Der SARS-CoV-2-Thread

  • Hier liegt sicherlich der Unterschied der Perspektive. Ich sehe das nicht als jemand, der sich selbst für kompetent hält und dem ein Werkzeug vorenthalten wird, sondern mit Blick auf eine Bevölkerung mit sehr unterschiedlicher Kompetenzverteilung. Und Erwachsensein ist bekanntermaßen keine Garantie dafür das Richtige (in diesem Fall im Sinne des Infektionsschutzes) zu tun.

    Aso, wir haben an Haufen Deppen. Die dürfen trotzdem alle wählen, Autofahren und Kinde kriegen....

    Die Logik hat, jenseits der inhärenten Herablassung, noch ein anderes Loch, wenn diese Leute schon zu dumm sind sich ein Staberl in die Nase zu stecken, wie sollen die intelektuell die restlichen Maßnahmen umgesetzt bekommen?



    Ich kann zumindestens eine Haltung nachvollziehen, wo man das alles absichern will.

    Ich nicht mehr.

    Wenn das der Grund sein sollte. Kann auch einfach sein, dass die Prozesse lange brauchen. Die Validierung scheint ja erst jetzt abgeschlossen zu werden, obwohl man mit dem Problem, dass Schnelltests in der Strategie fehlen in den shutdown gegangen ist.

    März 2020 oder Ende des Sommers okay, wenn ich jetzt auf den Kalender schau steht da 2021 und Jens S. steht da und sagt konnt ja keiner ahnen dass es praktisch wäre auf die Schnelle zu wissen wer Virenschleuder ist und wer nicht...


    Da denk ich nur an Hohli s Futur II "Wir werden Scheiße gebaut haben"

  • Wöchentlich ein paar Tests an jeden Haushalt des Landes verschicken und in ein paar Wochen ist Corona vorbei. So einfach.

    Bringt mich wieder zurück zur Ausgangsfrage: 40 Mio Haushalte in DE, sagen wir 5 Tests pro Woche (konservativ gerechnet für Mehrpersonenhaushalte mit Kindern, aber gibt eine runde Summe) = 200 Mio Tests.


    Sind im Monat über 800 Millionen Tests. Haben wir diese (Herstellung/Einkaufs)-Kapazitäten ohne das dann irgendwo Schnelltester in den wirklich wichtigen Einrichtungen fehlen? Gibts ein Land das auf diese Weise eine signifikante R-Wert-Senkung hinbekommen hat?

  • Bringt mich wieder zurück zur Ausgangsfrage: 40 Mio Haushalte in DE, sagen wir 5 Tests pro Woche (konservativ gerechnet für Mehrpersonenhaushalte mit Kindern, aber gibt eine runde Summe) = 200 Mio Tests.


    Sind im Monat über 800 Millionen Tests. Haben wir diese (Herstellung/Einkaufs)-Kapazitäten ohne das dann irgendwo Schnelltester in den wirklich wichtigen Einrichtungen fehlen? Gibts ein Land das auf diese Weise eine signifikante R-Wert-Senkung hinbekommen hat?

    Na wenn das schwierig ist, lassen wir es. Alle wieder rein, bevor das nix bringt machen wir lieber nix.

  • Ich weiss nicht warum Du schon wieder aggressiv bist, aber

    Der Chef, war lediglich wegen dem herablassenden Thema verfehlt. Ansonsten war ich doch freundlich.

    1. natürlich sind PCR-Tests und Schnelltests in Privathand zwei unteschiedliche use cases.

    2. Med. Personal wird wie Du selber schreibst schon länger damit getestet

    3. Ich hab nich gesagt das negative Test validiert werden müssen / sollen, sondern das man mit denjenigen die einen positiven Schnelltest ja irgendwas machen muss - ich denke zB für einen gelben Schein dürfte dieser notwendig werden.

    zu 1.) Wenn du es so genau nimmst, gibt es selbst für den PCR-Test unterschiedliche Anwendungsfälle. Ich habe dir da aber nicht mal widersprochen, sondern den Sachverhalt nur etwas ausdifferenziert.


    zu 2.) Das war lange genug nicht möglich und dass es nun klappt, hat vor allem mit der Initiative der jeweiligen Betreiber zu tun. Das Thema müssen wir nicht auch noch aufmachen, aber auch hier hätte es frühzeitig Richtlinien und Zusagen geben müssen. Das war aber lange nicht möglich, weil man den Schnelltests eben die Nützlichkeit abgesprochen hat.


    zu 3.) Jedenfalls dürften auch PCR-Tests durch Schnelltest ersetzt werden. Auch bedeutet ja ein positiver Schnelltest nicht, dass man sich immer testen lassen muss. Symptomfreie Quarantäne ginge auch im Home Office.

