Der SARS-CoV-2-Thread

  • passt halt wunderbar ins narrativ und von auch von Solmecke wiedergeben und irgendwie muss man die Volksschädlinge unsolidärische Personen bekämpfen bzw. mundtot machen.

  • Die PKV stehen ja ohnehin vor dem Kollaps wegen der Demografie. Klar, dass die jede Gelegenheit nutzen, die Einnahmen zu steigern.

    vor der Big C wollte man die Krankenkassebeitrage senken um ganze 0,3 bzw. 0,4 Prozenpunkte


    Wollte mir davon schon ein Haus in München kaufen.

  • Die 31000 waren noch nicht unter Berücksichtigung der Betriebsanforderungen. Man sollte von 28000 ausgehen. Und da haben wir durch den Herbst-/Winterausbruch Arbeiter für 4000 und durch den Frühlingsausbruch nochmal für 2000 betreibbare Betten eingebüßt. Die Intensivstationen arbeiten seit Dezember 2020 offenbar auch auf Vollast. Der Abbau wird allerdings in Krankenstand, Überstunden, längerfristiger Berufsunfähigkeit und Aufgabe des Berufs begründet sein, mit anderen Worten das Ergebnis der enormen Beanspruchung durch CoViD-19-Behandlungen. Da werden finanzielle Anreize wenig helfen. Verbesserungen der Arbeitsbedingungen schon eher. Aber die sind ohne besseren Personalschlüssel wohl kaum umsetzbar. Wir werden uns mit einer mittelfristigen Verschlechterung der Krankenversorgung im Intensivbereich abfinden müssen, insbesondere wenn das System jetzt noch mal ein bisschen geschleift wird.

  • naja, wenn er den Reitschuster als Quelle angegeben hätte, wäre das wohl aus seiner Sicht kontraproduktiv gewesen.


  • Na @Krampus - Copypasten wir jetzt einfach wahllos irgendwas aus dem Netz hier rein, ohne es als Zitat kenntlich zu machen, oder wenigstens die Quelle zu verlinken?

    naja reitschuster wäre kommentarlos gelöscht geworden wegen meinungsfreiheit ^^

  • naja nix besonderes von diese Aussage möchte ich ausdrücklich distanzieren.



    Das eine neue Krankheit ohne Erfahrung / Impfungen tödlicher verläuft als eine bekannte ist normal.


    Man hat speziell am Anfang die Leute unwissentlich falsch behandeln weil einfach nicht besser gewusst hat.

  • Sollte nicht besser über die Politik gesprochen werden, die offenbar Auslöser so einer Tat ist?

    Die gesellschaftliche Spaltung wurde bereits angesprochen. Kennt man von anderen Themen. Ich würde Fragmentierung oder Isolierung ergänzen. Den Zusammenhang zwischen dieser Radikalisierung (welche am Gegenpol mitunter ebenfalls stattfindet) und der Politik herzustellen, ist gar nicht so einfach. Auf der einen Seite weil die psychische Verfassung und der damit verbundene Hintergrund von Tätern immer eine Rolle spielt und auf der anderen Seite, weil die Kausalkette von der politischen Wirklichkeit hin zur Tat immer multidimensional sein dütfte und größerer Untersuchung bedarf. Das Bauchgefühl freilich sagt einem, dass es einen Zusammenhang zwischen Radikalisierung und (sozial kalter) Politik geben muss, die zu gerne rote Linien definiert und alleingelassene Verlierer produziert. Wenn diese dann noch ständig die eigene Glauwürdigkeit übermäßig strapaziert, haben es schräge Narrative leicht. Daran ändert auch kein Versuch etwas, diese zu kontrollieren oder untderdrücken. Im konkreten Fall soll ja mutmaßlich die Erzählung von einem Notwehrrecht bei Maskenpflicht eine Rolle gespielt haben. Wer auf sowas anspringt, der hat allerdings ein grundsätzliches Verständnisproblem und bei dem läuft schon länger etwas fundamental schief. An der Stelle stellt sich dann natürlich auch die Frage, warum es so etwas inzwischen vermehrt zu geben scheint, wobei die politische Richtung dabei gar nicht mal entscheidend zu sein scheint.

  • Es ist ja auch nicht nur die Politik. Ein kaputtes System schafft kaputte Menschen. Die machen kaputte Dinge. Je kaputter der Mensch, desto eher rechtfertigt sich auch der krudeste Scheiss mit kaputten Verschwörungsnarrativen.


    Das hat wahrlich nichts exklusives in der Pandemie. Die nächsten systemisch bedingten Krisen kündigen sich schon an und die kognitiven Escape-Mechanismen, die wir jetzt schon beobachten, werden sicher noch absurder und gefährlicher.

  • Ich sehe da jetzt im Grunde auch überhaupt keinen Widerspruch zu dem, was ich geschrieben hatte.


    Aber wo du schon den Dickhäuter im Raum ansprichst.

    Es ist ja auch nicht nur die Politik. Ein kaputtes System schafft kaputte Menschen. Die machen kaputte Dinge. Je kaputter der Mensch, desto eher rechtfertigt sich auch der krudeste Scheiss mit kaputten Verschwörungsnarrativen.

    Es ist auch so, wenn plötzlich alles undifferenziert Verschwörung... ist und jeder Kritiker ein Spinner, jede Kapitalismuskritik struktureller Antisemtismus, dann gehen der Gesellschaft auch die Abwehrmechanismen verloren, weil zwischen echter Gefahr und legitimer Kritik einfach gar nicht mehr unterschieden wird. Ein scharfes Schwert wird stumpf. Ich sehe da auch Verrohung der Umgangsformen. Ein Trainer nix ist ein Idiot.

