Diskussionen zu Interessanten News, Sendungen, Links und sonstigen Aufregern des Tages

  • Das Video ist von 2016, wo ihr Buch Reichtum ohne Gier veröffentlicht wurde und wo ihren Ideen noch mit dem demokratischen Sozialismus über die Sozialdemokratie klar hinaus gehen (Mitarbeitergesellschaft ect.). Heute fabuliert sie nur noch letzteres. Aber damals hatte sie radikalere Ansichten.

  • [DW und Vonovia] Werden doch eh bald enteignet.


    So sehr ich das befürworten würde, glaube ich ehrlich gesagt nicht, dass das am Ende tatsächlich passieren wird - oder wenn, dann jedenfalls nicht "bald" genug.


    Der dafür zuständige sPD-innensenator - der ja seine Polizeiführung auch gerne mal ein paar Tausend uniformierte Staatsgewaltmonopoleinsatzkräfte aus derm Rest der Republik dazu bestellen lässt, um zwei Handvoll hausbesetzende links"ExtremistInnen" aus den Betongold-Investitionsobjekten privater Immobilienbesitzer entfernen zu lassen - hat sich schon extreeeeem lang Zeit gelassen, um den Volksentscheid nach dem Volksbegehren überhaupt zuzulassen.


    Der Mietendeckel - der ja ursprünglich eine sPD-Erfindung war! - wurde überhaupt erst durchgesetzt, weil Müller unter allen Umständen einen Volksentscheid zur Enteignung der DW vermeiden wollte, und weil er dachte, dass diese lästige MieterInnenbewegung sich damit schon irgendwie ruhig stellen lassen würde, obwohl er selbst relativ unverholen zum Ausdruck gebracht hat, dass ihm eigentlich auch der Deckel schon zu stark gegen die Interessen der Investoren verstieß, deren Gunst er und seine Verräterpartie sich ja unbedingt auch bis zur kommenden Abgeorndetenhauswahl im September erhalten wollen.


    Seine gewünschte Nachfolgerin, unsere Ex-Familienwirtschaftsministerin Frau Dr Giffey, hat ja schon ziemlich deutlich gemacht, dass sie mit irgendwelchen Deckeln, Enteignungen oder sonstigen staatlichen Eingriffen in das freie Spiel der Investitionskräfte absolut nichts am Hut haben will.


    Jetzt kann man in Berlin durchaus hoffen, dass die sPD in der nächsten Legislaturperiode nicht mehr die Regierungschefin stellen wird - allerdings kommen dann die Grünen in die ungute Position, die oberste Regierungverantwortung übernehmen zu müssen. Und da fragt sich dann, ob der hier sehr linke linke Flügel der Partei sich tatsächlich gegen den bürgerlichen Teil wird durchsetzen können, der ja dann - aller voraussicht nach - auch in Gestalt von ACAB und Onkel Robert im Bund eine große Rolle spielen wird - wenn es ganz schlimm kommt als Koalitionspartner der Kapital-und Betongoldparteien €dU/ €sU. Die nette Frau Jarasch - selbsternannte "Reala" und katholische "Brückenbauerin" mit süddeutschem Migrationshintergrund - die sich der grüne Berliner Landesverband als Spitzenkandidatin auserkoren hat, war heute jedenfalls die erste, die zu verstehen gab, dass sie beabsichtige, sich mit dem potenziell demnächst hier über 150.000 Wohnungen verfügenden Immobilienkartell an einen Tisch zu setzen und eine gemeinsame Lösung zu finden.


    Zudem traue ich leider den Verfassungsgerichten - sowohl dem des Landes als auch dem des Bundes - mittlerweile durchaus zu, das Grundgesetz und die Berliner Landesverfassung so zu interpretieren, wie das die Anwältearmee der Vermieter- und Immobilienlobby gerne hätte, weil das halt da auch alles nicht so besondere eindeutig formuliert ist, und die höchsten RichterInnen ja im Zweifel gerne mal für die Staatsräson (z.B.: Hartz iV-Regelsatz und Menschenwürde) optieren, selbst wenn das zum Nachteil eines großen Teils der Bevölkerung gereicht.