    Hier können wir jetzt ohne Daten lange spekulieren. Andere Länder scheinen keine nennenswerten negativen Folgen zu spüren. Und wenn Kenner der Szene von Druck der Laborbetreiber gegen die Schnelltests berichten, dann scheint mir die Gefahr der PCR-Engpässe doch recht überschaubar.


    Zitat

    Es (Masken) war eins zu Anfang der Pandemie. Die Frage ist: ist absehbar das sich das nicht wiederholt? Gibt es dafür handfeste Daten oder Hochrechnungen? Das war die Frage die ich gestellt habe. Wenn Du sie auch nicht beantworten kannst, schade.

    Deine Ausgangsfrage war, ob es der gleiche Grund gewesen ist, für die Parallelen. Dazu habe ich dir mein These genannt. Zu der Folgefrage habe ich ausführlich meine Position dargelegt auch zu den von dir verlangten Hochrechnungen und wer dafür zuständig ist. Kurz gesagt, müsste man hier von der Bundesregierung Transparenz fordern. Ansonsten nehme ich halt an, dass die hier nach Bauchgefühl entscheiden.

    Das Argument mit dem Lobbyismus ist natürlich immer schnell zur Hand und bei Beteiligung von Unionspolitikern Politikern immer plausibel. Aber warum testen wir dann eigentlich gerade UNTERHALB der Kapazitäten der Labore?

    Irgendwer hatte das wohl mal ausgerechnet. Ist länger her, dass ich die Virologen-Podcasts verfolgt habe, aber es war glaube ich dort. Das ist ein Milliardengeschäft.

    Wenn die Kapazitäten nicht ausgelastet sind, ist doch klar, dass da keine Konkurrenz wollen. Aber wieso diskutieren wir dann überhaupt PCR-Engpässe?

    Zitat

    Und was spräche dagegen das Spahn sich ein paar coole Jobzusagen von Schnelltestherstellern holt und deren Produkte prioritär freigibt? Lobbyismus erklärt für mich im vorliegenden Fall das Verhalten nicht ausreichend.

    Ich kapier glaub ich nicht, was die Aussage ist. Das klingt ein wenig nach Drehtür-Korruption. Die Preise für die Schnelltests waren jedenfalls von Beginn an deutlich unter denen der Labortests, falls es darum geht.

    Zitat

    Oder sie kommen auf... "Lobbyismus" als monokausalen Grund?


    Sorry, es ist ganz einfach so das diese Schnelltestdebatte mich in der einen oder anderen Facette an viele andere Nebelkerzen und Debatten der letzten Monate erinnert... Masken, Track&Trace, die Coronawarnapp, die Wundermedikamente, der Impfstoff. Teils in den Medien gefeiert als großer Wurf oder eine (teilweise) Rückkehr der Normalität usw usf.


    Hat sich zwar oft als bestenfalls nützliche Baustein und manchmal gar als Blindgänger herausgestellt. Ich befürchte das es sich mit den Schnelltestern in Privatkundenhand genauso verhält, und es in der aktuellen Situation denkbar ist das es unterm Strich negative Auswirkungen hat (Fehlanwendung, zu große gefühlte Sicherheit, Engpässe für Institutionen weil Wirtschaft es wegkauft usw).

    Jagut, man kann auch erstmal schön alles in einen Topf werfen und mir dann das Scheitern aufbürden. Für mediale Hypes muss ich mich nun wirklich nicht rechtfertigen. Ich war mit Kritik eigentlich nie sparsam und das reichte von der Fokussierung auf absolute Fallzahlen ohne Kontext bis hin zur Nudging-Strategie bei den Impfstoffen sowie den Skeptikern und Feiernde Jugendliche als Sündenböcke für fehlende Perspektiven. Bezüglich des unbekannten Risikos der Übertragbarkeit durch geimpfte waren wir vermutlich einer Meinung.


