Diskussionen zu Interessanten News, Sendungen, Links und sonstigen Aufregern des Tages

  • Mhm, 12 monkeys vibes.

    Wobei 12 Monkeys mit dem Virus ja eher zu Corona gepasst hat.


    Aber 12 Monkeys hatte auch eigentlich einen anderen uralten Film als Vorlage, Originaltitel "La Jetée" bzw auf deutsch...

    Am Rande des Rollfelds (Originaltitel: La Jetée)...

    Der Film erlangte Mitte der 1990er Jahre größere Bekanntheit und wurde in den USA unter den ausländischen Independentfilm-Klassikern zum Verkaufsschlager, nachdem er als Vorlage für das Drehbuch zu Terry Gilliams Hollywoodfilm 12 Monkeys mit Bruce Willis und Brad Pitt gedient hatte.

    ...und der passt dann wieder besser zu der aktuellen Situation mit dem Krieg, der Film aus 1962 erzählt von einer Welt nach dem dritten Weltkrieg/Atomkrieg...und deutsche Experimente/Menschenversuche...

    Erzählt wird die Geschichte eines namenlosen Mannes, der in seiner Kindheit am Flughafen Paris-Orly auf einer Aussichtsplattform eine Frau gesehen hat, die ihn jahrelang fasziniert; erst später wird ihm klar, dass er auf dieser Plattform an jenem Tag auch einen Mann sterben sah.

    Nur wenig später bricht der Dritte Weltkrieg aus. Einige der Überlebenden finden in unterirdischen Katakomben unter dem zerstörten und durch den Atomkrieg radioaktiv verstrahlten Paris einen neuen, aber unwirtlichen Lebensraum. Deutschsprachige Forscher aus den Reihen der Kriegsgewinner experimentieren mit Zeitreisen, in denen Gefangene als Versuchspersonen benutzt werden. Ziel der Reisen ist es, Nahrungsmittel, Medikamente und Energiequellen aus der Vergangenheit oder der Zukunft für die andernfalls dem Untergang geweihten Überlebenden zu beschaffen. Doch verlaufen diese Experimente erfolglos, da die Versuchspersonen infolge des mentalen Schocks der Zeitreise wahnsinnig werden oder sterben. Daraufhin konzentriert sich die Suche auf Gefangene mit „starken mentalen Bildern“, vor allem Träumen oder Erinnerungen, denn von diesen Menschen wird angenommen, sie könnten den Schock der Zeitreise überleben.

    Der Mann mit der intensiven und mysteriösen Kindheitserinnerung wird daraufhin als Versuchsperson ausgesucht. Die Experimente verlaufen in der Tat erfolgreich, und er kann während Aufenthalten in der Vergangenheit die Frau seiner Erinnerung treffen. Es beginnt eine ungewöhnliche Liebesgeschichte, während sich der Mann nie ganz sicher ist, ob er die Zeit in der Vergangenheit nur träumt. Als die Versuche zufriedenstellend beendet werden, schicken die Wissenschaftler den Mann stattdessen in die Zukunft, wo er als Ziel der Versuche um Hilfe bitten soll. Tatsächlich kann er die Menschen der Zukunft überzeugen, ihm als Hilfe für die Menschheit seiner Zeit ein „Kraftwerk“ mitzugeben. Nach seiner Rückkehr in die Gegenwart gelangt er jedoch zu der Überzeugung, lediglich als Mittel zum Zweck für die Wissenschaftler gedient zu haben und bald exekutiert werden zu sollen. In einer Art Vision kommuniziert er mit den zukünftigen Menschen, die bereit sind, ihn als Teil ihrer Gemeinschaft zu akzeptieren. Stattdessen aber ist es sein Wunsch, in die Zeit seiner Kindheitserinnerung zurückzukehren. Dort trifft er die Frau, in die er sich verliebt hat – auf eben jener Flughafen-Aussichtsplattform seiner Erinnerung. Doch noch während er auf sie zuläuft, wird er von einem Agenten der Wissenschaftler erschossen, der ihn verfolgt hat, und begreift, dass er selbst der Mann ist, dessen Tod er als Kind auf der Plattform gesehen hatte.

  • Nach dieser Definition:


    Der Faschismus ist, wie bereits 1924 die Komintern (Kommunistische Internationale) festhielt, die „offene terroristische Diktatur der am meisten reaktionären, chauvinistischen und imperialistischen Elemente des Finzanzkapitals“


    … könnte man darauf kommen, dass in der grünen Partei mindestens genauso viele Faschisten sitzen wie in der AfD.

