Diskussion mit Albrecht von Lucke, Hans Jessen Show & Tilo - Jung & Naiv im Blätterwald

  • Eigentlich gehts mir auf den Keks, wenn alles auf einen Generationenkonflikt runtergebrochen wird aber als Albrecht zum Ende mit Tilo und Lousia über Parteien und Macht spricht, zeigt sich ein gewaltiger Unterschied zwischen den dreien auf.

    Leider entpuppen sich Tilo und Lousia hier als Hyperindividualisten. Ein Bekenntnis zu einer Partei ist da schon zuviel verlangt, schließlich könnte die Partei auch mal von der eigenen Meinung abweichen. Die berufsmäßige Influencerin besteht sogar darauf, keine jungen Menschen politisch beeinflussen zu wollen. Junge Menschen in ihrern Kaufentscheidungen zu beeinflussen ist natürlich kein Problem.

    Lieber verfolgt man seine eigenen (Ego-)Projekte in den sozialen Medien weiter. Da kann man immer schön unverbindlich bleiben. In zehn Jahren treten dann ganz viele Einzelkämpfer in ihren Wahlbezirken zur Bundestagswahl an und gewinnen natürlich. Denn Hauptsache ist ja man bleibt sich selbst treu. Hoffentlich tritt dann nur Rezo zur Wahl an und nicht auch zB Frau Klatten mit ihrem Milliarden-Wahlkampfbudget.

    Diese Form von Hyperindividualismus im politischen zerstört Organisationsfähigkeit. So ist keine politische Arbeit möglich. Die CDU ist erfolgreich, weil sie nicht Individualistisch sind. Die Rechten sind erfolgreich, weil sie (vorgeblich) Gemeinschaft stiften.

    Geht in die Parteien Leute. Wartet nicht auf die eierlegende Wollmichpartei. Bekennt euch in eurem Bekanntenkreis zu eurer Partei. Versteckt euch nicht. Parteiarbeit macht keinen Spaß, ich weiß. Die Hälfte der Genossen ist doof und jeder zehnte stinkt. Aber allein machen sie euch ein.

  • Du hast Recht, das ist allerdings ein generelles Problem unserer Generation. Es ist auch ein Teufelskreis: die Leute wollen nicht in Parteien gehen, weil sie die Parteien schlecht finden. Dadurch sind weniger junge Leute in den Parteien, und diese werden schlechter und entkoppelter von den Bedürfnissen der jungen Bevölkerung.


    Ich nehme mich da auch nicht aus, ich bin auch in keiner Partei. Aber mittelfristig wird unsere Demokratie daran kaputtgehen, fürchte ich.

  • Jetzt hansj. damit an das FFF ohne Greta undenkbar wäre...

    Sie ist zwar eine sehr geeignete Gallionsfigur aber ohne sie hätten sich Medien und Aktivisten eben wen anders gesucht.

    Liegt meiner Ansicht nach eher am Zustand der Welt (die Älteren erinnern sich noch an "Kyoto Now!"), dass wir mit Paris zufrieden wären.


    Aus dem gleichen Grund halte ich Zeitreisen zum töten von Hitler für Quatsch weil dadurch nicht der verbreitete Antisemitismus oder der Versailler Vertrag oder die Dolchstoßlegende, Alfred Rosenberger und all die Spinner beseitigt worden wären.

    ich hoffe, dass ich nicht "gallionsfigur" gesagt habe. das wäre nämlich falsch. es geht darum, dass soziale bewegungen auch symbolfiguren brauchen, die sich ( durch biografie, handeln, ausstrahlung - ja, so etwas gibt es - ) als katalysatoren, projektions- und identifikationspersönlichkeiten herausbilden. bei fff ist das greta, bei den frühen grünen war es petra kelly, bei der 70er jahre-spd war es willy brandt, bei der 68er bewegung war es rudi dutschke. man kann auch weiter zurückgehen in der geschichte und bei rosa luxemburg, august bebel, lenin...und anderen landen. "gallionsfiguren" sind austauschbar, real agierende symbolfiguren sind es nicht.

    die formulierung "die medien hätten sich dann eben wen anderes gesucht" unterstellt, dass die medien ( und auch eine soziale bewegung ) auf der suche wären, nach solchen personen.

    das sind sie aber nicht. zumindest nicht initiativ. medien personalisieren, wenn es eine bewegung gibt, die so bedeutend ist, dass man sie medial personalisieren will oder muss. ( "wer ist das gesicht der bewegung?")

    die geschichte sozialer bewegungen und ihrer symbolfiguren belegt doch aber eher eine dialektik im historischen prozess: die realität gegebener verhältnisse, die auf veränderung drängt, in verbindung mit sozialer bewegung, die diese veränderung will, in verbindung mit ideen, wie veränderung gemacht werden soll und kann, in verbindung mit personen, die als ausdruck und treiber dieser dialektik agieren - das ist es, was personen wie greta t. hervorbringt, und wiederum durch die existenz solcher personen dynamik entfaltet.

    das ist alles etwas völlig anderes als "zeitreisen, um hitler zu töten".