    Inwiefern die Masken, als eine der wenigen nachweisbar wirksamen Mittel jetzt eine Nebelkerze sein sollen, muss auch erstmal jemand erklären. Es gab vor kurzem eine Studie über die Wirksamkeit einzelner Maßnahmen weltweit. Die war recht deutlich. Das galt darin leider auch für Schulschließungen. Wenn man bedenkt, dass Kindern nun droht, ein zweites Jahr in ihrem Bildungsweg zu verlieren, muss man doch nach Wegen aus dem Dilemma suchen. Darin sind wir uns doch sicher einig.


    Von mir wirst du auch nicht hören, dass mit Schnelltests plötzlich alles toll wäre.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass uns gutes Wetter wieder Besserung bringt, ist aus meiner Sicht deutlich höher.


    Allerdings kapier nicht, wie sich so auf Lockdown als einziges Szenario fokussieren kann und dabei vergisst, dass gerade nicht nur Menschen an Covid sterben, sondern wir einer Krise noch unbekannten aber nie dagewesenen Ausmaßes entgegensehen und Solidarität auch bedeutet, dass man Mittel und Wege finden muss, die mehr retten, als nur das Leben der Risikopatienten.

    Zur Erinnerung, Ausgangsszenario war mal die ITS vor Überlastung zu bewahren, immer mit Blick auf das Risiko einer exponentiellen Ausbreitung.

  • Ich stelle fest, 100m Schlangen vor Kindergärten ... werden die da am Eingang chemisch gereinigt?

    Das ist ne ganz kluge Strategie.

    Damit in den Garderoben keine Menschenansammlung geschiet (was ja schlau ist)

    Dürfen in vielen die Eltern die Kinder nur bis zur Türe bringen.

    Die brauchen zum alleine umziehen ewig...und die Menschen stauen sich draußen.


    Unser Kindergarten war deshalb so klug jedem Kind eine exakte Kommzeit zu geben.

    Bei uns 8.15 -die Mutter konnte mit rein.umziehen und verschwinden.

    Das nächste Kind dann um 8.25

    Dann passiert kein Stau.

    Aber so klug ist offenbar nicht jeder Kindergarten.

  • Also erst nochmal einen Überblick zu den Schnelltests verschafft. Dieser Artikel fast den Stand im Dezember zusammen:


    https://www.arznei-telegramm.de/html/2020_12/2012102_02.html


    Zitat

    Seit Mitte Oktober sieht die Verordnung für die Testung auf SARS-CoV-2-Infektion in bestimmten Situationen auch die Verwendung von Antigentests vor.


    [...]

    Empfohlen werden die Antigentests gemäß nationaler Teststrategie in Gebieten mit hoher SARS-CoV-2-Inzidenz (7-Tage-Inzidenz > 50/100.000) für die Reihentestung des asymptomatischen Personals von Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Operations- und Dialysezentren, Tageskliniken sowie Arztpraxen und von asymptomatischen Patienten/Bewohnern in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, sofern in diesen Einrichtungen kein COVID-19-Fall aufgetreten ist, sowie für die Testung asymptomatischer Besucher dieser Einrichtungen. Anwender der Tests müssen in die Handhabung eingewiesen werden. Seit Anfang Dezember 2020 dürfen nach Teilnahme an einer entsprechenden Schulung auch Lehrer und Erzieher Antigentests durchführen. Apotheken dürfen die Tests seither nicht nur an Praxen, Krankenhäuser oder Pflegeeinrichtungen, sondern auch an Schulen und Kitas abgeben. Am 13. Dezember 2020 wurde zudem eine verpflichtende Testung des Personals – mehrmals pro Woche – sowie der Besucher in Alten- und Pflegeeinrichtungen beschlossen. Inzwischen gibt es auch kommerzielle Schnelltestzentren, in denen sich jedermann für einen allerdings hohen Aufpreis testen lassen kann.