    (Wobei terroristische Diktatur nicht passt… alles andere passt in meinen Augen)

  • Zusammenfassung

    Alle Theorien über Faschismus – und es gibt zu jeder wiederum eine Vielzahl von Varianten – haben ihre Stärken und Schwächen. Jede erfaßt einen gewissen Aspekt des Faschismus, keine ist bisher in der Lage, den Faschismus insgesamt hinreichend zu erklären. Aber auch eine einfache Mischung der Theorien macht keinen Sinn, weil ihre Ansätze zu inkohärent sind. Man sollte die Faschismuskonzeptionen daher vor allem als Fragestellungen verstehen, als Forschungsansätze, die bestimmte Problemlagen zu klären helfen. In diesem Kontext ist die Frage nach dem Verhältnis des Faschismus zur modernen Gesellschaft besonders bedeutend. Denn von der Frage, ob es sich beim Faschismus um ein abgeschlossenes historisches System handelt oder um ein – wenigstens in manchen Aspekten – modernes Phänomen, hängt es ab, wie weit der Faschismus oder faschistische Denkstile auch künftig eine reale Gefahr für die Gesellschaft darstellen.

  • Zusammenfassung

    Alle Theorien über Faschismus – und es gibt zu jeder wiederum eine Vielzahl von Varianten – haben ihre Stärken und Schwächen. Jede erfaßt einen gewissen Aspekt des Faschismus, keine ist bisher in der Lage, den Faschismus insgesamt hinreichend zu erklären. Aber auch eine einfache Mischung der Theorien macht keinen Sinn, weil ihre Ansätze zu inkohärent sind. Man sollte die Faschismuskonzeptionen daher vor allem als Fragestellungen verstehen, als Forschungsansätze, die bestimmte Problemlagen zu klären helfen. In diesem Kontext ist die Frage nach dem Verhältnis des Faschismus zur modernen Gesellschaft besonders bedeutend. Denn von der Frage, ob es sich beim Faschismus um ein abgeschlossenes historisches System handelt oder um ein – wenigstens in manchen Aspekten – modernes Phänomen, hängt es ab, wie weit der Faschismus oder faschistische Denkstile auch künftig eine reale Gefahr für die Gesellschaft darstellen.

    Ja, das erklärt es ja ganz gut. Man kann den Begriff „Faschismus“ im Rahmen der modernen Gesellschaft nicht mehr 1:1 anwenden, bzw. wird man immer wieder Punkte finden, der einer Anwendung entgegenstehen.

    Was mich jedoch mit Blick auf die Grünen wirklich nachdenklich macht, ist die Idee, sog. „Werte“ militärisch durchsetzen zu können und militärische Gewalt tatsächlich als die bessere Alternative gegenüber diplomatisch ausgehandelten Kompromissen zu betrachten. Dazu kommen dann noch, in meinen Augen russophobe Einlassungen, die ich, trotz des von Russland begonnenen Krieges, als selbst erklärter Humanist ablehnen muss.


    Wir alle kennen die deutsche Literatur „Im Westen nichts Neues“, „Draußen vor der Tür“, „Die Abenteuer des Werner Holt“ oder „Die Brücke“. Wirklich überall wird klar, dass man auch als Soldat einer angreifenden Armee, Täter und Opfer gleichermaßen sein wird. Es gibt in Kriegen keine Gewinner. (Es sei denn man verkauft die Waffen)

    Wie man dann als grünes Parteimitglied, mit all diesen Kenntnissen und familiären Erfahrungen im Rücken noch lautstark in den Chor all derer mit einsteigen kann, die diesen Krieg wie den Kampf um Mittelerde besingen, erschließt sich mir nicht. Das kann ich mir nur noch mit rassistischen Denkmustern erklären (siehe Florence Gaub).

    Von daher würde ich Nachtwey hier vehement widersprechen. Die AfD agiert (und agitiert) im Rahmen des Ukrainekrieges nicht wie eine faschistische Partei. Sie veräußert keine rassistischen Ressentiments oder fördert imperialistisches Großmachtstreben (auch nicht das von V. Putin). Wohl aber scheinen weite Teile der Regierungsbank keinerlei Probleme damit zu haben… nur halt auf der anderen Seite.

  • Die AfD agiert (und agitiert) im Rahmen des Ukrainekrieges nicht wie eine faschistische Partei. Sie veräußert keine rassistischen Ressentiments oder fördert imperialistisches Großmachtstreben (auch nicht das von V. Putin). Wohl aber scheinen weite Teile der Regierungsbank keinerlei Probleme damit zu haben… nur halt auf der anderen Seite.