  • es geht darum, dass soziale bewegungen auch symbolfiguren brauchen, die sich ( durch biografie, handeln, ausstrahlung - ja, so etwas gibt es - ) als katalysatoren, projektions- und identifikationspersönlichkeiten herausbilden.


    Also meines Erachtens beschreibst du eine Galionsfigur in der übertragenen Bedeutung.


    https://de.wiktionary.org/wiki/Galionsfigur


    Zitat

    Bedeutungen:

    [...]

    [2] figurativ, umgangssprachlich: eine beliebte zugkräftige Person, die innerhalb einer Organisation (beispielsweise einer politischen Partei) in den Vordergrund gestellt wird

  • Ich finde AvL ja trotz seiner sprachlichen Hyperpotenz ganz sympathisch, und habe durchaus Respekt für seinen Sinn für Selbstironie, aber er liefert hier leider auch ein gutes Beispiel dafür, wie das mit dem "Sein und Bewusstsein" in der Praxis funktioniert.


    Einerseits macht er völlig richtige Beobachtungen zur gegenwärtigen Lage des politischen Systems und seinem Verhältnis zur Wählerschaft. Andererseits leistet er, als Teil des mainstream-medialen Polit-Kommentariats, dem allgemeinen Gefühl der "Alternativlosigkeit" der herrschenden Verhältnisse aktiv Vorschub, wenn er sich gegenüber Tilos aktivistischer Systemkritik als nüchterner Pragmatiker gibt, der zwar die Kritik an sich als legitim anerkennt, aber gleichzeitig darauf besteht, dass sie unter den gegebenen Verhältnissen nicht in einen echten Wechsel umgesetzt werden könne, und dann sogar noch eins drauf setzt, indem er den gnadenlosen Opportunisten und Rechtspopulisten Söder dafür lobt, wie geschickt er jene Verhältnisse zu seinem eigenen Vorteil zu nutzen versteht.


    Dabei lässt Albrecht allerdings unter den Tisch fallen, dass genau diese Inanspruchnahme eines abgeklärten politischen Realismus als vernünftige Gegenposition zu radikalen - also "unvernünftigen" - Forderungen nach einem Systemwechsel letztendlich nichts anderes ist, als eine Bestätigung der herrschenden Ideologie, welche jene Verhältnisse als zwar vielleicht nicht ideale aber immer noch beste aller möglichen Welten erscheinen lässt, und ihres implizierten Anspruches auf Alternativlosigkeit.


    Letztere wird auch dadurch zu einer sich stets von neuem selbst erfüllenden Prophezeiung, dass man der Gesellschaft die von ihr geprägt wird aus berufenem Munde allerseits attestiert, sie könne aus sich selbst heraus gar keine anderen Verhältnisse schaffen, bzw. wenn man als einzig probates Mittel gegen soziale Ungerechtigkeit, Klimawandel und unzählige andere Missstände nach einem starken - natürlich solzialdemokratischen(!) - Staat ruft, der das gesellschaftliche Bewusstsein dann nach dem Willen seiner - natürlich edlen und gerechten - politischen Führung in die richtige - sprich: sozialdemokratische - Richtung umformt.

    Dabei waren es ausgerechnet die Sozialdemokraten des goldenen Westens, die mit ihren diversen 3. Wegen, "Reformen" und Agenden praktisch jede ernstzunehmende Kapitalismuskritik aus dem politischen und medialen Mainstream verbannten, indem sie sie als antimodernes, weil wettbewerbsschädliches Zeug von ewig-gestern vor dem Ende der Geschichte ad acta legten und nur noch gelegentlich mal zu unverbindlichen Sonntagsreden aus dem Archiv holten.


    Die Perfidie die darin steckt ist, dass damit selbst vordergründige Kritiker der herrschenden Verhältnisse zu ihren glühendsten VerteidigerInnen gegenüber jeglichem Drang nach echten Alternativen werden, weil sie offenbar an einer speziellen Art von Stockholm-Syndrom leiden, welches sie dazu zwingt, sich mit dem Gegenstand ihrer politischen Analysen und mit dessen Führungspersonal zu identifizieren, anstatt tatsächlich nüchtern einen Schritt zurück zu treten und anzuerkennen, dass auch der parlamentarisch-demokratische Politikbetrieb und selbst noch so abgeklärte bis zynische PolitikerInnen nicht außerhalb des ideologischen Überbaus agieren, welcher ihnen überhaupt erst ihre Existenzberechtigung und Legitimation als VertreterInnen der Bevölkerung verleiht, und welchen das kapitalistische System zwingend braucht, um nicht an seinen inneren Widersprüchen zugrunde zu gehen.