    Eine Kritik des Artikels ist, dass die Test zu einfach zugelassen werden für den europäischen Markt:


    Zitat

    Für den Marktzugang in der EU genügt es nach derzeitiger Rechtslage allerdings, dass die Hersteller die Zertifizierung selbst vornehmen. Das Angebot ist entsprechend unübersichtlich. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) listet gegenwärtig mehr als 300 kommerzielle Antigentests zum Nachweis von SARS-CoV-2, die die Kriterien des PEI erfüllen sollen. Die dortigen Angaben zu den Testeigenschaften stammen jedoch ausschließlich von den Herstellern selbst. Der jahrelange laxe Umgang mit den Vermarktungsvoraussetzungen für Medizinprodukte in der EU [...] fällt den Behörden jetzt auf die Füße: Die europäische Kommission mahnt die Mitgliedsstaaten, sicherzustellen, dass Antigentests auf SARS-CoV-2 validiert wurden, bevor sie in die klinische Praxis eingeführt werden. Sie sollen zudem in dem Setting validiert werden, für das sie vorgesehen sind.


    Das wird wohl einer der Gründe sein, dass das Paul-Ehrlich-Institut die Schnelltests im neuen Jahr in Prüfung hat oder hatte. Allerdings haben sie damit wohl auch schon im November angefangen, hier ist wiederum die Kritik des Artikels, dass die entsprechenden zu Anfang Dezember veröffentlichten vorläufigen Daten zu intransparent sind.


    Zitat

    Inzwischen beteiligen sich auch Labore des PEI und des Robert Koch-Instituts (RKI) an der Evaluierung. Anfang Dezember hat das PEI eine Liste mit 23 Antigentests auf SARS-CoV-2 veröffentlicht, die in behördeneigenen Laboren evaluiert und im Hinblick auf ihre Sensitivität als "dem derzeitigen Stand der Technik entsprechend" bewertet wurden. Welche Kriterien für dieses Zertifikat angelegt wurden, lässt sich der Kurzbeschreibung der Studie nicht entnehmen. Auf Anfrage teilt uns das PEI mit, dass dafür "die Mehrheit von Proben mit Ct-Wert unter 25" erkannt werden mussten. Ein solches Maß an Intransparenz erscheint uns nicht nachvollziehbar, auch wenn es sich um vorläufige Daten handelt. Antigentests, die hier evaluiert wurden, aber nicht dem Stand der Technik entsprechen, wurden laut PEI aus der BfArM-Liste entfernt.


    Das Bundesgesundheitsministerium hat dann eine Vereinbarung (bezeichnet als "Memorandum of Agreement") über bestimmte gesicherte Kontingente mit verschiedenen wohl hauptsächlich (nur?) deutschen Herstellern abgeschlossen. Stand vom Januar für rund 545 Millionen Tests für das Jahr 2021. Wobei hier ist eine Presseerklärung von so einem Hersteller:


    https://www.presseportal.de/pm/149481/4808996


    Zitat

    Die nal von minden GmbH hat sich in dem "Memorandum of Understanding" bereit erklärt, die Gesundheitseinrichtungen in Deutschland mit monatlich einer Million Schnelltests zu beliefern - ab sofort, schon im Januar, bis Juni 2021. Die Schnelltests sind in erster Linie für Einrichtungen des Gesundheitswesens gedacht, darunter vor allem Krankenhäuser, Pflegeheime, Pflegedienste, Reha-Einrichtungen, Arztpraxen und Apotheken.


    Hier bezieht sich die Vereinbarung erstmal nur auf ein halbes Jahr. Sollte das generell gelten wären das also im Schnitt 90 M Tests pro Monat, wobei die Produktion möglicherweise auch hier erst hochgefahren wird und der größere Teil zum Beispiel zum jetztigen Zeitpunkt kommen könnte.


    Parallel dazu hat das Bundeswirtschaftsministerium Mitte Dezember eine Richtlinie zur Förderung der Produktion von solchen Tests aufgelegt:


    https://www.bmwi.de/Redaktion/…_blob=publicationFile&v=4


    Mittlerweile kann ja wohl jeder die Schnelltests kaufen und einer der Gründe ist, dass in der Zwischenzeit wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht wurden, die die Qualität der Probenentnahme durch Laien als ähnlich der professioneller Anwender bewerten. Hier ein preprint der Charité:


    https://www.medrxiv.org/conten…01.06.20249009v1.full.pdf


    Zitat

    Conclusions


    Ambulatory participants suspected for SARS-CoV-2 infection were able to reliably perform the Ag-RDT [Antigen-detecting rapid diagnostic test] and test themselves. Procedural errors might be reduced by refinement of the Ag-RDTs for self-testing, such as modified instructions for use or product design/procedures.


