Diskussionen zu Interessanten News, Sendungen, Links und sonstigen Aufregern des Tages

  • Phosphor könnte Thema sein, das ist gern mal im Klingenstahl ,aber nicht viel.

    Aber man sollte trotzdem nicht dran lecken, sonst spricht man evtl mit gespaltener Zunge und das nicht sprichwörtlich.

    Ja gut, der liegt aber nicht elementar vor. Das verlinkte PSE ist aber ohnehin fehlerhaft, da Edelgase im Prinzip nur im flüssigen bzw. festen Zustand geleckt werden könnten. Ist bei Dingen unter - 100 °C nie ratsam, weil sonst sieht das mit der Zunge ebenfalls nicht gut aus.

  • JA, EBEN.

    Und der Liberalismus ist eben die Befreiung aus den festen Strukturen des Feudalismus.

    Meine Güte, haust Du hier nicht immer sonstwie auf die Kacke, was Du nicht alles tolles gelesen hast an der Uni? Vielleicht doch mal lieber 'ne Einführung lesen, damit die Grundbegriffe klar werden?

    Chancengleichheit wird verstanden als die Möglichkeit aus dem ursprünglich vorgezeichneten Leben auszubrechen. Und übrigens bedeuten Begriffe oft mehr als ihre wortwörtliche Übersetzung. Liberale wollten auch einen Rahmen mit staatlich garantierten Bürgerrechen. Das Wort "Liberal" (nicht "libera", - ismus ist das Suffix) sagt da nicht viel über alle Bedeutungen aus.


    Zu Schröder:

    Schröder hat während dem Wahlkampf zwar von Reformen geredet, aber es war nie die Rede von so weitreichenden Reformen wie die, die er dann später umgesetzt hat. Seine Reformen haben ja dann diese Vertrauenskrise ausgelöst, wo er den Bundestag aufgelöst hat und Neuwahlen wollte.


    Zu sagen, Schröder hätte einfach nur umgesetzt, was die Wähler wollten, ist doch naiv. Kann nicht nachvollziehen, wie man zu diesem Schluss kommen kann. Ich versteh die Logik dahinter einfach nicht. Wie kann man den Fakt, dass in Deutschland die Politiker ein freies Mandat haben und die Annahmen, dass die Politiker einfach nur umsetzen, was die Wählen wollen, zusammenbringen? Dazwischen ist für mich eine riesige Kluft.

  • Ich find ja auch das Ulrike Hermann in letzter Zeit ziemlich schräge Aussagen trifft, aber das Publikum hier wirkt auf mich ziemlich stark durchsetzt von Wagenknecht Claqueuren. Erinnert stark an Auftritte von AfD Politikern, immer dieses übertrieben Lachen im Publikum über nur halb lustige Aussagen von Wagenknecht. Und dann oft so lauter Applaus von einzelnen Leuten nach Sätzen von Wagenknecht der aber schnell verstummt weil sich nicht viele anschließen.

    Auch die Kommentarspalte auf YouTube ist von sehr ähnlichen Aussagen dominiert wie wie bei Tilos Krah Interview: Moderator/in ist inkompetent weil aktivistisch, Gast ist überzeugend und klug.

    Unabhängig vom Inhalt des Gesprächs finde ich diese Parallelen interessant.

    das publikum hätte vermutlich jeden unterstützt außer die Herman

    das hatte sie auch verdient für ihren 2 stündige Gleichsetzung der W. mit AFD/Putin

    und ihre unsägliche Kriegstreiberei

    btw. du machst hier dasselbe wie die Hermanm, indem du das Publikum mit AFD

    Sympatiesanten gleich setzt

  • Naja. Viele Begriffe sind im Alltag nicht exakt definiert, trotzdem kommen wir einigermaßen klar. Ich seh das eher als eine Frage der Praxis oder als ein Ideal, welches nie erreicht, aber angenähert werden kann.

    Ansonsten würde ich den republikanischen Begriff von positiver Freiheit (die Freiheit die Gesellschaft selbst zu gestalten) und Freiheit als frei von Fremdherrschaft gut finden.

  • Naja. Viele Begriffe sind im Alltag nicht exakt definiert, trotzdem kommen wir einigermaßen klar.

    Einigermaßen...

    und doch scheint jeder nicht wenig zu kritisieren zu haben.


    Aber wirklich entscheidend aus meiner Sicht ist doch erstmal, dass man eine gemeinsame Basis findet worüber man redet. Ansonsten kotzt jeder einfach so seine Gedanken in den Raum und jeder stellt sich dann halt so seine eigene Interpretation dieser vor. Ich seh halt nich, wie das jemals zu irgendwas führen sollte, außer noch mehr unsinnigen Konflikt.