    Und die Staatsräson in UnserLand wird post-corona (sofern das dann tatsächlich mal ein Ende hat) - egal wer am Ende im Kanzler(innen)amt die Richtlinienkompetenz beansprucht - mit Sicherheit lauten: staatlich sparen, privat investieren, rentieren, und aus der Krise rauswachsen.


    Aber ich gebe zu, dass ich heute ganz besonders schwarz sehe...

  • Welche linken Gruppen sind das denn speziell? Welche relevante linke Gruppe beschäftigt sich NUR mit Idpol (und hat auch nicht noch wirtschaftliche Ungleichheit als Thema). Und wieso darf bei Telepolis ein Ghostwriter für Unternehmens PR Texte schreiben?

    Dass der Autor ein "Ghostwriter für Unternehmens PR" sei hast Du jetzt aber besonders wissenschaftlich korrekt recherchiert, Herr Historiker, indem Du den ersten Link bei der Google-Suche angeklickt und festgestellt hast, dass er auch Auftragsarbeiten für private Unternehmen schreibt.

    Vielleicht muss er ja - wie so ziemlich jeder andere arbeitende Mensch im Kapitalismus, der nicht genug Kapital hat, um selbst andere Leute für sich arbeiten zu lassen - seine Arbeitskraft gegen Geld verkaufen? Es kann ja nicht jeder den ganzen Tag lang in der Bibliothek sitzen und sich darauf vorbereiten, irgendwann mal selbst ganz bedeutende politische Texte in einem Blog zu veröffentlichen.


    Die besonders schlaue Frage an den Strohmann, welche relevante linke Gruppe sich "NUR mit Idpol" beschäftige und nicht auch noch wirtschaftliche Ungleichheit als Thema habe, kann man wohl ganz entspannt mit "gar keine" beantworten.


    Die tatsächliche Kritik bezog sich allerdings auch gar nicht auf eine solche Behauptung, sondern auf den Umstand, dass relevante linke Gruppen - also solche, die tatsächlich in der breiten Öffentlichkeit wahrgenommen werden und nicht nur einem kleinen Kreis linker AktivistInnen und selbsterklärter ExpertInnen für linke Theorie bekannt sind - einen solchen Wind um identitätspolitische und links-identitäre Kulturkampf-Themen machen, dass sie damit deutlich mehr Empörung und Aufmerksamkeit erregen, als mit klassisch linken, universalistischen Forderungen nach mehr solidarität mit ökonomisch Benachteiligten die sie womöglich auch noch im Programm haben.

    Selbst die Genossin Wagenknecht erklärt ja immer wieder, dass zum Beispiel ihre eigene, (noch) halbwegs relevante linke Gruppe programmatisch auch weiterhin für allgemeine soziale Gerechtigkeit und materiellen Ausgleich von Klassengegensätzen steht.


    Der springende Punkt ist allerdings die öffentliche Wahrnehmung dessen, was heute als "links" gilt - vor allem für all jene, die bisher noch keine umfassende Bildung zur Entstehung der Arbeiterbewegung und der linken Kapitalismuskritik erfahren durften oder konnten - und nicht das was Linke selbst darunter verstehen.


    Und genau weil...

    [...] die Anschuldiging von Identitätspolitik als Strategie von rechten benutzt wird

    ...und weil für die öffentliche und veröffentlichte Meinung relevante linke Gruppen mehr Wert darauf legen, sich identitär von rechten Identitären abzugrenzen, und bei jder Gelegenheit "klare Kante" gegen "Nazis" zu demonstrieren, als darauf, mehr Menschen aus der absteigenden Mittelschicht auf ihre Seite zu ziehen und von linken Ideen zu überzeugen, findet gerade auch in UnserLand eine große Diskursverschiebung statt, an deren Ende sich kulturelle Identitäten von rechts wie "links" nur noch gegenseitig moralische Keulen überziehen, und niemand (mit gesellschaftlicher Relevanz!) mehr über das eigentliche systemische Problem der großen Umverteilung von unten nach oben redet, welches es rassistischen, sexistischen, homophoben oder sonstig auf Ausgrenzung irgendwelcher sozial konstruierter Identitäten fixierten Menschen überhaupt erlaubt, Macht über andere Menschen auszuüben und damit weiterhin Leute für vermeintliche Eigenschaften zu diskriminieren, für die sie nichts können.


