Diskussionen zu Interessanten News, Sendungen, Links und sonstigen Aufregern des Tages

  • Bei Ratten gibt es Studien das sie mit bester Nahrung und Vitaminzusätzen früher sterben als wenn sie ekelhaften Dreck fressen : )




    Meanwhile the Nahrungskette is interested in this Thread:


  • Ja hätte uns doch nur mal früher einer davor gewarnt, dass ökonomische Verhältnisse das gesellschaftliche Bewusstsein prägen.


    Das tolle an den herrschenden Gedanken in der bürgerlichen Gesellschaft des neoliberalen Spätkapitaismus ist, dass sie auch von den Beherrschten als so selbstverständlich verinnerlicht sind, dass jede Generation immer wieder von vorne damit anfangen muss, ihren der Wirklichkeit widersprechenden ideologischen Charakter mühsam offenzulegen, obwohl das linken Ideologiekritikern schon vor 170 Jahren völlig klar war, nur damit sich niemand vorwerfen lassen muss, er sei ein verbohrter, ewiggestriger ideologe, der sich mit der geistigen Flucht in alte, staubige Bücher der postmodernen Realität™ verweigere.

    Der Trend geht anscheinend irgendwie dahin, solche Standardwerke und Erkenntnisse einfach neu zu interpretieren. Da darf es dann konsequenter Weise auch nicht verwundern, wenn zB Chomskys legendäre Thesen einfach so umgedeutet werden, dass er in Wirklichkeit ...

    verschiedenen Aussagen prominenter deutscher FreiheitspolitikerInnen oder JournalistInnen

    voll unterstützen würde.


    #zeitenwende

  • Wenn mein Steuergeld schon Kübelweise in die Sahara gekarrt wird, dann will ich dafür auch endlich mal harte Action sehen.

    Zwar nicht Sahara, aber von oben sehen die Sandn**** doch eh alle gleiche aus:


    Kundus 2010 (unsere US-Buddies, aber wir haben draufgezeigt!)


    In der Wikipediakategorie von "Das könnte Sie auch interessieren":


    Kundus 2015 (unsere US-Buddies)


  • Das ist wieder mal so ein dämlicher Aufreger. Die Definition von Geschlecht muss gar nicht mehr diskutiert werden, weil sie in der Naturwissenschaft tief verankert und definiert ist.


    Die Vortragende in allen Ehren, aber mit dem Thema weiß man bereits vorher, dass man sich in ein Ameisenhaufen setzt. Und ich vermute, dass sie das weiß. Aufregung erzeugt publicity.


    Wie gesagt, in der biologischen Fachwelt ist das Thema unumstritten. Allenfalls kann beim Menschen auf die (seltenen) Intersexualitäten hingewiesen werden, wo man XY-Genotyp ist und XX Phänotyp (1:10.000) oder umgekehrt (1:100.000). Der Rest ist Geschlechterrolle und damit insofern nur natürlich, weil es soziokulturell ein Teil der Gesellschaft ist. It's that simple. Aufregung Tschüss.

  • Dagegen, dass Linke sich nicht als argumentative Steigbügelhalter von Rechten missbrauchen lassen sollen, nur weil man persönlich davon profitiert (Aufmerksamkeit).

    Wen sortieren wir da nun gerade nach Rechts und auf welcher Grundlage?


    Ich versteh das Argument noch immer nicht so recht. Wer soll nun worauf keine Aufmerksamkeit geben?

  • Wie gesagt, in der biologischen Fachwelt ist das Thema unumstritten. [...] Der Rest ist Geschlechterrolle und damit insofern nur natürlich, weil es soziokulturell ein Teil der Gesellschaft ist. [...]


    Nun, genau genommen ist auch die wissenschaftliche Konvention soziokulturell begründet. Deshalb: Man kann so viele Geschlechter haben wie man will.

  • Nun, genau genommen ist auch die wissenschaftliche Konvention soziokulturell begründet. Deshalb: Man kann so viele Geschlechter haben wie man will.

    Dass jetzt wieder so nitpicky stuff von dir kommt ist klar. Wissenschaftliche Konventionen Arbeiten natürlich mit zuvor festgelegten Definitionen, die aus einem soziokulturellen Background hervorgehen. Man kann natürlich so viele Geschlechter haben, wie man will, aber wenn man probiert das Konzept der Geschlechter auf das Genom anzuwenden, dann wird es schnell unübersichtlich mit den Vokabeln. Daher ja auch "Konvention" und nicht "Unkonvention".


    Wen sortieren wir da nun gerade nach Rechts und auf welcher Grundlage?


    Ich versteh das Argument noch immer nicht so recht. Wer soll nun worauf keine Aufmerksamkeit geben?

