Der SARS-CoV-2-Thread

  • Diese "5-private-blockchains" und haste nich gesehen bullshitbingo digitalfirst, nachdenken heißt mittlerweile so weil mans nachher macht, Impfapp mit Lucaspezial für Polizei und Türsteher wird sich am Ende con einem gefakten Bild auf dem Handyscreen verarschen lassen. Aber lieber Käse programmieren lassen (für x Millionen) als drauf zu vertrauen, dass Ladeninhaber und Polizisten lesen können...


    Von wegen Rentner- oder Rassistenrepublik, vollgas in die digitale Deppenrepublik.

  • Ob nun Impfnachweis oder negatives Testergebnis, alles, was eines von beidem verlangt, betrachte ich als geschlossen. Letztlich nur ein Zeichen, dass das Risiko noch zu hoch ist.


    Die letzten 20 Jahre hat sich niemand für den Impfausweis interessiert, mit ein bisschen Glück die nächsten 20 Jahre ebenfalls nicht.


    Aber ich glaube ebenfalls nicht, dass das überhaupt relevant wird. Wie gesagt Ausnahme sind Auslandsreisen und da brauchte man Impfnachweise zumindestens für bestimmte Ziele auch schon bisher - sollte man in diese Lage geraten.

  • Impf the World

    Corona: Die USA wollen den Patentschutz für Vakzine aufheben. Doch die Skepsis ist groß.


  • Derweil sehe ich nicht, dass die USA irgendwas tun, um reguläre Exporte von Impfstoffen zu ermöglichen, bevor ihre Bestellung vollkommen erfüllt wurde. Ich bin sehr gespannt, da sie ja auch nachordnern, ob sie das überhaupt vorhaben im Rest des Jahres und nächstes Jahr. Einzig den Impfstoff, den sie nicht wollen, Vaxzevria, sind sie bereit zu teilen, aber da habe ich bisher nur von den kleineren (Leih?)Abgaben an Mexico und Kanada gehört. Mein Verdacht fängt an sich so ein bisschen zu bestätigen.


    Schließlich habe ich auch nicht mitbekommen, dass die US-Linke das als Problem erkannt hätte, da ist man dann vielleicht selbst zu Usi für.

  • Dis Maskenpreise sind ja innerhalb der ersten Pandemiemonate um 3000% gestiegen, ich denke mal mit vielen Pharmarohstoffen wird es ähnlich gehen.


    Wie mit 10 Hyänen die sich um ein Stück Fleisch streiten, der Stärkste bekommt das größte Stück, der Schwächste kann am Ende das Blut auflecken, wahrscheinlich noch sein eigenes.

  • Schließlich habe ich auch nicht mitbekommen, dass die US-Linke das als Problem erkannt hätte, da ist man dann vielleicht selbst zu Usi für.

    Ja gut Wemir.


    Wenn Du es nicht mitbekommen hast, dann ist es natürlich auch nicht passiert...


    [...] Supporters of the proposal cast it as a moral imperative that would allow for increased vaccine production and help get shots to countries where supplies are urgently needed.

    Mr. Biden faced considerable pressure both at home and abroad. In his presidential campaign, he pledged to the liberal health activist Ady Barkan that he would not let patents impede global production of a vaccine if the United States developed one first.

    Many Democrats were also pushing Mr. Biden to take action, with more than 100 in the House signing a letter urging him to back the waiver.

    “We, the most powerful nation in the world that can help bring an end to this catastrophe, cannot sit idly by — constrained by Big Pharma — watching millions of people die,” Representative Rosa DeLauro, Democrat of Connecticut, who helped lead the push among House members, said in a statement.

    Supporters in the Senate included two leading progressives: Bernie Sanders, independent of Vermont, and Elizabeth Warren, Democrat of Massachusetts. On Wednesday, Mr. Sanders praised Mr. Biden, declaring that “this is exactly the kind of leadership the world needs right now.” [...]