    Und auch die Gruppe von Ciesek hatte ja wohl ähnliche Ergebnisse.


    Bringt mich wieder zurück zur Ausgangsfrage: 40 Mio Haushalte in DE, sagen wir 5 Tests pro Woche (konservativ gerechnet für Mehrpersonenhaushalte mit Kindern, aber gibt eine runde Summe) = 200 Mio Tests.


    Mal dieses Beispiel genommen, mir ist nebenbei nochmal aufgefallen ist, dass das Spezifitätskriterium eher niedrig liegt:


    https://www.pei.de/SharedDocs/…_blob=publicationFile&v=3


    Zitat

    Kriterium Antigenschnelltest: Spezifität >97%


    Bei 200 M Tests hätte man, wenn es gerade so erfüllt ist, 6 Millionen falsch Positive. Gut die besseren Tests haben wohl eher 99% also nur 2 M, aber spätestens bei so breiter Anwendung müsste man die Idee, dass sich daran eine vorsorgliche Quarantäne (Verdachtsisolation?) und Nachtest knüpfen, fallen lassen, wie sie etwa hier angenommen wird:


    https://www.bundesgesundheitsm…est/faq-schnelltests.html


    Zitat

    Gibt es eine Meldepflicht bei einem positiven Laien-Schnelltest?


    Bislang nicht – zumal nicht für den privaten Bereich. Wer einen positiven Laien-Schnelltest macht, sollte diesen aber genauso wie bei einem positiven Antigen-Schnelltest durch einen PCR-Test bestätigen lassen und sich vorsichtshalber solange zu Hause in Quarantäne begeben, bis das Ergebnis vorliegt.


    Da käme man ja überhaupt nicht hinterher.


    Zusammenfassend scheint mir recht klar, dass bei den Schnelltests bisher rationiert wurde. Ich denke allerdings nicht, dass man das verborgen hat.


    So dass sind jetzt aber noch nicht die Selbsttests, also die Antigentests, die wirklich auf die Anwendung durch nicht-geschulte Personen ausgerichtet sind, die sind nicht wie die Schnelltests (die ja für point-of-care gedacht sind) im Herbst auf den europäischen Markt gekommen, sondern offenbar erst jetzt. Und da steht die Zulassung gerade aus, ist aber auch für Ende Februar/Anfang März geplant. Auch hierfür gibt es offenbar eine Validierung, denn daran erinnere ich mich noch aus der Pressekonferenz bei der Frage warum die Anwendung in Österreich bereits möglich ist, meinte vermutlich Spahn, dass man sich dort auf die Herstellerangaben verlässt.

  • Aso, wir haben an Haufen Deppen. Die dürfen trotzdem alle wählen, Autofahren und Kinde kriegen....

    Die Logik hat, jenseits der inhärenten Herablassung, noch ein anderes Loch, wenn diese Leute schon zu dumm sind sich ein Staberl in die Nase zu stecken, wie sollen die intelektuell die restlichen Maßnahmen umgesetzt bekommen?


    Was hat das mit Intelligenz zu tun? Letztlich ist das eine Seuchenschutzmaßnahme und man muss in der Bewertung realistisch auf die Gesamtbevölkerung blicken und kann nicht nur motivierte, gewissenhafte Anwender annehmen, was meist die Voraussetzung für Kompetenz ist.