    Und dazu gehört auch der "Wille zur Macht", der hier wie selbstverständlich auch für PolitkerInnen akzeptiert wird, die - zumindest in der allgemeinen Darstellung für die Öffentlichkeit - ja als demokratisch gewählte VolksvertreterInnen agieren sollen und nicht als hauptsächlich am eigenen Machterhalt interessierte Fürsten und Königinnen.

    Die Vorstellung, es bedürfe einer Autorität, die nicht - wie Hans anmerkte - auf Kompetenz und Erfahrung beruht, sondern auf dem schieren Willen der jeweiligen Autoritäten, um jeden Preis möglichst viel politisches "Kapital" anzuhäufen, verläuft hier natürlich analog zum Führungsanspruch der Industriekapitäne und Unternehmensfürsten über die Masse der abhängig Beschäftigten den sie aus ihrer Fähigkeit ableiten, ökonomisches Kapital zu akkumulieren.


    Ich werfe Albrecht nicht vor, dass er sich mit Absicht systemtragend verhält. Aber seine Argumente dafür, warum er Tilos Einwände für unrealistisch hält, sind im Grunde tautologisch damit begründet, dass sich herrschende Verhältnisse nunmal nicht ändern liessen, so lange keine anderen Verhältnisse herrschten.

    Dem alten Salonmarxisten stellt sich dabei allerdings die Frage: Wer wenn nicht öffentliche Intellektuelle wie AvL soll denn den WählerInnen der "richtigen" Parteien von denen er ja immer wieder redet, dabei helfen, ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, dass das Hamsterrad in dem die meisten von ihnen stecken, sich nicht endlos weiter drehen kann, ohne dabei auf den klimatischen und sozialen Abgrund zuzurollen?


    Jedenfalls eine spannende Diskussion. Vielen Dank.

  • Utan
    Hmm, hast Du so AvL verstanden?
    Ich denke, er würde Dir widersprechen und ich würde es auch.

    Er sagt ja keineswegs, dass Tilos Idee einer anderen Gesellschaft unmöglich wäre, es geht um Tilos Vorstellung, die würde irgendwie mit einer handvoll individueller Aktivisten vom Himmel fallen.

    Dass das bzw. warum das wohl kaum etwas werden wird, habe ich in einem früheren Beitrag dargelegt, so funktioniert diese parlamentarische Demokratie einfach nicht.

    Wenn man fundamental etwas ändern will, führt realistisch kein Weg an Parteien, egal ob bestehenden oder neuen, vorbei. Das wollte AvL mMn sagen und da würde ich ihm auch voll zustimmen.

    Vielleicht (und da ist für mich ein ganz dickes Fragezeichen dahinter) können Rezos das in Zukunft ändern bzw. die Machtverhältnisse zu den Parteien verschieben. Dabei sollte man allerdings auch nicht vergessen, dass diese Individuen - die evtl. selbst über genug Reichweite verfügen, um z. B. BT-Mandate zu erringen - mit Sicherheit nicht per Magie alle die gleichen Vorstellungen teilen, wie Tilo sie hat, geschweige denn, dass deren Vorstellungen überhaupt "gut" sein müssen. Auf diese Ideen könnte ein Ken Jebsen ja z. B. durchaus auch kommen und wie der System Change dann aussähe...


    Söder, der Wille zur Macht usw. sind da alles Nebenkriegsschauplätze, die AvL als professioneller Betrachter und Kommentator des Systems und seiner Akteure natürlich interessieren (müssen), das heißt ja nicht, dass er die Inhalte teilt.

  • Er sagt ja keineswegs, dass Tilos Idee einer anderen Gesellschaft unmöglich wäre, es geht um Tilos Vorstellung, die würde irgendwie mit einer handvoll individueller Aktivisten vom Himmel fallen.

    Dass das bzw. warum das wohl kaum etwas werden wird, habe ich in einem früheren Beitrag dargelegt, so funktioniert diese parlamentarische Demokratie einfach nicht.

    Nein. Er setzt seiner eigenen, betont realpolitischen Sichtweise die Karikatur einer naiven Vorstellung entgegen, die Tilo so aber gar nicht geäußert hat. Die AktivistInnen können das gar nicht leisten und das hat auch niemand behauptet. Sie können aber versuchen, Einfluss auf die öffentliche und veröffentlichte Meinung zu nehmen. Als Herausgeber und Produzent der letzteren, wäre es eigentlich Albrechts Aufgabe, gefühlte Alternativlosigkeiten zu hinterfragen, anstatt sie de facto hinzunehmen, indem er zwar Kritik an den herrschenden Verhältnissen durchaus für legitim hält - und sie ja auch selbst übt - dann aber konstatiert, dass sie sich im laufenden Betrieb nunmal nicht ändern liessen.


    Das ist an sich erstmal keine grundfalsche Einschätzung. Natürlich funktioniert diese parlamentarische Demokratie so nicht. Das ist ja der ...ähm entscheidende Punkt!