  • Ich meine ja gerade nicht den Vorschlag Patente aufzuheben, der sich irgendwann mal in höhere Produktion umsetzen könnte, sondern was auch immer nun die Hindernisse sind - Vertragsgestaltung, Trumps executive order, sonstige Exportbeschränkungen - zu beseitigen, damit die längst vorhandene enorme Produktionskapazität in den USA von den dortigen Herstellern zur Belieferung des Weltmarkts genutzt werden kann. Dafür reduziert sich dann etwas die Liefergeschwindigkeit an die USA, aber das ist die Situation, mit der man in Europa gut leben konnte, außer dass man sich vier Monate Mediengejammer anhören musste, warum wir so wenig Impfstoff haben.


    Wie gesagt bisher nichts aus der Richtung von der US-Linken gehört. Die Unterstützung dieses Vorschlags mag gut gemeint sein, aber er ist nicht die Forderung nach unmittelbarer Abhilfe, die man auch erheben könnte.

  • Das ist ein bisschen als hätte man in den 80ern Kochrezepte nach Äthiopien geschickt.


    Das ist doch Quatsch.


    Natürlich würde dann nicht in Somalia, Honduras oder Bangladesch eine High-Tech Impfstoffproduktion aus dem Boden gestampft.


    Aber in den Schwellenländern und natürlich in China wären die technischen Möglichkeiten und das Know-How doch längst vorhanden, Da lassen die westlichen Pharmakonzerne z.b. in Indien sowieso schon produzieren.

    Bei der Patentfreigabe geht's doch nicht um Wissenstransfer von den superentwickelten Industrienationen zu den doofen Entwicklungsländern, sondern für die Antragsteller darum, dass das nicht illegal gemacht werden muss, und dass man sich dann nicht um Milliardenklagen vor internationalen Gerichten und der WTO streitet und daraus womöglich diplomatische Probleme, Strafzölle oder Handelskriege entstehen - und für den Westen darum, dass man den eigenen Pharmakartellen keine neue Konkurrenz zumuten will, die ihnen ihre globale Marktdominanz streitig machen könnte.

  • Dann warten wir doch mal ab, ob der Sonnyboy Biden nicht doch findet, dass seine Pharmajungs ihren Stoff gern wieder für teuer Geld in die Welt verschicken wollen sobald die Murricaner durchgeimpft sind.

    Ob irgendwer sonstwo Produktionsanlagen und dann das Knowhow aufbauen kann die Prozesse stabil zu fahren bevor die Pandemie durchgerauscht ist, wage ich zu bezweifeln.

  • Dann warten wir doch mal ab, ob der Sonnyboy Biden nicht doch findet, dass seine Pharmajungs ihren Stoff gern wieder für teuer Geld in die Welt verschicken wollen sobald die Murricaner durchgeimpft sind.

    Ob irgendwer sonstwo Produktionsanlagen und dann das Knowhow aufbauen kann die Prozesse stabil zu fahren bevor die Pandemie durchgerauscht ist, wage ich zu bezweifeln.

    Meine Güte. Es geht doch nicht darum, Biden zu loben, sondern darum, dass da gar nichts "durchrauschen" wird, so lange die Bevölkerungsreichen Länder im Rest der Welt immer schön neue Mutanten entwickeln, weil sie mit dem Impfen nicht hinterher kommen.


    Im übrigen habe ich da oben selbst einen Artikel von Sabine Nuss verklinkt, der ziemlich gut beschreibt, wie ernst Präsident #NotTrump das wohl tatsächlich meint und wie unwahrscheinlich es ist, dass seine große Geste irgendeinen praktischen Nutzen haben wird.


    Wenn der Rest der westlichen Welt - vor allem die EU - sich da allerdings ernsthaft dahinter klemmen würde, dann sähe das sicher anders aus.