    Passt vllt eher der Extremismus der Mitte?

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Extremismus_der_Mitte

  • Sie [die AfD] veräußert keine rassistischen Ressentiments oder fördert imperialistisches Großmachtstreben

    Das würde ich jetzt aber mal vehement bestreiten. Erstens veräußert die AfD schon seit ihrer Gründung rassistische Ressentiments - zum Beispiel gegen Griechen oder Muslime - bloß halt nicht unbedingt gegen Russen.

    Zweitens ist deren Kritik an den Grünen einfach wohlfeiler Populismus gegen "wokness" und links(!)grünen "Ökofaschismus", und drittens ist sie vor allem eine Kritik an der für die Nation schädlichen Kriegspolitik. An Waffenlieferungen in aller Herren kriegführende Länder hat die AfD bisher eher wenig bis gar keine Kritik geübt.

    Es geht denen nicht um Pazifismus, sondern um die Interessen des deutschen Mittelstandes. Wenn sich der, von den Grünen am lautesten mit #Werten gerechtfertigte, deutsche imperialismus für ihre UnterstützerInnen und ParteispenderInnen aus dem deutschen Kapital lohnen würde, dann gäbe es auch von dieser Seite keine Kritik an der "wertegeleiteten" Außenpolitik unserer Außenkriegsministerin Annalena Charlotte Alma.


    Das ist dann auch der eklatante Unterschied zu Wagenknecht, weil die sich zwar neuerdings auch als Anwältin für den braven deutschen Mittelstand betätigt, aber schon immer eine antiimperialistische Haltung vertrat.

  • Die AfD agiert (und agitiert) im Rahmen des Ukrainekrieges nicht wie eine faschistische Partei. Sie veräußert keine rassistischen Ressentiments oder fördert imperialistisches Großmachtstreben (auch nicht das von V. Putin).

    Utan

    Diese Einschränkung ist wichtig, sonst hätte ich Dantons Text nicht geliked.


    Ansonsten stimme dir zu, es hat allerdings auch niemand behauptet, der AfD ginge es um Pazifismus etc.

  • Austerität im Schäuble und Lindner Style ist einer der faschistischen Progressionslinien.

    Die allerdings auch schon Hans Eichel (SPD)-, und Peer Steinbrück (SPD)-Style war, und von Olaf "die schwarze Null steht" Scholz (SPD) als Bundesfinanzminister ebenfalls unterstützt wurde.

  • Die allerdings auch schon Hans Eichel(SPD)-, und Peer Steinbrück(SPD)-style war und von Olaf " die schwarze Null steht" Scholz(SPD)-als Bundesfinanzminister ebenfalls unterstützt wurde.

    Ich hab da einfach mal Schäuble, der eine europäische Austeritätspolitik einem EU-Mitglied mit aller Vehemenz aufoktroyiert hat, und Lindner, der ein Akutsymptom ist, als glänzende Beispiele herangezogen. Dass die Ideologie schon lange existiert und grundkapitalistisch ist, das wird im Video ja auch erläutert.

  • Erstens veräußert die AfD schon seit ihrer Gründung rassistische Ressentiments - zum Beispiel gegen Griechen oder Muslime - bloß halt nicht unbedingt gegen Russen.

    Das auf jeden Fall.

    Zweitens ist deren Kritik an den Grünen einfach wohlfeiler Populismus gegen "wokness" und links(!)grünen "Ökofaschismus",

    ... wenn man will kann man das so raushören. Auf der anderen Seite sprechen Sie die Doppelstandards und Widersprüche der Regierung gerade auch in Sachen Energieversorgung nach meinem Dafürhalten sehr deutlich, aber eben auch sachlich an. Fracking außerhalb Deutschlands "JA" innerhalb Deutshcland "Nein, Atomstrom "JA", Atomkraftwerke "Nein" , Gas aus Russland "Nein", Gas aus Katar "Ja"....

    Das sind derart offene Flanken, die man jetzt nicht aus faschistoiden Gedankenwelten heraus angreift, sondern mit gesundem Menschenverstand. Ideologisch agieren hier wirklich eher die anderen.


    und drittens ist sie vor allem eine Kritik an der für die Nation schädlichen Kriegspolitik.

    ...was spricht dagegen?