    Rechte waren schon immer Identitär. Ihr Maßstab zur Ausgrenzung bis hin zur gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit und zum Völkermord war stets eine bürgerliche Moralvorstellung dessen was "sich gehöre", was "gut" und richtig sei. Zur Aufrechterhaltung dieser Moral brauchten sie schon immer die entsprechenden Gegenstücke, die sie als unerhört, böse und falsch klassifizieren, und somit ihre eigenen Gruppenidentitäten an dieser "harten Kante" abgrenzen konnten.

    Linke haben sich ursprünglich mal zur Aufgabe gemacht, diese bürgerliche Moral als das Feigenblatt zu entlarven, mit dem sich die bürgerliche Gesellschaft in einem absolut ungerechten System den Anschein von Rechtschaffenheit und Anstand verlieh, während sie munter daran arbeitete, Wohlstand global und national von unten nach oben umzuverteilen.

    Die extreme Auslegung "linker" Identitätspolitik, die wir heute beobachten, ist hingegen nichts anderes als ein Phänomen der schleichenden Kapitulation vor den herrschenden Verhältnissen und ihrer angeblichen Alternativlosigkeit. Ihr Endpunkt ist dann die totale Verbürgerlichung des linken Millieus und das Ende der Kapitalismuskritik.

  • Du hast meine Frage nicht beantwortet und nur wieder mit allgemeinen plagierten textgekotze reagiert. (und übrigens, rechte waren nicht schon immer identität, konservatismus und rechtes denken hat nen anderen ursprung usw. usw., es gibt auch keine kapitulation vor den herrschenden verhältnissen usw., aber wem versuche ich etwas zu erklären 😅

  • https://amp.ft.com/content/640…__twitter_impression=true


    Artikel von Schäuble, heute erschienen. Laut Schäuble bedeutete für Keynes also "In the long run, we are all dead.", dass er es als sehr wichtig sah, die Gläubiger der Staatsausgaben zu bedienen 🤔

    Der hat nicht nur Keynes nicht verstanden, sondern hat in der Vergangenheit auch schon öfters Hayek zitiert, den er auch nicht verstanden hat.

    (um es anders auszudrücken, Keynes hat einen scheiß darauf gegeben, ob die schulden zurückgezahlt werden oder nicht).


    Noch so ein Ding:

    This is no mere economic problem. It also creates risks for the social fabric. Most lenders to states are wealthy individuals and entities. Public borrowing increases their wealth, widening the gulf between rich and poor. Keynes once warned that profiteers would become the object of hatred. Now the gap between “haves” and “have-nots” poses a huge threat to social cohesion.


    Er glaubt also, man müsse zurück zur Austeritätspolitik (dass ist das, was er eigentlich sagt), weil durch die Schulden, die der Staat macht, die Gläubiger reich werden und das dann zu sozialen Konfliken führt🤦‍♂️ Was eine jämmerliche Begründung für Schuldenbremse und co.

  • Das hat nichts mit der Befindlichkeit von uns Menschen zu tun. Selbst die sogenannten "Neuronalen Netzwerke" (Buzzwording is strong in that one) sind ja nicht eine Abbildung dessen, wie Neuronen im Gehirn in Aktion treten. Schlimmer noch, man weiß ja gar nicht einmal, wie ein Gehirn nun letztendlich funktioniert und was in der Gesamtrechnung nun Bewusstsein ist. Die Funktionsweise eines Computers ist im Vergleich doch recht simpel und geklärt.



    Das hat nichts mit der Befindlichkeit von uns Menschen zu tun.


    Einige Leute lehnen das aber aus Befindlichkeiten ab. Obwohl ich eigentlich gar nichts schlechtes am Computermodell sehe.



