Der SARS-CoV-2-Thread

  • Zitat von fefe

    Ich würde wetten, dass ganz viele von diesen Covidioten Leute sind, die wie diese drei keinen anderen Ausweg mehr für sich sehen, als Covid zu leugnen. Man muss diesen Menschen doch irgendeine Perspektive geben, wie es weiter gehen kann. Dazu gehört z.B. dass man Mitarbeiter-Ängste ernst nimmt, aber unsere Regierung müsste auch endlich mal ansagen, wer für Umsatzausfälle aufkommt, während die Großvermögen weiter wachsen. Soziale Gerechtigkeit wär hier das Stichwort. Aber abgesehen von Marco Bülow scheint sich da aktuell niemand für zu interessieren.


    Yupp. Und so weichgespült kommt das dann in den überregionalen Medien an:

    Für Thomas entwickele sich das Jahr zu einer existenzgefährdenden Katastrophe, erzählt er. Reibt hin und wieder die Handflächen aneinander, rückt die Brille zurecht.

    [...]

    Die Arbeit der Solo-Selbstständigen müsse differenzierter betrachtet werden, sagt Thomas. [...] Wir diskutieren weiter. Über Ängste und Chancen, über fehlende Solidarität innerhalb der Kunst- und Kulturszene.

    Selbst wo Existenzen gefährdet sind, wo Hartz IV der letzte Ausweg vor der Obdachlosigkeit ist, da wird die wirtschaftliche Lage zu einer diskutierbaren Angelegenheit persönlicher Gefühle degradiert. Einfach ein wenig positiver drauf schauen, dann zahlt sich die Miete quasi von selbst. Oder so ähnlich.

  • Den Begriff "besorgter Bürger" benutzt du fast in jedem zweiten Beitrag von dir hier im Forum, und meistens benutzt du ihn in einem Kontext, der nicht gerade darauf schließen lässt, dass du irgendeine Art Verständnis, jenseits von "der entsolidarisierte Nutzenmaximierer" hast.

    (das dann plötzlich kommt, wenn man nachfragt). Mit so einer komplexitätsreduzierenden Küchensoziologie werden nur die typischen antilinken Ressentiments in diesen Gruppen bedient und noch dazu der Elitendiskurs des "Rabble", der wegen seiner impulsiven und irrationalen Natur eingehegt gehört, oder wie Sigmar Gabriel es gesagt hat: "Das Pack muss eingesperrt werden."

    Ich benutze diesen Begriff eigentlich ausschliesslich in genau einem Kontext - und zwar in jenem, in welchem sich eine kleine aber sehr laute Minderheit einer Bande von Verschwörungideologen, findigen Konspiratistik-Vermarktern, sowie mittlerweile auch gehäuft rechtslibertären bis -radikalen Propagandisten und ihren hahnebüchenen Narrativen von der Pandemie als großer Elitenverschwörung gegen "das Volk" anschliesst, um ihre bürgerlichen Privilegien zu verteidigen, und sich dabei einen Dreck um genau die tatsächlichen historischen Entwicklungen oder kapitalismuskritischen Analysen kümmert, deren Intensives Studium Du uns hier immer so gerne als Dein großes Steckenpferd anpreist.


    Wo waren die denn alle, während über die letzten zwanzig Jahre der deutsche Sozialstaat und das Rentensytem zugunsten kapitalgedeckter Altersvorsorge weiter geschleift, das Gesundheitssystem privatisiert und kaputt gespart, öffentliche Verwaltungen, Infrastrukturen oder Versorgungsbetriebe entweder nach dem Vorbild privater Unternehmen umorganisiert oder gleich an private Dienstleister outgesourced wurden?


    Wo haben die denn in den letzten zwei Jahrzehnten lauthals gegen die Vereinnahmung und korrumption der politischen Klasse durch Unternehmerverbände, Wirtschaftslobbyisten und neoliberale Thinktank-Ideologen protestiert?


    Wer von diesen tapferen KämpferInnen wider das "Regime" der Finanzeliten ist denn zu zigtausenden bei Wind und Wetter durch deutsche Fußgängerzonen marschiert, um seiner Empörung gegen deren Übernahme und Gleichmachung durch börsennotierte Einzelhandelskartelle und die systematische Prekarisierung des Verkaufspersonals in den größten Niedriglohnsektor Europas Ausdruck zu verleihen?