    Sie funktioniert allerdings vor allem deshalb so wie sie funktioniert, weil die Menschen die das Parlament wählen, genau wie die allermeisten PolitikerInnen und politischen KommantatorInnen, die den WählerInnen bei der politischen Meinungs- und Willensbildung behilflich sind, der Überzeugung anhängen, dass es gar nicht anders gehen könne, dass man gerade in Krisenzeiten doch um himmelswillen keine Experimente machen dürfe, dass Leute mit Visionen zum Arzt gehen sollten, etc.. - und natürlich dass man deshalb keine linksgrünradikalen SpinnerInnen und TraumtänzerInnen wählen dürfe, die nicht verstanden hätten wie der Hase wirklich läuft.


    Das Muster ist so alt wie die Kapitalismuskritik und findet bei den großen Vordenkern des Neoliberalismus sogar eine "wissenschaftliche" Begründung. Der Ist-Zustand wird als spontan entstandene, quasi natürlich entwickelte Ordnung festgestellt und alles was dem widerspricht kann folglich nur auf der Basis einer naiven bis ideologisch verbohrten Realitätsverweigerung entstanden sein. Das J&N Interview mit Seuchenminister Spahn ist exemplarisch dafür, wie sich die herrschende Ideologie tautologisch aus sich selbst heraus begründet und dabei wie die reine Vernunft daher kommt. Man muss sie auch gar nicht aktiv vetreten, um ihr dienlich zu sein. Man muss einfach nur glauben, dass es gar nicht anders gehen kann als so wie es geht und sich dann für einen besonders aufgeklärten Realisten halten, weil man zu dieser bahnbrechenden Erkenntnis gelangt ist.


    AvL gibt ja auch ganz offen zu, dass er in vielerlei Hinsicht eher konservativ denkt. Mir ist das zum Teil durchaus sympathisch. Ich kann zum Beispiel die Begründung seiner Weigerung sich als "Feminist" zu bezeichnen vollkommen nachvollziehen.

    Aber zum konservativen Denken gehört es eben auch schon immer, die monentan herrschenden Zustände als Maßstab für alle vergangenen oder zukünftigen Epochen anzusetzen und dabei auszublenden, dass so gut wie nichts was menschliche Zivilisationen jemals an gesellschaftlichen Verhältnissen hervor gebracht haben, eine Ewigkeitsgarantie hatte.


    So wie ich Tilo - und zumindest zum Teil auch Hans - verstehe (man möge mich korrigieren wenn das falsch ist), geht es ihm nicht darum, jetzt sofort einen "system change" herbei zu revolutionieren, sondern darum, bei seinen ZuschauerInnen - und so hoffentlich auch in der gesamten Gesellschaft - ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass das System so wie es derzeit läuft kurz vor dem Abgrund steht, und dass man besser gestern schon damit anfangen sollte, sich über echte Alternativen dazu ernsthafte Gedanken zu machen, damit man dann wenn der nächste große Zusammenbruch kommt (und der kommt spätestends durch den Klimawandel so sicher wie das Amen in der Kirche) nicht mit heruntergelassenen Hosen dasteht und das freidrehende Ruder dann von Leuten übernommen wird, die mit der parlamentarischen Demokratie ganz sicher gar nichts am Hut haben.


    Ein Systemwandel wäre ein eher langfristiges Projekt, das überhaupt nur funktionieren könnte, wenn sich dafür außerparlamentarische Mehrheiten fänden - wenn es also eher mit breiter Unterstützung von "unten" käme und nicht durch einen öko-liberalen Zeitgeist, der ohenhin nur in Bildungsbürgerlichen, eher privilegierten Kreisen wirklich Anklang findet, und dabei einen großen Teil der restlichen Bevölkerung ins moralische Abseits stellt und rechts liegen lässt.

    Und schon gleich gar nicht wird ein Wandel allein durch die Führungsqualitäten irgendeiner politischen Lichtgestalt mit eisernem Willen zur Macht zustande kommen - jedenfalls dann nicht, wenn dabei noch irgendwas von der Demokratie übrig bleiben soll.


    Die Überwindung eines derart in unser aller Leben verflochtenen sozioökonomischen Systems mit eingebautem Wachstumszwang wird man allerdings nicht dadurch erreichen, dass man eine kluge Analyse nach der anderen darüber schreibt, welche Sachzwänge und Gepflogenheiten die politische Klasse daran hindern, endlich mal den "richtigen" politischen Willen zu einer gerechteren, friedlicheren, und ökologisch nachhaltigeren Gesellschaft durchzusetzen, sondern nur dadurch, dass man den Menschen denen der Kapitalismus täglich seine systemischen Zwänge überhilft, klar macht, dass unter seiner Ägide jedes Gefühl von Sicherheit für die allermeisten Mitglieder der Gesellschaft - selbst für die momentanen ProfiteurInnen dieses Systems! - eine Illusion ist, die sich mit der nächsten Krise in Luft auflösen kann.


    hansj. hat das Problem mit dem Sicherheitsbedürfnis - das der Konseravtismus natürlich extrem bedient, und das sich auch in der laufenden Krise z.B. auf den diversen Kreuz- und Querdenkerdemos immer wieder als eigentliches Leitmotiv unter den TeilnehmerInnen manifestiert - in seinem kleinen Exkurs über Anomie (ab 02:04:45) eigentlich sehr gut beschrieben (auch wenn ich mal annehme dass er damit vielleicht nicht den ganzen Kapitalismus meinte, sondern eher dessen momentanen Zustand.)