    Selbst die sogenannten "Neuronalen Netzwerke" (Buzzwording is strong in that one) sind ja nicht eine Abbildung dessen, wie Neuronen im Gehirn in Aktion treten.


    Wo hab ich gesagt, neuronale Netzwerke funktionieren wie Neuronen im Gehirn? In der IT ist das nur eine Metapher, weil es eben dabei um Feedback und Selbstverstärkung geht, so arbeiten auch Neuronen im Gehirn.


    Schlimmer noch, man weiß ja gar nicht einmal, wie ein Gehirn nun letztendlich funktioniert und was in der Gesamtrechnung nun Bewusstsein ist.


    Ja man weiß nicht, wie es funktioniert, aber der Zugang über die Computational Theory of Mind hat die fruchtbarsten Erkentnisse und die CTM ist heutzutage immernoch die verbreitetste Annahmen in den Neuro und Kognitionswissenschaft. Welche Zugang soll man denn sonst nehmen, um das Gehirn zu untersuchen? Homunkulus oder zentralistische cartesianische Modelle sind lange wiederlegt bzw. Dualismus an sich.


    Außerdem geht es nicht darum, dass das Gehirn z. B. exakt wie ein Laptop funktioniert, sondern darum, dass es wie ein Computer "computations" im Sinne einer Turing-Maschine ausführt, und das muss nicht exakt wie ein Laptop sein. Das Gehirn muss verschiedene Bestandteile einer Turing-Maschine habe (Lesen, Schreiben, Ausführen). Dass es ein paar Leute gibt, die das anzweifeln oder sogar glauben, die QM ist für das Bewusstsein verantwortlich, hat nichts mit der in dem Bereich akzeptierten Theorie (eben die CTM) zu tun. Penrose ist bei weitem kein Goon (bin selbst ein fan von ihm), aber da er sich schlimm vertan.


    Wen es interessiert, zwei Bücher pro CTM:


    Gödel, Escher, Bach - Douglas Hofstadter (Mathematische Rekursion erzeugt Komplexität im Gehirn und Bewusstsein)


    Counsciousness Explained - Daniel Dennett (Multiple Drafts Modell des Gehirns, Bewusstsein existiert nicht wirklich, McCulloch-Pitts-Zelle als Turing-Maschine im Gehirn).

    Beides hochinteressante Bücher, besonder Hofstadter geht durch praktisch alle möglichen Themen durch.

  • @JonnyBadFox Die andere Herangehensweise ist eben, die von Penrose vorgeschlagene.


    Seit den 80ern gibt es eine Theorie des Bewusstseins die ich für wahrscheinlich die wichtigste Theorie der Physik zur Zeit wahrnehme. Die Theorie der Orchestrated objective reduction, von Hammerhoff und Penrose, ist die einzige die mit einem modernen Verständnis von Physik vereinbar ist. In den letzten 10 Jahren hat diese Theorie durch zahlereiche Nachweise von nur durch quantenmechanische Modelle erklärbaren Vorgängen im Gehirn enorme Bestätigung erfahren.

  • @JonnyBadFox Die andere Herangehensweise ist eben, die von Penrose vorgeschlagene.


    Seit den 80ern gibt es eine Theorie des Bewusstseins die ich für wahrscheinlich die wichtigste Theorie der Physik zur Zeit wahrnehme. Die Theorie der Orchestrated objective reduction, von Hammerhoff und Penrose, ist die einzige die mit einem modernen Verständnis von Physik vereinbar ist. In den letzten 10 Jahren hat diese Theorie durch zahlereiche Nachweise von nur durch quantenmechanische Modelle erklärbaren Vorgängen im Gehirn enorme Bestätigung erfahren.

    Ja Penrose war schon immer offen für Theorien ausserhalb des Mainstream. Aber das Problem an seiner Theorie ist halt, dass Quantenprozesse nur in sehr hoch stilisierten ungestörten Systeme stattfinden, im Gehirn würde es zu viele von den sogenannten Dekohärenzeffekten geben, das Gehirn ist sozusagen einfach zu warm und zu "klassisch" (im Sinn von klassischer Mechanik). Aber wer weiß, was die Forschung dazu noch ergibt.