    Wer von denen hat sich denn vor den Reichstag gestellt und vom Parlament verlangt, endlich mal wirksame Gesetze gegen den Ausverkauf deutscher Innenstädte an global agierende Investmentfirmen aus Steueroasen und gegen die Ausbeutung von MieterInnen für die Kapitalrendite anonymer AnlegerInnen zu verabschieden?


    Wo war denn diese engagierte außerparlamentarische Volksvertretung, als sich Regierung und Parlamentsmehrheit eisern weigerten, einen Mindestlohn festzulegen, der Menschen in Niedriglohnjobs eine halbwegs menschenwürdige Teilhabe an der Konsumgesellschaft ermöglicht, Sanktionen gegen arbeitslose Menschen abzuschaffen, mit denen man sie unter das Existenzniveau pressen kann, oder den Hartz IV Regelsatz wenigstens so anzupassen, dass man als TransferleistungsempfängerIn nicht von der sozialen Teilhabe ausgeschlossen wird?


    Wer von diesen aufrechten KritikerInnen der "Eliten" hat sich denn während der großen Transformation in die "Informationsgesellschaft" aktiv gegen die vom Staat nicht nur nicht verhinderte, sondern zum Teil sogar aktiv geförderte Monopolisierung des Internethandels und der sozialen Kommunikation, gegen die damit einhergehende Überwachung, Sammlung und Vermarktung von Nutzerdaten, oder gegen deren Weitergabe an Geheimdienste durch private Konzerne auf die Straße gestellt, deren radikale Ausschaltung des Wettbewerbs ihre Gründer überhaupt erst zu den superreichen Eliten-Vertretern gemacht haben die sie heute sind?


    Wo haben diese mutigen Aufständischen gegen den Imperialismus der US-Eliten denn öffentlich auf den Plätzen und Straßen der Republik quergedacht, als die Ausspähung privater Telekommunikation bis hin zum Mobiltelefon der KanzlerIn Mutter höchstpersönlich durch den amerikanischen Überwachungsapparat mit einem Achselzucken abgetan und als leider zu tolerierender Kollateralschaden im globalen Kampf gegen den Terror ad acta gelegt wurde?


    Wer von diesen heldenhaften Aufständischen für die Grundrechte hat sich denn in gleichem Maße öffentlich echauffiert, als man Polizeigesetze bis zur Verfassungsfeindlichkeit verschärft, staatliche Überwachungssysteme ausgebaut, oder linke Systemkritik politisch und medial immer weiter kriminalisiert und diskreditiert hat, während rechte Terroranschläge verharmlost und rechtsradikale Netzwerke bis hin zur obersten Behördenleitung in den Verfassungsschutz oder in Polizei und Bundeswehr integriert wurden?


    Wo sind diese aufrechten Menschenrechtsverteidiger denn auf die Barrikaden gestiegen, als rechtsradilkale Brandstifter durch die deutsche Provinz zogen und Flüchtlingsunterkünfte anzündeten, während die Kanzlerin Mutter eine Rundreise durch sämtliche Autokratien, Diktaturen und Warlord-Regime des Mittelmeerraumes machte, um deren Betreibern deutsches Steuergeld in den Rachen zu stopfen, damit sie die Flucht aus dem globalen Süden in den goldenen Nordwesten künftig in Konzentrationslagern vor der Mittelmeerküste beenden?


    etc.. pp


    Nochmal: Es sind nicht die Gewerkschaften oder anarcho-syndikalistische Arbeiterräte, die da zum Sturm auf die Bastille den Reichstag aufrufen, sondern vor allem Anwälte, Ärzte oder sonstige mittelständische UnternehmerInnen, sowie mittlerweile auch "liberale" und rechte PolitikerInnen, denen es absolut überhaupt nicht darum geht, die Arbeit zu demokratisieren oder die Produktionsmittel zu vergemeinschaften, und auch nicht darum, mehr Solidarität und Unterstützung für tatsächlich durch die Maßnahmen in existenzielle Not gebrachte Menschen zu erwirken, sondern ausschliesslich darum, die wissenschaftliche Grundlage für die politischen Entscheidungen als erlogene Eliten-Propaganda abzukanzeln, sich selbst zu alternativen Verkündern der einzig wahren Wahrheit empor zu schwingen, und alle die ihre eigenen Autorität als Hohepriester der neuen Gegenaufklärung anzweifeln zu naiven Schlafschafen oder willfährigen Helfershelfern des Eliten-Regimes zu erklären. Und dazu scheint ihnen jedes Mittel recht - selbst wenn sie dabei mit rechtsautoritären Ideologen paktieren müssen.