  • Genau, Deutschland und andere Länder stellen sich dagegen. Deshalb war Bidens Schritt für mich zwar unerwartet, aber keine große Nachricht. Es müssten schon alle an Bord sein und dann würde die Aushandlung des genauen Rechtstextes für den waiver, inklusive sowas wie Entschädigungen, vermutlich immer noch längere Zeit dauern. Wohl ein Wahrnehmungsproblem, warum das von der Linken in den USA, als größerer Sieg angesehen wird, als es wirklich ist - mit Ausnahme der Anti-IP-Lobby, die mit dem Präzedenzfall möglicherweise etwas anfangen kann. Ich denke viele glauben, die USA hätten die heimisch eingesetzten Impfstoffe erfunden. Der Impfstoff von Biontech heißt da denke ich "Pfizer". Wenn Leute wissen, dass der aus Deutschland kommt, dann nehmen sie vielleicht an, die Firma wäre gekauft worden. Der Impfstoff von Johnson and Johnson heißt natürlich nicht "Janssen", auch wenn die tatsächlich zu dem Konzern gehören. Es ist bestimmt nicht klar, dass nicht nur US-Firmen und -Entitäten, die relevanten Patente besitzen, um die es geht. Ich weiß zum Beispiel nicht, ob Pfizer überhaupt irgendwelche der Patente hält. Ich weiß auch nicht, ob Moderna komplett auf Patente, die von US-Firmen und -Entitäten gehalten werden, aufbaut. Jedenfalls gab es da wohl den Eindruck, man muss nur die USA dazu bewegen den Antrag zu unterstützen und dann wäre das geklärt.


    Ansonsten der waiver wurde ja von Indien und Südafrika vorgeschlagen. Unternehmen in Indien traue ich zu, auch mRNA-Impfstoffe herzustellen. Es würde sicherlich eine Weile dauern bis eines eine entsprechende Produktion entwickelt, umso länger ohne die Kooperation durch einen der westlichen Hersteller. Nun sind wir aber an dem Punkt, dass Indien selbst nicht mehr exportiert und was den Eigenbedarf angeht, hat das Serum Institut dort eine Lizenzproduktion des Oxford/Astrazeneca-Impfstoffs als Covishield. Weiß nicht wie sinnvoll es ist, zusätzlich mRNA-Impfstoffe zu produzieren. Und beim Vektorimpfstoff könnte man sich dann vielleicht den Preis für die Lizensierung sparen. Weiß nicht, ob sie das machen würden, denn sie wollen in Zukunft auch weiter solche Kooperation eingehen und dieser Impfstoff ist ja bereits deutlich günstiger. Könnte man aber noch mehr indische Kapazitäten darüberhinaus anzapfen? Schwer zu sagen, ich denke das Serum Institut ist schon der größte Hersteller dort. Und was wiederum die Produktionskapazitäten für diese Art Arzneimittel angeht, ist Indien jenseits der westlichen Welt schon mit am wichtigsten. Gerade viele afrikanische Länder gehören zu den Abnehmern indischer Medikamente und generell alle, die von COVAX beliefert werden sollten, haben gerade ein Problem wegen dem Exportstopp.


    Südafrika stellt jetzt selbst Janssen-Impfstoff her über eine Kooperation:


    https://www.pri.org/stories/20…upply-local-manufacturing


    Die eigentliche Vektorproduktion findet allerdings wohl erstmal nicht im Land statt. Da scheint also die Kapazität für den gesamten Herstellungsprozess nicht vorhanden zu sein. Wie am Ende des Artikels angedeutet wird, bräuchte es dafür erstmal Techniktransfer durch Kooperationen. Es ist nicht so, dass sie das können, aber durch IP-Rechte davon abgehalten werden.