  • Nein. Er setzt seiner eigenen, betont realpolitischen Sichtweise die Karikatur einer naiven Vorstellung entgegen, die Tilo so aber gar nicht geäußert hat. Die AktivistInnen können das gar nicht leisten und das hat auch niemand behauptet. Sie können aber versuchen, Einfluss auf die öffentliche und veröffentlichte Meinung zu nehmen. Als Herausgeber und Produzent der letzteren, wäre es eigentlich Albrechts Aufgabe, gefühlte Alternativlosigkeiten zu hinterfragen, anstatt sie de facto hinzunehmen, indem er zwar Kritik an den herrschenden Verhältnissen durchaus für legitim hält - und sie ja auch selbst übt - dann aber konstatiert, dass sie sich im laufenden Betrieb nunmal nicht ändern liessen.

    Wirklich?

    Die Karikatur einer naiven Vorstellung?

    Den Eindruck hatte ich zumindest nicht. Wenn Tilo Deinen vorletzten Absatz rezitiert hätte, ok, hat er aber nicht. So richtig viel mehr als "alles scheiße" und "Systemwechsel jetzt!" kam doch ehrlicherweise nicht rüber, oder fasse ich das jetzt, unzulässig verkürzend, falsch zusammen? AvL hat ja mehrmals nachgefragt.

    Und soweit die Kritik an AvL in Hinsicht auf fehlenden revolutionären Geist in seinen Schriften zulässig sein mag, es ist, zumindest ist das meine Sicht auf seine Publikation, auch gar nicht sein Ansatz, der scheint mir doch eher der deskriptive zu sein. Und auch dieser hat selbstverständlich seine Berechtigung und seinen Platz. Die "Aufgabe", die Du ihm da zuschreibst, sehe ich dahingehend eher als Kategorienfehler an. Die Aufgabe besteht. Ist AvL der, der sie erfüllen müsste? MMn nein. (Von der Frage der Reichweite und damit der Agitation der revolutionären Massen mal ganz abgesehen. ;) )

    Die Überwindung eines derart in unser aller Leben verflochtenen sozioökonomischen Systems [...], sondern nur dadurch, dass man den Menschen denen der Kapitalismus täglich seine systemischen Zwänge überhilft, klar macht, dass unter seiner Ägide jedes Gefühl von Sicherheit für die allermeisten Mitglieder der Gesellschaft - selbst für die momentanen ProfiteurInnen dieses Systems! - eine Illusion ist, die sich mit der nächsten Krise in Luft auflösen kann.

    D'Accord - eigentlich...

    Und wie genau stellt man das an, wenn die meisten das Gefühl haben, dass es doch eigentlich (für uns im goldenen Westen zumindest) alles ganz geil läuft?

    Hast Du das Gefühl, dass die langfristigen Folgen der Umweltverschmutzung, des Klimawandels, der Ausbeutung anderer Kontinente uswusf. bei einer Mehrzahl der Menschen einen ganzheitlichen Denkprozess auslöst, der sie das System hinterfragen lässt oder setzt dieser Denkprozess eher nur bei wenigen Idealisten und halt bei denen, die im System den schwarzen Peter ziehen (und selbst in dieser Gruppe nur bei wenigen), ein?

    Da kann ich nur immer wieder die Tocos zitieren: Die Idee ist gut, doch die Welt noch nicht bereit


    [Zynismus]

    Das Umdenken kommt doch eh frühestens, wenn die Kacke richtig am Dampfen ist.

    [/Zynismus]

  • fruchtoase eben weil noch nicht "alles scheiße!" ist, sag ich "Systemwechsel jetzt!"

    Verstehe ich und finde ich gut. Allein, die Forderung macht noch keine Veränderung.

    Ihr (also Du und AvL) betrachtet die Situation einfach aus völlig verschiedenen Perspektiven und AvL sagt da eben (mMn zurecht): Ohne Mehrheiten keine Veränderung - ohne Parteiarbeit keine Mehrheiten (da hat doch erst kürzlich die Bianca Praetorius mit ihrem Anruf in/bei der Hans Jessen Show einen kleinen Einblick in die Frustration, die da Parteipolitik heißt, aufgezeigt).

  • Verstehe ich und finde ich gut. Allein, die Forderung macht noch keine Veränderung.