    Die Diskussion wurde hier doch wirklich schon hunderte Male ausgepackt. Wir alle wissen, wer mit "woke" gemeint ist, und wir wissen auch, dass es in dieser Szene mal mehr, mal weniger und mal extrem blödsinnige Aktionen gibt. Nun ist das partout keine homogene Masse, wie uns das die Rechten suggerieren wollen, und der Begriff woke ja ein absoluter Kampfbegriff ist - prinzipiell noch schärfer als das deutsche Analogon "Gutmenschentum" .


    Wenn die Referentin nun promovierende Biologin ist, wovon es in Deutschland mehr als nur eine Handvoll gibt, dann fragt man sich natürlich, warum sie einen Vortrag halten möchte, der ihrer Ansicht nach ja nur "wissenschaftliche Konventionen aus Lehrbüchern" wiedergibt, und nicht "ihre" Meinung. Die biologisch wissenschaftliche Community geht das nämlich am neumundtierartigen Anus vorbei.


    Um dennoch eine Show abzuziehen im Sinne von Science-Slam (wo ich selten was mitbekommen hab, was nicht cringe war), aber unter populärwissenschaftlichem Deckmäntelchen, da kann man sich ja mit seiner Expertise einfach mal in den Ameisenhaufen setzen und mit der Kamera draufhalten. Das kann man insofern natürlich schnell durchziehen, wenn man ein x-beliebig langweiliges naturwissenschaftliches Faktum nimmt, es in den großen Kessel der Identity politics-Suppe untermischt, gut auf Twitter umrührt und Gruppe A anbietet, um zu gefallen, und Gruppe B anbietet, um einen saltiness Würgereflex zu verursachen.


    Meine Bitte wäre einfach nur, die Suppe als solche zu erkennen und sich nicht weiter drüber aufzuregen, warum sie manchen nicht schmeckt.

  • Ich verstehe weiterhin nicht was du mir sagen willst?!?

    Wo kommt jetzt auch noch "woke" her?

    Warum machen wir sowohl aus der Person als auch aus ihrem Thema so ein großes Thema hier jetzt?

    Ist sie selber schuld, weil sie das falsche Thema gewählt hat? Wir ihr nun auch noch eventuell sogar Absicht unterstellen?

  • Ich verstehe weiterhin nicht was du mir sagen willst?!?

    Wo kommt jetzt auch noch "woke" her?

    Warum machen wir sowohl aus der Person als auch aus ihrem Thema so ein großes Thema hier jetzt?

    Ist sie selber schuld, weil sie das falsche Thema gewählt hat? Wir ihr nun auch noch eventuell sogar Absicht unterstellen?


    Ich glaube, das sollte als Antwort auf all deine Fragen reichen.


    Du hattest das übrigens als "Aufreger" angeschleppt, möglicherweise via fefe, den ich sehr schätze. *achselzuck* von mir aus können wir es dabei belassen.

  • Ich glaube, das sollte als Antwort auf all deine Fragen reichen.

    ne...leider kein Stück. Aber wenn etwas auf nem Twitterprofil dazu ausreicht sowas zu rechtfertigen...

    #whataboutismdestages sie sollte dir wohl auch nicht mit zu kurzem Rock im falschen Park zur falschen Uhrzeit begegnen.



    Du hattest das übrigens als "Aufreger" angeschleppt, möglicherweise via fefe, den ich sehr schätze. *achselzuck* von mir aus können wir es dabei belassen.

    Ja, aber ich hab kein Wort zu ihrem Thema oder ihrer Person verloren. Keins davon fand ich da nun den "Aufreger", du hast es zu dem aber anscheinend machen wollen (müssen?). Und ich verstehe weiterhin nicht warum du da nun so den Fokus drauf legst und was du damit ausdrücken willst *achselzuck*

  • Dass jetzt wieder so nitpicky stuff von dir kommt ist klar.


    Also es ist nicht nitpicky gemeint. Ich glaube viele Naturwissenschaftler - und diese Team Biologie-Person scheint dazu zu gehören - geraten in einen unnötigen Antagonismus, weil sie ein Primat der biologischen Beschreibung über das kulturelle Phänomen des Geschlechts annehmen. Die Biologie ist aber eben nicht selbst die (postulierte) Wirklichkeit, sondern auch nur ein kulturelles Phänomen. Insofern kann man an der Stelle denke ich die Konventionalität zugestehen, um sich die Leute, die warum auch immer in eine andere Lesart investiert sind, vom Hals zu schaffen.


    Andersherum gilt das natürlich auch, viele Leute sind in die Binarität stark emotional investiert, weil sie in unserer Kultur so tief verankert ist. Wenn man es also anders sieht, sollte man davon ausgehen, dass man es mit Leuten zu tun hat, für die eine Relativierung ein Angriff auf ein Dogma ist, und nicht etwa mit Leuten, die es eigentlich besser wissen, aber die Wahrheit verschweigen.