    In jedem Fall gehört zur Bewertung einer Maßnahme auch dazu, inwiefern man Anlass zur Risikosteigerung schafft. Beim allgemeinen Maskentragen ist die Bilanz unter dem Strich vermutlich positiv. Aber das liegt auch daran, dass sie vorallem einen zusätzlichen Schutz bei Aktivitäten bietet, die so oder so unternommen werden. Wenn das bei Selbsttests ähnlich ist, dann ist die Gesamtwirkung vermutlich ebenfalls positiv. Es gibt aber auch Unterschiede zu den Masken. Dass jemand seine Maske grob falsch anwendet oder aufhört anzuwenden, ist für andere Personen unmittelbar ersichtlich und dann können die sich entsprechend verhalten. Das gilt für Selbsttests so nicht. Und egal wie die Maske hauptsächlich verstanden wird, als Selbst-, Fremdschutz oder beides, sobald man sie abnimmt, weiß man selbst eine möglicherweise überschätzte Schutzwirkung ist vorbei. Der Selbsttest kann dagegen ein ungewisse Zeit anhaltendes Gefühl vermitteln, dass man selbst keinerlei Risiko einer Ansteckung für andere darstellt.


    März 2020 oder Ende des Sommers okay, wenn ich jetzt auf den Kalender schau steht da 2021 und Jens S. steht da und sagt konnt ja keiner ahnen dass es praktisch wäre auf die Schnelle zu wissen wer Virenschleuder ist und wer nicht...


    Da denk ich nur an Hohli s Futur II "Wir werden Scheiße gebaut haben"


    Die Schnelltests sind im Herbst auf den Markt gekommen. Die Selbsttests, wenn ich das richtig verstehe so wirklich erst jetzt im neuen Jahr. Erstere sind direkt für einen begrenzten Anwenderkreis verfügbar gewesen und hat man sogar erst hinterher so richtig angefangen sie zu validieren, bei letzeren will man das jetzt wohl machen, bevor man sie zulässt. Ansonsten wird die übliche anfänglich geringe Verfügbarkeit verwaltet. Mir scheint da ist eine Kritik an der Langsamkeit der Prozesse alles was bleibt und spezifisch bei den Selbsttests bewegt sich die Säumnis wohl im Bereich von einem Monat.

  • Ich kapier glaub ich nicht, was die Aussage ist. Das klingt ein wenig nach Drehtür-Korruption. Die Preise für die Schnelltests waren jedenfalls von Beginn an deutlich unter denen der Labortests, falls es darum geht.

    Nur kurz zum Verständnis: mein Punkt war das Dein Argument "Verzögerung der Zulassung mglw. weil Lobbyismus / Druck auf Spahn durch PCR-Testlabore" genauso umgedreht werden könnte. Nicht nur das Verzögern einer Zulassung von Schnelltests könnte man als wirtschaftsfreundliche Politik auf Kosten der Allgemeinheit interpretieren sondern zB auch das schnelle/verfrühte Zulassen von Schnelltests. Die Frage ist ja nur welcher Markt ergiebiger ist, welche Lobby der Partei mehr spendet und/oder bessere Jobzusagen an Spahn macht, das sind ja die gängigen Währungen der Korruption in Unserland.


    Anderes Thema:


    Da eskaliert gerade was.




  • Ehrlich gesagt bei niedriger Inzidenz ist das durchaus fragwürdig. Da kann man doch diese typische Rechnung machen, die sie einem im Studium beibringen.


    Also beide Kriterien sind > 80% Sensitivität und > 97% Spezifität, bei Inzidenz 50 / 100000 und sagen wir mal 10000 Personen werden getestet, wieder exakt für die Grenze 80%, 97% gerechnet.



    Infiziert Nicht Infiziert
    Test positiv 4 ~ 300
    Test negativ 1 ~ 9695


    Die Wahrscheinlichkeit bei einem positiven Testergebnis nicht infiziert zu sein, ist 98.7%.


    Selbst wenn man die Spezifität auf 99.9% erhöht:



    Infiziert Nicht Infiziert
    Test positiv 4 ~ 10
    Test negativ 1 ~ 9985


    Ist die Wahrscheinlichkeit keine Infektion zu haben, obwohl der Test ein positives Ergebnis anzeigt, 71%. Aber immerhin, dann sind es zum Beispiel nur noch etwas mehr als zweimal so viele Schüler, die fälschlicherweise nicht am Unterricht teilnehmen können, gegenüber den Schülern, bei denen es gerechtfertigt ist.