    Ihr (also Du und AvL) betrachtet die Situation einfach aus völlig verschiedenen Perspektiven und AvL sagt da eben (mMn zurecht): Ohne Mehrheiten keine Veränderung - ohne Parteiarbeit keine Mehrheiten (da hat doch erst kürzlich die Bianca Praetorius mit ihrem Anruf in/bei der Hans Jessen Show einen kleinen Einblick in die Frustration, die da Parteipolitik heißt, aufgezeigt).

    Ja, aber wieso immer alles auf diese (offengestanden) lahme parteipolitische Ebene schieben? Es könnte sich ja auch mal die mediale Intelligenzija gemeinsam auf den Weg machen und in das ominöse Horn der Vernunft blasen. Wie stark "die Medien" eben diese vermeintlich starren Mehrheitsverhältnisse bespielen könn(t)en, das hat man doch eigentlich bereits schön am Schulzzug und dem Aufstieg der Grünen gesehen, als die Flüchtlinge als Thema ausgebrannt, Corona noch nicht da war, aber der Sommer SCHON WIEDER heiß war. Hat ihnen langfristig nix gebracht, weil monothematisch. Langfristig kann Mutti halt immer noch alles: Sicherheit, Arbeitsplätze und christliche Werte - wer braucht da noch echte Sozialpolitik (von der Schulz selbst nicht mal viel hielt) und einen Planeten, den man später nochmal gebrauchen könnte (von welcher Idee auch die Grünen aktuell noch nicht ganz überzeugt sind).


    Offengestanden habe ich wenig Lust mich in (beispielsweise) der Linkspartei zu engagieren, nur um dann festzustellen, dass man auf lokaler Ebene sich eher verhält wie halbprofessionelle Fußballvereine die gegeneinander antreten. Das mag alles resignativ wirken, aber ich bin mir tatsächlich relativ sicher, dass die Parteien (zumindest auf bundesebene) grundsätzlich fachkompetent mit Personal besetzt sind, allerdings ein Mindset vorliegt, der total auf Machterhalt fixiert ist. Ist ein systemisches Problem, was unter anderem dadurch befeuert wird, dass die Berichterstattung einer Bundestagswahl so wirkt, wie die der Fußball-WM - ist beides alle vier Jahre ein mega Event und jeder hat bereits sein Lieblingsteam, egal wer tatsächlich den schönsten Fußball spielt.

    Ich weiß übrigens auch nicht, warum mir ständig Fußballanalogien reinrutschen, ich habe diesen Sport als Medialereignis echt hassen gelernt...


    Wer gründet eine Partei mit mir?

  • Und soweit die Kritik an AvL in Hinsicht auf fehlenden revolutionären Geist in seinen Schriften zulässig sein mag, es ist, zumindest ist das meine Sicht auf seine Publikation, auch gar nicht sein Ansatz, der scheint mir doch eher der deskriptive zu sein. Und auch dieser hat selbstverständlich seine Berechtigung und seinen Platz. Die "Aufgabe", die Du ihm da zuschreibst, sehe ich dahingehend eher als Kategorienfehler an. Die Aufgabe besteht. Ist AvL der, der sie erfüllen müsste? MMn nein. (Von der Frage der Reichweite und damit der Agitation der revolutionären Massen mal ganz abgesehen. ;) )

    Du wirst es mir sicher gleich erzürnt um die Ohren hauen, wenn ich schreibe, dass Du hier leider genau das machst, was ich vorher bei AvL (und den meisten öffentlichen Intelektuellen in UnserLand bis tief ins linksliberale Lager hinein) kritisiert habe, indem Du unterstellst, ich hätte von ihm verlangt "revolutionären Geist" zu verschriftlichen.


    Ich kann nicht für Tilo sprechen - und ich denke auch dass er mir da vielleicht nicht zustimmen würde - aber der "revolutionäre Geist" kann nicht von "Oben" - also in diesem Fall von einer bildungsbürgerlichen, geistigen Elite - auf die "Massen" herab übertragen werden wie die Zehn Gebote vom Berg Sinai. Die "Massen" können überhaupt nur revolutionär werden, wenn sich die allgemeine Erkenntnis breit macht, dass ein Systemwechsel nötig ist.


    Was ich dabei von Angehörigen jener geistigen Elite fordere ist nicht, ein neues kommunistisches Manifest zu verfassen, oder sich gar zu RevolutionsführerInnen aufzuschwingen (auch Marx, als Verfasser eines solchen, hatte keine Ambitionen, sich selbst zum Arbeiterführer zu machen und hat zeitlebens den Begriff "Marxismus" abgelehnt) sondern sich selbst gedanklich(!) aus der Umklammerung durch die herrschenden Verhältnisse und ihre gefühlte Unveränderbarkeit zu lösen und sie nicht von innen heraus zu beschreiben und somit ihrer inneren Logik zu folgen, sondern sich um eine Perspektive zu bemühen, die es ihnen erlaubt, das Objekt ihrer Beschreibung in einen größeren Kontext zu fassen, der auch außerhalb jener "Logik" Bestand hat.


