Der SARS-CoV-2-Thread

  • dass wir Geimpften tot umfallen

    dachte du hattest mal was geschrieben, dass du selber auch zurückhaltend bist was die Impfung angeht?


    Bezüglich der Umfrage. Man kann ja nun nicht direkt davon ausgehen, dass alle die sich nicht zurück gemeldet haben auch automatisch nicht geimpft sind. Vllt wollten die auch einfach der Bild keine Antwort geben. Ich würde denen zumindest schon aus Prinzip nicht antworten.

  • ist das nicht der impfstoff der für kinder die lösung sein könnte? wollen sie denen noch den impfstoff wegnehmen weil sie prio sind?


    Du denkst da an den Novavax-Impfstoff? Der ist allerdings auch kein Totimpfstoff, sondern Protein-basiert. Ich glaube, es gibt gar keinen westlichen Hersteller, der einen Totimpfstoff entwickelt.


    dachte du hattest mal was geschrieben, dass du selber auch zurückhaltend bist was die Impfung angeht?


    Ich habe vielleicht mal am Anfang als Vorteil davon nicht priorisiert zu sein herausgestellt, dass man nochmal eine große Zahl von Probanden zwischen dem Beginn der Impfkampagne und der eigenen Impfung hat. Und ich wollte immer einen mRNA-Impfstoff. Aber ansonsten habe ich mir meinen Termin zur Erstimpfung geholt, sobald es bequem möglich war, Zweitimpfung ist dann demnächst. Meine Hürde war nur, dass ich dem Termin nicht hinterher rennen wollte.

  • [..]


    Zu Gast im Studio: Maren Urner, Neurowissenschaftlerin und Autorin. [...]


    Ich nehme den Punkt mal in dieses Thema rüber, weil er sowieso nur am Rande erwähnt wurde. Dass der Übergang von SARS-CoV-2 in die Menschheit in irgendeiner Form mit einem chinesischen Labor assoziiert ist, ist sicherlich eine Hypothese, auch schon letztes Jahr. Aber wenn die Bezeichnung als "seriöse" Hypothese andeuten soll, dass mittlerweile etwas dafür spricht, dann nein, ich wüssste nicht, dass es dafür irgendwelche substantiellen Hinweise gibt. Die entsprechende Fiktionalisierung von Umständen, die einige für verdächtig halten, in Kombination mit mangelhaften Informationen, ist lediglich im US-Medien-Mainstream angekommen. Unter anderem weil einige Wissenschaftler von dem Narrativ eingenommen wurden und Biden diese Untersuchung beauftragt hat. Ein bisschen was schwappt wohl auch in die heimische Berichterstattung rüber.

  • Die Frage aus Sicht epidemischer Kontrolle ist aber eher nach der Größe der für einen schweren Verlauf, insbesondere mit Krankenhausaufenthalt, gefährdeten Gruppe. Im Zusammenwirken der weniger bzw. noch gar nicht geimpften jüngeren Bevölkerungsteile mit deutlich geringerem Risiko und der schon recht weit durchimpften älteren Bevölkerungsteile mit nun durch Impfung gesenktem Risiko nähern wir uns dem Punkt, wo man loslassen kann (und muss). Noch wäre es zu früh, alle Maßnahmen einzustellen.


    Es kann allerdings kompliziert werden, die naive Restbevölkerung systemschonend "abzubrennen", wenn die Impfquote bei den Erwachsenen am Ende nur im Bereich von 70% landet. Wir sind etwa auf dem Wert mit den Erstimpfungen und sie nehmen im Moment doch recht schnell ab. Aber gut ist ja gerade Urlaubszeit.

  • Es kann allerdings kompliziert werden, die naive Restbevölkerung systemschonend "abzubrennen", wenn die Impfquote bei den Erwachsenen am Ende nur im Bereich von 70% landet. Wir sind etwa auf dem Wert mit den Erstimpfungen und sie nehmen im Moment doch recht schnell ab. Aber gut ist ja gerade Urlaubszeit.

