkrankungen ist nur wenig entfallen. Hausarztpraxen machen von Arbeitern der Krankenversorgung vielleicht so Anzahl mal Faktor 2-4 von 5 Millionen aus? Sollten nur ein paar Prozent sein. Bleiben effektiv von den 100% Impfstoff die 40% für die Älteren, wenn man das den Hausärzten vollständig überlassen hätte. 0.4 durch 55000 sind rund 7.3 * 10^(-6). Wir hatten in der ersten Phase wöchentliche Lieferungen von 700000 Dosen. Kommt man auf 5 Dosen pro Praxis pro Woche. Das ist schon wenig. Gut da ist das Kühlproblem (das vermutlich bald gelöst ist), also wenn nur jeder Vierte mitmacht, wären es immerhin schon 20 Dosen.


    Andererseits die entsprechenden Tiefkühlvorrichtungen waren ja zwischendurch wohl auch mal knapp. Also vielleicht war die Zahl von Hausärzten, die die Voraussetzung erfüllt hätten (da hätte man wiederum einen Nachweis gebraucht) so begrenzt, dass man die schon sinnvoll hätte einbinden können. Die Vorteile der Verteilung in der Fläche und der persönlichen Nähe verlieren sich natürlich so ein bisschen, wenn nur wenige mitmachen (können). Aber bei 20 Dosen an fast 14000 Hausärzte wäre die Lieferung logistisch deutlich aufwendiger, als nur an Impfzentren zu verteilen.


    Ich muss sagen, ich fand auch das Argument von Spahn durchaus einleuchtend, dass bei diesem Vorgehen sehr viele Leute, die keine Priorität haben, in die Praxen gekommen wären, um sich mit unterschiedlichem Grad an Vehemenz eine Impfung zu erstreiten.


    [...] besser könnte man Impfängsten doch gar nicht begegnen als mit einem bekannten Gesicht. [...]


    Mir scheint, das war eigentlich nie wirklich ein Problem bis zu AZD1222, aber den kann man den Älteren ja bisher nicht verimpfen. Also insofern hätten die Hausärzte auch nur bedingt geholfen.


    Ich denke deren Einsatz wird erst bald sinnvoll, weil man die verbliebene grobe Hälfte der Prioritätsgruppe 1 (Größe der Vorerkrankungsgruppe mir allerdings weiterhin nicht klar) nicht mit AZD1222 impfen kann und von der anderen Hälfte ein Drittel die Erstimpfung hat und man dann mit AZD1222 auf die Prioritätsgruppe 2 wechseln muss. Also selbst wenn man die Impfung mit den mRNA-Impfstoffen noch in den Impfzentren belässt, ergibt es vermutlich Sinn dann die Hausärzte hinzu zu nehmen, hängt natürlich auch davon ab, wie zuverlässig und welche Mengen Astrazeneca nun wirklich liefert. Und ob und wie schnell der Janssen-Impfstoff dazukommt.


    [...] mit der Verteilung des Impfstoff koppeln, dabei scheint es ja zur Zeit ordentlich Friktion zu geben...


    Hm, ist das so? Also wenn man immer auf den Tag vor einer neuen größeren Lieferung schaut, war der Abstand bis Astrazeneca angefangen hat zu liefern immer so ein 1M zwischen Liefermenge und verimpften Dosen. Seitdem ist er gewachsen auf über 2M, aber die Frage ist, ob auch hier wieder Zweitdosen zurückgelegt werden, dann muss der Abstand natürlich wachsen.

  • chronisch Kranke müssen das 3fach als schriftliches Gutachten nachweisen ... wenn der bürokratische Nachweis und die Prüfung durch überlastete Amtsärzte/Gutachter mal nicht länger dauert wie ganz hinten in der Liste zu stehen : )


    Nun, alle Personen mit Risikofaktoren war ja eine riesige Gruppe, ein paar 10% der Deutschen, so kriegst natürlich keine Priorisierung hin. Also das sind schon eng umrissene Indikationen, um die es geht, zum Beispiel Personen mit bestimmten Formen der Immunsuppression. Wenn dieser Aspekt in Israel schneller bearbeitet wird - wobei die hatten soviel Impfstoff, da war das vermutlich egal - also sagen wir in Großbritannien dann liegt das vermutlich an der Verfügbarkeit elektronischer Patientenakten, über die sich das leichter nachweisen lässt. Leider sind die in der Tat recht nützlich.