    Ergänzung: Falls sich jemand fragt, wie das gerechnet wird (muss dann noch jeweils mit der Größe der getesteten Gruppe multipliziert werden):



    Infiziert Nicht Infiziert
    Test positiv Inzidenz * Sensitivität
    (1 - Inzidenz) * (1 - Spezifität)
    Test negativ Inzidenz * (1 - Sensitivität)
    (1 - Inzidenz) * Spezifität


    Die Wahrscheinlichkeit nicht infiziert zu sein, obwohl das Testergebnis positiv ist, ist dann:


    ((1 - Inzidenz) * (1 - Spezifität)) / (Inzidenz * Sensitivität + (1 - Inzidenz) * (1 - Spezifität))

  • Kann man vielleicht nochmal wiederholen das Menschen mit Grippe/Erkältungssymptomen einfach mal Zuhause bleiben, ich sehe immer hoch viele vor sich hin hustende Leute (meist entwickelt sich da schnell ein Abstandsradius von 5m).


    Man muss auch eine verlässliche Infrastruktur haben für Leute die dann Zuhause bleiben wollen, manche wohnen neu in einer Stadt und haben da weder Familie noch Freundeskreis - aber irgendwie müssen die über die Quarantänezeit auch an Nahrungsmittel und so Kleinigkeiten kommen (ohne selbst rumzulaufen und rumzuhusten)...

  • Bei positivem Schnelltest ab in Quarantäne und sofort eine PCR Test machen, dessen Ergebniss innerhalb von 3 Tagen vorhanden sein sollte.


    Im Zweifelsfall auch noch einen zweiten Schnelltest vor dem PCR Test hinterherschieben, wenn der erste positiv ist.


    Ich würde sagen eher einen zweiten Test von einem anderen Hersteller machen und wer dann zwei positive Tests hat, sollte sich mit RT-PCR testen lassen. Wer einen positiven und negativen Test darf nicht teilnehmen (woran auch immer) und man sieht sich bei der nächsten Testgelegenheit wieder.

  • Vom britischen Ein-Dosen-Experiment, es geht um Comirnaty:


    https://www.reuters.com/articl…pfizer-shot-idUSKBN2AM1TY


    Zitat
    Data analysed by Public Health England (PHE) showed the Pfizer provided high levels of protection against infection and symptomatic disease from a single dose, and that hospitalisation and death from COVID-19 will be reduced by more 75% in elderly people who have had a first dose.

    [...]


    PHE’s findings came from two separate analyses - one is an ongoing study in healthcare workers, and the second is an assessment of testing data in people aged 80 and over.


    Evidence from the elderly group showed that one dose of the Pfizer shot is 57% effective against symptomatic COVID-19 disease, PHE said, and early data suggest the second dose improves protection to more than 85%.

  • Interessant ist, wenn man sich die Vorgängerversion dieser WHO-Information aus dem Dezember 2020 ansieht, dass es ein bisschen so klingt, als hätten die CoViD-19-Gegenerzählungsanhänger die WHO erst veranlasst die Klarstellung herauszugeben:


    https://www.terviseamet.ee/sit…muste_hindamise_kohta.pdf


    Zitat

    WHO has received user feedback on an elevated risk for false SARS-CoV-2 results when testing specimens using RT-PCR reagents on open systems.


    Und da schon diese Version, vermutlich insbesondere das "user feedback", im Sinne der Gegenerzählung umgedeutet wurde (weiß nicht, ob Reitschuster erst die Revision im Januar mitbekommen hat), haben sie in der neuen Version das noch etwas gestrafft.


    Im Gegensatz zur Behauptung von Reitschuster in der Pressekonferenz als Drosten ihm geantwortet hat, ist das natürlich kein neuer Erkenntnisstand, schließlich verweisen sie in dem Dokument auf ihre diagnostische Anleitung aus dem September, wo das auch schon alles so diskutiert wird.


    Also erstmal Unsicherheit erzeugen, wenn diese dann zu einer Klarstellung behördlicherseits führt, das als Beleg dafür nehmen, dass man recht hatte. Würde passen, aber kann ich natürlich nicht mit Gewissheit sagen, dass das hinter dem user feedback steht.

  • Also die britische Impfquote ist tatsächlich zurückgegangen. Das ist eindeutig: [...]


    Habe ich mich schon gefragt, wann das mal in der britischen Presse aufschlägt, bisher hatte ich nichts gesehen:


    https://www.lbc.co.uk/news/pfi…uieter-week-for-vaccines/


    Zitat

    The health secretary told LBC's Nick Ferrari that there would be fewer jabs dished out this week due to "supply schedules" and the drugs being "difficult" to make.