    Es geht denen nicht um Pazifismus, sondern um die Interessen des deutschen Mittelstandes. Wenn sich der, von den Grünen am lautesten mit #Werten gerechtfertigte, deutsche imperialismus für ihre UnterstützerInnen und ParteispenderInnen aus dem deutschen Kapital lohnen würde, dann gäbe es auch von dieser Seite keine Kritik an der "wertegeleiteten" Außenpolitik unserer Außenkriegsministerin Annalena Charlotte Alma.

    Das ist natürlich erstmal eine hypothetische Annahme, der ich nicht widersprechen kann. Nun muss ich aber auch sagen, dass ich von meiner Regierung vorerst auch nur erwarte, dass sie bestenfalls meine Interessen vertritt. Dieses Interesse ist nicht immer mit dem des deutschen Mittelstandes gleichzusetzen, allerdings ist eine Politik, die sich zu Gunsten ausländischer Imperien, gegen den deutschen Mittelstand richtet, in meinen Augen schon im Ansatz nichts, was ich mir wünschen kann.... und das ist das Hauptnarrativ jedweder AfD-Kritik, wie Du richtig festgestellt hast. Ich glaube, dass das Hufeisen auch hier begraben liegt. Sowohl Linke, als auch Rechte in Deutschland sind sich in einem sehr einig: Der "gemeinsame" Feind lässt sich mit "US-Imperialismus" ganz gut beschreiben. Dieser Feind ist sehr mächtig, wie man sieht... und die Auswirkungen dieses US-Imperialismus sind nun auch hierzulande alles andere als trivial.

    Natürlich werden all jene ohne Kapital nun weltweit mit steigenden Lebenserhaltungskosten belastet. Nahrungsmittelpreise könnten explodierten Düngemittelpreisen, zumindest hier in Europa, folgen, während Putin das Gas nun lieber abfackelt und damit die CO2-Emissionen in ungeahnte Höhen treiben wird.... Das sind alles nicht die Themen der AfD, klar. Aber es sind ja wohl erst recht nicht die Themen, jener Partei, die sich das alles auf die Fahnen schrieb.


    Das ist dann auch der eklatante Unterschied zu Wagenknecht, weil die sich zwar neuerdings auch als Anwältin für den braven deutschen Mittelstand betätigt, aber schon immer eine antiimperialistische Haltung vertrat.

    ...richtig. Und von ihr kann man als quasi einzige öffentliche Politfigur auch all das an Regierungskritik bekommen... weil für die Mehrzahl unserer Abgeordneten einfach andere Dinge (#Werte) für Sie im Vordergrund stehen.

    Diese "#Werte" empfinde ich einer wirklich faschistoiden Gesinnung gegenüber mehr und mehr anschlussfähig, weil sie einen vernünftigen, friedlichen und vielleicht auch humanistischen Blick aufs Ganze mehr und mehr verhindern. #Werte bedeuten ja in der Negation nicht plumpen Alltagsrassismus. #Werte teilen gerade die Welt in "Gut" und "Böse" ein und ermöglichen derzeit weder Nahrungsmittel, Partizipation und Mittbestimmung, sondern könnten uns tatsächlich in einen noch viel größeren Krieg führen... und zwar aus einer ideologischen Haltung heraus.

  • Zu Nachtwey und seiner "Querdenker"-Studie wäre noch anzumerken, das der Autor zu den Themen der Querdenker-Proteste durchaus eine eigene Meinung hat, um die er kein Geheimnis macht (z.B. hier). Seine Unvoreingenommenheit dem Gegenstand seiner Studien gegenüber steht daher in Frage und damit auch die Aussagekraft seiner Ergebnisse.

  • Zu Nachtwey und seiner "Querdenker"-Studie wäre noch anzumerken, das der Autor zu den Themen der Querdenker-Proteste durchaus eine eigene Meinung hat, um die er kein Geheimnis macht (z.B. hier). Seine Unvoreingenommenheit dem Gegenstand seiner Studien gegenüber steht daher in Frage und damit auch die Aussagekraft seiner Ergebnisse.

    Der erzählt in dem Interview - das Du da selbst verlinkst - dass er sich diese Meinung aufgrund seiner Untersuchungen und Befragungen der Querdenker zur Studie gebildet hat. Er ist ja kein Statistiker, der einfach nur nackte Zahlen erhebt und daran herum rechnet, sonern Soziologe, also muss er mit seinen Daten auch irgendwas anfangen und sie Interpretieren. Das ist sein Job.


    Das kann man ja dann mit eigenen Erhebungen begründet widerlegen, wenn es einem nicht ins eigene "Narrativ" passt.

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