Diskussionen zu Interessanten News, Sendungen, Links und sonstigen Aufregern des Tages

  • Markus Lanz hat mal zur Genossin Wagenknecht in seiner Sendung gesagt, sie betriebe "whataboutism" und dass das ja eine bekannte KGB-Taktik gewesen sei.


    Wer in einer Diskussion in der es um die Gesellschaft geht, "whataboutism" anprangert, weil sich jemand erdreistet, darauf hinzuweisen, dass die (hier bisweilen zum Teil grenzwertig obsessive) Beschäftigung mit einer Sache, nicht zwangsläufig bedeutet, dass man sich mit einer anderen Sache nicht oder nur oberflächlich zu beschäftigen habe, bewegt sich durchaus auf dem intellektuellen Niveau unseres nationalen talk-Großmeisters.


    Der hat ja auch immer eine sehr "differenzierte" Sicht auf die Welt.


  • Die relative Einordnung eines Gegenstandes ist ja auch ein normales Element einer Diskussion zu diesem Gegenstand. Bei Leuten, wo die Diskussion mit einem what about endet, hätte vermutlich auch ein anderes Placebo geholfen, zum Beispiel die Feststellung von whataboutism.


    Übrigens bin ziemlich überzeugt, dass die Sowjets das nicht erfunden haben. Mit anderen Worten, wat?

  • „Verlogener Heuchler“ ist deine Art der Diskussionsführung, wenn du keine Argumente hast

    Nein @Syd. Alle möglichen Argumente wurden schon vor langer Zeit mehr als ausführlich ausgetauscht. Jeder weitere Tastenanschlag zu diesem Zweck ist sinnlose Arbeitsverschwendung.


    "Verlogener Heuchler" hingegen ist lediglich das was übrig bleibt, wenn man Deine Persona hier und im alten Forum samt ihrer drölfzig Tarnidentitäten einfach nur akkurat beschreibt.

  • Also täuschte der Eindruck nicht, dass es gar nicht um Reichelts Hass und Neid Universum ging, sondern darum das Karussell wiederzueröffnen. Die AgiProp-Statements mussten wohl noch raus.

    leute die bei gewissen themen durchaus mal mit der springer propaganda mitschwimmen anstatt dagegen echauffieren sich jetzt hier über die aussage von utan über reichelt und heinrich. welch überraschung

    Projektion deluxe. Es war Utan der sich über das Schweigen echauffierte, mehr ist eigentlich nicht passiert.

    War neulich schon so. Die Eskalation wurde durch die Empörung über das, was diskutiert wurde, gestartet. Der Eindruck von Twitter wurde dann wohl auf unsere Runde übertragen und ein Haltungskrieg vom Zaun gebrochen.


    Ich bin mir inzwischen sicher, dass dieser Foren-Konflikt nicht mit Schweigegelübden beendet werden kann. Der wird immer wieder aufbrechen. Insofern funktioniert Deckel drauf ja auch nicht, wenn solche Beiträge, das Fass ohne Not wieder aufmachen. Ich sag nur passiv-agressiv, war ja kürzlich auch ein projezierter Vorwurf aus der selben Ecke. Und davon findet man im Ausgangsbeitrag von heute auch genug. Da muss man sich nicht wundern, wenn es wieder losgeht.

    Ich hab es kapiert Utan. Wir sind in deinen Augen keine wirklichen Linken. Komm drüber hinweg. Ich empfinde es auch nicht als Schande, wenn man mich als Sozialdemokraten sieht, selbst wenn man es als solche framt und ich das überhaupt nicht unterschreiben würde.

  • Es war Utan der sich über das Schweigen echauffierte, mehr ist eigentlich nicht passiert.

    Nee. Es war nicht Utan der sich über das SCHWEIGEN echauffierte.


    Utan echauffiert sich nicht erst seit gestern über Leute wie z.B. Dich, die hier es hier immer dann plötzlich besonders angebracht finden, sich zu empören, wenn es gegen tatsächliche oder auch nur irgendwie "differenziert" gefühlte Verfehlungen auf der linken bis linksgrünen Seite geht, und die dann aus dem Vorwurf des Moralisierens den sie gegen die betreffenden AkteurInnen erhebt, selbst eine fürchterliche Moralapostelei machen, sich dann aber ganz nüchtern und abgeklärt geben, wenn es um viel gefährlichere Auswüchse aus der Gegenerschaft der Linken geht.


    Und selbstverständlich muss dann auch jeder Hinweis - nicht nur von mir, aber da natürlich ganz besonders gerne - darauf, dass genau solche empörungsstürme von der Anti-Linken Gegenseite massiv bis tief ins Linke Lager hinein befördert werden, umgehend ebenfalls als Grund zur Empörung aufgenommen und zum Anlass des Vorwurfes gemacht werden, der Hinweisgeber habe versucht die Empörten in irgendeine Ecke zu Stellen! Dieser Linksfaschist.