    Es sterben doch höchstens 1% der Ungeimpften. Also von ca. 25 Mio dann 250.000. 90% davon wahrscheinlich Rentner. Da sehe ich keine große Gefahr fürs System.

  • Ich denke an die Krankenversorgung. Die Impfquote für Erstimpfungen bei den Menschen im Alter von 18-59 ist im Moment 60%. Je nach Verteilung innerhalb dieser Gruppe könnten immer noch zu viele im Krankenhaus landen und die Hausarztpraxen belasten, wenn es dabei bleibt.


    Und siehe die pingdemic, die Schilliplus angesprochen hat, wenn man so wie im UK eine Rücknahme der Maßnahmen (bzw. Entlassung in Freiwilligkeit) mit einer Quarantänepflicht kombiniert, wird das sogar tatsächlich systemkritisch, weil zu viele Arbeiter den Strukturen der allgemeinen Versorgung entzogen werden.

  • „Ein positiver RT-PCR-Test allein ist nach unser Studie kein hinreichender Beweis dafür, dass Getestete das Coronavirus auf Mitmenschen auch übertragen können“, sagt Erstautor Prof. Dr. Andreas Stang, Direktor des Instituts für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (IMIBE) des Universitätsklinikums Essen. „Die am Ende errechnete Zahl von SARS-CoV-2 positiv Getesteten sollte daher nicht als Grundlage für Pandemiebekämpfungsmaßnahmen, wie Quarantäne, Isolation oder Lockdown, benutzt werden.“"

    Das ist nun wirklich ein alter Hut, und Syd hat uns das alles wirklich 100 Mal erklärt. Einen "hinreichenden" Beweis zu erbringen ist in dieser Form auch wirklich ein erstaunlicher Anspruch. Wenn man in dieser Hinsicht effektiv etwas lernen wollte, dann müsste man Menschen wie Versuchskaninchen in ein Gehege sperren, regelmäßig den ct Wert bestimmen und dann jeweils das Infektionsgeschehen nachvollziehen - und das mit vielen, vielen Menschen.


    Zur seiner Grundlage für die Pandemiebekämpfung: Es sollte niemals die "alleinige" Grundlage bilden. Auch da waren sich die meisten hier einig. Aktuell ist es ohnehin ein völlig anderes Bild, aufgrund der vorliegenden Immunisierung in der Bevölkerung durch Impfung. Einen Gegenvorschlag hat er nicht unterbreitet - auch schön, hauptsache sagen "Also so geht es nun nicht!".


    Also alles wie gehabt.

  • Zur aktuellen Lage. Mir werden aktuell wieder al­lent­hal­ben steigende Inzidenzzahlen präsentiert mit der Warnung vor dem Delta. Wobei ja auch Lambda schon als Schreckensszenario angekündigt wurde. Das völlig andere Bild bleibt noch recht einseitig in dessen Wahrnehmung. Die Immunisierung wird ja auch größtenteils nicht mehr als hinreichend eingeschätzt. Die nicht vorhandene sterile Immunität und Mutanten waren jedoch Argument genug für die Ausrufung von Risikogebieten und Quarantänepflicht auch für Geimpfte. Das bremst, ohne Wertung, natürlich auch erstmal die natürliche Immunisierung über den Sommer.


    Eine Aufarbeitung der ITS-Geschichte gab es auch nicht wirklich, wie es eigentlich bei allen Skandälchen rund um die Pandemie der Fall war. Ganz aktuell kam der um die Impfzertifikate hinzu.

    Ich erinnere mich, dass er im Zuge der PCR-Kritik gelegentlich auf einen Labor-Schwellwert hinwies, der in anderen/wenigen Ländern Anwendung findet. Das war bei uns doch auch nie wirklich Thema. Ich fand es zumindest interessant.