    Ganz zu schweigen davon, dass man mit einer solchen Herangehensweise im Grunde Anknüpfungspunkte versperrt, um die Menschen wieder einzufangen.

    Aber genau damit kreist man seit einiger Zeit zuverlässig nebulös um die sichtbaren Folgen eines Problems, ohne dessen systemische Ursachen wirklich anzugehen. Allerdings kann man sich so ganz gut selbst aus der Verantwortung nehmen.


    Manche bennennen noch technologische Evolution als Wurzel des Übels, welches es einnzuhegen gilt, ich halte auch dies für zweifelhaft. Allerdings verlassen sie sich dabei dann meist genau auf jene Strukturen, die gerade dabei versagt haben und längst vom kaputten System vereinnahmt wurden oder überlassen es im Grunde via Selbstregulierungslogik privaten Konzernen.

    Ich wäre auch für den ersten Ansatz, habe nach den ersten sichtbaren Implementierungen des Medienstaatsvertrages aber wenig Hofffnung. Die Verzahnung von Exekutive und Judikative sowie der Zeitgeist in unserem Land lässt dazu leider auch nur noch wenig Anlass. Denn eigentlich gäbe es da eine gewisse Tradition in der Rechtssprechung.


    Zitat

    die kognitiven Escape-Mechanismen, die wir jetzt schon beobachten, werden sicher noch absurder und gefährlicher

    Auch dies sehe ich im Grunde auf allen Seiten unterschiedlich stark ausgeprägt, nicht nur bei den völlig Entglittenen. Aber das Fass aufzumachen würde an dieser Stelle vermutlich zu einer Textwand führen, die ohnehin keiner mehr lesen möchte. Und mir ist die Zeit in dem Fall dann auch zu kostbar.

  • Ach schau an, dass Personen, die die Möglichkeit zu einer Impfung ausschlagen, keinen Anspruch auf Entschädigung als Betroffene von Maßnahmen des Infektionsschutzes (wie einer Quarantäne-Anordnung) haben, ist gesetzlich im Infektionsschutzgesetz in §56 (1) geregelt und wurde bisher nicht angewendet oder ist nicht zur Anwendung gekommen:


    https://www.gesetze-im-internet.de/ifsg/__56.html


    Zitat

    (1) Wer auf Grund dieses Gesetzes als Ausscheider, Ansteckungsverdächtiger, Krankheitsverdächtiger oder als sonstiger Träger von Krankheitserregern im Sinne von § 31 Satz 2 Verboten in der Ausübung seiner bisherigen Erwerbstätigkeit unterliegt oder unterworfen wird und dadurch einen Verdienstausfall erleidet, erhält eine Entschädigung in Geld. Das Gleiche gilt für eine Person, die nach § 30, auch in Verbindung mit § 32, abgesondert wird oder sich auf Grund einer nach § 36 Absatz 8 Satz 1 Nummer 1 erlassenen Rechtsverordnung absondert. [...] Eine Entschädigung nach den Sätzen 1 und 2 erhält nicht, wer durch Inanspruchnahme einer Schutzimpfung oder anderen Maßnahme der spezifischen Prophylaxe, die gesetzlich vorgeschrieben ist oder im Bereich des gewöhnlichen Aufenthaltsorts des Betroffenen öffentlich empfohlen wurde, [...] ein Verbot in der Ausübung seiner bisherigen Tätigkeit oder eine Absonderung hätte vermeiden können.


    Steht noch nicht so lange im Gesetz, diese Passage wurde durch das Masernschutzgesetz eingefügt, das im November 2019 im Bundestag beschlossen wurde und seit 1. März 2020 gilt:


    https://www.buzer.de/gesetz/2148/al85918-0.htm

  • Ich habe meinen Kommentar nicht als Widerspruch zu deinen gemeint, sondern als Ergänzung, Rob.


    Den Vollpfosten wollte ich auch nicht ansprechen, sondern Bezug zu dem Tankstellenmörder nehmen, der seine Tat als „Zeichen setzen“ versteht.


    Ich halte (überraschender Weise) die Verengung der Krisen und ihren Auswirkungen auf isolierte Betrachtungen für nicht zielführend. Das connecten von dots zu fantastischen Konstrukten ebensowenig. Ich unterstelle dir das aber auch nicht.

  • Wo ich nochmal auf die Impfzahlen schaue - man müsste es verifizieren - aber mir scheint die Bundesländer, die in den 70%-Bereich gekommen sind, sehen keine großen Zuwächse mehr. Das heißt, obwohl die Zahl der wöchentlichen Impfungen niedrig ist - wobei sie zumindestens diese Woche wieder ähnlich hoch zu sein scheint wie in den letzten beiden - kommt sie vermutlich hauptsächlich den Ländern zu gute, die weiter zurückliegen.


    Wenn das so ist, haben wir vermutlich eine Situation, wo in der erwachsenen Bevölkerung bei gegenwärtigem Maßnahmenniveau (was auch immer das ist) in einigen Bundesländern eine überschaubare Krankheitslast zu erwarten ist und in denen, die mit den Impfungen zurückliegen, im Bereich einer Grippewelle (von den Fallzahlen, nicht unbedingt der Krankheitslast) liegen wird. Bleibt dann noch die Frage wie ernst man das mit den Kindern nimmt.

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