    Wenn man Eure Beiträge zu solchen Themen liest, bekommt man fast den Eindruck, dass Herr Döpfner recht hatte, als er Julian Reichelt als letzte Bastion des deutschen Journalismus wider die neue DDR-Diktatur in Schutz nahm - denn so wie ihr Euch zum Teil aufführt ist die Bedrohung durch die linke Gesinnungspolizei - inklusive "Impfzwang", Gendern, und was sonst noch alles an fürchterlichen Grausamkeiten wider die Menschlichkeit auch mal quer von der Seite dazu gemischt wird - offenbar viel größer als alles was die Kapitalfraktion dagegen in Stellung bringen kann.


    Und wenn jetzt gleich einer kommt und behauptet, er hätte das nie behauptet, dann halte ich einfach genauso dummdreist dagegen, dass es ja offenbar völlig egal ist, wer, was, wie, oder in welchem Kontext gemeint hat, so lange man sich nur immer eifrig über den ungebührlichen Tonfall oder die "Art und Weise" echauffieren müsse, in der es vorgetragen wurde.


    Aber wenn mir hier schon so gerne vorgeworfen wird, ich würde mich für den einzig wahren Linken halten, bloß weil ich mich bei meinen Kommentaren nicht alleine auf irgendein Bauchgefühl verlasse, oder auf irgendeine BÜRGERLICHE Vorstellung von Meinungsfreiheit, sondern irgendwie versuche, das mit einer über viele Generationen vollzogenen LINKEN sozioökonomischen Analyse und Ideologiekritik unter einen Hut zu bringen:


    Vielleicht kann mir ja mal einer der Meinungsstarken Herren Marner, nachdenklich, oder auch Du, lieber RobFord Redux , mit Deiner unvergleichlich charmanten Art des dahingeraunten passiv-aggressiven Vorwurfes ins "allgemeine" mal kurz erklären was zur verfickten Hölle für Euch differenzierte Analysten des Zeitgeschehens denn eigentlich politisch "links" bedeutet?


    Denn ganz offensichtlich habt ihr davon zwar irgendeine Vorstellung, aber ganz sicher nicht die selbe wie die meisten anderen Linken, die ich so kenne, deren Bücher, Texte und Artikel ich so gelesen habe, oder mit denen ich zusammen auf der Strasse stand und in linken Projekten arbeite.


    Wenn Euch natürlich "Sozialdemokrat" schon als Definition reicht. Dann könnt ihr euch da auf einer Spanne von rosa Luxemburg bis Gerhard Schröder ja ganz differenziert irgendwo einrichten, ohne jemals zu irgendwas eine klare Position beziehen zu müssen. Auch praktisch. Nur "Links" ist das dann halt ab einem gewissen Punkt nicht mehr.

  • Wenn man Eure Beiträge zu solchen Themen liest, bekommt man fast den Eindruck, dass Herr Döpfner recht hatte, als er Julian Reichelt als letzte Bastion des deutschen Journalismus wider die neue DDR-Diktatur in Schutz nahm - denn so wie ihr Euch zum Teil aufführt ist die Bedrohung durch die linke Gesinnungspolizei - inklusive "Impfzwang", Gendern, und was sonst noch alles an fürchterlichen Grausamkeiten wider die Menschlichkeit auch mal quer von der Seite dazu gemischt wird - offenbar viel größer als alles was die Kapitalfraktion dagegen in Stellung bringen kann.

    :!:

  • Natürlich reicht mir das nicht. Aber was nützt es dagegen zu argumentieren, wenn ein verlogener Heuchler eine Strohmannparade auffahren lässt und sich in seiner Großartigkeit zum Hüter des Linkssein erklärt.

    Ich habe kein Problem damit, wenn DU mich so siehst, weil dein bornierter Blick für mich nur noch wenig Relevanz hat und du mich ja doch immer missverstehen willst.


    Ich habe ohnehin den Eindruck, dass du der vahassten "Bürgerlicher Mitte" deutlich näher bist, als ich es jemals war. Reine Spekulation, aber das muss natürlich kompensiert werden, zumindest online.


    Fakt ist. Den heutigen Zwist hast du vom Zaun gebrochen unter dem üblichen Beifall. Außer Selbstbestätigung und der Verfestigung des von dir gezeichneten Feindbildes innerhalb und außerhalb kommt dabei aber gar nichts rum.


    Viel Glück weiterhin mit dem AgiProp-Ansatz. Scheint für dich gut zu funktionieren.

  • Selbstverständlich kommt wieder nur irgendeine kategorische Klärung irgendeiner Schuldfrage, die gar nicht gestellt war, und natürlich erneut die blödsinnige Verdächtigung, ich würde hier vorgeben was anderes zu sein als ich bin.


    Du bist echt der König der moralischen Selbsterhebung und faselst dann auch noch völlig verblödet irgenwas von "Projektion" daher, während Du anderen Leuten genau solche Überhöhungen vorwirfst.


    Du und @Syd, ihr passt eigentlich ganz gut zueinander. Was ist eigentlich los beim Schulz? Ihr hattet es doch da immer so gemütlich. Nicht so viel "AgiProp-Ansatz" und viel mehr Raum für freundInnen der bürgerlichen Freiheit!


    Lässt der strukturkonservative Sozialdemokrat Euch etwa nicht mehr rein?

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