  • PS: Den Nobelpreisträger Sir Roger Penrose, dem Doktorvater von Stephen Hawking, der den Lehrtuhl von Newton in Oxford besetzt hat als "irgendeinen Goon" zu bezeichnen ist übrigens selbst für @JonnyBadFox gewagt.

    Habs schon etwas relativiert 😅Weil ich selbst Fan von Penrose bin.

  • Siehe auch DW vom 16.5.2021 "Q-Bits im Kopf"


    Qubits im Kopf

    Das menschliche Gehirn – ein verkappter Quantencomputer? Essentielle Mechanismen der Natur, die man bislang völlig übersehen hat? Es sind höchst spekulative Hypothesen, mit denen die Quantenbiologie arbeitet. Wenn sie sich in Experimenten bestätigen sollten, wäre dies eine wissenschaftliche Revolution.


    Die Quantenphysik fordert unsere Vorstellungskraft aufs Äußerste heraus: Teilchen können an zwei Orten gleichzeitig sein oder mit ihren Artgenossen in einer spukhaften Verbindung stehen. Eigentlich sollten diese merkwürdigen Gesetze nur im Mikrokosmos gelten, in der Welt der Atome und Moleküle – so die gängige Lehrmeinung. Doch manche Fachleute gehen davon aus, dass Quanteneffekte auch fürs Leben zentral sind – bei der Fotosynthese im Blattgrün, beim Orientierungssinn von Zugvögeln oder sogar für die Denkprozesse in unserem Gehirn, das womöglich wie ein Quantencomputer funktioniert.


    Um ihre Thesen zu prüfen, haben diverse Forschungsteams nun aufwändige Experimente aufgesetzt. Sollten sie gelingen, dürften sie einen Paradigmenwechsel in Biologie und Hirnforschung nach sich ziehen – grundlegende Naturprozesse würden ganz anders ablaufen als gedacht. Doch die Versuche stoßen auf Skepsis: Viele Fachleute halten sie für vergebens und sind überzeugt: Quanteneffekte sind viel zu schwach und zu flüchtig, als dass sie fürs Leben eine nennenswerte Rolle spielen könnten.

  • Zitat

    Aber das Problem an seiner Theorie ist halt, dass Quantenprozesse nur in sehr hoch stilisierten ungestörten Systeme stattfinden,

    Das stimmt eben schon lange nicht mehr.


    Seit einiger Zeit (2011) existiert ein wissenschaftlicher Konsens, dass z.B. Photosynthese über Quanten-Kohärenz funktioniert.


    Zitat

    Quantum coherence in photosynthesis

    Author links open overlay panelGregory S.Engel

    Under a Creative Commons licenseopen access

    Abstract

    Quantum coherence improves the quantum efficiency of excitonic energy transport within the Fenna-Matthews-Olson photosynthetic complex from the green sulphur bacterium, Chlorobium tepidum. Experimental evidence from third-order nonlinear spectroscopies provides clear evidence of quantum coherence among excited states persisting for picoseconds despite rapid (<100fs) dephasing of quantum coherence between ground and excited states. This protection of quantum coherence can arise from multiple mechanisms, but the net effect is the same: the energetic landscape is course-grained thereby improving efficiency by effectively smoothing the rugged energetic landscape while simultaneously eliminating trap states. The protein bath enables the unusual observed dynamics and illustrates some simple design principles that provide direction to synthetic efforts to mimic the effect. This communication provides an overview of experimental and theoretical notions for those interested in exploiting design principles of photosynthetic energy transfer in synthetic systems.

  • Meiner Einschätzung nach ist eien Theorie in der Physik die so massiv Kritisiert wurde wie OOR aber seit 35 Jahren alles Versuchen sie zu widerlegen widersteht eine ziemlich gute Theorie der Physik.


    Leider ist aber Bewusstsein ein sehr heikles Feld. In jedem anderen Feld wäre Penrose inzwischen Mainstream.