    Um mal bei Hohli 's Fußballanalogie zu bleiben: AvL und viele, viele andere kluge Beschreiber des Zeitgeschehens - z.B. auch Leute wie Stefan Schulz, R.D. Precht, oder diverse sozialdemokratisch bis grün inspirierte ÖkonomInnen, die sich gegen den "inneren" Mainstream wenden - sind im Grunde nur qualifizierte KommentatorInnen des laufenden Spielgeschehens. Sie sind sehr erfahren in der Beschreibung von Regelwerken und Spieltaktiken. Sie kennen sich mit den Spielerpersönlichkeiten, mit ihren Stärken und Schwächen, mit den Trainern, Managern, Vereinsvorsitzenden und deren Vereins- und Verbandspolitik bestens aus und geizen auf Nachfrage auch nicht mit eigenen Vorschlägen zur Verbesserung der Abläufe oder zum Austausch einzelner Personalien. Aber sie beschäftigen sich nicht damit, dass der ganze Bundesligaapparat nur deshalb so läuft wie er läuft und auch nur deshalb eine solche Reichweite beim Massenpublikum findet, weil er ein Milliardengeschäft für Vereinsunternehmen, Medienkonzerne und deren private AnteilseignerInnen ist, die ihre Profite daraus schlagen, dass eine mit gigantischen Investitionen hochgezüchtete Maschinerie einen permanenten Wettbewerb inszeniert, aus dem nie ein endgültiger Sieger hervor geht und dessen tatsächlicher Zweck darin besteht, sich selbst endlos am laufen zu halten.


    Nur um das klar zu stellen: Ich schätze Albrechts Arbeit durchaus und ich finde er ist eine gute - weil kontroverse - Ergänzung zu Tilo und Hans. Mir ist auch völlig klar, dass er es gar nicht als seine primäre Aufgabe sieht, zu einer nachhaltigen Veränderung des gesellschaftlichen Bewusstseins beizutragen. Nur muss er sich dann halt auch gefallen lassen, dass seine Kritik an Leuten die zumindest versuchen, sich ein Stück weit von der Logik des laufenden Spiel-, Verbands- und Sendelizenzbetriebes zu lösen, nur dann gerechtfertigt erscheint, wenn man kein echtes Problem damit hat, dass am Ende doch immer die FC Bayern AG gewinnt.

  • Wer gründet eine Partei mit mir?

    Mit dem Gedanken spiele ich schon länger, allerdings wäre ich programmatisch (nicht verhandelbar) mit der PLS (Parteiname verhandelbar) schon relativ festgelegt. Hintergrund wäre bei mir die fehlende Möglichkeit mit "Nein, meine Farbe und Einstellung ist leider nicht dabei" zu stimmen. Aus diesem Umstand ergeben sich dann teils bizarre Diskussionen, z.B. ob es denn nun besser wäre nicht zu wählen oder den Stimmzettel ungültig zu machen. Weniger Bizarr, eher verzweifelt, ist dann die Diskussion ob man aus Protest

    • eine chancenlose Partei wählt (ändert dank %Hürden nix an den Kräfteverhältnissen, zwackt aber wenigstens Mittel aus der staatlichen Parteienfinanzierung ab) diese Protestwahl hat meiner Meinung nach niemanden in der Politik interessiert, die Parteien haben sich viel mehr neue Finanzierungsmodelle erschlossen über Stiftungen / Postenbastelei etc.
    • eine Partei die ins jeweilige Parlament einziehen könnte wählt. Früher hatte man dazu die Grünen, heute ist's die AfD und zugegebenermaßen ist das effektiver um die, nur mehr der Eigenzuschreibung nach "Volks"-, Parteien zu treiben.

    Hübsch und nett sind auch immer diese Wahl-O-Mat-Geschichten, wobei Parteien Fragen zu verschiedenen Themengebieten beantworten (also genau das machen was 3 bis 4jährige schon lernen, Mama dem Wähler das erzählen was er hören will).

    Die Beschäftigung mit Parteiprogrammen kann man sich eigentlich auch sparen, Politiker interessieren sich nicht für den Schrieb den die Pressestelle da mal aufgesetzt hat. Münte hat damit für mich final abgeräumt als er sich bitterlich beklagte, die SPD würde an ihrem Programm gemessen was total unfair wäre, er wolle doch bitte am Koalitionsvertrag gemessen werden.

    Sich Interviews und Wahlberichterstattung anzusehen hilft leider auch nicht, da hat z.B. ein gewisser Lukas Lokomotivführer Martin S. der SPD vor der Wahl noch behauptet niemand denke daran den Verlagen bei den Sozialleistungen ihrer Mitarebiter entgegen zu kommen, nur um nach der Wahl umgehend den ärmsten Schweinen an die Rentenbeiträgen, ihrer am Bettelstab gehenden Arbeitgeber, zu gehen, den eh überbezahlten Zeitungsausträgern (Kapitalgedeckteprivatealtersvorsorgehohlphrasehier).