  • Hat sich das mal jemand von Euch angeschaut? Unglaublich wie sich Ulrike Herrmann hier präsentiert. Aber auch heftig wieviel Zunder sie dafür vom Publikum bekommt und nach und nach immer mehr verunsichert. Offenbar mal eine neue Erfahrung für Sie nicht vor handverlesenem Publikum im Rahmen der bekannten Talkformate Haltung zu zeigen.

    Also ich fands toll, als Ulrike - größter Kapitalismusfan - Herrmann die korrupte Ukraine mit dem korrupten Bayern verglich und glaubte einen guten Punkt gemacht zu haben.

  • Einigermaßen...

    und doch scheint jeder nicht wenig zu kritisieren zu haben.


    Aber wirklich entscheidend aus meiner Sicht ist doch erstmal, dass man eine gemeinsame Basis findet worüber man redet. Ansonsten kotzt jeder einfach so seine Gedanken in den Raum und jeder stellt sich dann halt so seine eigene Interpretation dieser vor. Ich seh halt nich, wie das jemals zu irgendwas führen sollte, außer noch mehr unsinnigen Konflikt.

    Also im Sozialismus gibt es immer diese Diskussionen. Sozialismus bedeutet im Grunde, dass die Lohnarbeiter über die Produktionsmittel verfügen sollen (was ja im Kapitalismus nicht so ist)

    Und da gibts Leute wie z. B. ich, die der Meinung sind, dass man die Leute einfach selbst machen lassen muss und dann werden die schon den Sozialismus aufbauen. Referenzpunkte sind sowas wie die Genossenschaften im 19. Jahrhundert, die Pariser Kommune, die Arbeiter- und Soldatenräte bei der russischen Februarrevolution (auch im deutschen Reich 1918) und der Anarchismus in Spanien 1936 und mehr. Der Staat wird sofort überwunden, er ist nicht mehr notwendig. Das gehört zum anti-autoritären Sozialismus (meistens Anarchisten).


    Dann gibts die autoritären Sozialisten (meistens Marxisten). Die sind der Meinung, dass die Lohnarbeiter erst den Staat erobern müssen, entweder direkt durch eine Revolution oder über eine marxistische Partei und eine Mehrheit im Parlament. Und dann wird mit der Hilfe des Staates der Sozialismus aufgebaut. Da sind die Referenzpunkte meistens die realsozialistischen Staaten.


    Beide Seiten haben gute und auch eher schlechte Argumente. Kommt halt darauf an, was man als realistischer sieht oder nicht.

  • Kannst Du das erklären?

    Die Fragen sind auf simpelste Ja/Nein-Entscheidungen ausgelegt, die man einfach gar nicht treffen kann - oder zumindest nicht sollte - ohne mehr Kontext dazu zu haben. Ich habe mindestens bei der Hälfte "neutral" (="weiß nicht") angeklickt, weil ich nicht wusste, was da eigentlich im Detail dahinter steckt - Und ich behaupte jetzt mal, dass ich noch zu den politisch besser informierten EU-BürgerInnen gehöre.


    Gleich als erste Frage kommt bei mir "Die EU soll eigene Steuern erheben dürfen"


    Ja, welche EU ist denn damit gemeint - die jetzige, oder eine, die man sich vielleicht statt dessen wünschen würde? Welche Steuern? Was wird damit finanziert? Wer entscheidet das? etc.


    Die Wahl-O-Maten suggerieren ihren NutzerInnen, sich politisch informiert zu haben, obwohl das überhaupt nicht der Fall ist, und oft sogar das Gegenteil bewirkt wurde.


    (Mal abgesehen davon, dass Die Wahl zum EU-Parlament sowieso die sinnloseste Wahl von allen ist, weil das nicht mal ein richtiges Parlament ist, sondern ein Abnickverein für die Hinterzimmerkungeleien der EU-Regierungen und der Kommisson mit 30.000 Brüsseler LobbyistInnen).

  • Auch im verlinkten Videod das Thema zu den Steuern. Ich wusste auch nicht, was das soll... Aber gut, was erwartet man schon.

  • Nach dem Wahlomat fühlt man sich wie psychologisch missbraucht und für dumm verkauft. Als würde man das politische Bewusstsein der Leute auf so ein paar Fragen runterbrechen können. Könnte fast sagen, dass verletzt die Menschenwürde. Empfiehlt die Bundesregierung nicht selbst den Wahlomat? Würde mich nicht wundern, was die für ein Bild von den Wählern haben.

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