  • Bevor Solar Orbiter gestartet wurde haben die führenden Wissenschaftler in dem Bereich vorher ein Brainstorming gemacht was sie an Erkenntnisse erwarten - es war alles falsch, es war etwas komplett von allen unerwartetes.


    Wir sind da wahrscheinlich an dem Punkt wo neue Erkenntnisse nicht mehr mit Erkenntnisgewinn eingehen, es stellen sich danach mit einer neuen Entdeckung unzählige neue Fragen und bisherige Denkkonstrukte werden brüchig : )


    Man muss auch nicht immer alles verstehen und zu allem einen Statement haben.

  • Das stimmt eben schon lange nicht mehr.


    Seit einiger Zeit existiert ein wissenschaftlicher Konsens, dass z.B. Photosynthese über Quanten-Kohärenz funktioniert.

    Ja aber doch nicht im Gehirn. Der menschliche Körper allein braucht schon 37 Grad um funktioniert. Bei der Temperatur hat die QM schon massive Probleme, weil dann halt klassische Physik übernimmt, sozusagen und dann gibt es keine Verschränkungseffekte und ähnliches. Aber wie gesagt, vielleicht gibts irgendwo ne Lücke.

  • Ja aber doch nicht im Gehirn. Der menschliche Körper allein braucht schon 37 Grad um funktioniert. Bei der Temperatur hat die QM schon massive Probleme, weil dann halt klassische Physik übernimmt, sozusagen und dann gibt es keine Verschränkungseffekte und ähnliches. Aber wie gesagt, vielleicht gibts irgendwo ne Lücke.

    Ähnliche Vorgänge wie sie bei der Photosynthes eine Rolle spielen wurden auch für den Prozess des Sehens nachgewisen. Da hab ich nur kein Abstract bereit.


    Auf jeden Fall ist die Hürde mit dem Nachweis von Quantenzuständen in Micro Tubulä in feuchter Umgebung bei 37° C genommen worden: (PDF)

  • Die große Hürde ist nicht mehr die Quantenzustände bei 37° C in feuchter Umgebung, sondern die grundsätzliche Annahme der Penrose Objective Reduction, die eine fundamental neue Physik bedeutet. Penrose schlägt quasi eine Lösung für das "Problem" von Schrödingers Katze vor, also dem Problem, dass Quanten-Kohärenz nicht beschränkt ist, sondern theoretisch eben auch für Katzen gelten müsste (was eben nicht der Fall ist).

  • Ja aber doch nicht im Gehirn. Der menschliche Körper allein braucht schon 37 Grad um funktioniert. Bei der Temperatur hat die QM schon massive Probleme, weil dann halt klassische Physik übernimmt, sozusagen und dann gibt es keine Verschränkungseffekte und ähnliches. Aber wie gesagt, vielleicht gibts irgendwo ne Lücke.

    Sorry aber das ist doch Quatsch den du da schreibst... Inwiefern ich Quantenmechanik Probleme bei 310K? Quantenmechanik hat eher was mit der Größe des beschriebenen Systems zu tun. Und Verschränkungseffekte von was? Und Ähnliches? Und bei Quantenmechanik gibt's keine Lücke, das hat ja der Gag, alles ist gequantelt ;)

  • Sorry aber das ist doch Quatsch den du da schreibst... Inwiefern ich Quantenmechanik Probleme bei 310K? Quantenmechanik hat eher was mit der Größe des beschriebenen Systems zu tun. Und Verschränkungseffekte von was? Und Ähnliches? Und bei Quantenmechanik gibt's keine Lücke, das hat ja der Gag, alles ist gequantelt ;)

    @JonnyBadFox weisst hier auf eine fundamentale Kritik des sehr berühmten Physikers Max Tegmark hin der die OOR wegen der Unmöglichkeit von kohärenten Quantenzuständen bei Raumtemperatur angegriffen hat. Also kein Quatsch, aber veraltet. Auch Phostosynthese geschieht eben bei Raumtemperatur und auch draussen bei jenseits 40° C :) .

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!