    Was wirklich fehlt in der deutschen Parteienlandschaft (seit der Satirepart übererfüllt ist) ist eine Partei die "Nein" sagt, der sich Protestwähler, entäuschte Sozialdemokraten, Rechts- und Linksaussteiger guten Gewissens anschließen können:

    Die PLS Partei leerer Stühle/Sitze/Sessel. Einziges Wahlversprechen: wir machen nichts, aber davon jede Menge und in eurem Namen.

  • Zitat

    Wer gründet eine Partei mit mir?


    Was mich betrifft halte ich Parteien für eines der Probleme und eine neue Partei sicher nicht für eine Lösung.


    Ich leide sicher nicht unter Politikverdrossenheit aber zu Parteienverdrossenheit muss ich mich bekennen. Weil viele wirklich wichtigen Themen sich quer zu der gegenwärtigen Parteienlandschaft einordnen findet sich keine Handlungsmehrheit für vernünftige Politik in der repräsentativen Demokratie.


    Wachstumskritik wird (außer in der FDP) in allen Parteien geübt. Vernünftige Klimapolitik hat auch in der CDU CSU sehr viele Anhänger. Innerhalb des Parlamentes fände sich bestimmt für wirkliche Klimapolitik eine Mehrheit wenn Abgeordnete sich nicht dem Fraktionszwang unterordnen würden.


    Die Art wie Parteien aber Deutungshoheiten für sich beanspruchen und mit der Institution der Partei assoziieren müssen macht es wahnsinnig schwer eine Transformation zu gestalten die auf einen gesellschaftlichen Konsens eines Handlungszwangs wie dem Klimawandel beruht. Parteien brauchen Streit, nicht Konsens. Das ist auch für die meisten Themen gut so aber im Fall des Klimawandels scheitert die Demokratie an sich selbst.


    Was mein ich damit? Wenn ich Umweltpolitik als Ausdruck eines Konservativen Weltbildes verstehe kann ich nicht mit jemanden gemeinsame Sache machen der Umweltpolitik als progressive Politik versteht. Wer Klimawandel mit neoliberaler Marktlogik bekämpfen will kann nicht mit Regulierung und Wachstumskritik einverstanden sein. Also bekämpfen sich Parteien über das wie der Klimapolitik obwohl über das ob eigentlich Konsens herrscht und es passiert garnix.


    Parteien sind als Institutionen damit wahrscheinlich ein Hindernis für eine Transformation. Eine Transformation die eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe der Dimension Klimawandel angeht MUSS wohl die Macht der Parteien beschneiden und gegen und nicht mit Parteien agieren.


    Das zweite Problem ist die Entdemokratiesierung des Systems. Unsere repräsentative Demokratie hat sich immer mehr entmachtet. Um so wichtiger die Institutionen für die (wirtschafts-) politische Gestaltung sind, um so weniger haben Wähler Einfluss darauf. EZB, EU Kommission, Weltbank/IWF sind fest in der Hand der Interessensvertreter des Kapitals. Aber auch in Ausschüssen und Ministerien scheinen ausschließlich Lobbyisten das sagen zu haben. Der Fall Griechenlands kann einem nur den Glauben in die repräsentative Demokratie und die Parteien rauben.


    Möglicherweise hat AvL recht damit dass angesichts dieser Situation ein radikaler Kurswechsel in der Politik schwer vorstellbar ist, aber dann muss doch auch die Konsequenz sein diese Handlungsmacht des Souveräns einzufordern.


    Was damit zu Ausdruck gebracht wird ist, dass diese "Realpolitik" gleich Demokratie ist und um jeden Preis erhalten werden muss, auch auf Kosten der Lebensgrundlagen der Menschen. Das kann ja wohl nicht sein. Da kann man sich nicht darauf zurückziehen, dass das eben "Realpolitik" ist dass der Souverän keine Macht mehr hat.


    Wenn die Bürger keine Macht haben das System zu ändern um ihr Überleben zu gewährleisten dann kann das System keine Demokratie sein und Widerstand wird zur Pflicht.

  • Aber irgendeine Vorstellung musst du doch haben? Aus Büchern, Vorträgen, Diskussionen?


    Vielleicht kannst du ja mal ein paar deiner Inspirationsquellen verlinken. Ich kann nicht so recht glauben, dass ein vernunftbegabter Mensch sagt „Wir müssen abbiegen“, ganz ohne einen Plan, wohin die Reise dann geht.


    Ich bin sicher Tilo hat ne Vorstellung und diese Vorstellung beinhaltet dass es nicht so läuft, dass ein Führer sagt wo die Reise hingeht.

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