    Das Schicksal der Leute, die von den Maßnahmen tatsächlich in existenzielle Not gebracht werden ist denen allerdings vollkommen egal.

    Alles was sie von denen brauchen, ist eine möglichst diffuse Angst, die sich mit der richtigen Propaganda konkretisieren und in die gewünschte Richtung lenken lässt. Genau die selbe Gemengelage aus Ignoranz, Frust, Angst und systematisch aufgestachelter Wut hatten wir hier schon mal - und das endete nicht in einer linken Revolution.

  • Nachdem ich über diese sorgfältig ausgewählte Beschwichtigergrafik, auf die Drosten reagiert hat, im zweiten Schritt darauf gekommen bin, dass es gar nicht mal so gut aussieht in Deutschland, habe ich auf die Novemberzahlen geschaut und kann einen kleinen Vorhersage-Realitätscheck machen.


    Was wir wieder für ein Glück haben. Vermutlich wird die Maßnahme im nächsten Monat irgendwas bringen, selbst wenn dir vielleicht besser radikaler wäre und dafür vielleicht kürzer sein könnte. Unsere Nachbarn hätten sowas in einem früheren Stadium sicher auch gebrauchen können, nur da fehlte wieder das abschreckende Beispiel, das sie jetzt für uns abgeben.


    Ja, vielleicht hat das "Glück" den Haken, dass wir davon ausgehen in unserer inländischen Entwicklung automatisch unter dem Niveau der Nachbarn zu bleiben und notorisch weniger machen. Was gut gegangen ist, als wir sehr früh dran waren, aber vielleicht nicht mehr, wenn wir etwas später reagieren. "Irgendwas" hat dieser Monat nach drei Vierteln schon gebracht, aber weniger als ich gedacht hätte.


    Wenn wir den jetzigen täglichen Zuwachs von sagen wir 3% stabilisieren, verdoppeln wir die Zahl aller bisherigen Fälle nach ca. 23 Tagen (2 = 1.03^x). Stabilisieren wäre zwar auch ein Erfolg gegenüber weiterer Steigerung, aber damit hat man nicht zu Weihnachten Ruhe.


    Das sind jetzt erst 22 Tage, aber den Anstieg von morgen kann ich schätzen. Die gute Nachricht ist, der Wert vom 30. Oktober als ich das berechnet habe, ist nicht verdoppelt, nur das 1.8fache. Damit ist wohl klar, was jetzt folgt:


    Wie gesagt ich gehe davon aus, auf ein Plus von 1 Million Fälle bis Mitte Dezember wird man es nicht ohne vorherige Verschärfung der Maßnahmen kommen lassen.


    Übrigens, seit dem 1. Oktober als man gut einen "Wellenbrecher-shutdown" hätte vorschlagen können, hat sich die Zahl aller bisherigen Fälle verdreifacht. Also vielen Dank für Nichts, Herr Lauterbach.


    Ich will einräumen, es ist denkbar, dass sich das ganze von selbst "repariert" hätte: Wenn der Anstieg auf ein Nachlassen der Disziplin in der Bevölkerung zurückgeht. Wenn die bestehenden Maßnahmen bei Einhaltung genügen. Wenn die reine Wahrnehmung des Anstiegs die Disziplin wiederherstellt. (Selbst dann könnte das nun höhere Niveau ein Problem darstellen.)


    Ich bin froh, dass ich hinter diese Einräumung drei Wenns gehängt habe, denn die These einer Selbst"reparatur" steht doch auf recht wackligen Beinen, wenn man sieht, was das Nachhelfen bringt oder, sollten wir vor einem Durchbruch stehen, wie langsam es etwas bringt.

  • Fehlende Impfstoffe?

    Nicht lieferbar. War das ganze Jahr ein Problem und wird nicht besser. Gibt da wohl nicht so viele Hersteller und die Produktion braucht meist eine gewisse Vorlaufzeit samt Planung und meisten dürften dieselben Flaschenhälse haben. Den Wikipedia-Absatz zum Pandemie-Szenario hatte ich schon zweimal verlinkt.

    Jetzt wollen aber viele nicht nur prophylaktisch gegen Grippe, sondern auch Pneumokokken geimpft werden. Gleichzeitig müssen aber die anderen Impfstoffe, die sowieso immer mal wieder knapp waren, weiter produziert werden. Man fragt wohl besser nicht, wo die überhaupt hergestellt werden.


    Beim Corona-Impfstoff ist es ein anderes Verfahren. Ich glaube da wirds weniger Engpässe geben, als dass die Durchführung der Impfungen eine logistische Herausforderung werden könnte.