    So einfach könnte man wohl auch Impfstationen bauen, statt dessen läßt man Arzt/Zuimpfenden/Infizierten im selben Raum, den man nach jedem Patienten desinfiziert und trotzdem Aerosole übertragen kann.


    Naja, doch nicht. Also Hausärzte sind ja bisher nicht eingebunden oder ist das in einem Bundesland anders?

  • Kommt das mobile Impfteam samt Kühlgelerch - an die Praxis und alle vorher verständigten infragekommenden Patienten dieses Hausarztes werden geimpft.

    So hätte man auch keine Impfzentren groß gebraucht.

    Und hätte auf vorhandene Infrastruktur aufbauen können.


    Aber 55000 Praxen kannst du ja nicht alle zeitnah besuchen und man bräuchte dennoch etliche Teams. Zudem würde von der Reihenfolge dieser Besuche abhängen, wer wann geimpft wird, oder aus Sicht des Arztes wessen Patienten zuerst diese Dienstleistung angeboten bekommen. Das wäre ein Hauen und Stechen dagegen ist Spahns Tresendiskussion mit Patienten nichts.

  • Der digitale Impfpass ist ja eigentlich schon länger Thema, im Zusammenhang mit der Einführung der ePA scheinbar. Jedenfalls raunt man darüber schon seit Spätsommer 2020. Und vermutlich gab es selbst vorher bereits irgendwelche groben Entwürfe.


    https://www.rechtsdepesche.de/der-impfpass-wird-digital/


    Das ist beschlossene Sache. Alles Patientendaten-Schutz-Gesetz aus der ersten Hälfte des letzten Jahres denke ich. Die Pandemie hat da wohl den letzten Kick gegeben und die Amtsperiode läuft ja auch langsam aus. Aber kommt eben erst 2022. Das jetzt ist nur eine Zwischenlösung:


    https://www.bundesgesundheitsm…artal/pdsg-bundestag.html


    Zitat

    Die elektronische Patientenakte wird nutzbar


    Neben Befunden, Arztberichten oder Röntgenbildern lassen sich ab 2022 auch der Impfausweis, der Mutterpass, das gelbe U-Heft für Kinder und das Zahn-Bonusheft in der elektronischen Patientenakte speichern.


    Ich war bisher ein eher günstiger Patient für die Kasse, aber die können sich schon darauf freuen, dass ich mir beim Arzt alles ausdrucken lasse.

  • denk ich ginge schon.

    Wenn man kleine mobile Impfteam machte.

    In Israel.haben sie ja - da ist das klar einfacher - weil über 95%in Städten wohnen

    Mobile Zelt aufgeschlagen.

    Statt mobiler Zelt kleine;mobile Impfstoffverteilautos mit nem Kanister Seren in Stick Stoff im Kofferraum (wie es ähnlich hierzulande jeder Tierarzt hat..)

    Wäre bestimmt auch möglich gewesen.


    Na nun ist es anders organisiert

    Auch gut.

  • Weiß ja nicht, wie das Wetter dieses Jahr in Israel war, aber da kannst du die alten Leute im Dezember und Januar vermutlich auch in beheizten Zelten warten lassen, obwohl es die kältesten Monate sind.


    In Teilen von Deutschland hätte sich vielleicht auch wieder eine drive-in-Lösung angeboten. Der Warteraum ist eigentlich das Hauptproblem und der ist bei den Arztpraxen auch nicht immer räumlich großzügig ausgestaltet. Seine Impfung bekommt man, sobald man dran ist, recht schnell, wenn man alles an Unterlagen vollständig und keine Fragen hat. Aber das Arztgespräch zu den Impfstoffen ist in die Zeit mit reingerechnet, so wie ich das verstehe, und das werden sicherlich einige in Anspruch nehmen.