    Was die angekündigte Abkehr von der reinen Inzidenz angeht, gibt es da schon konkretes, außer Spahns Ankündigung? Gegenwärtig vernehme ich häufiger den erwartbaren Plot Twist in Sachen Impfprivilegien. Die Kanzlerin und ihr Amt hatten diese auch durch die Hintertür vor kurzem noch ausgeschlossen. Nun wird es von diesem quasi als Selbstverständlichkeit verkauft. Laschet muss noch eine Wahl gewinnen, bevor er mit einstimmen kann.

  • Bei der aufkommenden Impfpflichtdiskussion bzw. den Impfprivilegierungen geht's eigentlich nur mehr um die Vorspiegelung von Handlungsfähigkeit. Spätestens seit Delta ist die Impfung reiner Selbstschutz, infektiös bleibt man ja dennoch. Den ganzen Blenderkram auf ein Konzert übertragen, könnte man auch sagen wer auf dem Fahrrad kommt ohne Helm, kommt nicht rein.

    Bei den Masern war das was anderes, da schützt die Impfung andere mit, weil ser Impfling auch nicht mehr infektiös ist.


    Naja, vor Mitte September traut sich keiner mehr einen Lockdown zu verhängen und mittlerweile ist es mir danach auch egal. Die Kinder sollten nicht mehr weggesperrt werden, den Alten ist nichts eingefallen in bald 2 Jahren, time to face the music.

    Die Schäden die in den jungen Altersgruppen hingenommen werden müssten wiegen zu schwer.

  • Den ganzen Blenderkram auf ein Konzert übertragen, könnte man auch sagen wer auf dem Fahrrad kommt ohne Helm, kommt nicht rein.

    Bei den Masern war das was anderes, da schützt die Impfung andere mit, weil ser Impfling auch nicht mehr infektiös ist.

    Ich warte noch auf meinen zweiten Chip. Richtig überzeugt war ich in Anbetracht der Zulassungsvoraussetzungen und dem Sprint zur Marktreife eigentlich nie, sodass ich den dritten Schuss lieber vermeiden möchte, der ja nun auch propagiert wird, obwohl die Alternative bisher nur der weniger schlimme Verlauf ist. Bei so einem Helm oder Gurt sind die Risiken und Bedenken dann doch recht klar fassbar, sodass sich da eine Pflicht recht gut begründen ließ.

  • Ich warte noch auf meinen zweiten Chip. Richtig überzeugt war ich in Anbetracht der Zulassungsvoraussetzungen und dem Sprint zur Marktreife eigentlich nie, sodass ich den dritten Schuss lieber vermeiden möchte, der ja nun auch propagiert wird, obwohl die Alternative bisher nur der weniger schlimme Verlauf ist. Bei so einem Helm oder Gurt sind die Risiken und Bedenken dann doch recht klar fassbar, sodass sich da eine Pflicht recht gut begründen ließ.

    Über die Risiken brauchen wir ja eigentlich nicht zu diskutieren, nachdem die Maßnahme zur Erreichung des Ziels schon völlig unzweckmäßig ist.

  • Hier gibt es allerdings eine gewisse Wahrnehmungsverschiebung. Der Endpunkt für die Impfstoffstudien war die Verhinderung von symptomatischem CoViD-19. Und wenn die ersten Impfstoffe nicht so gut gewesen wären, hätte man die Verhinderung von schwerer Erkrankung bereits als großen Erfolg gesehen. Dass sie auch helfen die Übertragung zu verhindern, ist ein glücklicher Umstand, wenn auch zu irgendeinem Grad sicherlich zu erwarten. Wäre mir aber nicht bekannt, dass eine der neuen Varianten die Fähigkeit der vollständigen Impfung die Übertragung zu verhindern, deutlich beeinträchtigt. Mir scheint was die Verhinderung von Übertragung durch die Impfung beeinträchtigt, ist die vergangene Zeit seit der Impfung.