  • Ah okay, es geht um bestimmte Impfstoffprodukte, die gerade nicht lieferbar sind. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass zum Beispiel überhaupt kein Diphtherie-Tetanus-Impfstoff verfügbar ist. Aber das muss ja nicht der Fall sein, wenn eine Reihe entsprechender Produkte gerade nicht verfügbar ist.


    Beim Corona-Impfstoff ist es ein anderes Verfahren. Ich glaube da wirds weniger Engpässe geben, als dass die Durchführung der Impfungen eine logistische Herausforderung werden könnte.


    Die beiden jetzt angekündigten Impfstoffe, die, nehme ich an, auch bei uns eine Aussicht auf Zulassung haben, sind RNA-Impfstoffe. Die haben komplett unabhängige Produktionsanlagen von der bisherigen Impfstoffproduktion, weil das Verfahren an sich für Menschen noch nie vorher verwendet wurde. Allerdings starten die quasi mit einem Engpass, denn sie können ja von Anfang an nur unter dem Bedarf ausliefern.

  • Der Engpass verteilt sich aber wohl auf bald drei Hersteller und die Produktion scheint viel besser skalierbar zu sein. Wenn man die sonst erwähnten zwei Jahre als Maßstab nimmt, ist die aktuell anvisierte zusätzliche Produktion beachtlich.

    Ob die technologische Innovation, die sich ja erst noch bezüglich der Langzeitrisiken etablieren muss, ohne Corona in naher Zukunft gekommen wäre, wage ich zu bezweifeln. Impfforschung galt immer als unrentabel. Mit den lockeren Geldbeuteln der Staaten hat sich da quasi eine Chance aufgetan, Geld durch Investition zu verdienen, statt durch Kapital parken.


    Man stelle sich vor, was ein Green New Deal mit Zielvorgaben bewerkstelligen könnte.

  • Ich benutze diesen Begriff eigentlich ausschliesslich in genau einem Kontext - und zwar in jenem, in welchem sich eine kleine aber sehr laute Minderheit einer Bande von Verschwörungideologen, findigen Konspiratistik-Vermarktern, sowie mittlerweile auch gehäuft rechtslibertären bis -radikalen Propagandisten und ihren hahnebüchenen Narrativen von der Pandemie als großer Elitenverschwörung gegen "das Volk" anschliesst, um ihre bürgerlichen Privilegien zu verteidigen, und sich dabei einen Dreck um genau die tatsächlichen historischen Entwicklungen oder kapitalismuskritischen Analysen kümmert, deren Intensives Studium Du uns hier immer so gerne als Dein großes Steckenpferd anpreist


    Wo waren die denn alle, während über die letzten zwanzig Jahre der deutsche Sozialstaat und das Rentensytem zugunsten kapitalgedeckter Altersvorsorge weiter geschleift, das Gesundheitssystem privatisiert und kaputt gespart, öffentliche Verwaltungen, Infrastrukturen oder Versorgungsbetriebe entweder nach dem Vorbild privater Unternehmen umorganisiert oder gleich an private Dienstleister outgesourced wurden?


    Es gilt also für dich schon als Privileg, wenn man der Ansicht ist, dass man ein Recht auf eine wenigstens einigermaßen gute Bezahlung und einen sicheren Job hat aha. Wenn einem das dann abgesprochen wird aufgrund irgendwelcher herbeifantasierten wirtschaftlichen Zwänge und man nicht weiter akzeptieren will, dass der Sozialstaat kaputtgespart wird und einem dann auch noch von sogenannten "linken" in ihrer selbstverliebten Arroganz von oben herab mit "besorgter Bürger" denunziiert wird, hat man vielleicht weniger Lust, Teil einer Bewegung zu sein, die keinerlei Respekt einem gegenüber hat und nichtmal ansatzweise Bestrebungen zeigt, sich mit den wirklichen Problemen ausseinanderzusetzen.


    und sich dabei einen Dreck um genau die tatsächlichen historischen Entwicklungen oder kapitalismuskritischen Analysen kümmert,


    Wer verlangt denn, dass diese Leute sich intensiv mit Kapitalismuskritik ausseinandersetzen? Niemand braucht einen analytischen Begriff vom Kapitalismus, um zu sehen, dass er/sie ausgebeutet wird. Die meisten wissen intuitiv, dass mit unserem Wirtschaftssystem etwas nicht stimmt, wenn die Bundesregierung zu einem großen Teil Politik für die Reichen macht (was der 4. Arbeits- und Reichtumsbericht gezeigt hat). Um das zu verstehen, muss man nicht alle drei Bände des Kapitals gelesen haben. Darum geht es auch gar nicht. Das einzige, was du hier machst, ist einen riesigen Strohmann aufzubauen.


    deren Intensives Studium Du uns hier immer so gerne als Dein großes Steckenpferd anpreist.