  • In Jerusalem gab's Schnee.Trotzdem insgesamt deutlich wärmer als hier :)

    Aner ich wollte ja auch nicht die gesamte Idee kopieren sondern nur den Aspekt der Mobilität.

    Im Lande der Autobauer wäre das ja möglich ein paar hundert Impfautomobile zu finden.

    Und wenn die eben rumfahren und an den Arztpraxen, die ihre Leute eingeladen haben das Zeug vorbei bringen.

    Die klingeln.Geben das Serum ab.

    Fahren weiter..

    Der Arzt verimpft das

    Denke ich htäte man das mindestens so schnell erledigt wie jetzt.


    Bei unserem Arzt machen sie das so -du bekommst eine Uhrzeit und zu der darfst du kommen -drinnen dürfen nicht mehr als 4 Leute in den beiden Wartebereichen insgesammt sein.


    Wie gesagt-ist ja auch ne müßigeKopfakrobatik.

    Marner Einwurf hatte mich nur dazu gebracht darüber zu denken,wie es denn gehen hätte können.

    2 Mal editiert, zuletzt von AnjaU () aus folgendem Grund: AUTOBAUER -Handy..

  • So das Maschinchen rödelt noch, habe ich auch noch etwas Zeit für Österreich:


    Herzlichen Glückwunsch liebe Nachbarn, eure Regierung hält euch nicht für deppert, bei Gelegenheit werden wir das mit den Österreicherwitzen klären....


    Ich denke der Grund, warum Österreich die Antigen-Schnelltests und -Selbsttests schon so breit eingeführt hat, liegt daneben, dass sie als kleineres Land vermutlich schneller die Schwelle für eine gute Versorgung erreichen konnten, an ihrem Epidemie-Verlauf. Wenn ich darauf schaue:


    https://covid19-dashboard.ages.at


    Hatten sie den Gipfel ihres Ausbruchs schon Mitte November im Dezember ging es einigermaßen schnell wieder runter, aber dann hatten sie im Januar eine wochenlange Phase der Stagnation auf einer höheren Inzidenz, über 100 / 100000 Einwohner, als es bei uns jetzt ein Plateau erreicht hat. Weil sie es nicht weiter runterbekamen, haben sie dann auf Antigen-Tests gesetzt, um trotzdem öffnen zu können. Wir sind einen Monat hinter dem Punkt, an dem Österreich war.


    (Antigen-Tests als RT-PCR-Alternative haben sie aber wohl noch früher eingeführt, jedenfalls wird das ab Anfang Januar in der Statistik ausgewiesen. Aber das ist hier ja gar nicht vorgesehen.)

  • Von der weltweit möglichen Impfstoffproduktion in diesem Jahr hat sich "der Westen" bisher über 70% unter die Nägel gerissen, 70% aller Impfstoffe für den verschwindend kleinen Werte-Westen (anteilig an der Weltbevölkerung).



    Ich war bisher ein eher günstiger Patient für die Kasse, aber die können sich schon darauf freuen, dass ich mir beim Arzt alles ausdrucken lasse.



    Unbedingt! Da wirst Du nicht alleine sein, meiner subjektiven Schätzung nach kommen auf 10 Patienten ca. 8 Alte die keine digitalen Rezepte (teilweise über Smartphone-Apps) benutzen werden. Ich lasse auch alle Speicherfunktionen ausgeschaltet, die Option soll es ja wohl noch länger geben - bisher bin ich gut durch alle medizinischen Notfälle gekommen, ohne meine Krankengeschichte in der Cloud zu haben.


    Ich bin ja auch ein Freund der Digitalisierung da wo es nötig ist, zum Beispiel die erschreckenden Verbindungsabbrüche bei Videokonferenzen oder das ruckeln der Bilder die durch Kupferleitungen laufen.

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