    However, he reassured listeners that the numbers would bounce back in March with a number of "bumper weeks".


    On Monday, the UK recorded its lowest number of coronavirus vaccinations since the rollout began, with around 141,000 people receiving their first dose - the total now stands at more than 17.9 million.


    Allerdings hat sich daraufhin gleich Pfizer gemeldet:


    Zitat

    But on Tuesday, Pfizer responded to Mr Hancock's comments by insisting to The Sun and the MailOnline that there were "no UK supply challenges" and deliveries were arriving as planned from Belgium.


    The pharmaceutical giant added that there had been no changes to its delivery schedule and it was working to the timetable agreed with the UK Government.


    Dagegen Astrazeneca:


    Zitat

    On Monday, AstraZeneca - which makes the other jab currently being used in the UK – acknowledged there were "fluctuations" in supply at plants but that it was still "on track" with orders.


    Es ist natürlich das, was man erwarten würde, wenn UK zusätzlich aus dem Astrazeneca-Produktionszweig für die EU versorgt wurde und das jetzt weggefallen ist. Wäre noch deutlicher, wenn das jetzt erstmal so bleibt, was zeigen würde, dass die UK-Kapazität nicht groß genug war.

  • Es gibt klingt zumindestens so, dass durch Unterschiede zwischen EU- und UK-Vertrag Astrazeneca bei letzterem (bisher nicht geleakt) eher dazu gezwungen war, die UK aus anderen Quellen zu versorgen:


    https://www.politico.eu/articl…uk-astrazeneca-contracts/


    Zitat

    The U.K. contract contains a commitment by AstraZeneca that the British supply chain “will be appropriate and sufficient” for the supply of the doses the U.K. purchased. London understood, then, that if the supply chain were not “sufficient,” the drug company would be on the hook for meeting any shortfall from somewhere else, according to a person familiar with the U.K. contract’s development.


    Die Verträge wurden fast zum gleichen Zeitpunkt unterschrieben, was erklärt, warum sie die gleichen unrealistischen Versprechungen für 2020 enthalten:


    Zitat

    [...] even though the U.K. contract was signed just a day after the one with the EU.


    (Ändert natürlich nichts daran, dass das UK von Anfang mehr in "seinen" Impfstoff investiert hat.)


    Ein Spezialist für Vertragsrecht, dem die Autorinnen offensichtlich die Verträge vorgelegt haben, vermutet unterschiedliche Kenntnisse der spezifischen Branche bei den jeweiligen Verfassern der beiden Verträge, so dass die EU im Gegensatz zu UK keine guten Sanktionsmaßnahmen im Vertrag hatte:


    Zitat

    This core difference, according to a lawyer familiar with the development of the U.K. text, can be chalked up to the fact that the contract sealed with London was written by people with significant experience of purchasing agreements, specifically drug-buying deals. The European Commission’s contract, by contrast, shows a lack of commercial common sense, in the lawyer’s view.


    Es gibt aber auch einen Verweis, auf rechtskulturelle Unterschiede:


    Zitat

    The level of specificity is partially due to the legal systems they're based on. The U.K. contract is written in English law, which will judge whether both parties delivered the goods based on the exact wording of the contract. The EU contract is written in Belgian law, which focuses on whether both parties tried their best to deliver the goods and acted in good faith.


    Ich muss sagen, ich habe nie darüber nachgedacht, dass belgisches Recht ausschlaggebend für EU-Verträge sein könnte. Ist das immer so?


    Alles in allem bestärkt mich der Artikel darin, dass das Szenario, dass das UK mit Impfstoffen versorgt wurden, die Astrazeneca aus seiner Produktion für die EU abgezweigt hat, plausibel ist. Es ist auch gut vorstellbar, dass die Vektorproduktion, die von Oxford Biomedica erst 2020 aufgebaut wurde, nicht so zuverlässig lief, wie die Vektorproduktionsanlage die Novasep (mittlerweile im Besitz von Thermo Fisher) bereits Ende 2018 in Seneffe eröffnet hat:


    https://www.novasep.com/home/a…-production-facility.html

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