    Wo genau? Wer bezeichnet sich hier immer als "Arbeiterkind" und "Salonmarxist" (was immer das sein soll)?


    Ich benutze diesen Begriff eigentlich ausschliesslich in genau einem Kontext


    Genau in dem Kontext diese Leute zu beleidigen. Der Begriff "besorgte Bürger" ist 2015 entstanden, als die Pegida-Demos losgegangen sind und er wurde von den Medien und linken Idioten benutzt. Allein schon die satirische Konotation von dem Begriff, dass es illegitim sei und sich in Wahrheit um anderen Motive handele, wenn man "besorgt" ist, spielt Politikern und Medien, die alles dafür tun, die herrschenden Verhälltnisse zu reproduzieren, in die Hände. Wieso schreibst du eigentlich immer "besorgte Bürger"? Warum nicht gleich "Verschwörungstheoretiker" und Rassisten? Vor ein paar Monaten war ich zufällig in der Nähe einer Demo gegen die Coronamaßnahmen, die Teilnehmer bestanden zu einem großen Teil aus Eltern, die wollten, dass ihre Kinder wieder in die Schule gehen. Irgendwo hinten in einer kleinen Ecke befand sich eine tollwütige Gruppe aus angeblich Linken, die mit Sprüchen wie "Nie wieder Faschismus in Deutschland" die ganze Aufmerksamkeit auf sich gezogen haben. Das war einfach nur bizarr.


    Wo haben die denn in den letzten zwei Jahrzehnten lauthals gegen die Vereinnahmung und korrumption der politischen Klasse durch Unternehmerverbände, Wirtschaftslobbyisten und neoliberale Thinktank-Ideologen protestiert?


    Vielleicht kannst du dich nicht mehr erinnern, aber zu allem, was du angeführt hast, gab es Proteste (z. B. zu Hartz 4). Wie wurde denn darauf regiert?


    https://www.spiegel.de/politik…eform-demos-a-311688.html


    Genau das gleiche Narrativ wird jetzt wieder aufgezogen. Fällt dir wohl nicht auf, dass da irgendwie System dahintersteckt.


    Alles was sie von denen brauchen, ist eine möglichst diffuse Angst, die sich mit der richtigen Propaganda konkretisieren und in die gewünschte Richtung lenken lässt.


    Nö brauchen sie nicht. Im Osten hat Die Linke sehr viele Stimmen an die AfD verloren. Wieso haben die Leute wohl früher Die Linke gewählt? Bodo Ramelow hat genau gezeigt wie es geht. Am besten man verweist als linke Bewegung gar nicht mehr auf irgendeinen Zusammenhang mit "links", auch wenn die Rhetorik gleich ist. Dass es dazu gekommen ist, liegt an der Vereinnahmung der Diskussion über die Lebensumstände dieser Leute auf einzige und allein das Topos von "besorgter Bürger", Rassisten, Verschwörungstheoretiker ect. you name it.

  • @JonnyMadFox


    Ich rede hier - und zwar hier im Forum - von Leuten, die sich selbst als kritische "Querdenker" bezeichnen und alle anderen als naive Schlafschafe, während sie Leuten hinterher laufen, die offenbar kein Problem damit haben, mit rechten Propagandisten gemeinsame Sache zu machen, um sich mehr Reichweite in der bürgerlichen Mitte zu verschaffen.


    Du redest eigentlich - wie immer - nur davon, dass Du mich für einen Schwätzer hältst der keine Ahnung hat wovon er redet und unschuldige Menschen mit Schmähungen überzieht.


    Wenn Du meinst, dass das irgendwo hin führt, außer in einen sinnlosen Austausch von Beleidigungen, dann ist das halt Deine Meinung. Aber ich werde auf so einer blödsinnigen Basis ganz sicher nicht weiter diskutieren.

  • lol

    Ok tut mir Leid. Ich gebe es zu, mich interessiert das Thema. Damit ich zu der Diskussion wenigstens mehr als "lol" beitragen kann. Übrigens kann man immer meine Texte in Frage stellen oder sagen was falsch ist, aber natürlich kann man das auch nicht.

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