    Gibt sicherlich noch weitere Länder mit gewissen Kapazitäten, aber von den großen Produzenten, hat man noch China und Russland. Auch da kann man sich sicherlich die Herstellung von mRNA-Impfstoffen vorstellen, andere Techniken werden ja schon genutzt, aber China und Russland haben natürlich längst eine eigene Produktion von heimisch entwickelten Impfstoffen gegen CoViD-19 und ich weiß nicht, ob die durch Lizensierung von Patenten deutlich teurer sind. Russland hat sogar Produktionskapazitäten rund um die Welt angezapft, weiß nicht inwiefern das die chinesischen Hersteller machen.


    Schließlich kommen noch weitere Impfstoffe. (Es gibt auch welche, die woanders schon eingesetzt werden, von denen wir noch nie gehört haben.) Aber der Protein-basierte Impfstoff von Novavax müsste so langsam mal dran sein. Das ist nochmal eine andere Technik, weiß nicht, ob die besonders leicht zu kopieren ist und es da einen Unterschied machen würde.

  • Dis Maskenpreise sind ja innerhalb der ersten Pandemiemonate um 3000% gestiegen, ich denke mal mit vielen Pharmarohstoffen wird es ähnlich gehen.

    Das finde ich auch lustig. Es wird wie immer die Schuld auf die Konsumten geschoben, dass die Preise steigen (auch wie beim Klopapier, damit meine ich jetzt nicht, dass du das gesagt hast, aber viele andere sagen es).

    Aber die Wirtschaft verhält sich nicht nach Naturgesetzen. Es sind die Unternehmen, die die Preise setzen. Wie wäre es, wenn die Unternehmer einfach mal NICHT die Preise erhöhen. Um Gottes Willen, dann würde ja rauskommen, dass unser Wirtschaftssystem nur auf Ideologie basiert und gar kein sogenanntes Gesetz von Angebot und Nachfrage existiert.

  • Race to the bottom, läuft.



    Ich find ja da steckt noch Musik drin, Lockerungen mit Impftermin ist das nächste Sprungziel. Dann sollte ein ganz festes Drübernachdenken in Verbindung mit einem Rosenkranz (nicht älter als zwei Sonntage) reichen.

  • Im Prinzip sagt er, was schon bekannt ist, anfänglich wurden Betten gemeldet, die den Kriterien für ein Intensivbett nicht entsprechen, ... eigentlich erst ab Oktober hätte das Register den wirklichen Zustand der Intensivmedizin wiedergespiegelt. Und dann haben wir seiner Einschätzung nach durch die Last des CoViD-19-Ausbruchs Ende 2020 2000 betriebsfähige high care-Betten durch Personalausfall eingebüßt. ...

    Und das soll man jetzt einfach glauben? Die Grenze für die Freihaltepauschale steht ja nun mal als finanzieller Anreiz gesetzlich fest und lässt sich bei einigen Kliniken auch unmittelbar nach deren Einführung in den Daten wiederfinden. Ist er auf diese konkreten Fälle auch eingegangen?


    Warum sollte man in einer gewinnorientierten Unternehmung etwas anderes erwarten, als dass man diese buchhalterischen Kniffe anwendet. Wenn ab 75 % Auslastung Zuschüsse gezahlt werden, halte ich die Auslastung auch entsprechend in diesem Rahmen. Schlechte Unternehmer sind die, die darauf nicht reagiert haben. Kliniken müssen gewinn machen. Naiv ist, wer meint, das ausgerechnet hier der Kostendruck nicht wirkt.

    Jemand Zugriff als Springer Content? Dort scheint man sich der Sache angenommen zu haben.

    „Es geschehen bei den Intensivstationen seltsame, unverständliche Dinge“

    Zusammen mit acht weiteren Wissenschaftlern veröffentlicht er an diesem Sonntag ein brisantes Papier, das WELT vorliegt: Dieses legt Manipulationen in offiziellen Statistiken, Subventionsbetrug und zweifelhafte Verwendung von Fördermitteln nah.

    Tante Edit meint:

    Keine Ahnung, was die Welt schreibt, aber das hier ist deren Arbeitsgrundlage.

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