    In jedem Fall für ein neues endemisches Coronavirus braucht es ja nur die Grundimmunisierung. Und ich gehe davon aus, dass die Übertragung in einer grundimmunisierten Bevölkerung dann auch langsamer sein wird. Es ist natürlich nicht undenkbar, dass sich die ungleiche Verteilung der Impfstoffe in der Welt rächt, insofern dann in viel weniger durchimpften Bevölkerungen die Immunschutzumgehung schneller evolviert, als es dem Erhalt der Endemie zuträglich ist. Wird man sehen, aber glaube ich eigentlich auch nicht.


    Dass eine Auffrischimpfung für einen anderen Personenkreis als vulnerable Gruppen angedacht wird, habe ich nicht gehört. Ich glaube nicht, dass wer nicht dazu gehört eine dritte Impfung angeboten bekommt. Vielleicht eine zweite.


    Das einzige Problem ist aus meiner Sicht eine zu niedrige Impfquote, weil wir dann die ganzen Ungeimpften langsam durch die Durchseuchung schleusen müssen. Langsam heißt Maßnahmen und dann macht man das entweder mit der Impfung als Teilnahmevoraussetzung oder nimmt wieder alle in die Pflicht.

  • seriöse hypothesen :S
    "Forschende der Medizinischen Fakultät der UDE weisen im renommierten Journal of Infection* darauf hin, dass die Ergebnisse von RT-PCR-Tests allein eine zu geringe Aussagekraft haben, um damit Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung zu begründen. Gemäß ihrer Untersuchung beweisen positive Testergebnisse nicht hinreichend, dass mit SARS-CoV-2 Infizierte andere Personen mit dem Coronavirus anstecken können. Zusammen mit Wissenschaftler:innen der Universität Münster und dem MVZ Labor Münster hatten sie zuvor rund 190.000 Ergebnisse von mehr als 160.000 Menschen dahingehend ausgewertet.


    Die RT-PCR-Test-Technik gilt als Goldstandard, wenn es um den Nachweis einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 geht. Sie kann nur in spezialisierten Einrichtungen durchgeführt werden. Während der Pandemie wurden und werden die Ergebnisse von Corona-Tests mittels RT-PCR-Technik verwendet, um die Zahl der bundesweiten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:innen (Inzidenz) zu ermitteln.


    Dieser Inzidenzwert bildet für Bund und Länder wiederum eine wichtige Basis, um Anti-Corona-Maßnahmen zu begründen, zum Beispiel Kontaktbeschränkungen bzw. Ausgangssperren. Dies stellen die Forschungsteams aus Essen und Münster jedoch aufgrund ihrer Datenauswertung infrage. „Ein positiver RT-PCR-Test allein ist nach unser Studie kein hinreichender Beweis dafür, dass Getestete das Coronavirus auf Mitmenschen auch übertragen können“, sagt Erstautor Prof. Dr. Andreas Stang, Direktor des Instituts für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (IMIBE) des Universitätsklinikums Essen. „Die am Ende errechnete Zahl von SARS-CoV-2 positiv Getesteten sollte daher nicht als Grundlage für Pandemiebekämpfungsmaßnahmen, wie Quarantäne, Isolation oder Lockdown, benutzt werden.“"


    Sehr merkwürdig, allein der letzte Satz. Die "errechnete Zahl"? Also die addierten positiven Testergebnisse? Warum ist die aggregierte Fallzahl die Grundlage für Quarantäne und Isolation? Ob ich in Quarantäne oder Isolation muss, ist während dem Andauern der epidemischen Lage völlig unabhängig davon wie hoch die Inzidenz ist.


    Dass der Test nicht die Infektiösität des nachgewiesenen Virus anzeigt, muss man auch nicht durch eine Studie nachweisen. Das ist bekannt. Positive RT-PCR-Tests sind mit Infektionstätigkeit korreliert. Wenn man behaupten will, dass die als Meßgröße ungeeignet sind, müsste man zeigen, dass sie vom Infektionsgeschehen entkoppelt sind. Also zum Beispiel, dass zunehmende CoViD-19-Einweisungen ins Krankenhaus unabhängig von der Fallzahl gemessen über RT-PCR sind.

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