  • Man kann "wokeness" natürlich auch ganz staatstragend positiv besetzten*.



    We need more female non-binary drone pilots!


  • via fefe, den ich sehr schätze

    Passenderweise hat er da auch noch was dazu zu sagen und vllt kommts ja besser rüber, wenn es von jemandem kommt den du sehr schätzt.


    https://blog.fefe.de/?ts=9c3fa922


    lass mich das ganz entscheidende nochmal extra hervorheben:

    Zitat

    Ich bin persönlich gar nicht daran interessiert, was sie zu sagen hat. Ich bin bloß daran interessiert, dass sie es sagen darf.

  • nachdenklich


    Beruhigt? Ich bin auch ein Freund der Redefreiheit, aber dieses Cancelgeschwafel ist halt nun mal eben genau die konservative Erzählung, die stattfindet und stääändig reproduziert wird. Wenn fefe dann kommt und diese Erzählung bedient, zeitgleich behauptet, alle ließen sich da vorführen mit der Sache, wo er sich doch selbst dran beteiligt hat, dann kann ich seine Reflexionskraft in dem Punkt immerhin etwas in Zweifel ziehen. Dass er nicht noch den pathetischen Voltairespruch losgelassen hat, war ja alles - den findet man für gewöhnlich immer in diesem Zusammenhang.


    Die Frau durfte jedenfalls via Youtube den Vortrag präsentieren, der damit deutlich mehr Menschen erreicht hätte, als hätte sie ihre Folien in einem dunklen Seminarraum im Keller der HU an die Wand geschmissen. Ferner hatte sie zuvor via Die Welt die Öffis angeklagt, wegen der Genderkacke, und sich nachträglich bei derselben (+ Bildzeitung und Twitter) beschwert, sie wäre gecancelt worden.


    https://www.spiegel.de/wissens…fb-46fa-8571-8f65f7f2e6a6


    Möglicherweise hatte die HU einfach auch keinen Bock auf vorprogrammierten und bewusst so inszenierten Krawall. Ich find, da kann man ja mal drüber reden (zum Hundertsten).




    Disclaimer: Ich fand die Entscheidung der HU nicht richtig.

  • Möglicherweise hatte die HU einfach auch keinen Bock auf vorprogrammierten und bewusst so inszenierten Krawall. Ich find, da kann man ja mal drüber reden (zum Hundertsten).

    Hm ich finde es einfach nur traurig, wenn mir im ÖRR gesagt wird: "Trust the Science" (wenn es um Corona geht z.B.), andererseits aber Vorträge an Universitäten abgesagt werden, weil man Angst vorm Schwarzen Block hat, der wissenschaftlich fundierte Meinungen zum weiten Thema Sex und Gender unterdrücken will. Wissenschaft wird so unglaubwürdig.


    Disclaimer: Ich fand die Entscheidung der HU nicht richtig.

    Ich auch nicht.

  • Hm ich finde es einfach nur traurig, wenn mir im ÖRR gesagt wird: "Trust the Science" (wenn es um Corona geht z.B.), andererseits aber Vorträge an Universitäten abgesagt werden, weil man Angst vorm Schwarzen Block hat, der wissenschaftlich fundierte Meinungen zum weiten Thema Sex und Gender unterdrücken will. Wissenschaft wird so unglaubwürdig.

    Also erst mal ist "trust the science" eh Käse, wie auch Wemir durch seine Ausführungen klargemacht hat. Es gibt hier nicht dieses diametrale Missmatch von "Da die Wissenschaft, dort die Unwissenschaft".

    Ich hatte von dem Thema erst hier durch nachdenklich mitbekommen, habe aber nur durch 2-3 Klicks mitbekommen, dass die Vortragende nicht einfach nur eine fundierte wissenschaftliche Meinung zum Thema Sex/Gender lostreten wollte, sondern eine Agenda hatte. Kann man ja machen - findet ja durch Harald Lesch mit dem Klimawandel oder Mai mit Corona in ähnlicher Weise statt.


    Das hat aber allenfalls etwas mit Wissenschaftskommunikation zu tun, nicht mit "der Wissenschaft", wo auch dieser stehende Begriff ein Probem darstellt, weil es nicht "die Wissenschaft" gibt. Selbst Karl Poppers Interpretation von der "Logik der Forschung" (welche für mich im Wesentlichen immer das ausgemacht hat, was wissenschaftliches Forschen beinhaltet) wird ja nicht einmal mehr Streng in der wissenschaftlichen Community selbst angewandt, aber das ist noch einmal ein anderer Pfad der Erkenntnis.


    Ich ziehe die Kommentare betreffend der HU-Geschichte mal in den Diskussionsthread.

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